RAMBO (Riecken Arbeitet Mit Blogs Online) — Folge 4

Die Zeit vor den Halb­jah­res­zeug­nis­sen ist geprägt von vie­len Fahr­ten: Big­band, Thea­ter, Aus­flü­ge usw.. Da vie­le Grup­pen klas­sen­über­grei­fend sind, sit­ze ich oft vor recht gelich­te­ten Rei­hen — so auch in mei­ner eige­nen Klas­se. Heu­te haben wir daher den Früh­jahrs­putz in unse­rem Klas­sen­blog etwas vor­ge­zo­gen: Schlag­wör­ter wur­den ergänzt und ver­wais­te Arti­kel Kate­go­ri­en zuge­ord­net, nicht mehr benö­tig­te Ent­wür­fe gelöscht und, und, und… Da alle Schü­ler Auto­ren­rrech­te besit­zen, kön­nen sie fast belie­big über ihre jewei­li­gen Tex­te ver­fü­gen. Neben­bei ist das eine klei­ne Rei­se durch den Unter­richt des letz­ten Jah­res (zum letz­ten Schul­halb­jah­res­wech­sel ging das in die­ser Klas­se mit der Blog­ge­rei los). Unse­re Schlag­wort­wol­ke sieht jetzt so aus:

Der kun­di­ge Deutsch­leh­rer unter euch wird allein dar­aus eini­ges zu mei­nem Unter­richts­gang erah­nen kön­nen. Gram­ma­tik- und Recht­schrei­bein­hei­ten las­sen sich eher schlecht blog­gen und feh­len daher.

Ich weiß nicht, was die­se Zeit­rei­se den Schü­le­rin­nen und Schü­lern kon­kret gebracht hat. Ich habe gemerkt, dass durch die­se Tag-Cloud mei­ne Arbeit für mich ein biss­chen mehr Sub­stanz bekom­men hat und auch für den nächs­ten Kol­le­gen, der nun not­falls ohne mich auf einen Blick z.B. weiß, wel­che Kurz­ge­schich­ten schon gelau­fen sind und wel­che Schwer­punk­te gesetzt wur­den. Ich habe wahr­ge­nom­men, dass fast alle wäh­rend der Stun­de im PC-Raum an der „Früh­jahrs­putz­auf­ga­be” gear­bei­tet haben und wenig ander­wei­tig gesurft wur­de.

Ich pla­ne, dass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler am Ende des Schul­jah­res aus ihren „Best-of”-Produkten ein E-Port­fo­lio mit Maha­ra erstel­len. Der Import ist dank RSS-Auto­ren­feeds ja ein Kin­der­spiel…

EduCamp in Hamburg 2010

Die­ser Arti­kel wird ein Kon­vo­lut ohne Kohä­renz — Gedan­ken­split­ter.

Was ich gelernt habe (1)

Durch Gesprä­che ist mir klar­ge­wor­den, dass eine Pres­se, die aus­schließ­lich nach Schul­struk­tur­re­for­men schreit, sich genau so ver­hält, wie eine Lan­des­re­gie­rung, die die­se Schul­struk­tur­re­for­men ver­ord­net, ja die­ser metho­disch sogar in die Hän­de spielt. Bei­des ist näm­lich „top-down”. Schul­struk­tur­re­for­men haben wir in Deutsch­land schon vie­le gese­hen — die Aus­wir­kun­gen auf den Unter­richt, auf das Sys­tem Schu­le waren — nun­ja. Inne­re Refor­men, z.B. Qua­li­fi­zie­rung von Lehr­kräf­ten usw. gehen rich­tig ins Geld — Struk­tur­re­for­men eher nicht. Allei­ne sor­gen sie eher dafür, dass noch weni­ger Leis­tung bei den­je­ni­gen ankommt, um die es in Schu­le eigent­lich geht/gehen soll­te.  Schön wäre es doch, wenn inne­re Refor­men Schul­struk­tur ver­än­dern wür­den. Hat das schon jemand über­haupt mal ver­sucht? Ach nee, das wäre ja viel­leicht demo­kra­tisch: Schu­len, die ihre Struk­tu­ren bedürf­nis­be­zo­gen selbst fin­den — welch eine Bedro­hung!

Wei­ter­le­sen