Verlorene Links – Teil 9

  1. Es gibt einen deutschsprachigen OpenCourse zur Zukunft des Lernens. Ich habe dieses Format bis heute  nicht begriffen. Ich bin zu doof dazu oder zu unfähig, mich dafür zu begeistern. Es ist nicht verbindlicher als das schon bestehende Twitter/Facebook/Blog-Setup der deutschen EduSzene, es verwendet die gleichen Tools, es beackert die Themen, die auf EduCamps immer wieder F2F diskutiert werden – ich begreife den Mehrwert und die teilweise große Euphorie bei sonst eher gemäßigten Menschen darüber nicht. Ist es mehr als Wasmanie? Man ringt auch goethisch nach Begriffen:„Da du nun Suleika heißest, Sollt‘ ich auch benamset sein“ (Westöstlicher Divan, Suleika Nameh, Einleitung). Ist es so toll, weil es teilweise über eine Uni organisiert ist und so einen Wissenschaftsanstrich erhält? Der Fontanefan konstituiert gerade die wasmatische Selbstreflexivität als das Neue und Sinnstiftende an diesem Format. Auf jeden Fall konstituiert sich die Sache erst (ungeduldiger Herr Riecken, ungeduldiger) und ich beobachte weiter…
  2. Christian Füller tweetet:  „ciffi christian füller erklärt heute in Tucho-Biblio das paradox, dass man weiß, wie #guteschule geht, aber nicht, wie man sie MACHT pisaversteher.de“ Vielleicht bloggt er dazu ja auch noch. Mein erster Impuls war, dass diese Position für einen Schulkritiker natürlich absolut prima ist: Er bestimmt, was gute Schule ist. Bei Fragen nach der (flächendeckenen) Realisierbarkeit kann kann sich stets auf das Paradoxon berufen. Erinnert mich ein bisschen an die Logik vereinzelter Fachleiter: „Ich weiß, was eine gute Stunde ausmacht – aber wie man sie MACHT hängt eben von mehreren Faktoren ab, die sich nicht klar benennen lassen, Herr Riecken!“ Ist vielleicht paradox, dass ich das nie verstanden habe.
  3. Jean-Pol Martin MACHT derweil. Elli auch. Wie immer. Danke.
  4. Herr Rau macht einen synopsenartigen Vergleich zwischen KuMi-Sprech und Lehrerverbands-Sprech mit einer selten emotionalen Überschrift – zum Totlachen. Das ganze Leben besteht aus Wahrnehmungen und problematisch scheint es zu werden, wenn beiden Seite ihre Wahrnehmung als die wahre Wahrnehmung ansehen.
  5. Schon etwas älter – aber für mich in meiner Arbeit als Lehrender immer wieder wichtige Impulse eines Datenschützers, die auch der Auslöser für einige Umstellungen in meinem Blog waren. Das klappt für mich übrigens wunderbar: Ich erhalte den gleichen Spamschutzlevel und einen viel hübscheren Output des Statistiktools.

Hier liegen schon wieder mindestens zehn Artikel angedacht in meinem Kopf herum – allen voran das Projekt meiner 11er mit dem örtlichen Waldkindergarten, was mich in meinem abkorrigierten Zustand (zentrale Chemieaufgaben: AAAAAAARGHH…..) wieder ein wenig in den Flow zurückgebracht hat. Wenn ich die Zustimmung von einigen Menschen habe, erzähle ich noch mehr davon – und natürlich gehört ja auch ein kollaborative Projektdokumentation dazu – vielleicht sogar öffentlich. Demnächst kommt etwas zur Nernstschen Gleichung – dank des LaTeX-Plugins kann ich endlich hier auch mit Formelsatz herumprollen…

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