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Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule

Archiv für die 'Moodle' Kategorie

Nein, Moodle ist kein System für Schüler, es ist eines für Lehrkräfte

Montag 30. August 2010 von Maik Riecken

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Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der “Macher” und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem  direkten Umfeld bekannte halbwegs schülerzentrierte Moodlevorhaben im Schulkontext ist das europäische Comeniusprojekt meiner Schule. Lisa Rosa hat Moodle in einem Kommentar einmal als “Bevormundungsplattform” bezeichnet, was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in dieser Radikalität empfunden habe, nun aber etwas differenzierter sehe durch die Erfahrungen in der Arbeit mit Blogs.

Ist es nicht frappierend, dass auf ich auf moodle.org (ich dort schon lange unterwegs) so gut wie nie einen Bericht oder Erfahrungen aus Teilnehmendensicht gelesen habe? Wer bestimmt die Weiterentwicklung von Moodle? Der Teilnehmer oder die Lehrenden? Wessen Produkt und Wunsch sind z.B.  die neuen Conditional Activities, die für ebenso viel Supportbedarf wie das Rollensystem sorgen werden?

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Moodle 2.0 – Jetzt hier testen

Freitag 14. Mai 2010 von Maik Riecken

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Nachdem ich es fertigbekommen habe, PHP5.3.2 hier auf dem Vserver zum Laufen zu bringen, lade ich euch herzlich ein, als Kursverwalter in Moodle 2.0 (Preview) herumzuklicken. Der Cronjob läuft natürlich nicht und die Datenbank sowie das /moodledata-Verzeichnis werden stündlich genullt, damit irgendwelche Bots hier nicht zu viel Unsinn anstellen.

http://testmoodle.riecken.de

Kursersteller:

Login: test

Passwort: test

Ganz viele Funktionen sind natürlich noch nicht vollständig implementiert (nix ist mit Import…), die Oberfläche gibt es nur auf Englisch usw.. Ich finde jedoch, dass man einen recht guten Eindruck vom veränderten Bedienkonzept gewinnt. Vieles wirkt einfach moderner, gefälliger und geht mehr in Richtung des üblichen Web2.0-Feelings. Da hat sich vor allem unter der Haube eine Menge getan. Bitte immer daran denken: Nach einer Stunde ist alles wieder futsch – zumindest hier auf der Testversion, die ich von Zeit zu Zeit updaten werde. Viel Spaß.

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MoodleMoot2010 – Vortragsnachlese

Samstag 27. März 2010 von Maik Riecken

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Nach meinem Vortrag bin ich gebeten worden, noch einmal eine Linkliste mit allen erwähnten Referenzseiten und Tools zur Verfügung zu stellen. Also los:

1. Datenschutz:

http://www.datenschutzzentrum.de (ULD Schleswig-Holstein)

Sie finden dort ein reichhaltiges Angebot und Veröffentlichungen und Broschüren auch zu Datenschutzfragen in der Schule.

http://www.riecken.de/projects (ID-Generator für Moodle)

Sie können auf dieser Seite meinen ID-Generator für Moodle finden. Er erstellt Ihnen direkt eine CSV-Datei, die Sie in Ihr Evaluationsmoodle importieren und für die Erstellung eines Serienbriefes nutzen können. Bitte beachten Sie, dass bei jedem Aufruf neue IDs erstellt werden!

2. Anleitungen

http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/ (allgemeine Tipps zur Planung der Evaluation)

http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation-mit-moodle-ldap-und-dem-feedbackmodul/ (Übersicht über die technische Durchführung unserer Evaluation)

Beachten Sie bitte, dass Sie dank des ID-Generators nicht auf den LDAP-Server angewiesen sind.

http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-konfiguration-des-feedbackmoduls/ (Konfiguration des Feedbackmoduls)

http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-vereinfachung-der-usability/ (Meta-Umleitung auf Deeplink in Moodle)

Ihre Nutzer rufen eine einfache URL auf und gelangen nach dem Login und Eingabe des Kursschlüssels direkt zur der für Sie bestimmten Umfrage.

3. Sonstiges

http://riecken.de/index.php/2009/03/riecken-lasst-evaluieren/

Man muss nicht die ganze Schule evaluieren, um Unterricht zu verbessern… Hier ist gezeigt, was Sie direkt, jetzt und hier als Lehrkraft bereits unbürokratisch tun können, um in das Thema “Evaluation” für sich selbst einzusteigen.

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MoodleMoot2010 in Berlin

Freitag 26. März 2010 von Maik Riecken

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Es ist Abend in Berlin – gefühlt. Eigentlich ist es Nacht. In irgendeinem U-Bahnniedergang befindet sich ein gekacheltes Loch in der Wand – Tür kann man es eigentlich nicht nennen. Eine iPhone-App hat uns hierher geführt, da die Gastronomie an der vorherigen Location bereits nach drei Stunden auf Flaschenbier umstellen musste (Flensburger in Berlin – unglaublich…). Der Club, in dem ein kleines Grüppchen unerschrockener MoodleMoot-Teilnehmer dann landet, hätte als App keine Chance in Steve Jobs sauberen Store aufgenommen zu werden – und deswegen war er ja auch so ok – kein Chartboumboum, sondern irgendwas Alternatives. Alles nett, alles weit weniger bedrohlich als das gekachelte Loch verhieß. Und mit Scully (Insider) konnte man richtig gut lästern. Den ganzen Beitrag lesen »

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Texte einsammeln: Moodle oder Blogsoftware?

Dienstag 16. März 2010 von Maik Riecken

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Ich experimentiere gerade damit herum, Hausaufgaben und längere Texte (Gruppen- und Stillarbeitsphasen) im Netz anfertigen zu lassen. Natürlich klappt das nur, wenn alle zu Hause über einen PC mit Internetanschluss verfügen oder wenn ich mit der Klasse im PC-Raum arbeite. Das mache ich zur Zeit in mehr oder minder zwei verschiedenen Lerngruppen. Ich erhoffe mir dadurch mehrere Dinge:

  1. Stilleren SuS kann ich auf diese Weise wesentlich fairer und fundierter mündlichen Noten erteilen
  2. Bei “Wackelkandidaten” kann ich einfach ins “Portfolio” schauen
  3. Ich kann im Unterricht an authentischen Texten arbeiten
  4. SuS haben die Gelegenheit, ihre Texte selbst recht unaufwändig zu überarbeiten und zu verbessern

Ich habe das auf zwei verschiedene Weisen gemacht. Mit Moodle über die Funktion Aufgabe – Datei hochladen. Mit WordPress, welches durch das Plugin “Membersonly” vor äußerem Zugriff verrammelt ist (gleiches Schutzlevel wie bei Moodle). Ich gehe bei beiden Systemen von Grundfunktionen aus – ich habe z.B. in Moodle keine Ressourcen vorkonfiguriert oder Rollenanpassungen vorgenommen.

Moodle

So sieht es für den Lehrenden dann aus:

Ich muss jede hochgeladene Datei einzeln anklicken und mit meinem Textverarbeitungsprogramm öffnen, d.h. ich muss eigentlich auch hoffen/verlangen, dass die SuS ein kompatibles Format hochladen. Bei mehreren hochgeladenen Aufgaben muss ich das für jede Aufgabe einzeln machen – ich kann auch auf den Aufgabentyp “mehrere Dateien hochladen” ausweichen. Schülerinteraktion: Fehlanzeige. Ich könnte auf ein Wiki oder eine Datenbank ausweichen und die Texte dort einstellen lassen. Dazu muss ich aber erstmal eine Weile konfigurieren – und die Kommentierungsmöglichkeit durch Mitschüler ist im Gegensatz zu WordPress doch eher rustikal zu nennen.

WordPress

So sieht es für den Lehrenden hier aus

Durch einen Klick auf die Zahl erhalte ich Zugriff auf alle Artikel des jeweiligen Benutzers. Ich kann unter den Artikel Kommentare und direkt hinein mit “Rotstift” Verbesserungen schreiben. Ich kann mir die Artikel der ganzen Klasse auf einmal anschauen und die Texte überfliegen. Ich kann auch SuS auffordern, fremde Texte zu kommentieren. Das alles funktioniert sehr intuitiv und  ausschließlich im Browser (mit periodischer, automatischer Speicherung ohne Nutzeraktion!). Ich habe lediglich allen SuS die Rolle “Autor” zugewiesen. Damit können sie eigene Artikel schreiben, überarbeiten und veröffentlichen sowie fremde kommentieren. Es entstehen kleine Portfolios. Ich bin jetzt soweit, dass ich die Parole ausgeben kann: “Diese Hausaufgabe fertigt ihr bitte im Blog an.”

Moodle ist mir für speziell diese Anforderung zu nüchtern und viel zu wenig komfortabel. Bei WordPress erlebe ich einen echten Mehrwert für mich und meine SuS. Ich stoße gerade bei benutzergeneriertem Inhalt mehr und mehr innerhalb von Moodle an Grenzen. Das Rechtesystem von WordPress ist für diese eine – im Lehrerleben allerdings recht alltägliche – Aufgabe in meinen Augen wesentlich flexibler. Das gilt insbesondere auch für die Portierbarkeit der Inhalte: Natürlich möchte ich vielleicht irgendwann ausgewählte Schülertexte auch unkompliziert veröffentlichen können…

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