Fehlentscheidungen

Ich bekom­me sel­ten bei Sach­tex­ten eine Gän­se­haut. Ich schrei­be auch nicht ger­ne einen Blog­bei­trag, um die Gedan­ken eines Drit­ten zu ver­lin­ken. Aber der Zufall hat mir heu­te einen schö­nen Text in die Hän­de gespielt (Dan­ke, lie­ber nament­lich Bekann­ter!)

http://www.die-bank.de/beruf-und-karriere/das-phaenomen-der-fehlentscheidung

Man erset­ze „Auf­sichts­rat“ durch ein belie­bi­ges Gre­mi­um im deut­schen Schul­sys­tem und prü­fe, ob sich dort nicht die eine oder ande­re Ana­lo­gie fin­den lässt.

Glück­li­cher­wei­se bie­tet der Autor, Prof. Dr. Klaus Watz­ka dort auch Lösungs­an­sät­ze an… Viel­leicht sind Schu­len, die das so hand­ha­ben, ja in der Mehr­heit.

Ideologischer Fundamentalismus

Die­ses Blog ist mit sei­ner The­men­viel­falt ver­hält­nis­mä­ßig breit auf­ge­stellt. In Teil­be­rei­chen spricht es SuS, LuL oder aber auch exter­ne, irgend­wie an Bil­dung inter­es­sier­te Men­schen an. Für mich sind vie­le Gedan­ken Aus­druck einer Suche, da ich nicht glau­be, dass irgend­je­mand im Bereich der Bil­dung Patent­re­zep­te prä­sen­tie­ren kann. Gleich­wohl kom­me ich über die­ses  immer wie­der mit Men­schen in Kon­takt, die in mei­nen Augen beden­kens­wert argu­men­tie­ren.

Dazu ein Bei­spiel:

Ich habe hier zwei Arti­kel zum The­ma Treib­haus­ef­fekt ver­öf­fent­licht. Die­ses The­ma ist zur Zeit in der Wis­sen­schaft stark umstrit­ten – ins­be­son­de­re weil uns bis­her hin­läng­lich ver­läss­li­che Kli­ma­si­mu­la­ti­ons­pro­gram­me feh­len – es ist näm­lich sehr rechen­zeit­auf­wen­dig, „mal eben“ die gesam­te Atmo­sphä­re unse­res Pla­ne­ten zu model­lie­ren. Damit lie­gen uns bis­her ledig­lich star­ke Hin­wei­se vor, dass der Mensch die Erwär­mung der Atmo­sphä­re för­dert – einen letzt­lich unwi­der­leg­ba­ren Beweis gibt es nicht. Daher ist die Theo­rie gene­rell anfecht­bar.

Und sie wird ange­foch­ten und zwar auf eine Art und Wei­se, die mich zu Zen­sur­maß­nah­men gezwun­gen haben. Die­se Art und Wei­se folgt einem bestimm­ten rhe­to­ri­schen Mus­ter, wel­ches in Kern­be­reich der Eris­ti­schen Dia­lek­tik Scho­pen­hau­ers folgt. Fol­gen­de Tak­ti­ken wer­den dabei oft und ger­ne ange­wen­det:

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Netzidentität

Wer im Netz aktiv ist, muss sich mit die­sem Begriff in irgend­ei­ner Form aus­ein­an­der­set­zen. Die Iden­ti­tät im Netz erwirbt man sich nicht, sie ent­steht, u.a. auch dadurch, dass das Netz nicht so schnell ver­gisst  und gleich­zei­tig der Ela­tiv des Adjek­tivs „öffent­lich“ ist (Das wird ein intel­lek­tu­el­ler Arti­kel…). Im Prin­zip gibt es zwei oppo­si­tio­nel­le Grund­hal­tun­gen zu die­ser The­ma­tik:

  1. Die Netz­iden­ti­tät ist bewusst gene­riert. Das Indi­vi­du­um fil­tert vor der Ver­öf­fent­li­chung inhalt­lich und sprach­lich sehr genau. Die­se Fil­te­rung erfolgt auch ziel­ge­rich­tet im Hin­blick auf das Bild, was man von sich ande­ren Men­schen gegen­über erzeu­gen möch­te.
  2. Die Netz­iden­ti­tät ist schlicht und ergrei­fend ein bestehen­der Teil der eige­nen, bestehen­den Per­sön­lich­keit. Sie wird im Wesent­li­chen das abbil­den, was ein Indi­vi­du­um aus­macht und viel­leicht sogar Rück­schlüs­se dar­über hin­aus zulas­sen – z.B. psy­cho­lo­gi­sche.

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Blogossphäre und Wissensentropie

Aus­gangs­la­ge:
Ich bin über­for­dert, den vie­len Gedan­ken zu fol­gen, die sich inhalt­lich mit den mei­nen über­schnei­den. Damit mei­ne ich ins­be­son­de­re vie­le Blogs, deren Feed ich abon­niert habe. Auch die Mixxt-Grup­pen neu­ron, ldl, und maschen­draht spie­geln die­sen Umstand wie­der. Die Fül­le an Impul­sen, der Fort­schritt an Wis­sen ist unbe­streit­bar vor­han­den, aber er ist dif­fus. Jean-Pol hat das bereits mehr­fach fest­ge­stellt.

Ich kann nicht ein­mal alle Blog ver­lin­ken, die ich für wich­tig hal­te. Ich kann nicht so kom­men­tie­ren, wie ich es für wich­tig hal­te. Ver­lin­kung und Kom­men­ta­re sind ja klei­ne Zei­chen der Wert­schät­zung.

Ursa­che:
In der phy­si­ka­li­schen Che­mie gibt es die Kunst­grö­ße der Entro­pie. Sie ist – sehr ver­ein­facht gesagt – ein Maß für die Unord­nung in einem Sys­tem – eigent­lich ist sie eine Zustands­grö­ße. Eine hoher Ord­nungs­grad bedeu­tet dabei immer auch einen höhe­ren Ener­gie­ge­halt. Genau aus die­sem Grund wer­den Arbeits­zim­mer immer unor­dent­lich – hohe Entro­pie ermög­licht Ener­gie­ge­winn. Des­we­gen zer­bre­chen Bezie­hun­gen gele­gent­lich: Das Zwi­schen­mensch­li­che erfor­dert oft einen gewis­sen – ener­gie­auf­wän­di­gen – Ord­nungs­grad, den die Part­ner auf­brin­gen müs­sen.

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