Rettet das Ei

Was man braucht:

  • max. 5 Leute pro Gruppe
  • drei Luftballons
  • einen Müllbeutel (die kleinen, dünnen, durchsichtigen)
  • 1m Tesafilm
  • 2m etwas stärkere Wolle
  • 3 DINA3 Blätter Papier
  • 1 rohes Ei
    eine Fallstecke von ca. 7-9m (3.Stock)

Wie das geht:
Die Gruppe soll aus den oben angegebenen Materialien eine Konstruktion bauen, die es erlaubt, das Ei aus ca. 7-9m Höhe unbeschadet auf den Boden fallen zu lassen. Es sind nur die in der Spielanleitung genannten Materialien erlaubt. ‚Verbasteltes‘ Material wird nicht ersetzt. Es gibt ein Zeitlimit von max. 20 Minuten.

Erfahrungen:
Es ist nicht unmöglich, diese Aufgabe zu lösen. Sie wird jedoch zu einfach, wenn die Fallstrecke nicht ausreichend lang ist, 7m sind absolutes Minimum. Schön wäre zudem eine betonierte oder möglichst harte ‚Aufprallfläche‘. Man kann auch mehrere Gruppen ‚gegeneinander‘ arbeiten lassen (dann ist es aber kein Kooperationsspiel).

Wölfe und Schafe

Was man braucht:

  • sieben Reifen, Ringe, Kreise im Sand, in denen eine Person stehen kann
  • genau 6 Personen
  • viel Geduld und viele Versuche

Wie das geht:
Diese Spiel ist altes Kulturgut aus dem fernen Orient. Jussuph, ein stattlicher junger Mann, hielt um die Hand der schönen Suleika an: Selbige war jedoch eine anspruchsvolle, kluge Frau, die nicht so sehr auf das Aussehen und den Stand des Mannes, sondern vielmehr auf seine Intelligenz achtete. Sie stellte jedem Bewerber drei Aufgaben. Wenn er diese lösen konnte, so wäre sie sein, wenn nicht – Kopf ab! Eine dieser Aufgabe war die folgende:
Im elterlichen Stall befanden sich sieben Tierboxen. Es befanden sich in den drei rechten drei Schafe (S) und in den drei linken Boxen drei Wölfe (W). Jede Box war verschließbar. Die Box in der Mitte war frei (F).
Die Grundstellung ist also: W – W – W – F – S – S – S
Die Aufgabe von Jussuph bestand nun darin, die Schafe in die drei linken und die Wölfe in die drei rechten Boxen zu führen.
Die gewünschte Endstellung: S – S – S – F – W – W – W
Die Regeln:
– kein Wolf darf mit zu einem Schaf in die Box
– kein Wolf darf mit einem Wolf und kein Schaf mit einem Schaf in eine Box
– jedes Tier kann eine Box vor- oder zurückgeführt werden
– es darf über eine Box vor- oder ‚zurückgesprungen‘ werden
– das gilt jedoch nur, wenn die Box mit einem anderen Tier als das springende besetzt ist
Bsp.:
W – W – S – F – W – S – S ===> Zug W – F – S – W – W – S – S ist erlaubt.
W – W – F – W – S – S – S ===> Zug F – W – W – W – S – S – S ist nicht erlaubt.
Drei Leute aus der Gruppe sind nun die Schafe und drei die Wölfe. Die Ringe werden in eine Reihe gelegt und die Grundstellung eingenommen. Aufgabe der Gruppe ist es nun, die ‚Endstellung‘ gemäß der obigen Regeln zu erreichen.

Erfahrungen:
Es ist nicht so knifflig, wie es auf den ersten Blick erscheint und macht eigentlich viel Spaß. So es denn wider Erwarten (die Aufgabe ist zu lösen s.u.) nicht klappen, könnt Ihr als Tip verlauten lassen: ‚Achtet auf das dritte Tier‘. Mit welchem Tier dabei angefangen wird, ist egal – die Lösung:

W - W - W - F - S - S - S
W - W - F - W - S - S - S
W - W - S - W - F - S - S
W - W - S - W - S - F - S
W - W - S - F - S - W - S
W - F - S - W - S - W - S
F - W - S - W - S - W - S
S - W - F - W - S - W - S
S - W - S - W - F - W - S
S - W - S - W - S - W - F
S - W - S - W - S - F - W
S - W - S - F - S - W - W
S - F - S - W - S - W - W
S - S - F - W - S - W - W
S - S - S - W - F - W - W
S - S - S - F - W - W - W

Die Grube und das Pendel

Was man braucht:

  • ein wenig Platz
  • 15-20 verlässliche Leute

Wie das geht:
Ihr bildet einen engen Kreis, der einen Durchmesser von ca. 3-4m (das ist wenig!) nicht unterschreiten sollte. Ein Freiwilliger begibt sich in die Mitte. Er schließt die Augen, läßt sich mit völlig angespannten Körper fallen und die Gruppe aus dem Kreis fängt Ihn auf. Unser Freiwilliger kann vorher bestimmen, bei welchem Neigungswinkel er aufgefangen werden möchte. Diese Verabredung ist für die Gruppe bindend, es sei denn, man trifft eine neue Absprache. Das Auffangen sollte immer durch mindestens zwei Personen erfolgen. Es ist darauf zu achten, daß die Kräfte im Kreis gut verteilt sind.
Man kann die Person aus der Mitte entweder aufrichten, damit sie sich dann neu fallenlassen kann oder man ’stößt‘ selbige mit der angemessenen Vorsicht in eine neue Richtung.

Erfahrungen:
Dieses Spiel erfordert viel Vertrauen von Seiten unseres Freiwilligen. Es sollte vorher ausgiebig erklärt und mit der Gruppe besprochen werden. Das Spiel erfordert eine Gruppe, auf die ich mich als Spielleiter 150%ig verlassen kann.
Mangelndes Vertrauen wird bei diesem Spiel schnell bestraft. Jedes Einknicken der Beine unseres Freiwilligen macht ein Auffangen nur bei großer Aufmerksamkeit und Konzentration der Gruppe überhaupt noch möglich. Auf diesem Punkt solltet Ihr besonders hinweisen.

Eine Ente, zwei Beine

Was man braucht:

  • Sitzgelegenheiten
  • 10-15 Leute

Wie das geht:
Ihr bildet einen Stuhlkreis (oder setzt Euch im Kreis auf den Rasen). Es geht nun darum, möglichst viele Enten sicher ins Wasser zu befördern. Wie soll das nun gehen? Es wird folgender Text gesprochen:
1. Spieler: ‚Eine Ente‘
2. Spieler: ‚Zwei Beine‘
3. Spieler: ‚Springt ins Wasser‘
4. Spieler: ‚Platsch‘
5. Spieler: ‚Zwei Enten‘
6. Spieler: ‚Vier Beine‘
7. Spieler: ‚Springen ins Wasser‘
8. Spieler: ‚Platsch‘
9. Spieler: ‚Platsch
usw.
Kapiert? Es ist jeweils die doppelte Anzahl Beine (jede Ente hat ja zwei) und es gibt bei mehreren Enten auch mehrere ‚Platsche‘. Das Spiel wird solange gespielt, bis jemand einen Fehler macht und muß dann von vorne begonnen werden. Der Preetzer Rekord liegt übrigens bei 42 Enten.

Erfahrungen:
Nunja, es handelt sich hierbei schon um ein Kooperationsspiel – man kann es natürlich auch nach dem ‚Ausscheidungsprinzip‘ spielen. Man braucht jedoch schon sehr viel Motivation und Ehrgeiz, um es länger als ca. 5 Min. durchzuhalten, da es doch recht schnell langweilig wird.

Das Fliesenlegerspiel

Was man braucht:

  • viel Platz, geht fast nur im Freien oder sehr großen Räumen
    ein dickes DINA4-Blatt für jeden
  • mindestens 8 Leute

Wie das geht:
Es gilt als Gruppe eine vorher vereinbarte Distanz (15-20m) zu überwinden. Dabei sind Start und Ziel durch jeweils eine Linie markiert. Folgende Regeln gelten hierbei:
1. Kein Körperteil darf direkten Bodenkontakt haben
2. Jeder muss immer in Körperkontakt zu seinem Blatt bleiben
3. Das Blatt Papier darf nicht beschädigt werden
4. Macht einer aus der Gruppe einen Fehler, muss die gesamte Gruppe zurück an den Start und von vorn beginnen

Es ist natürlich erlaubt, das Blatt Papier auf den Boden zu legen und den Fuß dann darauf zu stellen. Allerdings muss laut den Regeln die Hand solange am Blatt bleiben, bis der Fuß es berührt. Das Spiel ist gelöst, wenn alle aus der Gruppe das Ziel unter Einhaltung aller Regeln erreicht haben.

Erfahrungen:
Das Ziel lässt sich auch alleine erreichen, indem man sich auf das Blatt Papier stellt und ‚rüberrutscht‘, nur: Irgendwer macht dabei garantiert immer einen Fehler. Die Aufgabe lässt sich am besten als Gruppe lösen, wobei verschiedene Taktiken denkbar sind (von denen ich hier bestimmt keine verraten werde…). Bei großen Gruppen empfiehlt sich die Aufteilung in zwei oder mehr Untergruppen.

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