Mein Fragenset für die Evaluation von Unterricht

… natür­lich in die­ser Form nur für die Ober­stu­fe:

  1. Ich habe mich im Unter­richt wohl gefühlt.
  2. Ich habe den Ein­druck, dass Herr Riecken bestimm­te SuS ber­vor­zugt
  3. Die Haus­auf­ga­ben­be­las­tung war in Ord­nung.
  4. Ich füh­le mich durch den Unter­richt gut auf das Abitur vor­be­rei­tet.
  5. Ich habe im Fach Deutsch etwas bei Herrn Riecken gelernt.
  6. Ich fin­de, dass Herr Riecken im Ver­gleich zu den Par­al­lel­kur­sen zu hohe Ansprü­che hat.
  7. Herr Riecken gibt sich Mühe, den Unter­richt abwechs­lungs­reich zu gestal­ten.
  8. Herr Riecken ist gut auf den Unter­richt vor­be­rei­tet.
  9. Herr Riecken ist fach­lich kom­pe­tent.
  10. Herr Riecken hält die not­wen­di­ge Distanz (ver­bal & phy­sisch) zu mir ein.
  11. Herr Riecken lässt sich leicht vom Unter­richts­ge­gen­stand ablen­ken.
  12. Die Klau­su­ren waren für mich zu anspruchs­voll.
  13. Die Rück­mel­dun­gen (Gut­ach­ten) zu den Klau­su­ren waren für mich nach­voll­zieh­bar.
  14. Die Rück­mel­dun­gen (Gut­ach­ten) zu den Klau­su­ren haben mir gehol­fen, mich zu ver­bes­sern.
  15. Die schrift­li­chen Noten sind nach­voll­zieh­bar.
  16. Herr Riecken gibt zu wenig Vor­ga­ben für das Schrei­ben eines Tex­tes.
  17. Die münd­li­chen Noten der ande­ren SuS fand ich gerecht­fer­tigt.
  18. Mei­ne eige­nen münd­li­chen Noten fand ich gerecht­fer­tigt.
  19. Herr Riecken soll­te fest­hal­ten, wer Auf­ga­ben erle­digt und wer nicht.
  20. Im Ver­gleich zu ande­ren Kur­sen wird bei Herrn Riecken viel mit unter­schied­li­chen Medi­en gear­bei­tet.
  21. Der Medi­en­ein­satz (Blog), White­board stellt für mich einen Gewinn dar.
  22. Das Unter­richts­blog war mir eine Hil­fe.
  23. Ich bedaue­re, dass die Pro­to­kol­le im Blog irgend­wann nicht mehr ver­fasst wur­den.
  24. Ich habe mich im Unter­richt im Rah­men mei­ner Mög­lich­kei­ten enga­giert.
  25. Der Kurs war ins­ge­samt sehr enga­giert.
  26. Die Unter­richts­qua­li­tät hat zum Ende des Kur­ses nach­ge­las­sen.
  27. Ich habe nichts dage­gen, dass Herr Riecken (Teil-)Ergebnisse die­ser Umfra­ge anonym in sei­nem Blog ver­öf­fent­lich.

Die SuS müs­sen sich dann für jeweils eine der fol­gen­den Ant­wort­mög­lich­kei­ten ent­schei­den:

  • trifft zu
  • trifft meis­tens zu
  • trifft weni­ger zu
  • trifft nicht zu

Wie man sieht, gibt es kei­ne „Flucht­mög­lich­keit” zur Mit­te hin. Die Fra­gen zum Blog bezie­hen sich auf die­sen Arti­kel.

Tech­nisch löse ich das mit dem Feed­back­mo­dul von Mood­le, da das sau­ber anony­mi­siert — selbst für den Admi­nis­tra­tor ist nicht nach­voll­zieh­bar, wer wie geant­wor­tet hat. Zusätz­lich gibt es immer einen Text, der sinn­ge­mäß mehr oder weni­ger so lau­tet:

Bit­te nimm dir etwas Zeit für die fol­gen­den Fra­gen. Es ist NICHT nach­voll­zieh­bar, wer wel­che Ant­wor­ten gege­ben hat, auch für den Admi­nis­tra­tor die­ser Sei­te nicht.

Die Beant­wor­tung macht nur Sinn, wenn du ehr­lich ant­wor­test. Weder soll­test du aus Sym­pa­thie­grün­den „freund­lich”, noch aus Aver­sio­nen her­aus „unfreund­lich” bewer­ten.

Die­se Eva­lua­ti­on kommt dir nicht mehr zugu­te, wohl aber den nach­fol­gen­den Schü­ler­ge­ne­ra­tio­nen.

In die­sem Jahr gab es sehr wich­ti­ge und auch über­ra­schen­de Ergeb­nis­se zum Blog­ein­satz — ich neh­me da eine Men­ge für die „nächs­te Run­de” mit. Immer wie­der tre­ten Wider­sprü­che auf, da ich eini­ge Erwar­tun­gen mitt­ler­wei­le bewusst auch ent­täu­sche.

Im Ver­gleich zur einer vor­he­ri­gen Eva­lua­ti­on habe ich mich in vie­len Punk­ten zwar „ver­bes­sert”, trotz­dem wie­gen bei eini­gen Fra­gen unzu­frie­den machen­de 20% weit­aus schwe­rer als zufrie­den machen­de 80% — der nächs­te Qua­li­täts­ma­nage­ment­zy­klus möge also begin­nen.

Neu mit dabei ist die Fra­ge nach der Distanz (10). Die Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge waren für mich mehr als eine Erleich­te­rung, das sich anschlie­ßen­de Gespräch „aus dem Näh­käst­chen der Schul­er­fah­rung” gab hin­ge­gen viel Anlass zum Nach­den­ken .

Geister

In mei­ner Tätig­keit als medi­en­päd­ago­gi­scher Bera­ter begeg­nen mir zur Zeit eine gan­ze Men­ge Geis­ter, die ich frei nach Charles Dickens  hier ein­mal vor­stel­len möch­te. Gemein­sam mit Dickens Geis­tern haben sie, dass sie mich zur­zeit ganz stark in Grü­beln brin­gen und vie­les aus den letz­ten Jah­ren in einem ganz ande­ren Licht erschei­nen las­sen.

Die Dämo­nen

Dämo­nen sind für einen Tech­ni­ker ziem­lich wich­tig: Man sieht von ihnen nichts, aber sie lau­schen unauf­hör­lich, ob Auf­ga­ben anlie­gen, die sie immer oder auch zeit­ge­steu­ert abar­bei­ten. Ohne Dämo­nen kommt ein Unix­sys­tem völ­lig zum Erlie­gen — die CPU bekommt kei­ne Auf­ga­ben, die Auf­ga­ben kei­ne Rechen­zeit. Dämo­nen nimmt man als etwas Selbst­ver­ständ­li­ches hin — sie funk­tio­nie­ren halt.

Jeder Leh­rer erfüllt Dämo­nen-Auf­ga­ben, die Schul­lei­tung mehr, der nor­ma­le Kol­le­ge weni­ger. Der Unix-Dämon braucht eigent­lich nichts außer Updates (von ande­ren Dämo­nen gesteu­ert), eine Lauf­zeit­um­ge­bung oder Ener­gie. Dar­an hapert es auf einem IT-Sys­tem meist nicht. Stirbt ein Dämon, star­tet man ihn neu und er ist der­sel­be wie vor­her — genau so belast­bar, genau­so effek­tiv, gefühl­slos, nicht nach­tra­gend.

Geben wir den mensch­li­chen Dämo­nen­auf­ga­ben immer die Ener­gie, die sie brau­chen? Aner­ken­nung — still oder offen? Haben sie eine Lauf­zeit­um­ge­bung, die ihnen gibt, was sie für ihre Funk­ti­on benö­ti­gen?

Geis­ter­kon­zep­te

Wir pro­du­zie­ren in Nie­der­sach­sen an den Schu­le zur­zeit vie­le Kon­zep­te. Die Pro­duk­ti­ons­ra­te steigt im Vor­feld einer Inspek­ti­on dabei erheb­lich an. Vie­le davon sind schön geschrie­ben und vol­ler Kom­pe­tenz­buz­zwor­ds. Wie vie­le wer­den gelebt? Wie misst man das Gelebt­wer­den von Kon­zep­ten durch z.B. eine Eva­lua­ti­on? Wie lebt man geschätz­te 20 Kon­zep­te gleich­zei­tig anm ein und der­sel­ben Schu­le? Ein nicht geleb­tes Kon­zept ist halt so da — ein Pro­dukt, was man vor­zei­gen kann. Es ist aber ohne die Hand­lung, die dicho­to­misch zu ihm gehö­ren muss, wenn es einen Wert haben soll, nicht real. Es ist dann ein Geist. Für die einen ein guter, weil er die Inspek­to­ren beglückt, für die ande­ren ein abgrund­tief böser, weil er die Res­sour­cen Zeit und Wahr­neh­mung ohne Gegen­leis­tung ver­schwen­det. Drei wirk­lich geleb­te Kon­zep­te an einer Schu­le. Wäre das nicht eine Basis?

 Der Geist einer Schu­le

Es ist ziem­lich ver­rückt und es klingt total ein­ge­bil­det: Bei den bis­he­ri­gen Schu­len, die ich besucht habe, war mir schon nach weni­ge Metern im Gebäu­de klar, wie das sich anschlie­ßen­de Gespräch mit dem meist Schul­lei­ter ver­lau­fen wür­de. Die Mix­tur als Geräu­schen und Stil­le, aus Archi­tek­tur, aus Geruch und Licht­stim­mung spricht Bän­de bar jed­we­der Ratio­na­li­tät. Das Selt­sa­me dar­an ist, dass ich den Geist mei­ner eige­nen Schu­le am wenigs­ten von allen erleb­ten beschrei­ben kann- viel­leicht weil alles schon viel zu gewohnt und ver­traut ist.

Mir sind Äußer­lich­kei­ten eigent­lich immer recht egal gewe­sen, obwohl ich immer neid­voll in reich geschmück­te Klas­sen­zim­mer gehe — ich den­ke dabei dann doch eher an: „Und wer räumt das alles wie­der auf?”. Ich weiß, dass ich einen eige­nen Raum möch­te, den ich selbst gestal­ten kann, in dem mein Geist herrscht, in dem ich Lern­an­ge­bo­te und -medi­en bereit­hal­ten kann, die mir eine wei­te­re Öff­nung des Unter­richts ermög­li­chen.

An die­sen Ide­en mer­ke ich, wie sehr ich das, was Schu­le im All­ge­mei­nen als Geist vor­gibt, als unab­än­der­lich hin­ge­nom­men habe. Jetzt, wo die Müh­le zwar noch läuft — aber an min­des­tens zwei ver­schie­de­nen Orten, begrei­fe ich, was noch alles mög­lich ist und was schon anders­wo tat­säch­lich gemacht wird. Viel zu ler­nen gibt es für mich an den Grund­schu­len.

Es ist, was den Geist angeht, aber bis­her recht egal, was drau­ßen an der Tür steht.

Bleibt noch dies:

Wer mir sagt, dass man Geis­ter mes­sen, beschrei­ben und allein durch die­se bei­den Ope­ra­tio­nen ent­wi­ckeln kann, der hat ein Welt­bild, das zu dem mei­nen nicht passt. Ich habe noch nie einen bösen Geist gese­hen, der dadurch ver­schwand oder einen guten, der dadurch zum über­mäch­ti­gen Dschinn wur­de.

MoodleMoot2010 — Vortragsnachlese

Nach mei­nem Vor­trag bin ich gebe­ten wor­den, noch ein­mal eine Link­lis­te mit allen erwähn­ten Refe­renz­sei­ten und Tools zur Ver­fü­gung zu stel­len. Also los:

1. Daten­schutz:

http://www.datenschutzzentrum.de (ULD Schles­wig-Hol­stein)

Sie fin­den dort ein reich­hal­ti­ges Ange­bot und Ver­öf­fent­li­chun­gen und Bro­schü­ren auch zu Daten­schutz­fra­gen in der Schu­le.

http://www.riecken.de/projects (ID-Gene­ra­tor für Mood­le)

Sie kön­nen auf die­ser Sei­te mei­nen ID-Gene­ra­tor für Mood­le fin­den. Er erstellt Ihnen direkt eine CSV-Datei, die Sie in Ihr Eva­lua­ti­ons­mood­le impor­tie­ren und für die Erstel­lung eines Seri­en­brie­fes nut­zen kön­nen. Bit­te beach­ten Sie, dass bei jedem Auf­ruf neue IDs erstellt wer­den!

2. Anlei­tun­gen

http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/ (all­ge­mei­ne Tipps zur Pla­nung der Eva­lua­ti­on)

http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation-mit-moodle-ldap-und-dem-feedbackmodul/ (Über­sicht über die tech­ni­sche Durch­füh­rung unse­rer Eva­lua­ti­on)

Beach­ten Sie bit­te, dass Sie dank des ID-Gene­ra­tors nicht auf den LDAP-Ser­ver ange­wie­sen sind.

http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-konfiguration-des-feedbackmoduls/ (Kon­fi­gu­ra­ti­on des Feed­back­mo­duls)

http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-vereinfachung-der-usability/ (Meta-Umlei­tung auf Deeplink in Mood­le)

Ihre Nut­zer rufen eine ein­fa­che URL auf und gelan­gen nach dem Log­in und Ein­ga­be des Kurs­schlüs­sels direkt zur der für Sie bestimm­ten Umfra­ge.

3. Sons­ti­ges

http://riecken.de/index.php/2009/03/riecken-lasst-evaluieren/

Man muss nicht die gan­ze Schu­le eva­lu­ie­ren, um Unter­richt zu ver­bes­sern… Hier ist gezeigt, was Sie direkt, jetzt und hier als Lehr­kraft bereits unbü­ro­kra­tisch tun kön­nen, um in das The­ma „Eva­lua­ti­on” für sich selbst ein­zu­stei­gen.

Evaluationssystem: Vereinfachung der Usability

Alle Umfra­ge­teil­neh­mer erhal­ten von uns einen zufäl­li­gen Benut­zer­na­men und ein zufäl­li­ges Pass­wort. Es wäre ja sehr hübsch, wenn man gleich nach dem Anmel­den direkt zu Umfra­ge gelang­te. Das gelingt durch einen klei­nen Trick:

Zunächst wird eine ein­fach zu mer­ken­de Sub­do­main ange­legt, etwa

http://umfrage.schuldomain.tld

Unter­halb die­ser Sub­do­main spielt man eine Datei „index.html” mit fol­gen­dem Inhalt ein:

<html>
<head>
<meta http-equiv=„refresh” content=„0; URL=<link>”>
</head>
<body>
Kli­cken Sie <a href=”<link>”>here</a> wenn Sie nicht auto­ma­tisch zur Umfra­ge wei­ter­ge­lei­tet wer­den…
Click <a href=”<link>”>here</a> if you are not redi­rec­ted auto­ma­ti­cal­ly…
</body>
</html>

Den Inhalt von <link> erhält man, wenn man im Kurs, in dem sich die Umfra­ge befin­det, mit der Maus auf den Link zur Umfra­ge geht und dort mit der rech­ten Maus­tas­te „Link-Adres­se kopie­ren” wählt.

link_feedbackDanach befin­det sich der Link in der Zwi­schen­ab­la­ge und kann mit <STRG+V> in die Datei ein­ge­fügt wer­den.

Jetzt gibt der Benut­zer ein­fach unse­re Domain in sei­nen Brow­ser ein, mel­det sich mit den Zugangs­da­ten an und lan­det dann direkt in der Umfra­ge — vor­aus­ge­setzt es ist kein Kurs­schlüs­sel gesetzt.

Wenn man die­sen setzt — und das ist mehr als sinn­voll — muss man die­sen den Umfra­ge­teil­neh­men­den zusam­men mit der Zufalls-ID mit­tei­len.

Mit die­sem Ver­fah­ren gab es bei 150 Teil­neh­men­den nur in zwei Fäl­len Pro­ble­me beim Ein­log­gen (Tipp­feh­ler bei der Ein­ga­be der Zugangs­da­ten).

Evaluationssystem: Konfiguration des Feedbackmoduls

Eigent­lich wäre die Geschich­te kei­nen eige­nen Blog­bei­trag wert gewe­sen. Ich emp­feh­le aus eini­gen recht­li­chen Grün­den fol­gen­de Ein­stel­lun­gen für das Feed­back­mo­dul:

Anonym aus­fül­len => anonym

Die zuvor müh­sam gene­rier­ten Zufalls-IDs sind schon anonym. Den­noch bleibt eine Gefahr erhal­ten, die man im Daten­schutz als Ver­ket­tung bezeich­net. Es ist schlicht nicht not­wen­dig eine bestimm­te Zufalls-ID mit einer bestimm­ten Daten­rei­he zu ver­ket­ten, d.h. z.B. genau zu wis­sen, wie „xzf56ez” jetzt das Feed­back beant­wor­tet hat. Das wäre ein kla­rer Ver­stoß gegen das Gebot der Daten­spar­sam­keit. In die­sem Modus ver­ket­tet das Feed­back­mo­dul  stets den Anwen­der „anony­mer Benut­zer” mit der Daten­rei­he.

Beach­ten Sie:

Der Erfolg und die Qua­li­tät Ihrer Umfra­g­er­geb­nis­se hän­gen mas­siv vom vor­her trans­pa­rent dar­ge­stell­ten und ver­mit­tel­ten Grad der Anony­mi­sie­rung ab. Die­se simp­le Ein­stel­lung bie­tet in der Hin­sicht viel mehr Sicher­heit für den Teil­neh­men­den.

Wei­ter­le­sen

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