Nobody is perfect

… ein net­tes Spiel für die Vetre­tungs­stun­de. Der Lehrer/die Leh­re­rin teilt die Klas­se dazu in Klein­grup­pen zu je fünf Per­so­nen auf und schreibt einen Begriff an die Tafel, den die Lern­grup­pe mit ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßer Wahr­schein­lich­keit nicht kennt, z.B.

Drem­pel, Fock, Len­zer, Ver­kli­cker, Eng­län­der u.ä.

Jede Klein­grup­pe soll nun eine mög­lichst plau­si­bel klin­gen­de Erklä­rung für die­sen Begriff auf einen Zet­tel schrei­ben. Natür­lich muss das unter größ­ter Geheim­hal­tung gesche­hen. Der Lehrer/die Leh­re­rin schreibt der­weil die kor­rek­te Erklä­rung eben­falls auf.

Jetzt wer­den alle Erklä­run­gen in wil­der Rei­hen­fol­ge vom Lehrer/von der Leh­re­rin vor­ge­le­sen, wobei die kor­rek­te Ant­wort mit „unter­ge­mischt” ist. Jede Grup­pe gibt nun einen Tipp ab, wel­ches die rich­ti­ge Ant­wort ist. Danach gibt es Punk­te:

  1. Rät eine Grup­pe die rich­ti­ge Erklä­rung, gibt es einen Punkt
  2. Schafft es eine Grup­pe durch ihre gute Erklä­rung ande­re Grup­pen auf eine fal­sche Fähr­te zu locken, erhält sie für jede die­ser Grup­pen zwei Punk­te

Dem­nach macht es also mehr Sinn, die eige­ne erfun­de­ne Erklä­rung sprach­lich und inhalt­lich hoch­wer­tig zu for­mu­lie­ren als zu hof­fen, dass man rich­tig rät. Der Lehrer/die Leh­re­rin soll­te die kor­rek­te Erklä­rung sprach­lich an die vor­han­de­nen Kom­pe­ten­zen anzu­pas­sen, da es sonst schnell zu auf­fäl­lig wird. In eine 45 Minu­ten­stun­de schafft man etwa 4–5 Durch­gän­ge — je nach sprach­li­chem Eifer der Grup­pen.

Ganz neben­bei för­dert man durch die­ses Spiel eine sprach­li­che kor­rek­te und prä­gnan­te Aus­drucks­wei­se, da nur in die­sem Bereich sorg­fäl­tig arbei­ten­de Grup­pen gewin­nen…

Die­ses Spiel lässt lässt sich auch asyn­chron etwa mit Hil­fe eines Mood­le­fo­rums gestal­ten.

Ich hasse dieses Spiel

Was man braucht:

  • 10–30 Leu­te
  • einen gro­ßen Raum oder ein abge­grenz­tes Spiel­feld drau­ßen

Wie das geht:
Zunächst wer­den 2er-Teams gebil­det. Die Teams eini­gen sich unter­ein­an­der, wer zuerst fan­gen und wer zuerst weg­lau­fen soll. Danach ver­tei­len sich alle Teil­neh­men­den wild im Raum. Jetzt gebt ihr als Spiel­lei­ter das Start­zei­chen. Inner­halb eines Teams muss nun der Fän­ger den Weg­lau­fen­den ticken. Gelingt ihm dies, dreht sich der Getick­te drei­mal um sei­ne eige­ne Ach­se und sagt dabei immer wie­der: „Ich has­se die­ses Spiel, ich has­se die­ses Spiel, ich has­se die­ses Spiel…” Danach wird er selbst zum Fän­ger und der ande­re Team­kol­le­ge zum Weg­lau­fen­den.
Beim nächs­te Rol­len­wech­sel im Team muss jedoch das Spiel per „Pis­spott” bestrit­ten wer­den (d.h. man muss zur Fort­be­we­gung stets Hacke an Fuß­spit­ze set­zen und darf den Boden­kon­takt nicht ver­lie­ren). Waren bei­de aus dem Team sowohl Fän­ger als auch Weg­lau­fen­der, geht das Spiel im Krebs­gang wei­ter, danach im … . Immer wenn jemand getickt wor­den ist, dreht er sich wie­der drei­mal um die eige­ne Ach­se und ruft dabei: „Ich has­se die­ses Spiel…”.

Erfah­run­gen:
Das Spiel eig­net sich sehr gut, um über­schüs­si­ge Ener­gie abzu­bau­en. Dafür soll­ten die Teams jedoch rela­tiv gleich­wer­tig besetzt und der zur Ver­fü­gung ste­hen­de Raum nicht zu aus­ge­dehnt sein, damit mög­lichst oft „getickt” wird. Natür­lich sind auch wei­te­re Jagd­va­ri­an­ten denk­bar (rob­ben, Vier­füß­ler­gang, Kän­gu­ruh­hüp­fen…) Naja, und sehr lus­tig anzu­schau­en — gera­de für Unbe­tei­lig­te — ist das Spiel auch.

Mörderspiel — Variante III

Was man braucht:

  • Zeit
  • eine zen­tra­le Mög­lich­keit, etwas zu notie­ren (für alle zugäng­lich)
  • ein Kar­ten­spiel (je nach Grup­pen­grö­ße 32er oder 48er Blatt)
  • 10–48 Leu­te

Wie das geht:
Für die­ses Spiel braucht man Zeit, also eine Frei­zeit oder ein Wochen­en­de. Das Spiel wird am ers­ten gemein­sa­men Abend ange­lei­ert, und läuft dann solan­ge neben der Frei­zeit her, bis der Mör­der gefun­den wird. Aus dem Kar­ten­spiel wer­den sovie­le Kar­ten ent­nom­men, wie Per­so­nen an dem Spiel betei­ligt sind, die rest­li­chen Kar­ten legt ihr besei­te. Es wird jetzt eine Kar­te aus­ge­sucht. Wer spä­ter die­se Kar­te erhält, ist der Mör­der. Jeder bekommt eine Kar­te, wobei nie­mand sei­ne Kar­te irgend­je­man­den zei­gen darf — mit einer Aus­nah­me: Wenn der Mör­der irgend­je­man­den im Lau­fe der Frei­zeit (des Wochen­en­des) sei­ne Kar­te zeigt, stirbt der Betrof­fe­ne. Er war­tet nach dem Mord noch ca. 2 Min. und stößt dann, da wo er ist, einen mör­de­ri­schen Schrei aus. Ort und Zeit des Mor­des wer­den an einem zen­tra­len Punkt fest­ge­hal­ten.
An einen defi­nier­ten Zeit­punkt des Tages dür­fen Ver­däch­ti­gun­gen aus­ge­spro­chen wer­den. Eine Ver­dacht muß immer von drei Per­so­nen for­mu­liert wer­den. Lie­gen sie rich­tig, so ist der Mör­der ent­larvt, lie­gen sie falsch, so sind sie alle­samt tot. Die Toten dür­fen den Leben­den nicht hel­fen…

Erfah­run­gen:
Man soll­te sich schon über­le­gen, ob man mit­ten in einer the­ma­ti­schen Ein­heit einen Schrei gebrau­chen kann, denn damit ist lei­der zu rech­nen. Außer­dem kann es vor­kom­men, daß bestimm­te Leu­te nicht mehr mit einer ande­ren bestimm­ten Per­son allei­ne gelas­sen wer­den wol­len — da gehen sogar Män­ner zu dritt zum Pul­lern…

Mörderspiel — Variante II

Was man braucht:

* einen Raum oder gutes Wet­ter
* eine Sitz­ge­le­gen­heit für jeden Teil­neh­mer
* ein Kar­ten­spiel (je nach Grup­pen­grö­ße 32 oder 48er Blatt)
* 15–40 Leu­te

Wie das geht:
Ihr bil­det einen Kreis mit den Stüh­len. Aus dem Kar­ten­spiel wer­den sovie­le Kar­ten ent­nom­men, wie Per­so­nen an dem Spiel betei­ligt sind, die rest­li­chen Kar­ten legt ihr besei­te. Es wird jetzt eine Kar­te aus­ge­sucht. Wer spä­ter die­se Kar­te erhält, ist der Mörder.Jeder bekommt eine Kar­te, wobei nie­mand sei­ne Kar­te irgend­je­man­den zei­gen darf. Alle hal­ten sich an den Hän­den. Die Mor­de wer­den nun wie folgt began­gen: Der Mör­der drückt die Hand eines sei­ner Nach­barn — egal wie oft. Sein Nach­bar zählt die Drü­cke mit und gibt einen Hän­de­druck weni­ger an sei­nen Nach­barn wei­ter als er selbst erhal­ten hat. Der nächs­te Nach­bar gibt wie­der einen Hän­de­druck weni­ger an sei­nen Nach­barn wei­ter. Der­je­ni­ge, der nur noch einen Hän­druck erhält, ist tot und schei­det aus dem Kreis aus. Die ent­stan­de­ne Lücke wird geschlos­sen. Der Mör­der kann ent­larvt wer­den. Hat jemand eine Ver­mu­tung, wer der Mör­der ist, sagt er laut: ‚Ich habe einen Ver­dacht!’. Er muß nun war­ten, bis noch jemand einen Ver­dacht äußert. Ist das der Fall, zählt der Spiel­lei­ter bis drei. Bei ‚drei’ müs­sen bei­de auf den Men­schen zei­gen, hin­ter dem sie den Mör­der ver­mu­ten. Zei­gen sie auf zwei ver­schie­de­ne Per­so­nen, sind sie bei­de tot. Zei­gen sie auf die glei­che Per­son, muß die­se ihre Kar­te auf­de­cken. Ist es der Mör­der, so hat die­ser ver­lo­ren und das Spiel beginnt von vorn. Ist es nicht der Mör­der, sind die bei­den, die auf ihn gezeigt haben, eben­falls tot. Der Mör­der hat gewon­nen, wenn es nur noch einen Über­le­ben­den gibt.

Erfah­run­gen:
Auf den ers­ten Blick erscheint die Ent­lar­vung des Mör­ders ein­fach — aber sie ist es nicht! Der Mör­der kann sich zudem selbst töten, wenn er nicht genau mit­zählt und hat dann das Spiel eben­falls ver­lo­ren. Es gibt hier auch kein ‚Zeu­gen­schutz­pro­gramm’ wie bei Vari­an­te I. Bei die­sem Spiel muß es nicht unbe­dingt ruhig sein — ein scha­den­fro­hes Seuf­zen, wenn man der­je­ni­ge ist, der zwei Drü­cke erhält, ist da dann schon erlaubt. Der Mör­der darf in zwei Rich­tun­gen ‚mor­den’.

Mörderspiel — Variante 1

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 10–32 Leu­te
  • ein Kar­ten­spiel (Skat­blatt — 32 Kar­ten)
  • einen dunk­len, stil­len Raum, am bes­ten noch einen spä­te­ren Abend als Drein­ga­be
  • für jeden ein Tee­licht, eine wei­ße Unter­tas­se und ein Sitz­kis­sen (Iso­mat­ten erfül­len die­sen Zweck her­vor­ra­gend)

Wie das geht:
Ihr bil­det einen Kreis auf den Boden. Jeder hat eine wei­ße Unter­tas­sen mit einem bren­nen­den Tee­licht vor sich ste­hen. Aus dem Kar­ten­spiel wer­den sovie­le Kar­ten ent­nom­men, wie Per­so­nen an dem Spiel betei­ligt sind, die rest­li­chen Kar­ten legt ihr besei­te. Es wird jetzt eine Kar­te aus­ge­sucht. Wer spä­ter die­se Kar­te erhält, ist der Mörder.Jeder bekommt eine Kar­te, wobei nie­mand sei­ne Kar­te irgend­je­man­den zei­gen darf. Der Mör­der kann nun sei­ne Opfer umbrin­gen, indem er ihnen deut­lich zublin­zelt (am bes­ten mit einem Auge). Jeder Ermor­de­te bläst sei­ne Tee­licht aus und stirbt mit einem schau­er­li­chen Ton auf den Lip­pen. Der Mör­der kann ent­larvt wer­den. Hat jemand eine Ver­mu­tung, wer der Mör­der ist, sagt er laut: ‚Ich habe einen Ver­dacht!’. Er muß nun war­ten, bis noch jemand einen Ver­dacht äußert. Ist das der Fall, zählt der Spiel­lei­ter bis drei. Bei ‚drei’ müs­sen bei­de auf den Men­schen zei­gen, hin­ter dem sie den Mör­der ver­mu­ten.
Zei­gen sie auf zwei ver­schie­de­ne Per­so­nen, sind sie bei­de tot. Zei­gen sie auf die glei­che Per­son, muß die­se ihre Kar­te auf­de­cken. Ist es der Mör­der, so hat die­ser ver­lo­ren und das Spiel beginnt von vorn. Ist es nicht der Mör­der, sind die bei­den, die auf ihn gezeigt haben, eben­falls tot. Der Mör­der hat gewon­nen, wenn es nur noch einen Über­le­ben­den gibt. Wäh­rend des Spiels ist abso­lu­te Ruhe Bedin­gung. Das gilt auch für die Ermor­de­ten. Nie­mand darf im Spiel­ver­lauf auf den Boden schau­en, das gilt nicht für den­je­ni­gen, der einen Ver­dacht geäu­ßert hat. ‚Maschi­nen­ge­wehr­blin­zeln’ ist unter­sagt.

Erfah­run­gen:
Die­ses Spiel ist sehr span­nend und auf­re­gend. Es steht und fällt mit den Fähig­kei­ten des Mör­ders. Es eig­net sich her­vor­ra­gend, um von einem sehr ‚quirr­li­gen’ Level wie­der auf ‚nor­mal’ zurück­zu­fah­ren. Man kann im Anschluß sehr schön auf den Tages­ab­schluß über­lei­ten War­um wei­ße Unter­tas­sen? Ers­tens wer­den Tee­lich­ter schnell sehr heiß und schmel­zen mit Vor­lie­be Tep­pi­che oder ver­bren­nen Par­kett­fuß­bö­den und zwei­tens sieht man auf die­se Wei­se die ein­zel­nen Gesich­ter viel bes­ser (wei­ße Flä­chen reflek­tie­ren 90% des ein­fal­len­den Lichts).

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