Nein, bitte keine Kleingruppen!

Ich unterrichte in einem Kurs in der 13. Jahrgangsstufe, der sich nunmehr dem Abitur nähert. Wir binden gerade Themen aus den vorherigen Jahrgängen quasi als Wiederholung und Vertiefung in neue Kontexte ein, da die wesentlichen abiturrelevanten Aspekte eigentlich ziemlich abgehandelt sind.

Ich hatte kürzlich in einer etwas umfangreicheren Hausaufgabe einige Rechnungen wiederholen lassen, an denen ich auch formale Aspekte (Wie schreibe ich das sinnvoll dokumentiert auf?) gerne wiederhole. Die grundsätzlichen Fakten sind den SuS dabei bekannt.

Für die Auswertung bot sich daher nach meinem Empfinden die Gruppenarbeit an, in der Rechenansätze und -wege verglichen werden sollten, um auf Basis des Vorwissens selbstständig eine prototypische Lösung zu entwickeln, um diese dann anschließend im Plenum zu präsentieren.

Das wollten die SuS nicht. Sie wollten die Tafel. Sie wollten es frontal mit dem Unterton: „Nicht schon wieder neue Unterrichtsformen!“. Was ist da bloß schiefgelaufen?

Vielleicht liegt es einfach auch nur daran, dass vor dem Abitur Klartext einfach mehr Sicherheit schafft… Man kann gegen autoritär angelegte Systeme und Unterrichtsformen ja sagen, was man will: Sie scheinen Sicherheit zu geben und zumindestens für einen klar umgrenzten Zeitraum und in einem begrenzten Kontext einfach zu funktionieren.

Kleingruppenergebnisse präsentieren

Der folgende Artikel entstammt alten Jugendarbeitszeiten und ist daher in der „Du-Form“ gestaltet. Manches lässt sich auch in der Schule umsetzen..

Kleingruppen sind ohne Zweifel in der Schule und Jugendarbeit eine beliebte Arbeitsform, entgeht man doch auf elegante Weise dem Problem des „Frontalvortrags“ und fördert in gewisser Weise auch die selbstständige Arbeit der Teilnehmer. Wenn es um die Präsentation der Kleingruppenergebnisse geht, kann es leider sehr schnell dröge werden. Die letzte vorstellende Gruppe hat besonders schwer, da oftmals bereits vieles vorher schon gesagt worden ist. Wie entgeht man diesem Dilemma?
Ich habe für euch hier ein paar „Auswege“ zusammengestellt. Manchmal sind die Auswege recht banal und ohne viel Vorbereitung zu beschreiten. In der Regel ist es aber erforderlich, sich einige Gedanken zu machen.

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