Ich hasse dieses Spiel

Was man braucht:

  • 10-30 Leute
  • einen großen Raum oder ein abgegrenztes Spielfeld draußen

Wie das geht:
Zunächst werden 2er-Teams gebildet. Die Teams einigen sich untereinander, wer zuerst fangen und wer zuerst weglaufen soll. Danach verteilen sich alle Teilnehmenden wild im Raum. Jetzt gebt ihr als Spielleiter das Startzeichen. Innerhalb eines Teams muss nun der Fänger den Weglaufenden ticken. Gelingt ihm dies, dreht sich der Getickte dreimal um seine eigene Achse und sagt dabei immer wieder: „Ich hasse dieses Spiel, ich hasse dieses Spiel, ich hasse dieses Spiel…“ Danach wird er selbst zum Fänger und der andere Teamkollege zum Weglaufenden.
Beim nächste Rollenwechsel im Team muss jedoch das Spiel per „Pisspott“ bestritten werden (d.h. man muss zur Fortbewegung stets Hacke an Fußspitze setzen und darf den Bodenkontakt nicht verlieren). Waren beide aus dem Team sowohl Fänger als auch Weglaufender, geht das Spiel im Krebsgang weiter, danach im … . Immer wenn jemand getickt worden ist, dreht er sich wieder dreimal um die eigene Achse und ruft dabei: „Ich hasse dieses Spiel…“.

Erfahrungen:
Das Spiel eignet sich sehr gut, um überschüssige Energie abzubauen. Dafür sollten die Teams jedoch relativ gleichwertig besetzt und der zur Verfügung stehende Raum nicht zu ausgedehnt sein, damit möglichst oft „getickt“ wird. Natürlich sind auch weitere Jagdvarianten denkbar (robben, Vierfüßlergang, Känguruhhüpfen…) Naja, und sehr lustig anzuschauen – gerade für Unbeteiligte – ist das Spiel auch.

Mörderspiel – Variante III

Was man braucht:

  • Zeit
  • eine zentrale Möglichkeit, etwas zu notieren (für alle zugänglich)
  • ein Kartenspiel (je nach Gruppengröße 32er oder 48er Blatt)
  • 10-48 Leute

Wie das geht:
Für dieses Spiel braucht man Zeit, also eine Freizeit oder ein Wochenende. Das Spiel wird am ersten gemeinsamen Abend angeleiert, und läuft dann solange neben der Freizeit her, bis der Mörder gefunden wird. Aus dem Kartenspiel werden soviele Karten entnommen, wie Personen an dem Spiel beteiligt sind, die restlichen Karten legt ihr beseite. Es wird jetzt eine Karte ausgesucht. Wer später diese Karte erhält, ist der Mörder. Jeder bekommt eine Karte, wobei niemand seine Karte irgendjemanden zeigen darf – mit einer Ausnahme: Wenn der Mörder irgendjemanden im Laufe der Freizeit (des Wochenendes) seine Karte zeigt, stirbt der Betroffene. Er wartet nach dem Mord noch ca. 2 Min. und stößt dann, da wo er ist, einen mörderischen Schrei aus. Ort und Zeit des Mordes werden an einem zentralen Punkt festgehalten.
An einen definierten Zeitpunkt des Tages dürfen Verdächtigungen ausgesprochen werden. Eine Verdacht muß immer von drei Personen formuliert werden. Liegen sie richtig, so ist der Mörder entlarvt, liegen sie falsch, so sind sie allesamt tot. Die Toten dürfen den Lebenden nicht helfen…

Erfahrungen:
Man sollte sich schon überlegen, ob man mitten in einer thematischen Einheit einen Schrei gebrauchen kann, denn damit ist leider zu rechnen. Außerdem kann es vorkommen, daß bestimmte Leute nicht mehr mit einer anderen bestimmten Person alleine gelassen werden wollen – da gehen sogar Männer zu dritt zum Pullern…

Mörderspiel – Variante II

Was man braucht:

* einen Raum oder gutes Wetter
* eine Sitzgelegenheit für jeden Teilnehmer
* ein Kartenspiel (je nach Gruppengröße 32 oder 48er Blatt)
* 15-40 Leute

Wie das geht:
Ihr bildet einen Kreis mit den Stühlen. Aus dem Kartenspiel werden soviele Karten entnommen, wie Personen an dem Spiel beteiligt sind, die restlichen Karten legt ihr beseite. Es wird jetzt eine Karte ausgesucht. Wer später diese Karte erhält, ist der Mörder.Jeder bekommt eine Karte, wobei niemand seine Karte irgendjemanden zeigen darf. Alle halten sich an den Händen. Die Morde werden nun wie folgt begangen: Der Mörder drückt die Hand eines seiner Nachbarn – egal wie oft. Sein Nachbar zählt die Drücke mit und gibt einen Händedruck weniger an seinen Nachbarn weiter als er selbst erhalten hat. Der nächste Nachbar gibt wieder einen Händedruck weniger an seinen Nachbarn weiter. Derjenige, der nur noch einen Händruck erhält, ist tot und scheidet aus dem Kreis aus. Die entstandene Lücke wird geschlossen. Der Mörder kann entlarvt werden. Hat jemand eine Vermutung, wer der Mörder ist, sagt er laut: ‚Ich habe einen Verdacht!‘. Er muß nun warten, bis noch jemand einen Verdacht äußert. Ist das der Fall, zählt der Spielleiter bis drei. Bei ‚drei‘ müssen beide auf den Menschen zeigen, hinter dem sie den Mörder vermuten. Zeigen sie auf zwei verschiedene Personen, sind sie beide tot. Zeigen sie auf die gleiche Person, muß diese ihre Karte aufdecken. Ist es der Mörder, so hat dieser verloren und das Spiel beginnt von vorn. Ist es nicht der Mörder, sind die beiden, die auf ihn gezeigt haben, ebenfalls tot. Der Mörder hat gewonnen, wenn es nur noch einen Überlebenden gibt.

Erfahrungen:
Auf den ersten Blick erscheint die Entlarvung des Mörders einfach – aber sie ist es nicht! Der Mörder kann sich zudem selbst töten, wenn er nicht genau mitzählt und hat dann das Spiel ebenfalls verloren. Es gibt hier auch kein ‚Zeugenschutzprogramm‘ wie bei Variante I. Bei diesem Spiel muß es nicht unbedingt ruhig sein – ein schadenfrohes Seufzen, wenn man derjenige ist, der zwei Drücke erhält, ist da dann schon erlaubt. Der Mörder darf in zwei Richtungen ‚morden‘.

Mörderspiel – Variante 1

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 10-32 Leute
  • ein Kartenspiel (Skatblatt – 32 Karten)
  • einen dunklen, stillen Raum, am besten noch einen späteren Abend als Dreingabe
  • für jeden ein Teelicht, eine weiße Untertasse und ein Sitzkissen (Isomatten erfüllen diesen Zweck hervorragend)

Wie das geht:
Ihr bildet einen Kreis auf den Boden. Jeder hat eine weiße Untertassen mit einem brennenden Teelicht vor sich stehen. Aus dem Kartenspiel werden soviele Karten entnommen, wie Personen an dem Spiel beteiligt sind, die restlichen Karten legt ihr beseite. Es wird jetzt eine Karte ausgesucht. Wer später diese Karte erhält, ist der Mörder.Jeder bekommt eine Karte, wobei niemand seine Karte irgendjemanden zeigen darf. Der Mörder kann nun seine Opfer umbringen, indem er ihnen deutlich zublinzelt (am besten mit einem Auge). Jeder Ermordete bläst seine Teelicht aus und stirbt mit einem schauerlichen Ton auf den Lippen. Der Mörder kann entlarvt werden. Hat jemand eine Vermutung, wer der Mörder ist, sagt er laut: ‚Ich habe einen Verdacht!‘. Er muß nun warten, bis noch jemand einen Verdacht äußert. Ist das der Fall, zählt der Spielleiter bis drei. Bei ‚drei‘ müssen beide auf den Menschen zeigen, hinter dem sie den Mörder vermuten.
Zeigen sie auf zwei verschiedene Personen, sind sie beide tot. Zeigen sie auf die gleiche Person, muß diese ihre Karte aufdecken. Ist es der Mörder, so hat dieser verloren und das Spiel beginnt von vorn. Ist es nicht der Mörder, sind die beiden, die auf ihn gezeigt haben, ebenfalls tot. Der Mörder hat gewonnen, wenn es nur noch einen Überlebenden gibt. Während des Spiels ist absolute Ruhe Bedingung. Das gilt auch für die Ermordeten. Niemand darf im Spielverlauf auf den Boden schauen, das gilt nicht für denjenigen, der einen Verdacht geäußert hat. ‚Maschinengewehrblinzeln‘ ist untersagt.

Erfahrungen:
Dieses Spiel ist sehr spannend und aufregend. Es steht und fällt mit den Fähigkeiten des Mörders. Es eignet sich hervorragend, um von einem sehr ‚quirrligen‘ Level wieder auf ’normal‘ zurückzufahren. Man kann im Anschluß sehr schön auf den Tagesabschluß überleiten Warum weiße Untertassen? Erstens werden Teelichter schnell sehr heiß und schmelzen mit Vorliebe Teppiche oder verbrennen Parkettfußböden und zweitens sieht man auf diese Weise die einzelnen Gesichter viel besser (weiße Flächen reflektieren 90% des einfallenden Lichts).

Jungfrau Maria

Was man braucht:

  • 3 Stühle + Sitzgelegenheiten für alle anderen
  • 10-max.15 Leute

Wie das geht:
Hier kommt es auf Geschwindigkeit und Fantasie an. Alle setzen sich im Halbkreis um drei nebeneinanderstehende Stühle herum. Auf dem mittleren Stuhl sitzt ihr als Leiter und sagt: ‚Ich bin die Jungfrau Maria. Wer passt zu mir?‘. Daraufhin überlegt sich jeder aus der Gruppe, welche Figur, welcher Gegenstand usw. wohl zur Jungfrau Maria passen könnte. Das kann assoziativ oder ‚geplant‘ erfolgen. Hat jemand eine zündende Idee, springt er auf und besetzt einen der beiden freien Stühle neben Euch. Die beiden ersten mahlen zuerst. Jetzt wendet ihr Euch Eure linken Nachbarn zu und fragt: ‚Ich bin die Jungfrau Maria und wer bist Du?‘. Der könnte z.B. antworten: ‚Ich bin der Esel von Joseph‘. Dasselbe Spiel wiederholt sich nun mit dem rechten Nachbarn. Jetzt sucht ihr Euch einen der beiden aus, den ihr gerne auf dem mittleren Stuhl sitzen haben wollt und nehmt den anderen Teilnehmer mit zurück in den Kreis. Jetzt könnte es heißen: ‚Ich bin der Esel von Joseph – wer passt zu mir?‘ usw.

Erfahrungen:
Da kommen schon eine Menge lustiger Sachen heraus, wenn die Gruppe entsprechend motiviert ist. Das Spiel eignet sich sehr schön als ‚Aufwärmer‘. U. U. treten hier jedoch auch Außenseiterproblematiken auf. Das Spiel sollte nicht zu lange dauern.
Dieses Spiel habe ich auf dem Koppelsberg (s. Linkliste) im Rahmen einer Schulung kennengelernt.

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