Die Nachtpfeifer

Was man braucht:

  • offenes, weitläufiges und ebenes Gelände (ca. 400*400m)
  • leere Flaschen
  • völlige Dunkelheit
  • 20-50 Leute
  • ein akustisches Signal, welches auf dem gesamten Gelände zu hören ist
  • farbige Papierstreifen
  • eine Stoppuhr
  • 20-40 Windlichter zur Abgrenzung

Rollen:

  • 5-10 Nachtpfeifer (ca. 15% der Gruppengröße)
  • Jäger
  • Einen Spielleiter

Wie das geht:
Jedes Geländespiel ist so gut wie seine Story. Jedes Geländespiel ist so gut wie seine Story. Das steht hier wirklich zweimal und ist kein Verschreiber. Die Nachtpfeifer werden in diesem Spiel die Bösen, die Jäger die Guten sein. Denkt Euch also irgendeine Story aus und gebt dem Spiel damit einen Sinn. Vielleicht sind die Nachtpfeifer diejenigen, die Eure Mettwurst geklaut haben und daher wird es keine mehr geben, bis selbige besiegt sind. Vielleicht sind die Nachtpfeifer Kobolde, die Euer Lager überfallen wollen – was weiß ich! Eure Phantasie ist hierbei wichtig …
Nun muss das Gelände vorbereitet werden. Noch ein paar Worte zur Beschaffenheit: Das Spiel ist ursprünglich für einen dänischen Strand entwickelt worden. Mit dem Dünengürtel und dem Wasser sind dort schon zwei natürliche Grenzen vorhanden, so daß lediglich der Strandabschnitt mit Windlichtern markiert werden mußte. Ein Fußballfeld oder eine große Wiese evt. mit Waldrand oder Weg als Grenze dürften es aber auch gleichermaßen gut tun.
Wichtig bei diesem Spiel ist das Abwarten der Dunkelheit. Die Sicht sollte höchstens 2-5m betragen! Die Windlichter stellen die Spielfeldgrenze dar und sind erst unmittelbar vor Spielbeginn aufzustellen. Die Markierung sollte von Mitarbeitern vorgenommen werden.

Erfahrungen:
Ein sehr spannendes und taktisches Spiel, welches mit Eurer Phantasie steht oder fällt. Gebt möglichst allem eine Bedeutung in Eurer Story. Vielleicht sind die Streifen ja Zutaten für irgendeinen Trank, der die Mettwurst wieder herbeizaubert. Ihr könnt Euch eine eigene Phantasiewelt erschaffen und das solltet Ihr schon deswegen tun, um Eure Teilnehmer zu motivieren und zu packen. Es hat sich übrigens bewährt, die Nachtpfeifer von Mitarbeitern spielen zu lassen. Man kann sich im Übrigen auch für die Dauer des Spiel flach auf den Boden legen, um als Nachtpfeifer nicht entdeckt zu werden … Das Gelände muß sehr groß sein, damit die Nachtpfeiffer eine Chance haben.

 

Der Märchenwald

Was man braucht:

  • Menschen im Mitarbeiterkreis, die Instrumente spielen können
  • Orffsche und andere Instrumente
  • Ein unübersichtliches Gelände (Wald, Hügel, Senken …)
  • unbedingt viele Mitarbeiter
  • Verkleidungsmaterial
    Petrolampen oder Windlichter
  • Dunkelheit
  • Dinge, die sich sammeln lassen, um zu etwas Großem zusammengesetzt zu werden (s.u.)
  • 30 bis ganz viele Leute

Rollen:

  • verschiedene Fabel-, Phantasie- oder Märchenwesen
  • 2-3 ‚böse‘ Orks

Vorbereitungen:
Ihr braucht eine gute Geschichte (Story). Es wird in diesem Spiel mehrere Kleingruppen geben, die kooperativ oder gegeneinander arbeiten können – das hängt von der Geschichte ab. Die Geschichte kann am Abend vor dem Geländespiel oder direkt vor Beginn des Spieles erzählt werden.
Das Gelände sollte entweder markiert oder mit allen am Spiel beteiligten Mitarbeitern vorher abgelaufen werden.
Ihr braucht Mitarbeiter, die die Leitung von Stationen im Gelände übernehmen und Mitarbeiter, die Kleingruppen während des Spiels begleiten. Die Stationsleute benötigen ein Geräusch für Ihre Station (Musik, Orffsche Instrumente) und Licht. Kein Geräusch darf mehrfach vorhanden sein. Jede Station sollte sich eine einfach zu bewältigende Aufgabe überlegen (Lied singen, etwas finden …). Die Stationen müssen mit in die Story eingebunden sein. Es gibt eine Gruppe nicht-stationsgebundener Mitarbeiter (Orks). Die Orks arbeiten gegen die Kleingruppen (vielleicht, weil sie irgendwas verhindern wollen).

Wie das geht:
… das kann ich Euch auch nicht sagen, da es sehr stark von der Story abhängt, die Ihr Euch ausgedacht habt. Die Grundidee ist folgende: Im Gelände gibt es mehrere Stationen, jede mit zwei Mitarbeitern, bei denen es Aufgaben zu erfüllen gilt. An den Stationen wird Musik gespielt oder ein Geräusch gemacht, anhand dessen selbige gefunden werden kann. Die Aufgaben an den Stationen sollten wiederum etwas mit der Story zu tun haben.
Die Teilnehmer werden in kleinere Gruppen aufgeteilt (8-12 Leute); bei jeder Kleingruppe läuft immer auch ein Mitarbeiter mit. Jede Kleingruppe soll nun alle Stationen finden, um dort nach Erfüllung der Aufgabe einen Gegenstand zu erhalten (z.B. könnten Zutaten für einen Trank gesammelt werden, der bereitet werden muß).
Die Gruppe muß zusammenbleiben, da sich Orks (s.o.) im Gelände befinden, die gerne große und kleine Kinder oder gesammelte Gegenstände rauben. Durch ein bestimmtes Ritual (welches die Orks sich ausdenken müssen) können die Gefangenen unter Zeitverlust ‚gerettet‘ werden.
Wenn eine Gruppe alle Gegenstände gefunden hat, kehrt sie zu einem Sammelpunkt zurück. Arbeiten alle Gruppen kooperativ, so wird auf die letzte Gruppe gewartet, arbeiten sie im Konkurrenzkampf, so gewinnt die erste Gruppe, die alle Gegenstände zusammen hat.

Erfahrungen:
Was ich Euch hier dargeboten habe, ist eine leere Hülle. Das eigentlich Feste ist nur die Tatsache, daß Stationen durch Musik in der Dunkelheit gefunden werden müssen. Vielleicht erschafft Ihr durch Eure Phantasie eine Welt, in der alle Elemente dieser Anleitung sinnvoll Ihren Platz finden, vielleicht laßt Ihr einige Elemente ganz fort. Wir haben dieses Spiel am Lagerfeuer begonnen und dort auch beendet.
Unsere Story drehte sich um eine fremde Welt mit vielen Wesen, die durch Orks und einen bösen Zauberer bedroht wurde (der am Lagerfeuer auch aufgetreten ist!). Die Welt mußte durch die Gruppen gerettet werden, die Gegenstände für den ultimativen Zaubertrank suchen sollten. Dieser Zaubertrank wurde am Lagerfeuer dann auch gebraut und gegen den ‚bösen Zauberer‘ eingesetzt.
Neben einer guten Story sind fitte, selbstständige Mitarbeiter notwendig, die helfen, ‚Staus‘ an den Stationen zu vermeiden (Stationswechsel, keine ellenlangen Aufgaben) und stets die Teilnehmer motivieren – aber das ist ja eh selbstverständlich, oder?
Das Spiel fasziniert – ein Gelände lebt auf in den unterschiedlichsten Geräuschen und manchmal sehr leiser Musik. Petrolampen, die verkleidete Mitarbeiter und Kindergesichter beleuchten – das hat schon was…