Jungfrau Maria

Was man braucht:

  • 3 Stühle + Sitzgelegenheiten für alle anderen
  • 10-max.15 Leute

Wie das geht:
Hier kommt es auf Geschwindigkeit und Fantasie an. Alle setzen sich im Halbkreis um drei nebeneinanderstehende Stühle herum. Auf dem mittleren Stuhl sitzt ihr als Leiter und sagt: ‚Ich bin die Jungfrau Maria. Wer passt zu mir?‘. Daraufhin überlegt sich jeder aus der Gruppe, welche Figur, welcher Gegenstand usw. wohl zur Jungfrau Maria passen könnte. Das kann assoziativ oder ‚geplant‘ erfolgen. Hat jemand eine zündende Idee, springt er auf und besetzt einen der beiden freien Stühle neben Euch. Die beiden ersten mahlen zuerst. Jetzt wendet ihr Euch Eure linken Nachbarn zu und fragt: ‚Ich bin die Jungfrau Maria und wer bist Du?‘. Der könnte z.B. antworten: ‚Ich bin der Esel von Joseph‘. Dasselbe Spiel wiederholt sich nun mit dem rechten Nachbarn. Jetzt sucht ihr Euch einen der beiden aus, den ihr gerne auf dem mittleren Stuhl sitzen haben wollt und nehmt den anderen Teilnehmer mit zurück in den Kreis. Jetzt könnte es heißen: ‚Ich bin der Esel von Joseph – wer passt zu mir?‘ usw.

Erfahrungen:
Da kommen schon eine Menge lustiger Sachen heraus, wenn die Gruppe entsprechend motiviert ist. Das Spiel eignet sich sehr schön als ‚Aufwärmer‘. U. U. treten hier jedoch auch Außenseiterproblematiken auf. Das Spiel sollte nicht zu lange dauern.
Dieses Spiel habe ich auf dem Koppelsberg (s. Linkliste) im Rahmen einer Schulung kennengelernt.

Ich habe einen Geist gesehen

Was man braucht:

  • Einen langstreckten Raum oder gutes Wetter
  • 10-max.15 Leute

Wie das geht:
Es handelt um ein nicht recyclingfähiges, also um ein Einwegspiel. Man kann es mit denselben Leutennur einmal spielen. Alle stellen sich in einer Reihe Schulter an Schulter auf. Ihr als Spielleiter steht amAnfang der Reihe. Es ist wichtig, daß die Reihe dicht genug steht und daß das während des Spiels auch so bleibt. Als Spielleiter sagt zu Ihr Euerem Nachbarn in der Reihe: ‚Ich habe einen Geist gesehen!‘ Dieser antwortet mit: ‚Wo?‘ und sagt nun seinerseits zu seinem Nachbarn: ‚Ich habe eine Geist gesehen!‘ Der fragt wiederum: ‚Wo?‘. Das Ganze geht immer so weiter, bis der letzte in der Reihe sein ‚Wo?‘ losgeworden ist .Der ganze Vorgang wird insgesamt viermal durchgeführt:
1. Durchgang: – nur sprechen: ‚Ich habe einen Geist gesehen!‘ – ‚Wo?‘ – usw.
2. Durchgang: – wie 1. Durchgang, nur mit der rechten Hand ständig auf etwas zeigen, diese Bewegung wird immer wieder von allen, die ‚drankommen‘ wiederholt, solange das Spiel läuft. Irgendwann zeigt dann die ganze Reihe mit der rechten Hand auf etwas.
3. Durchgang: – wie 2. Durchgang, linke Hand kommt dazu und zeigt auf irgendetwas. Irgendwann sind dann alle Hände in Bewegung.
4. Durchgang: – wie 3. Durchgang, nur hockt sich derjenige hin, der ‚Ich habe einen Geist gesehen‘ gesagt hat. Die Hände bleiben dabei stets in Bewegung.
Ergebnis: Alle sind in der Hocke, bewegen die Arme und wissen nicht wozu… Und nun kommt Ihr: Sobald der Letzte in der Reihe sein ‚Wo?‘ gefragt hat, brüllt Ihr so laut Ihr könnt: ‚Daaaaaaa‘ und schubst Eueren hockenden Nachbarn an, so daß die ganze Reihe vom Dominoeffekt erfasst wird und synchron umfällt.

Erfahrungen:
Es ist wichtig, daß die Spannung über das Spiel hinweg erhalten bleibt. Das Ganze lebt von der Ungewißheit: Was soll das bloß? Mit der Pointe des Umfallens stellt sich dann die Einsicht ein, vielleicht nur geschickt manipuliert worden zu sein. Mal unter uns: Den meisten Spaß hat dabei bestimmt der Spielleiter!!!

Ich sitze im Grünen

Was man braucht:

  • 8 – 30 Leute, die sich gut kennen
  • einen großen Raum
  • einen Stuhl für jeden

Wie das geht:
Ihr bildet einen Stuhlkreis, wobei ein Stuhl unbesetzt bleibt. Derjenige beginnt, der diesen freien Stuhl zu seiner Rechten hat: Er sagt ‚Ich sitze im Grünen‘ und rückt auf den freien Stuhl. Der Nächste sagt gleich im Anschluss ‚und liebe‘, rückt ebenfalls weiter, gleich gefolgt von dem Dritten im Bunde, der ‚ganz heimlich‘ sagt und ebenfalls den Platz wechselt. Der Vierte rückt wiederum auf den freien Stuhl zu seiner Rechten und sagt aber jetzt einen beliebigen Namen aus der Gruppe.
Jetzt wird es spannend: Entweder derjenige, dessen Namen genannt worden ist, setzt sich auf den freien Stuhl, wodurch ein anderer Stuhl ‚vakant‘ wird und das Spiel von vorne beginnt, oder der Angesprochene sagt ‚Nein‘.
Bei einem ‚Nein‘ gibt es jetzt mehrere Stufen. Nehmen wir einmal an, dass Peter den Namen ‚Nadine‘ gesagt hat. Nadine sagt nun ‚Nein‘. Jetzt muss Peter sagen: ‚büdde‘ (norddeutsch für ‚bitte‘). Kommt Nadine nun auf den freien Platz, ist alles klar, wenn Nadine allerdings wieder ‚Nein‘ sagt, muss Peter nun mit ‚büdde, büdde‘ kontern. Nach jedem ‚Nein‘ wird es nun schwerer für Peter:

a) Peter kniet sich vor Nadine hin und sagt ‚büdde, büdde‘.
=> Nadine kann ‚Nein‘ sagen
b) Peter muss Nadine eine Handkuss geben
=> Nadine kann ‚Nein‘ sagen
c) Peter muss Nadine auf die Wange küssen
=> Nadine kann ‚Nein‘ sagen
d) Peter muss Nadine auf den Mund küssen
=> Jetzt muss Nadine den Mut belohnen und zu ihm kommen

Erfahrungen:
Der Angesprochene kann selbst bestimmen, welche Kontaktformen er zulassen möchte. Die Gruppe sollte sich für dieses Spiel schon einigermaßen gut kennen, da es sonst schnell langweilig wird, wenn niemand sich etwas ‚traut‘. Ihr als Betreuer müsst ganz besondere Sorgfalt walten lassen, wenn euch ein Teilnehmer zu sich holen möchte. Es geht schließlich nicht darum, sich Zärtlichkeiten von seinen Schützlingen zu erhaschen. Meist regelt die Gruppe jedoch ihre Grenzen sehr gut selbst.

Hey Babe

Was man braucht:

  • 10-30 Leute, die Spaß verstehen und gerne lachen
  • einen Stuhl für jeden
  • einen großen Raum oder gutes Wetter

Wie das geht:
Es ist ein Spiel, was viele von euch bestimmt unter ‚armer schwarzer Kater‘ kennen, aber der Dialog ist hier viel witziger. Es geht darum, dass einer aus der Gruppen irgendeinen anderen zum lachen bringen muß. Er geht dazu in die Mitte, stellt oder setzt sich vor sein Opfer und sagt, wobei das Wort ‚Babe‘ amerikanisch ausgesprochen wird (etwa: ‚Beyb‘):
Hey Babe, ich liebe Dich Babe und wenn Du mich auch liebst, Babe, dann schenke mir ein Lächeln, Babe.
Der Angesprochene antwortet daraufhin:
Oh Babe, ich liebe Dich auch, Babe, aber ein Lächeln, Babe, das kann ich Dir leider nicht schenken.
Schafft er die Antwort ohne ein Lachen, Lächeln oder Grinsen, so hat er gewonnen und unser Mensch in der Mitte versucht sein Glück bei einem anderen. Schafft er es nicht, so muß er selbst sein Glück in der Mitte versuchen.
PS: Alles ist erlaubt, aber KEIN Körperkontakt!!!

Erfahrungen:
Ein witziges Spiel, welches sich auch gut mit ‚coolen‘ Jungs in der Pubertät spielen läßt. Ich habe schon viel und oft gelacht bei diesem Spiel. Spannender ist es jedoch, wenn es relativ ruhig bleibt, so dass man alles auch gut mitbekommt. Das Publikum darf demjenigen in der Mitte nicht aktiv helfen.

Das magische Quadrat

Was man braucht:

  • Eine großen Raum oder gutes Wetter
  • Sitzgelegenheit für jeden Teilnehmer
  • 12-30 Leute
  • Neun DINA4-Blätter, wenn möglich in verschiedenen Farben
  • Einen Zauberstab (ca. 50cm lang)

Wie das geht:
Es handelt sich um ein Spiel nach dem Motto: ‚Zwei gegen die Gruppe‘. Die Papierblätter werden in der Mitte des Stuhlkreises zu einem Quadrat ausgelegt (3×3) und zwar so, daß jedes Blatt ca. 10 cm Abstand zum nächsten hat. Es gibt nun einen ‚Magier‘ (Spielleiter) und einen ‚Eingeweihten‘ (anderer Mitarbeiter oder Gruppenmitglied). Der Eingeweihte verlässt den Saal und die Gruppe sucht sich ein Blatt Papier aus, welches von ihm erraten werden soll. Der Eingeweihte betritt den Saal und führt mit dem Magier ein ‚Gedankenübertragungsritual‘ aus. Der Magier zeigt nun auf eines der Papierblätter und fragt den Eingeweihten: ‚Ist es das?‘ Der Eingeweihte wird nur beim richtigen Quadrat mit dem Kopf nicken und der Magier wiederholt den Vorgang so lange, bis es soweit ist. Und noch mehr: Im späteren Verlauf des Spieles wird sich herausstellen, dass der Eingeweihte das richtige Blatt bereits benennen kann, nachdem der Magier auf das erste Blatt gezeigt hat – höchst rätselhaft… Nunja:


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Höchst simpel: Die Blätter liegen in einem 3×3 Quadrat. Die obige Zeichnung könnte ein beliebiges Blatt aus dem Quadrat sein, aber auf jeden Fall das erste, auf das der Magier zeigt. Jedoch zeigt er nicht irgendwie auf das Blatt, sondern tippt mit dem Zauberstab in eine bestimmte Region, die hier durch Zahlen veranschaulicht wird. Zeigt er etwa auf die Region ‚1‘, so ist es das Blatt in der linken, oberen Ecke. Zeigt er auf Region ‚5‘, so ist es das mittlere Blatt usw. . Damit das ganz klar wird: Die Zahlen stehen nicht auf dem Blatt, sondern dienen hier nur der Erklärung. Es wird nur beim ersten Blatt auf die betreffende Region gezeigt! Alle anderen Blätter können irgendwie angetippt werden.

Erfahrungen:
Es dauert selbst mit Erwachsenen ziemlich lange, bis der Groschen fällt. Wenn jemand glaubt, das Prinzip durchschaut zu haben, dann darf er selbst den ‚Eingeweihten‘ spielen und sein Können unter Beweis stellen. Seine Erkenntnis sollte er jedoch einstweilen für sich behalten (wenn sie denn stimmt…) Meistens kursieren die wüstesten Theorien durch den Raum. Es macht rein gar nichts, wenn das Spiel am Ende nicht aufgelöst wird. Im Gegenteil: Dann gibt es für den Rest des Tages noch was zu grübeln.

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