23. März 2008, Freya

Freya

Ich über­win­de Grenzen

Ich muss­te den Ort verlassen,

An dem ich alles hat­te, denn es war Zeit.

Ich wäre zu Grun­de gegangen.

Ich bin wehr­los und schwach.

Die Wei­te der neu­en Mög­lich­kei­ten macht mir Angst.

Ich brau­che die Gren­zen einer Hand,

Die die mei­ne fest­hält, die sich oft genug verliert.

Ich bin eine Königin.

Ich zau­be­re allen Men­schen hel­le Stimmen.

Ich mache sie sanft und war­me Gedan­ken in den Köpfen.

Ich brin­ge sie zum Lächeln, ob sie wol­len oder nicht.

Ich bin in allem, was ich bin,

viel­leicht schon jetzt das Wunsch­bild eures Seins.

Freya, 23. März 2008

3410g, 50cm

Es freu­en sich

Kers­tin, Maik, John, Tjor­ven und Nisse

Tooltips für Moodle

Tool­tips sind klei­ne „Sprech­bla­sen“, die erschei­nen, wenn man mit der Maus auf einen Link fährt. Man kennt so etwas von einem bekann­ten Betriebs­sys­tem, dass einen immer bevor­mun­den möch­te und immer alles bes­ser weiß. Inner­halb von Mood­le könn­te das so aussehen:

Ein Tooltip in Moodle

Es ist auch gar nicht so schwer, die­ses Fea­ture inner­halb von Mood­le zu nut­zen. Aller­dings ist etwas win­zig klei­ne Arbeit im Code not­wen­dig – es muss ein The­me etwas modi­fi­ziert wer­den. Jetzt aber die ein­zel­nen Schritte:

  1. Laden Sie das not­wen­di­ge Java­script von des Sei­te des Autors Wal­ter Zorn herunter
  2. Gehen Sie mit einem FTP-Pro­gramm in den Ord­ner /theme des Moodlesystems
  3. Legen Sie einen Ord­ner mit dem Namen „tool­tip“ an
  4. Kopie­ren Sie den Inhalt des Ord­ners „stan­dard­white“ in den neu ange­leg­ten Ord­ner „tool­tip“
  5. Ent­pa­cken Sie das her­un­ter­ge­la­de­ne Archiv direkt in die­sen Ord­ner. Es müs­sen dann die Datei­en „wz_tooltip.js“ und „tip_followscroll.js“ inner­halb des Ver­zeich­nis­ses liegen.

Öff­nen Sie die Datei „header.html“ mit einem Edi­tor Ihrer Wahl und fügen Sie hin­ter den Zeilen

<body<?php
echo “ $body­tags“;
if ($focus) {
echo “ onload=\„setfocus()\““;
}

Fol­gen­des ein (alles in eine Zeile):

<script type=„text/javascript“ src=“<?php echo $CFG->httpswwwroot.‘/theme/‘.current_theme()?>/wz_tooltip.js“></script>

Damit ist das The­me modi­fi­ziert und Sie kön­nen inner­halb die­ses The­mes die Eigen­schaf­ten des Tool­tip-Scripts nut­zen (also nur in Kur­sen, die das The­me „tool­tip“ ver­wen­den. Wich­tig ist vor allen Arbei­ten, dass Sie inner­halb ihres Pro­fils die WYSI­WYG-Edi­tor abschalten.

Wenn Sie jetzt einen Link ein­fü­gen, müs­sen Sie fol­gen­des in den Link-Tag <a href= …> einfügen:

<a href=„linkziel.html“ onmouseover=„Tip(‚Text, der erschei­nen soll‘)“ <br>onmouseout=„UnTip()“>Linkname</a>

Durch den Ver­zicht auf den HTML-Edi­tor eig­net sich beson­ders die Start­sei­te für den Ein­satz von Tool­tips. Der Edi­tor im WYSI­WYG-Modus zer­stört lei­der die Lin­kat­tri­bu­te. Mit Tool­tips ver­se­he­ne Sei­ten dür­fen Sie also nur bei aus­ge­schal­te­ten Edi­tor verwenden!

Wer noch mehr gestal­ten möch­te, z.B. mit Far­ben, Bil­dern, run­den Ecken, ech­ten Sprech­bla­sen, soll­te sich ein­mal auf der Web­sei­te des Autors umse­hen. Da gibt es unend­li­che Möglichkeiten.…

Natür­lich kön­nen Sie jedes The­me modi­fi­zie­ren, Wicht ist nur, das Script-Tag direkt nach dem Body-Tag einzufügen.

Asymmetrische C‑Atome (stereogene Zentren)

Betrach­ten Sie ein­mal fol­gen­de zwei Verbindungen:


In bei­den Fäl­len han­delt es sich um Brom-Chlor-Iod-Methan. Trotz­dem kann man die­se bei­den Mole­kü­le mit der Maus dre­hen, wie man möch­te – es wird nie mög­lich sein, bei­de voll­stän­dig deckungs­gleich aus­zu­rich­ten. Allen­falls bekommt man durch eine Spie­ge­lung etwas Ord­nung in die Sache hinein:

Asymmetrisches C-Atom an Spiegelebene

Das liegt an einer Beson­der­heit des zen­tra­len C‑Atoms: Es besitzt vier ver­schie­de­ne Sub­sti­tu­en­ten (Br, Cl, I, H). Trotz glei­cher Struk­tur und glei­cher Ver­knüp­fung der ein­zel­nen Ato­me unter­ein­an­der lie­gen hier Iso­me­re vor. Man nennt die­se Form der Iso­me­rie Ste­reoi­so­me­rie. Ste­reoi­so­me­re ver­hal­ten sich wie Bild und Spiegelbild.
Beson­ders wich­tig ist die Ste­reoi­so­me­rie bei Zucker­mo­le­kü­len, da bei ihnen gehäuft asym­me­tri­sche C‑Atome auf­tre­ten. Die dar­aus resul­tie­ren­den, unter­schied­li­chen Struk­tu­ren bedin­gen eine unter­schied­li­che Bedeu­tung für den Stoff­wech­sel. So las­sen sich Süß­stof­fe pro­du­zie­ren, die für den mensch­li­chen Kör­per unver­dau­lich sind, aber den­noch das Leben verzuckern.

Warum Strukturformeln von Zuckermolekülen eigentlich keine Strukturformeln sind

Dazu muss man etwas aus­ho­len. Ich begin­ne ein­mal mit Gly­ce­rin, dass sich durch fol­gen­de Struk­tur­for­meln dar­stel­len lässt:

Vergleich Glycerindarstellungen

Bei­de Dar­stel­lun­gen sind abso­lut gleich­wer­tig. Schließ­lich ist die C‑C-Ein­fach­bin­dung frei dreh­bar, sodass sich die OH-Grup­pen fast belie­big aus­rich­ten kön­nen. Tat­säch­lich wer­den sie bevor­zugt im Raum den größt­mög­li­chen Abstand zuein­an­der ein­neh­men, da das die ener­gie­ärms­te Form darstellt.

Bei einem Oxi­da­ti­ons­pro­dukt des Gly­ce­rin, dem Gly­ce­ri­nal­ed­hyd, sieht das etwas anders aus:

Vergleich Glycerinaldehyddarstellungen

Um zu ver­ste­hen, wie es dazu kommt, dass hier von zwei ver­schie­de­nen For­men gespro­chen wird, muss man die Mole­kü­le etwas anders darstellen:


Ver­su­che Sie ein­mal, mit der Maus bei­de Mole­kü­le so zu dre­hen, das sie deckungs­gleich neben­ein­an­der­lie­gen. Es klappt natür­lich nicht, aber wor­an liegt das?
Die bei­den Mole­kü­len sind Ste­reoi­so­me­re. Bedingt wird dies durch das mitt­le­re C‑Atom, wel­ches an jeder sei­ner vier Bin­dungs­mög­lich­kei­ten eine ande­re Grup­pe, bzw. vier ver­schie­de­ne Sub­sti­tu­en­ten trägt. Ein der­ar­ti­ges C‑Atom wird asym­me­tri­sches Koh­len­stoff­atom genannt.
Es macht also einen Unter­schied, ob man bei asym­me­tri­schen C‑Atomen in Zucker­mo­le­kü­len die OH-Grup­pe nach rechts oder nach links schreibt. Bloß wie kommt man man von der Struk­tur­for­mel zum kor­rek­ten 3d-Molekülmodell?

Das ist sehr einfach:
Rich­ten Sie die Alde­hyd­grup­pe nach oben aus. Dre­hen Sie das asym­me­tri­sche C‑Atome (es ist das C‑Atom in der Mit­te) so, dass sowohl die OH-Grup­pe als auch das Was­ser­stoff­atom Ihnen „ent­ge­gen­schau­en“, also aus der Bild­schir­mebe­ne hin­aus­ra­gen. Steht nun die OH-Grup­pe rechts, muss sie auch in der Struk­tur­for­mel rechts ste­hen. Steht sie links, muss das auch in der Strukt­for­mel so rea­li­siert sein.
Daher sind Struk­tur­for­meln von Zuckern kei­ne ein­fa­chen Struk­tur­for­meln mehr, da sie zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen über den geo­me­tri­schen Auf­bau ent­hal­ten. Man spricht daher von Pro­jek­tio­nen, bzw. genau­er von soge­nann­ten Fischer Pro­jek­tio­nen.

Moodle – ein Lehrendensubstitut?

Gro­ße Hoff­nun­gen wer­den zur Zeit in das LMS „Mood­le“ gesetzt. Stich­wor­te wie „Schü­ler­ak­ti­vie­rung“, „Doku­men­tier­bar­keit von Schü­ler­leis­tun­gen“ und „Weg vom klas­si­schen Fron­tal­un­ter­richt“ machen unter Mood­le­nut­zern die Run­de. Und tat­säch­lich: Sinn­voll als metho­di­sche Ergän­zung zum eige­nen Unter­richt ein­ge­setzt, leis­tet Mood­le genau das.

Mood­le birgt aber auch die Gefahr einer gro­ßen Ver­füh­rung für den Leh­ren­den: Schließ­lich setzt er Mood­le ein, ist damit schon „modern“ und kann sich dadurch effek­tiv inner­halb eines Kol­le­gi­ums pro­fi­lie­ren. So wird gera­de zu Anfang der Mood­le­nut­zung ver­ges­sen, dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler gera­de aus einem ganz bestimm­ten Grund in die Schu­le – also in ein Gebäu­de außer­halb der eige­nen vier Wän­de – gehen: Sozia­le Kon­tak­te und Lernat­mo­sphä­re. Ich mache die Erfah­rung, dass ich von Men­schen, denen ich ver­traue und die ich für inte­ger hal­te, schnel­ler und bes­ser ler­ne, als von ande­ren Per­sön­lich­keits­ty­pen. Wie sieht es mit der Per­sön­lich­keit eines Rech­ners aus?

Flüch­ten wir als Leh­ren­de nicht oft genug ein stück­weit vor der päd­ago­gi­schen Ver­ant­wor­tung, wenn wir z.B. am Frei­tag in der 5. oder 6. Stun­de in den Com­pu­ter­raum gehen und dort den Schü­le­rin­nen und Schü­lern statt vor­be­rei­te­ter, anfass­ba­rer Mate­ria­li­en und ech­ten Dis­kus­sio­nen PDFs und vir­tu­el­le Kon­tak­te bie­ten? Was unter­schei­det ein sol­ches Ler­nen eigent­lich von dem Ein­schie­ben einer Lern-CD in den hei­mi­schen PC?

Ein guter Leh­rer wird nicht ein­fach den Satz „Nun sucht ein­mal im Inter­net zum Begriff…“ durch eine Mate­ria­li­en­an­häu­fung inner­halb eines Mood­le­kur­ses erset­zen – viel­leicht sogar noch mit einem Wiki dabei, in das die im Netz gefun­de­nen Ergeb­nis­se per Drag’n Drop ein­ge­fügt wer­den. Er wird sich und sei­ne Lern­kon­trol­len nicht voll­stän­dig durch das Test­mo­dul von Mood­le substituieren.

Er wird Mood­le vor allem als Instru­ment der Kom­mu­ni­ka­ti­on außer­halb des Unter­richts ent­wi­ckeln – das größ­te Poten­ti­al sehe ich hier­bei in der Zusam­men­ar­beit mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, ange­fan­gen vom zwang­lo­sen Mate­ri­al­aus­tausch bis hin zur gemein­sa­men Ver­wal­tung von Ter­mi­nen oder der dem fach­li­chen Austausch.

Wenn Mood­le der Leh­ren­de wird, ist Mood­le schlecht und falsch ver­stan­den ein­ge­setzt. Mood­le muss und darf ledig­lich das Instru­ment des Leh­ren­den sein.

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