Tabellenkalkulation: Klassenarbeiten (fast) komplett in OpenOffice korrigieren

Nachdem es sehr viele verschiedene Ansätze dazu im Netz gibt, noch einmal mein Senf dazu. Ich komme auf diese Art und Weise sehr schnell durch meine Chemiearbeiten und aufwändige Nachkorrekturen durch formale Fehler entfallen dadurch fast vollständig, da die Tabellenkalkulation die Erbsen zählt.  Mir ist es immer sehr wichtig, weitgehend dynamisch korrigieren zu können, d.h. ich möchte mir auch Wege offenhalten, besondere Lösungsansätze auch im Rahmen meines Erwartungshorizonts zu würdigen. Außerdem möchte ich auf Schluss einfach nur noch drucken und unterschreiben. Mein Tabellenblatt weist folgende Struktur auf:

Der Referenzbereich enthält für jede Teilaufgabe detaillierte Leistungs-/Punktezuordnungen, also etwa:

1a  Es werden die korrekten Strukturformeln verwendet   2 Pkt.

usw.

Unter jeder Aufgabe befindet sich noch ein Feld mit dem Namen „Bemerkungen“. Dort kann ich Zusatzpunkte vermerken oder ggf. eine Bewertung erläutern. Desweiteren ist im Referenzteil noch das Bewertungsschema enthalten (Welche Note ab welcher Punktzahl?) und er zählt mir auch gleich den Klassenspiegel aus sowie die Anzahl der Arbeiten „unter dem Strich“. Spätere Änderungen dürfen nur im Referenzbereich erfolgen – sie wirken sich dann automatisch auf alle anderen Schülerblätter aus.

Die Kopiervorlage enthält lediglich absolute Verweise auf die Felder des Referenzbereiches. Dieser wird dann für jeden aus der Klasse kopiert. Dann nehme ich mir die jeweilige Arbeit vor, korrigiere ganz normal mit Rotstift und tippe gleiche die erreichten Punkte direkt in das Tabellenblatt ein. Den Rest macht die Tabellenkalkulation. Hinter jedem Schüler wird dann ein Seitenumbruch eingefügt, sodass sich das später einfach ausdrucken und unterschreiben lässt. So sieht der Schüler direkt in der Arbeit und recht transparent auf dem Tabellenblatt seine Stärken und Schwächen.Ich stelle hier einmal einen Prototyp eines solchen Sheets bereit – er lässt sich leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassen:

Beispielsheet „OpenOffice“

Beispielsheet „Excel“

Vorteile:

  • Ich kann noch während der Korrektur bestimmte Aufgabenteile anders gewichten
  • Ich kann den Notenschlüssel ändern
  • Ich kann mich bei den formalen Dingen nicht mehr verzählen
  • Ich muss keinen Klassenspiegel, keine Durschschnittsnote etc. manuell berechnen, alle Gimmicks sind bereits integriert
  • Ich habe stets den aktuellen Zwischenstand der Klasse vor Augen

Nachteile:

Ich muss mir den Erwartungshorizont am Anfang sehr gut überlegen, da einzelnen Kriterien nicht so einfach ergänzbar oder eliminierbar sind – sonst bricht das System zusammen – deswegen ist die Bemerkungsspalte sozusagen der „Joker“ – ob das wirklich ein Nachtteil ist…

Alles in allem komme ich aber so sehr, sehr fix durch meine Stapel hindurch. Seit diesem System gibt es auch bedeutend weniger Rückfragen nach der Rückgabe der Arbeit, auch das empfinde ich oft als entlastend.

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3 Kommentare

  • Andrea

    Hi!
    Ich bin zwar noch nicht so weit, dass ich das benötige, aber die Zeit wird kommen (ich studiere im Moment noch). Der Aufbau erscheint mir sehr sinnvoll! Ich bin gespannt, ob ich ein ähnliches System später mal verwenden werde. Im Moment werde ich es einfach mal abspeichern.
    Vielen Dank fürs „Zur-Verfügung-Stellen“!
    Andrea

  • Auch wenn es etwas kostet, ich habe sehr gute Erfahrungen auch/besonders hinsichtlich der Flixibilität von Notenschlüssel, Gewichtung usw. mit http://www.schulfix.de gemacht.

    Ich nutze Tabellenkalkulationen eigentlich nur noch bei Feedback-Bögen ohne Ziffernnoten – also auch ohne Rechenaufwand.

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