10 Pflichtfach Informatik \n 20 goto 10

Ich halte ein „Pflichtfach Informatik“ für unverzichtbar. Auf Twitter wird Ludger Humbert nicht müde, immer wieder und wieder danach zu rufen, wobei die Penetranz, mit er er diese Forderung vorträgt, weit über die von z.B. Jean-Pol Martin implizit als notwendig erachtete hinausgeht.

Diese Dauerschleife führt im Wesentlichen zu drei Reaktionsmustern:

  1. Man erträgt sie nicht mehr und blockt oder mutet.
  2. Man erwidert, dass man ja auch nicht ein Auto verstehen müsse, um es zu bedienen.
  3. Man erwidert, dass man ja auch nicht ein Auto verstehen müsse, um es zu bedienen und blockt oder mutet dann.

Eigentlich findet damit eine Auseinandersetzung auf zwei Ebenen statt: Eine emotionale und eine rationale. Wenn ich in der Beratung etwas nicht will, versuche ich genau auf zwei Ebenen Ablehnung zu erzeugen: Emotional und rational, wobei die erste Ebene wesentlich wichtiger ist.

Ohne Blumenfilter: Die Art und Weise, wie diese Forderung vorgetragen wird, sorgt m.E. eigentlich erst dafür, dass man ihr keine oder allenfalls negativ besetzte Beachtung schenkt.

Die rationale Ebene der Autoanalogie ist für mich allerdings eine nur vordergründig rationale, die wiederum viel mit dem jeweils zugrunde liegenden Kompetenzbegriff zu tun hat. Vermeintlich als Synthese schleicht sich zusätzlich der Begriff der Medienkompetenz in die Debatte, wobei ich denke, dass es keine wie auch immer geartete Medienkompetenz ohne informatische Bildung geben kann. Aber langsam.

Medienkompetenz ist sexy, denn:
  1. Medienkompetenz ist vordergründig ohne technisches Wissen vermittelbar.
  2. Medienkompetenz lässt sich am ehesten in bestehende Fächer integrieren – das ist administrativ sehr sexy, weil es realistischer erscheint, als ein weiteres Fach zu schaffen, was ggf. zu Lasten anderer Fächer geht.
  3. Medienkompetenz fällt digital affinen Menschen quasi im Vorbeigehen zu oder wird oftmals intrinsisch motiviert erworben, weil es z.B. Vorteile für den eigenen Unterricht bietet oder geeignete, sich selbst bestätigende Filterbubbles dafür gibt.

Der Medienpädagoge sagt:

„Wenn du XY schon nutzt, dann empfehle ich die und die Profileinstellungen, damit bestimmte Informationen nicht sofort Dritten zugänglich werden.“

Informatik ist so gar nicht sexy, denn:
  1. Sie hat etwas mit algorithmischen Denken zu tun, wovon „Programmierung“ nur ein winziger Bruchteil ist. Algorithmisches Denken zwingt sehr viel an Strukturen auf. Das ist oft wenig lustbesetzt, wenn man es nicht kennt. Auch Qualitätsmanagementzyklen sind im Prinzip algorithmisch: Evaluation => Zielsetzung => Planung => Umsetzung von Maßnahmen => Evalulation … (Ok. Manchmal ist das ja auch zum Kotzen)
  2. Es haftet dieser Disziplin immer noch ein Mythos von langhaarigen, weißhäutigen, pizza- und energydrinksverschlingenden Subjekten an, die sich ansonsten in Serverschränken von Bits und Bytes ernähren. Dabei wird gerne vergessen, dass z.B. Socialmedia nicht ein Produkt von Philosophen und Pädagogen ist und dass große Softwareprojekte von Teams und sozialen Umgangsregeln geprägt sind, von denen wir auf Socialmedia oftmals nur träumen.
  3. Sie bedroht Pfründe. Welcher engagierte Pädagoge möchte von seinem Fach etwas abgeben? Und dann noch für ein Fach mit so zweifelhaftem Nutzen? Denn: Autofahren kann man ja auch so (auch so eine Dauerschleife).

Der Informatiker sagt:

„Wenn du XY nutzt, solltest du folgende Angaben nicht machen und dir darüber im Klaren sein, dass es keine Löschfunktion gibt (obwohl sie so heißt), sondern nur die Möglichkeit, die Sichtbarkeit von Informationen temporär einzuschränken.“

Das Autoargument

… könnte auch lauten: Ich muss nichts über Chemie wissen, um Kosmetik zu benutzen. Oder: Ich brauche kein Wissen über Erkunde, um eine Reise zu unternehmen. Trotzdem „leisten“ wir uns beide Fächer, obwohl oder gerade weil diese beiden Aussagen stimmen.

Wir leisten uns diese Fächer, weil wir annehmen (ja, es ist eine Annahme), dass diese umfassende Konzepte vermitteln, die uns in unserer Welterfahrung und Berufsfindung nützlich sind.

Bezogen auf Informatik: Was erleben wir denn gerade und beschreiben es ja auch wieder und wieder in der Filterbubble? Richtig: Den enormen Einfluss der Digitalisierung auf Wirtschaft und Gesellschaft. Genau wie die Atome und Moleküle Grundkonzepte beim Aufbau von Materie beschreiben, beschreibt Informatik eben Grundzüge digitaler Strukturen. Wenn wir Grundzüge nicht vermitteln wollen, so müssen wir konsequenterweise alle Fächer abschaffen.

Das Autoargument beschreibt kein Grundkonzept. Es beschreibt einen winzigen Teil von Mobilität, der zudem immer unwichtiger werden wird. Daher kann man es m.E. gegen die Forderung nach einem Pflichtfach Informatik nicht in Stellung bringen.

Ebenso wenig wie ich heute weiß, wie der Zitronesäurezyklus genau abläuft, weiß ich durch Informatik später nicht, wie ein Rechner funktioniert, aber ich habe Grundzüge der Datenverarbeitung kennengelernt, die sich genau wie der Zitronensäurezyklus nicht großartig ändern.

Das Emotionale am Autoargument

Es ist uns Anwendern eigentlich klar, dass wir sehr wenig wissen. Weiterhin ist uns klar, dass dieses Unwissen Konsequenzen haben wird. Ansonsten würden wir von z.B. der Politik nicht so vehement fordern, dass sie z.B. bestimmte Dinge regulieren soll, z.B. Amazon oder Facebook. Und es ist uns noch etwas klar: Während wir das Lernen lange Zeit auf jüngere Generationen abschieben konnten, klappt das mit mit dem Lernen hinsichtlich des Digitalen eher nicht so gut, da diese Veränderung uns alle betrifft und uns daher auch alle fordert – vor allem auch auf dem Gebiet ethischer Grundsätze, die es für Digitalien neu zu schreiben und zu definieren gilt. Das ist schwierig, wenn ich nur ahnen kann, was generell möglich ist. Dann kommt da z.B. sowas wie Vectoring heraus.

Das ist zusätzlich sehr unangenehm und gar nicht bequem. Das sollen doch besser die langhaarigen, weißhäutigen, pizza- und energydrinksverschlingenden Subjekte machen. Wir wollen anwenden und benutzen. Dummerweise bestimmen damit die langhaarigen, weißhäutigen, pizza- und energydrinksverschlingenden Subjekte bzw. ihre Firmen grundlegende Strukturen auf Basis marktwirtschaftlicher Konzepte. Ich finde diese Vorstellung irgendwie blöd.

Kompetenzgeseier als Ausweg?

Die Vermittlung von Medienkompetenz ist im Extremfall nichts weiter als die Weitergabe autodidaktisch erworbener Anwenderkenntnisse bzw. gemachter Erfahrungen innerhalb von Socialmedia. Sie ist ohne Zweifel wichtig und sollte Teil in jedem Fach sein. Sie lässt sich aber auf Basis von Wissen über informatische Grundkonzepte m.E. viel fundierter und tragfähiger vermitteln. Die fiktive Aussage des stereotypen Informatikers oben eröffnet erweiterte Handlungs- und Bewertungsmuster gegenüber der stereotypen medienpädagogischen Position (wobei beides natürlich nur Beispiele zur Veranschaulichung sind).

Der Kompetenzseierer würde jetzt einwenden, dass informatisches Wissen ja auch veralte und damit eher Kompetenzen zum selbstständigen Erschließen des informatischen Wissens vermittelt werden sollten. Damit macht er einerseits den Dualismus zwischen Kompetenz und Wissen auf, den er den Kompetenzkritikern gerne vorwirft. Und er öffnet andererseits Systemen (z.B. Lobbyisten) Tor und Tür, den den Bereich der Informatik dann eben auf ihre Weise besetzen, denn Menschen in Ausbildung ahnen ja schon ein wenig, dass es in diesem Bereich Entwicklungsmöglichkeiten im späteren Leben gibt.

Das Argument mit dem „schnell veraltetenden Wissen“ finde ich darüber hinaus auch einigermaßen merkwürdig. Genau wie mathematische oder chemische Konzepte einigermaßen konstant verlässlich sind und den Kompetenz- und Wissenserwerb in beiden Disziplinen sowohl strukturieren und letztendlich dadurch auch erleichtern, gibt es auch in der Informatik allgemeingültige Strukturen wie etwa die Zerlegung eines Problems und Teilschritte. In den Geisteswissenschaften sind diese Strukturen naturgemäß weniger eng bzw. formal bestimmt ausgeprägt, aber dennoch vorhanden.

Fazit

Medienkompetenz ist erstmal besser als nichts und vielleicht auch der zunächst pragmatischere und bequemere Weg. Wenn wir jedoch in einer zunehmend digitalisierten Welt leben, wird ein Grundlagenfach wie Informatik für mich jedoch unverzichtbar, auch wenn die Forderung danach vielleicht unrealistisch und unbequem erscheint. Und nein: Informatik heißt nicht „programmieren lernen“. Es heißt viel mehr.

Bastard Operator from Hell (BOFH)

Als Administrator schwelgt man hin und wieder in Allmachtsfantasien. Wenn man seine User soweit erzogen hat, dass sie die vage Möglichkeit verwerfen, der Administrator sei fehlbar und stattdessen de Fehler bei sich selbst suchen, hat man einiges erreicht. Man ist Zauberer, genial und die User wundern sich, wie ein einzelner Mensch so viel hinbekommen kann. Aber es ist keine Zauberei – es ist informatische Grundbildung, bzw. basiert darauf.

Diese Situation ist eine ihrer Struktur nach autoritäre und basiert auf Wissens- und Kompetenzunterschieden. Diese Struktur ist sehr, sehr gefährlich und nicht umsonst hat auch an Schulen der Gesetzgeber Instanzen ersonnen, die die Arbeit von Administratoren kontrollieren sollten – z.B. Datenschutzbeauftragte oder Schulleitungen. Wahrscheinlicher scheint mir, das viele Administratoren an Schulen im Prinzip Stakeholder in ideellen Machtpositionen sind, deren Einfluss in den nächsten Jahren expandieren wird. Auch das ist ein Problem. Vor allem auch für die Schulentwicklung, für die ich ohne IT-gestützte Verfahren keinen Freiraum sehe.

Ich arbeite daher in meinem Landkreis mit an einem Projekt, dieses Problem zu entschärfen durch Strukturen, die nicht auf dem Prinzip der ideellen Macht basieren. Ich arbeite im Prinzip mit daran, mich selbst in der Funktion eines Administrator abzuschaffen.

Wenn ich sehr böse wäre, könnte ich vielleicht versucht sein, folgende Dinge zu tun (in jeder Geschichte sind Fehler eingebaut).

Akt 1:

Das Ende der Sommerferien naht. Ich habe keinen Bock auf Unterricht. Mal überlegen. Ach, da gibt es ja die Schulbuchausleihe, die mittlerweile komplett IT-gestützt arbeitet. Ohne Bücher kein Unterricht. Klickediklickediklack – einfach mal ein MySQL-Statement, welches die Datenbank von der Konsole aus zerfetzt. Hihi.

Der Anruf dauert nicht lange: „Wir können überhaupt keine Daten mehr abrufen und verwalten! – Die SuS brauchen ihre Bücher, dringend“ Ich so: „Oh. Da hat wohl die Festplatte einen ihrer Schreibfehler gemacht, die statistisch ja immer auftreten. Da reicht ja schon ein Meson aus dem Weltall.“ Sie so: „Aha, UND JETZT?“ Ich: „Oach, ich rufe mal den Chef an, damit der mich für zwei Tage freistellt, damit ich das wieder flicken kann, das ist ja schon integral für die Schule.“

Zwei Tage später habe ich den neuen Egoshooter durch und spiele dann innerhalb von fünf Minuten eine der Sicherungen ein. Natürlich wird mir für meinen Einsatz auf der nächsten Dienstversammlung überschwänglich gedankt. Man, ich sah aber auch echt gerädert nach den zwei durchgezockten Nächten aus.

Akt 2:

Boah, was geht mir der Koordinator da auf den Sack mit seiner Penetranz, was das Ausfüllen dieser idiotischen Kurshefte angeht. Na, dann wollen wir mal seine Pension etwas kürzen. Sein häusliches WLAN strahlt in klarer Winternacht recht weit in die Natur. Mal schnell einen kleine Raspi mit Akku vor seinem Haus in die Botanik geworfen und den WLAN-Schlüssel bruteforcen. Langweilig. Dauert nicht mal zwei Tage. Jetzt noch die MAC-Adresse seines Rechners abfischen, ein wenig MAC-Spoofing und schon habe ich seine IP, unter der ich dann mal einschlägiges Material auf den Schulserver in seinen Account lade – das mit dem Passwort war nicht weiter schwierig, weil er den Datei- und Mailaustausch über unverschlüsselte Verbindungen abwickelt.

Mit betretener Miene klopfe ich zwei Tage später beim Chef. Das Monitoring hätte routinemäßig die Dateigrößen überprüft und sei dabei auf eine HD-Datei gestoßen, die … Dauerte keine Woche, dann saß der Knabe beim Dienstherrn. Sprach sich natürlich auch im Ort herum. Hat sich dann irgendwann versetzen lassen. Die Ehe hat es wohl überlebt.

Akt 3:

Die haben da so ein Bezahlterminal geliefert und in der Mensa aufgestellt. War erst nicht in meinem Netz, bis dann rauskam, dass einige SuS das Ding zum Surfen nutzten. Jetzt steht das Ding in meinem VLAN und mein Chip zum Bezahlen des Mittagessens ist ja chronisch leer. Mal ein wenig Wireshark laufen lassen – hm, eine verschlüsselte Verbindung. Oach, ich knalle dem Gerät einfach den Rootkey meiner eigenen CA rein und kann so die Kommunikation mit Man-in-the-middle aufbrechen. Was an einigen Schweizer Schulen zum Filtern des Internetverkehrs für SuS genutzt wird, kann ja nicht so böse sein. So. Der Marvin lädt gerade seinen Chip auf. Dank der dilletantischen Umsetzung des Sessionmanagements kann ich das Geld etwas umleiten. Jetzt aber schnell abmampfen, bevor Marvins Eltern merken, dass der Bankeinzug nicht zur Aufladung des Chips führte.

Die Geschichten machen aber klar, was ein gewiefter Autodidakt im Prinzip tun könnte. Die Opfer sind dem ohne informatisches Grundwissen wehrlos ausgesetzt. Besonders bitter finde ich die zweite Geschichte. Ein Anwalt müsste versuchen, die „Beweise“ zu entkräften und es steht die Aussage einer „kompetenten Person“ und es stehen Logdateien dagegen – zudem müsste man erst auf die Idee kommen, wie dieser Angriff funktioniert (es ist übrigens wahrscheinlich viel leichter, das über das Handy des Opfers zu machen). Außerdem hätte unser Administrator wahrscheinlich sogar auch Zeit, seine Taten noch weiter zu verschleiern.

Ich bin der Meinung, dass wir informatische Grundbildung flächendeckend benötigen.

„Ich muss doch auch nicht verstehen, wie der Motor eines Autos funktioniert, um von A nach B zu kommen!“

Das Argument halte ich für falsch. Autofahren betrifft einen Teilbereich der Mobilität – das Digitale bestimmt mittlerweile extrem viele Lebensbereich.

„Die Stundenpläne sind doch jetzt schon total voll. Welches Fach soll denn dafür entfallen?“

Keines. Um es mit Gunter Dueck zu sagen: „Dafür muss nichts weichen, das müssen wir jetzt eben auch noch machen!“, weil 

  • Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich Standortfaktoren für jede Region in Deutschland sein werden.
  • Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich wichtig für die Teilhabe an demokratischen Prozessen sein werden – warum lehnen Informatiker z.B. elektronische Wahlen vehement oft ab?
  • Informelle Selbstbestimmung als Grundrecht ohne Wissen und Kompetenzen in diesem Bereich ein Witz ist.

Ich finde, das reicht auch schon an Begründung.

Noch ein Seitenhieb: Medienkompetenz erscheint offenbar einigen Playern als Ersatz oder Möglichkeit, erstmal „realistisch“ zu beginnen. Ich halte Kompetenzen ohne solide Wissensgrundlage für weitgehend sinnbefreit – Gespräche mit Ausbildungsbetrieben und Verwaltungen bestärken mich in dieser Annahme.

Dienende Fächer

… mit kaum einem anderem Ausdruck gelingt es mir immer wieder, Fachleiter und an der Fortentwicklung ihrer eigenen Fächer involvierte Kolleginnen und Kollegen auf die Palme zu bringen. Von dem Fach Deutsch erwarten diese dienende Funktion nach meiner Erfahrung viele KuK, dicht gefolgt von Mathematik. Ich persönlich diene gern, weil ich den Kampf um eine gelungene Vorgangsbeschreibung an der chemischen Versuchsprotokollfront nahtlos und für die SuS sinnvoll weiterführen kann: Wenn ich Vorgänge prägnant und mit weniger Worten beschrieben kann, versteht es jeder und weniger schreiben/tippen muss man auch.

Nicht dienen zu wollen ist für mich ein anderer Ausdruck dafür, dass man sich nicht mit anderen Fächern vernetzen will – mit allen dort sich auftuenden, jedoch nicht nur einem Fach zuzuordnenden Bildungspotentialen. Profilieren kann sich mit sowas keine einzelne Fachgruppe, sondern „lediglich“ eine Schulgemeinschaft.  Es ist schön, im Deutschunterricht den Blick mehr auf schülerzentrierte, kreative Aufgabenformen zu lenken – für die Anforderungen an sprachlichen Ausdruck im Chemieunterricht ist es bei Ausschließlichkeit fatal. Es ist schön, den Mathematikunterricht von formalen Operationen (z.B. Gleichungsumformungen) durch Hilfsmittel entlasten zu wollen, um auch SuS, die ansonsten genau daran gescheitert wären, einen Zugang zu anspruchsvolleren Problemlösestrategien zu ermöglichen, sie auf ein anderes, viel motivierendes „Level“ zu bringen. In Ausschließlichkeit erlebe ich es für die Betrachtung chemischer Zusammenhänge als fatal: Der formal nicht beherrschte Dreisatz knippst uns Chemikern oft genug das didaktische Licht aus, weil da um ein Zahlengefühl geht, welches ein Hilfsmittel, das zudem an der Universität oft gar nicht mehr eingesetzt werden darf, offenbar effizient verhindert. Über Logarithmen und der damit verbundenen „Taschenrechnergläubigkeit“ könnte ich Romane schreiben…

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