Agent blauer Fisch

Was man braucht:

  • 6-10 Teilnehmer/2er-Teams (kein Witz!)
  • Verkleidungsmaterial
  • Eine überschaubare Kleinstadt oder eine Großstadt mit eingegrenztem Areal
  • Die Teilnehmer sollten mindestens 12 Jahre alt sein
  • Mehrere kleine, nicht ganz so leicht zu besorgende Gegenstände
  • Die Geschäfte sollten offen sein

Rollen:

  • einen Botschafter evtl. mit ‚Gattin‘

Vorbereitungen:
Eine den Teilnehmern möglichst sehr gut bekannte Person aus dem Mitarbeiterkreis sollte sich bis zur Unkenntlichkeit verleiden. Sie begibt sich in einen vorher angesprochenen Bereich eurer Stadt. Um die Sache zu erschweren, kann er/sie mit einem Partner auftreten. Die Person hat irgendetwas bei sich, was als Übergabegegenstand verwendet werden kann (aus dem Agentenbereich: Blaupause, Mikrofilm usw. KEINE weißen pulvrigen Substanzen, auch wenn das naheliegt).

Wie das geht:
Der verkleidete Mitarbeiter zieht los in die vorher abgesprochene Gegend (15 Min. Vorsprung sollten reichen). Gut geeignet sind z.B. Fußgängerzonen oder Einkaufspassagen. Die Gruppe wird in mehrere Kleingruppen unterteilt und zusammen losgeschickt. Die Kleingruppen sollen den Mitarbeiter aufspüren. Wenn sie glauben, ihn gefunden zu haben, sprechen sie ihn an mit: ‚Violetter Fisch?‘. Wenn es der Mitarbeiter ist, so erhalten sie den Übergabegegenstand und kehren zum Ausgangsort zurück. Für jede Gruppe ist ein Gegenstand vorhanden. Am Ausgangspunkt können noch bestimmte Aufgaben für die Gruppe vorbereitet sein (etwa Fragen aus dem Agentengenre o. ä.). Dann könnte z.B. die Gruppe gewonnen haben, die bei allen Dingen am besten abgeschnitten hat.

Erfahrungen:
Wieder ist dieses Spiel in der beschriebenen Form noch variantionsfähig. Ihr könnt auch ohne weiteres mehrere Mitarbeiter verkleiden, die dann z.B. die Stücke eines Puzzles bei sich haben. Dabei kann die Gruppe dann auch kooperativ arbeiten. Auch mit kleinen Gruppen (etwa Jungscharen) ist dieses Spiel kein Problem: Vorausgesetzt, daß eure Leute alt genug sind, könnt ihr sie auch alleine oder in 2er-Gruppen losschicken. Wichtig bei diesem Spiel ist wieder eure Phantasie und die Story. Aber die Leier kennt ihr ja bereits von mir.
Kleiner Tip noch für den Mitarbeiter: Wenn euch die Gruppe mit ‚Violetter Fisch?‘ anspricht, dann tut beim erstenmal so, als ob ihr Bahnhof versteht. Ist sich die Gruppe sicher, wird sie die Anfrage wiederholen, ist sie es nicht, müßt ihr euch halt das Lachen verkneifen…

Restriktives Einteilen

Was man braucht:

  • eine Teilnehmerliste
  • Stift und Schreibblock
  • ca. eine halbe Stunde Zeit

Wie das geht:
Ihr nehmt Euch die Teilnehmerliste vor und überlegt Euch in Ruhe, wie Ihr die Gruppe am besten aufteilt, so daß Cliquen getrennt werden und alle Kleingruppen arbeitsfähig sind. Eure Kleingruppenaufteilung lest Ihr der Gruppe – wenn es soweit ist – vor, und damit sind die Gruppen dann eingeteilt.

Erfahrungen:
JA, UM HIMMELSWILLEN !!! Wie unpädagogisch! Wie autoritär! Wie wenig gehe ich da auf die Bedürfnisse der Gruppe ein! – auf den ersten Blick richtig. Meiner Meinung nach heiligt der Zweck in diesem Fall das Mittel. Wenn ich nur Kleingruppen für ein Spiel brauche, sollte ich von dieser Methode Abstand nehmen. Ebenso verbietet sich eine solche Vorgehensweise von selbst, wenn die Gruppenmitglieder sich noch nicht so gut kennen.
Wenn ich jedoch thematisch arbeiten möchte, evt. sogar arbeitsteilig, ist diese Methode u.U. eine Option. Kleingruppen, die aus geschlossenen ‚Blöcken‘ bestehen, sind erfahrungsgemäß nicht sonderlich produktiv. Außerdem schulde ich als Leiter jedem Mitarbeiter, so sich denn einer in der Kleingruppe befindet, eine arbeitsfähige Gruppe. Ich habe mit dieser Methode durchaus gute Erfahrungen gemacht. Es heißt ja auch Gruppenleiter und von dieser Tatsache läßt sich gelegentlich auch produktiv Gebrauch machen.

Knoten lösen

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 15-unbegrenzt viele Leute
  • reißfeste Wolle o. ä.

Wie das geht:
Ihr verknotet Wollfäden miteinander und zwar so, daß immer soviele Fäden zusammenhängen wie Ihr Teilnehmer pro Gruppe braucht. Für jede Kleingruppe wird ein Knoten benötigt. Alle Fäden knüllt Ihr in Eurer Faust zusammen. Jeder soll nun ein Fadenende aus dem Wust herausziehen. Zusammenhängende Fäden ergeben dann eine Kleingruppe.

Erfahrungen:
Geht einfach, schnell und schmerzlos. Bitte die Fäden nicht zu sehr verknüllen, ansonsten gibt es unlösbare und undurchschaubare Knoten.

Farbige Zettel

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 15-unbegrenzt viele Leute
  • Zettel, farbig bzw. Zettel und Stift (für jeden einen)
  • Eine Tüte o. ä.

Wie das geht:
An die Klinke Eures Gruppenraumes hängt ihr eine Tüte (o.ä.) mit den abgezählten Zettel auf. Jeder der den Raum betritt, soll einen Zettel ziehen. Ihr erklärt vorher nicht, wozu diese Zettel dienen. Nach dem Ziehen dürfen die Zettel nicht mehr getauscht werden. Leute mit Zetteln gleicher Farbe gehören zu einer Kleingruppe. Ihr könnt die Zettel natürlich auch im Stuhlkreis verteilen, jedoch erfolgt die ‚Ziehung‘ ja dann nicht mehr blind.

Variante:
Das Ganze läßt sich durchaus als Spiel verpacken und somit auch besser ‚tarnen‘, indem ihr anstelle von Farben Tiernamen verwendet. Wenn Ihr dann die Gruppen braucht, fordert Ihr die Leute auf, Tierlaute entsprechend Ihres Tieres von sich zu geben. In dem ganzen Lärm sollen sich dann alle Tiere zu Rudeln gleicher Spezies zusammenfinden. Ihr könnt auch gleichklingende Namen verwenden (Meier, Beier, Feier), die dann gerufen werden sollen – das Spiel ‚Familie Meier‘ kennt ja bestimmt fast jeder von Euch.

Erfahrungen:
Ein simples, faires Zufallsprinzip, welches auf keinen Fall durch Austausch der Zettel unter den Teilnehmern unterlaufen werden sollte.

Atome bilden

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 15-unbegrenzt viele Leute

Wie das geht:
Ein ganz einfaches Spiel wird Euch hier verkauft. Alle Teilnehmer laufen wild durcheinander. Der Spielleiter formuliert Aufgaben wie etwa: ‚Bitte Moleküle zu x Atomen bilden!‘. Daraufhin müssen sich Teilnehmerkette zu x Gliedern bilden und das möglichst schnell. Derjenige, der keinen Anschluß findet hat halt Pech, aber es kommen noch weitere Aufgaben gleicher Machart – neues Spiel – neues Glück.Am Schluß nennt ihr die von Euch gewünschte Gruppengröße.

Erfahrungen:
Ihr merkt schon, das Ganze ist recht simpel und eignet sich daher hervorragend vor jüngere Kinder.Einen Jugendlichen in der Pubertät holt Ihr damit nicht hinter dem Ofen hervor. Es gibt allerdings auch ein Alter, in dem soetwas schon wieder Spaß macht…

1 2 3 4 13