Happy New Year!

… wir sind in Nie­der­sach­sen wie­der seit letz­tem Don­ners­tag auf der Wel­le bzw. in der Schu­le. Die Feri­en waren für mich pri­ma und das Wet­ter hat auch gestimmt. Der Stun­den­plan ist super und kommt den gan­zen fami­liä­ren Ver­än­de­run­gen sehr ent­ge­gen. Das Schul­jahr wird für uns hier sehr bzw. his­to­risch lang, da wir über 50(!) ech­te Schul­wo­chen haben wer­den. Was steht in die­sem Jahr in der Schu­le, der Medi­en­be­ra­tung und damit auch hier im Blog an?

Infor­ma­tik­kurs Klas­se 10

Seit lan­gem mache ich mal wie­der Infor­ma­tik in der 10. Klas­se. Das wird in die­sem Jahr für mich sehr span­nend, da ich mir in den Kopf gesetzt habe, irgend­wann pro­jekt­ba­siert zu arbei­ten. Dafür habe ich mir die Ardui­no­platt­form aus­ge­guckt, mit der man von ganz simp­len bis hin zu sehr kom­ple­xen Anwen­dun­gen eine Men­ge rea­li­sie­ren kann. Ich hof­fe, dadurch die SuS begeis­tern zu kön­nen, da sie ja direkt Rück­mel­dun­gen zu ihren Pro­gram­men bekom­men. Ein wenig Hand­werk ist auch dabei. Zudem wer­den wohl auch eini­ge Robo­t­er­bau­sät­ze hier ein­tref­fen, die im Rah­men einer AG ein­ge­setzt wer­den kön­nen, aber natür­lich auch dem Infor­ma­tik­kurs zur Ver­fü­gung ste­hen. Ich muss mich dabei aber auch noch ganz schön in die Grund­zü­ge der Infor­ma­tik ein­ar­bei­ten. Natür­lich wird es hier auch den einen oder ande­ren Bei­trag dazu geben …

Netz­werk an der Schu­le

Im Ser­ver­raum wur­de die Decke neu gemacht, sodass die Maschi­nen erst­ma­lig seit mei­ner Über­nah­me des Netz­werks abge­schal­tet wer­den muss­ten. Dar­an hängt in der Schu­le zur­zeit alles — auch die dienst­li­che E-Mail (die bei uns lokal im Gebäu­de gespei­chert und ver­schlüs­selt über­tra­gen wird). Das gab doch Gemur­re, obwohl die­ser „gan­ze neu­mo­di­sche Kram” bei dem einen oder ande­ren vor zwei Jah­ren noch eher Ableh­nung aus­ge­löst hat.

Das Hoch­fah­ren ver­lief zu Glück pro­blem­los und auch die USV ver­rich­tet nun Dank einer SNMP-Kar­te brav ihren Dienst (Über­brü­ckungs­zeit: 5,5 Stun­den — nun­ja, wohl doch etwas over­si­zed, aber so bin ich nun­mal).

Ein Switch und zwei Note­books haben die Feri­en mit ihrem Leben bezahlt, aber so all­mäh­lich ruckelt sich alls wie­der zurecht. Dem­nächst bau­en wir ein Schü­ler-WLAN für die Nut­zung ab Klas­se 10 auf. Das wird eine Hot­spot­lö­sung wie man sie z.B. auch von der Tele­kom kennt. Neu in die­sem Jahr kann sich jede Lehr­kraft auch für jede Kurs eine sepa­ra­te Grup­pe bestel­len und dann selbst ver­wal­ten.

Medi­en­be­ra­tung

Der Laden brummt, ich bin bis zu den Herbst­fe­ri­en qua­si aus­ge­bucht. Noch in der Feri­en habe ich ein wei­te­res loka­len Medi­en­zen­trum und eine recht gro­ße Schu­le mit einem ver­nünf­ti­gen Netz­werk ver­sorgt — beim Medi­en­zen­trum habe ich sogar die Kabel­ver­le­gung mit­ge­plant. Unser eige­nes Medi­en­zen­trum wächst und gedeiht. Es zieht nach und nach immer mehr Men­schen zu Fort­bil­dun­gen an. Schön. Als Schwer­punkt kris­tal­li­siert sich für mich immer mehr die Ver­net­zung an Schu­len her­aus — also alles, was mit Infra­struk­tur zu tun hat (Ser­ver, Swit­che, Kabel, Schul­netz­werk­lö­sun­gen). Da gibt es hier noch eini­ges zu tun …

Als lau­fen­des Pro­jekt bau­en wir hier gera­de auch ein eige­nes Hos­ting­an­ge­bot für Schul­home­pages auf Basis von Wor­d­Press auf. Dabei stellt ein ört­li­cher Dienst­leis­ter die tech­ni­schen Res­sour­cen kos­ten­los zur Ver­fü­gung, wäh­rend wir vom Medi­en­zen­trum die Home­page­be­treu­er der Schu­len fit­ma­chen und bera­ten. Die Domain kauft und ver­wal­tet jede Schu­le selbst, sodass die Haf­tung außen vor bleibt.

Unter­richt

… mache ich auch noch ein wenig, z.B. einen Deutsch­kurs auf grund­le­gen­dem Niveau mit erstaun­lich vie­len P4 und P5-Prüf­lin­gen. Auch die­ser Kurs wird wie­der unter mei­nen Blog­fan­ta­si­en lei­den müs­sen, wobei der Erfah­run­gen der letz­ten Run­de natür­lich mit ein­flie­ßen — also mehr Struk­tur von mir. Und eine Che­mie­klas­se habe ich auch noch. Die­ses Jahr wird das letz­te „locke­re”, da danach mein Stun­den­kon­to abge­fei­ert ist. Ich hat­te es gebün­delt über zwei Jah­re genom­men und mit der Abord­nung im Zuge der Medi­en­be­ra­tung bin ich dadurch nicht mehr viel im Unter­richt.

Aber: Ich mache trotz­den in die­sem Jah­re schon wie­der 2,5 Stun­den zu viel — auf eige­nen Wunsch, damit der Über­gang ins „har­te Leben” 2014/2015 dann abge­fe­dert ist.

Seit lan­ger Zeit fin­de ich ein­mal wie­der die Gele­gen­heit, eine exter­ne Ver­an­stal­tung zu besu­chen — das Oer­camp in Köln. Die Köl­ner machen viel mit Wikis — über­haupt nicht mein Fall, aber viel­leicht kom­me ich da ja doch auf den Geschmack.

So. Das soll es erst­mal gewe­sen sein — das nor­ma­le Grund­rau­schen fin­de ich ja nicht so web­kom­pa­ti­bel und daher kommt es hier dann auch nicht mit hin­zu.

Textbausteine — Teil 1

Schu­len nei­gen dazu, ihren cur­ri­cu­la­ren Ver­pflich­tun­gen im Bereich der „neu­en Medi­en” dadurch nach­zu­kom­men, dass sie sich exter­ne Kräf­te für Auf­ga­ben buchen, die sich durch Vor­trä­ge und ein­ma­li­ge Work­shops zumin­dest mei­ner Mei­nung nach päd­ago­gisch nicht sinn­voll erfül­len las­sen.

Not­wen­dig wäre hier aus unse­rer Sicht eher ein stim­mi­ges Kon­zept, was auch die Wei­ter­bil­dung der Lehr­kräf­te und päd­ago­gi­schen Mit­ar­bei­ter ein­schließt, so dass Medi­en­bil­dung im schu­li­schen All­tag ver­an­kert ist und erfahr­bar wird.

Learning-Lab statt PC-Raum

Als medi­en­päd­ago­gi­scher Bera­ter spü­re ich zuneh­mend die Ten­denz, das alte PC-Raum­kon­zept auf­zu­ge­ben. Prak­tisch drückt sich dar­in aus, dass so man­che Ver­ant­wort­li­che hier im Lan­de davon aus­ge­hen, ihre PC-Räu­me zu letz­ten Mal mit neu­er Hard­ware aus­zu­stat­ten. Gleich­zei­tig gibt es zwar vie­le Ide­en und Expe­ri­men­te, wenn es um Kon­zep­te geht, die den PC-Raum ablö­sen sol­len — für vie­le ist das auch schon heu­te gar kei­ne Fra­ge mehr: Pads und mobi­le Gerä­te sind die Zukunft.

Mei­ne Defi­ni­ti­on von Zukunft ist, dass ich sie heu­te nicht ken­ne. Nur weil etwas für mich als Erwach­se­ner funk­tio­niert und ich es auch mit Lern­grup­pen ger­ne tue, muss es noch lan­ge nicht für ein Sys­tem funk­tio­nie­ren. Ich möch­te ger­ne her­aus­fin­den, was funk­tio­niert — und zwar nicht all­ge­mein, son­dern für mein kon­kre­tes Sys­tem — ich habe das Glück, dass der vor­han­de­ne PC-Raum aus zwei Klas­sen­räu­men besteht — also Mar­ke Schlauch. Tataa:

Beschrei­bung:

Oran­ge sind Prä­sen­ta­ti­onbe­rei­che: Das kön­nen Mimio- oder digi­ta­le- Tafel­lö­sun­gen sein. Es gibt oben einen fes­ten Bereich mit zwei Bea­mern neben­ein­an­der — dort stel­le ich mir auch sowas wie Kon­fe­ren­zen vor und es gibt an den Sei­ten fle­xi­ble Berei­che auf einem Schie­nen- oder Rol­len­sys­tem. Als Sitz­mö­bel im obe­ren Bereich den­ke ich mir sowas wie Kir­chen­tags­kar­tons in edel vor: fle­xi­bel und im Sta­pel­sys­tem auch als Raum­tei­ler nutz­bar (Viel­leicht muss man bei man­chen Klas­sen dann noch Fang­net­ze vor dem hin­te­ren Bereich instal­lie­ren…).

Rot sind Tisch­sys­te­me: Die hät­te ich ger­ne mit Ether­net­do­sen aus­ge­stat­tet — ins­be­son­de­re für Arbei­ten, die Band­brei­te oder nied­ri­ge Laten­zen erfor­dern. Dort könn­ten Lap­tops ste­hen. Die ste­hen dort des­halb, weil zumin­dest bei uns auch jen­seits von tou­chibun­ti-soci­al­me­dia-kom­mu­ni­zie­ri auch Mess­sys­te­me, Robo­tik- und Code­pro­jek­te gibt, bei denen Tablets lieb gemeint, aber auf­grund ihrer mise­ra­blen Mul­ti­tas­king­fä­hig­keit und Schnitt­stel­len­aus­stat­tung ein Voll­aus­fall sind (seri­el­le Schnitt­stel­le oder USB wäre da schon gut). Auch Din­ge wie Bild-, Ton- und Video­be­ar­bei­tung sind bei uns nach wie vor ein The­ma.  Ich wür­de ger­ne am Rand auch Ein­zel­ar­beits­plät­ze mit leis­tungs­fä­hi­ger Hard­ware oder Anbin­dung einen einen leis­tungs­star­ken Ser­ver anbie­ten — z.B. für Ren­de­ring.

Blau sind Schrank­sys­te­me mit einem Ange­bot an End­ge­rä­ten: Das kön­nen z.B. Tablets, aber auch Note­books sein, die man sich als Lehr­kraft dann auch für Grup­pen­ar­bei­ten im nor­ma­len Klas­sen­raum aus­lei­hen kann, die aber natür­lich auch im Lab auf Kuschel- und Snoo­zelecken genutzt wer­den dür­fen.

Im Lab gibt es ein star­kes WLAN, dass allen Schü­le­rin­nen und Schü­ler auch für ihre eige­nen End­ge­rä­te zur Ver­fü­gung steht. Mit­tels RDP oder VNC kann auch von die­sen End­ge­rä­ten aus dann z.B. Soft­ware genutzt wer­den, die auf dem Ser­ver läuft und ein spe­zi­el­les OS erfor­dert.

Mit so einem Raum las­sen sich m.E. viel­fäl­ti­ge Erfah­run­gen sam­meln, was an Kon­zep­ten sich wirk­lich für einen brei­te­ren Ein­satz eig­net — die tech­ni­sche Umset­zung bedarf natür­lich auch einer Erpro­bung. Zudem kann ich in einem sol­chen Raum nach wie vor leh­rer­zen­triert arbei­ten — das ist wich­tig, um mög­lichst vie­le Men­schen mit ins Boot zu bekom­men.

Neues Schuljahr — ganz viel Änderung

Ich wer­de in die­sem Schul­jahr aller Vor­aus­sicht nach noch gan­ze 14 Schul­stun­den Unter­richt ertei­len und einen Tag nicht vor Ort sein, da ich mich im spä­ten Früh­jahr erfolg­reich als medi­en­päd­ago­gi­scher Bera­ter mit dem Schwer­punkt E-Learning bewor­ben habe. In die Struk­tu­ren der Medi­en­be­ra­tung hier in NDS wer­de ich Anfang des Schul­jah­res in einer Start­up-Ver­an­stal­tung ein­ge­führt. Die Funk­ti­on ist nicht mit einer Beför­de­rung, son­dern mit einer Abord­nung im Umfang von acht Stun­den ver­bun­den — daher muss­te ich auch kei­nen Unter­richt vortan­zen — bei mei­ner ers­ten erfolg­lo­sen Bewer­bung auf eine Funk­ti­on (A14) hat­te ich noch zwei Voll­ent­wür­fe, zwei Unter­richts­stun­den, zwei Bespre­chungs­stun­den und das Gespräch zum Amt zu absol­vie­ren — an einem Tag. Mitt­ler­wei­le ist selbst für A15 die­ser Umfang dras­tisch gekürzt wor­den — wahr­schein­lich ist kein Per­so­nal mehr da, was den gan­zen Kram liest und Bewer­ber soll es dem Hören­sa­gen nach auch nicht mehr all­zu vie­le geben.

Nun denn — ich bin gespannt, was da auf mich zukommt, was sich dort bewe­gen lässt und wie ich mit den neu­en Teams von neu­en Men­schen zusam­men­ar­bei­ten kann. Da die Medi­en­be­ra­tung direkt in einem Lan­des­in­sti­tut (NLQ) orga­ni­siert ist, gibt es auch so merk­wür­di­ge Din­ge wie Fort­bil­dun­gen wäh­rend der Dienst­zeit mit Über­nach­tung, Dau­er­rei­se­ge­neh­mi­gun­gen und so Zeugs, was das „gemei­ne Fuß­volk” sich sonst bit­ter erstrei­ten muss.

Gleich­zei­tig fällt für mich in die­sem Jahr das LAz­Ko weg, d.h. ich muss kei­ne LAz­Ko-Stun­den mehr ertei­len. Auch schei­de ich aus der Per­so­nal­ver­tre­tung aus, eine Auf­ga­be, mit der mich eine höchst ambi­va­len­te Bezie­hung ver­bun­den hat. Wenn man neue Din­ge beginnt, müs­sen aber mei­ner Mei­nung nach alte wei­chen. Vie­le Erfah­run­gen wer­den mir in spä­te­ren Bera­tungs­pro­zes­sen unge­mein nüt­zen. Immer­hin bin ich bis zur Neu­wahl noch im Amt und erhei­sche dafür auch eine hal­be Ent­las­tungs­stun­de auf das Jahr gese­hen, so dass ich in die­sem Schul­jahr doch glatt eine Minus­stun­de ein­fah­re — das hat es noch nie gege­ben. Macht aber nichts, da ich im nächs­ten Jahr in die Ver­gü­tungs­pha­se des LAz­Ko ein­tre­te und noch­mal zwei Stun­den zurück­be­kom­me. Es wird für mich also deut­lich ruhi­ger und das war auch irgend­wie nötig. Aller­dings rech­ne ich 2012/2013 eigent­lich recht fest damit, dass das Stun­den­de­pu­tat hier in NDS ange­zo­gen wird — aber das wäre einen eige­nen Arti­kel wert.

Bei mei­ner jet­zi­gen Unter­richts­ver­tei­lung bedeu­ten 14 Schul­stun­den gera­de ein­mal drei unter­schied­li­che Lern­grup­pen, von denen ich zwei schon ken­ne. Ich freue mich sehr auf einen Kurs auf erhöh­tem Niveau im Fach Deutsch — erst­ma­lig nach dem neu­en Kern­cur­ri­cu­lum mit all den damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen orga­ni­siert. Ent­ge­gen aller Unken­ru­fe gibt es aber den­noch kon­kre­te Vor­ga­ben für das Abitur 2013 — so rich­tig traut man sich da oben dann wohl doch nicht, das wie z.B. in Bay­ern ganz in die Hän­de der Lehr­kräf­te zu geben. Ich habe mit die­sem Kurs ein gro­ßes Expe­ri­ment vor — geht in Rich­tung eines Blogs… Wenn es so weit ist, erzäh­le ich mehr davon.

Wei­ter­hin hat man mich sei­tens der Schu­le gebe­ten, an einem neu­en IT-Kon­zept mit­zu­ar­bei­ten. Mei­nes ist schon fer­tig und ich kann es sogar inner­halb eines vir­tu­el­len Netz­werks inkl. Win­dows2008RC2-Ser­ver (Evualua­ti­ons­ver­si­on) schon zei­gen. Soll­te ich das wirk­lich umset­zen, möch­te ich es mit einer Grup­pe von Schü­le­rin­nen und Schü­lern (AG) tun und dafür auch eine Ent­las­tungs­stun­de bekom­men. Ich den­ke auch nicht, dass es in dem Fall da Schwie­rig­kei­ten geben wird…

Fazit:

Es wird mit Sicher­heit nicht weni­ger Arbeit, aber ande­re — und genau das wird mir mei­nen Kopf frei pus­ten. Der Grund­te­nor vie­ler Arti­kel und Tweets von mir war ja gera­de zum Ende des Schul­jah­res nur bedingt posi­tiv. Drei Lern­grup­pen sind von der Kor­rek­tur­tä­tig­keit im Ver­gleich zu einem vol­len Depu­tat ein ziem­li­cher Witz — ich rech­ne mit ca. 1/3 weni­ger Kor­rek­tur­wo­chen­en­den. Dafür wer­de ich wohl hin und wie­der ganz­tä­gig auf Rei­sen sein und auch in den Feri­en Fort­bil­dun­gen besu­chen — schließ­lich sind acht Ent­las­tungs­stun­den schon eine gan­ze Men­ge, die auch „ver­dient” sein wol­len.

Aktive Medienkompetenz

Vor unge­fähr einem Jahr habe ich einen Mood­le­kurs für unse­re Schu­le zum, The­ma Medi­en­kom­pe­tenz ent­wi­ckelt, der im Wesent­li­chen die­sem Modell folgt:

Tenor:

Man muss über­le­gen, wel­che Daten man von sich öffent­lich preis­gibt und wel­che nicht. Dazu gilt es, Fil­ter­me­cha­nis­men zu ent­wi­ckeln. Ich hal­te die­ses Fil­ter­mo­dell nicht für über­holt, jedoch bedarf es einer nicht ganz unwe­sent­li­chen Modi­fi­ka­ti­on, weil es von der Annah­me aus­geht, dass allein ich Infor­ma­tio­nen über mich im Netz ein­stel­le — das ist jedoch falsch: Tat­säch­lich ergibt sich eher ein „Hau­fen­mo­dell”:

Über mich sind Infor­ma­tio­nen im Netz zu fin­den, ohne dass ich aktiv etwas dazu bei­tra­ge — das merkt jeder, der sich z.B. bei Face­book neu regis­triert und fas­zi­nie­rend sinn­vol­le Freund­schafts­vor­schlä­ge erhält. Unser Kauf­ver­hal­ten ist durch Bonus­kar­ten­sys­te­me und EC-Kar­tenmkäu­fe wahr­schein­lich gut gescored usw.

Das Fil­ter­mo­dell wirkt allein auf die rech­te Sei­te des Hau­fen­mo­dells. Ent­schei­dend ist das Ver­hält­nis von Fremd- und Eigen­in­for­ma­tio­nen über mich. Ich kann die lin­ke Sei­te in ihrem Inhalt nicht kon­trol­lie­ren. Ich kann jedoch zu ihr eine Rela­ti­on auf­bau­en, wenn ich mich aktiv um die rech­te Sei­te küm­me­re, das von mir ein­spei­se, was mir wahr­schein­lich nüt­zen wird.

Model­le, die nur war­nen, sen­si­bi­li­sie­ren, viel­leicht gar ver­teu­feln, grei­fen für mich daher im Bereich der Medi­en­er­zie­hung mitt­ler­wei­le viel zu kurz.

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