Es ist Zeit, Abschied zu nehmen…

… denn mor­gen, lie­be Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten, schrei­ben die­je­ni­gen von euch mit Deutsch als Prü­fungs­fach ihre zen­tra­le Prü­fungs­ar­beit. Ihr wer­det in der Sta­tis­tik die­ses Blogs  und damit mei­nem Ego sehr feh­len. Exem­pla­risch sei hier ein­mal auf die Auf­ruf­sta­tis­tik mei­ner Inter­pre­ta­ti­on des gefürch­te­ten Bloch­tex­tes ver­wie­sen:

Die klei­nen Zacken ganz am Anfang bezeich­nen das zwei­te Semes­ter in der 12. Jahr­gangs­stu­fe, in der der zuge­hö­ri­ge The­men­schwer­punkt ver­bind­lich war – also eigent­lich, denn wenn man den Kom­men­ta­ren Glau­ben schen­ken darf, wur­de das stel­len­wei­se sehr indi­vi­du­ell von den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus­ge­legt.

Wenn ich mor­gen wie jedes Jahr vor der ver­sam­mel­ten Prüf­lings­schar mei­nen Umschlag öff­ne, wird das ein­mal mehr etwas von Wim Thoel­ke haben: „Ich wäh­le Umschlag drei!“ – ach nee, mor­gen gibt es ja nur zwei.

Immer schön dran den­ken: „You are the one“ – auch wenn die­ses Schmun­zel­vi­deo mir den schön W3C-kon­for­men Code die­ses Blogs zer­haut:

- nicht, dass auch euch lie­ben wür­de, aber ohne euch fällt mein Blog zurück in die Mit­tel­mä­ßig­keit der Abruf­sta­tis­tik und ich muss mir wie­der etwas Neu­es ein­fal­len las­sen.

Toi, Toi, Toi!

Abi in NDS: Deutsche Sprache der Gegenwart

Mit die­sem the­ma­ti­schen Schwer­punkt haben wir seit lan­gem wie­der ein­mal ein ger­ma­nis­ti­sches The­ma auf dem Zet­tel ste­hen. Das fin­de ich eigent­lich gar nicht so schlecht. Mich nervt dar­an zur Zeit eigent­lich nur das Wort „Gegen­wart“. Ich glau­be, dass man nicht so ein­fach sagen kann: „Och, schau­en wir uns ein­mal Varie­tä­ten (z.B. inne­re Mehr­spra­chig­keit) oder die Rol­le der deut­schen Spra­che im euro­päi­schen Kon­text an“ (genau auf die­sem Level macht der vor­ge­se­he­ne the­ma­ti­sche Schwer­punkt Schluss) ohne dabei zumin­dest in Grund­zü­gen auf Prin­zi­pi­en der Sprach­ge­schich­te und Pho­ne­tik ein­zu­ge­hen. Das Ers­te­re ohne das Letz­te­re passt natür­lich treff­lich in die Kom­pe­tenz­schie­ne, frag­lich bleibt jedoch für mich dann der eben­so wich­ti­ge wis­sen­schaft­pro­pä­deu­ti­sche Anspruch der gym­na­sia­len Ober­stu­fe.

Klar kann man treff­lich über Dia­lek­te oder Grup­pen­spra­che „reden“, schlaue Sach­tex­te dazu lesen von Leu­ten, die die­ses oder jenes Sprach­emp­fin­den haben. Das ist in mei­nen Augen aber ein „Drü­ber-Spre­chen“, mit dem man allen­falls argu­men­ta­ti­ves Schrei­ben und den Umgang mit Sach­tex­ten übt – eben Kom­pe­ten­zen, die aber auch mit jedem ande­ren belie­bi­gen Inhalt zu errei­chen sind. Aber wäre es nicht net­ter – und mei­ner Mei­nung nach auch moti­vie­ren­der – wenn man neben­bei auch noch lernt, war­um es eigent­lich z.B. Dia­lek­te gibt, war­um wir Islän­disch sogar ein wenig lesen kön­nen, z.B. bei Pol­nisch aber pas­sen müs­sen? Bei der Her­aus­bil­dung der Dia­lek­te sind schließ­lich ähn­li­che Mecha­nis­men am Wer­ke gewe­sen, wie sie bei der heu­ti­gen Aus­dif­fe­ren­zie­rung in den Jar­gons­spra­chen immer noch wirk­sam sind. Auch die Par­al­le­len von „open“ (engl.) und „offen“ (dt.) bedür­fen nur einen Hauch Sprach­ge­schich­te zur Erklä­rung.

Wei­ter­le­sen