So mag ich Forenbeiträge nicht

ich bin neu in […] und ken­ne mich nur bedingt aus. Ich möch­te vor […] eine […] Sei­te im [eng­li­sches Fach­wort] auf unse­re [Adres­se] set­zen. Da in […] als [Kon­fi­gu­ra­ti­ons­va­ria­ble] die­se [genannt] ist, wer­de ich z.B. beim Log­in Vor­gang, nach erfolg­rei­chem ein­log­gen, wie­der auf die vor­ge­schal­te­te Sei­te gelei­tet. Hat jemand Erfah­run­gen mit die­sem The­ma und kann mir bit­te wei­ter­hel­fen?

Abge­se­hen davon, dass im ein­lei­ten­den Text zum Forum aus­drück­lich dar­um gebe­ten wird, nicht ein­fach zu schrei­ben „ich bin neu hier…“ und abge­se­hen davon, dass es im Forum eine Such­funk­ti­on gibt – also abge­se­hen von den Din­gen, auf die in Foren immer wie­der hin­ge­wie­sen wird  (die Shift­tas­te hat zusätz­lich auch min­des­tens einen Wackel­kon­takt) und die der unbe­darf­te „Nicht-Mit-Foren-Ver­trau­te“ oft als Arro­ganz sei­tens der Hil­fe­ge­ben­den  abtut, endet die­ses Hil­fe­ge­such mit einem Aus­sa­ge­satz: „wer­de ich wie­der […] gelei­tet“ – ohne Wertung.

Das emp­fin­de ich als Pro­blem, wenn ich hel­fen will. Denn nun muss ich raten, sprich mei­ne für Außen­ste­hen­de arro­gant klin­gen­de Glas­ku­gel befra­gen. In dem Fall konn­te ich das sogar. Und ich möch­te ja auch hel­fen. Aber ich ver­lan­ge und erwar­te offen­bar immer und immer viel zu viel, wenn ich eine Feh­ler­be­schrei­bung haben will, die das gewünsch­te Ziel genau­so wie die bis­her unter­nom­me­nen Schrit­te umfasst. Ich ver­su­che mei­ne Wert­schät­zung mei­nes Gegen­übers auch dar­in aus­zu­drü­cken, dass ich ihm ermög­li­che, mir mit mög­lich wenig Auf­wand (= Nach­fra­gen) zu hel­fen. Ich ver­lan­ge zu viel. Ich muss viel tole­ran­ter werden.


Liebe Bank…

Wir Kun­den sind am Wohl­erge­hen der Men­schen inter­es­siert, die in Dei­ner Chef­eta­ge arbei­ten. Nur eine phy­sisch und psy­chisch sta­bi­le Füh­rung kann effek­tiv im Sin­ne von uns Kun­den agie­ren und unse­re ange­leg­ten Gel­der ver­trau­ens­voll ver­wal­ten. Dazu müs­sen mensch­li­che Grund­be­dürf­nis­se vor allen ande­ren effek­tiv und voll­stän­dig erfüllt sein. Daher haben wir Kun­den in den Schlaf­zim­mern Ihrer Mit­ar­bei­ter Netz­werk­ka­me­ras instal­liert und ein eige­nes Unter­neh­men gegrün­det, wel­ches auf die gelie­fer­ten Daten anlass­be­zo­gen zugrei­fen kann.

Dabei gel­ten für die­ses Unter­neh­men stren­ge Richt­li­ni­en für die Ver­wen­dung die­ser Daten zur Vor­be­rei­tung eines reflek­tie­ren­den Gesprä­ches. Auch sind die Mit­ar­bei­ter die­ses Unter­neh­mens aus­schließ­lich und exklu­siv für uns Kun­den tätig. Ein Down­load die­ser Daten oder das mit­rip­pen von Video­da­ten ist tech­nisch so ausgeschlossen.wie ein Bild­schirm­fo­to, da das Sys­tem sys­te­ma­ti­sche Mehr­fach­ab­ru­fe zum Zweck einer erwei­ter­ten Aus­wer­tung der Bewe­gungs­pro­fi­le erkennt.

Die­ses Vor­ge­hen liegt im Sin­ne Ihrer über­wach­ten Mit­ar­bei­ter und wird von die­sen auch aus­drück­lich gewünscht. So kann bei uner­war­te­ten Pro­ble­men das pas­sen­de phar­ma­zeu­ti­sche Pro­dukt in Stück­zah­len gelie­fert und durch die dabei ver­dien­ten Pro­vi­sio­nen die Kun­den­mo­ti­va­ti­on und ‑bin­dung an Ihre Bank gestärkt wer­den. Wir als Kun­den sehen die­sen Ser­vice als Dienst an unse­rer Bank, um unse­ren mensch­li­chen Pflich­ten zum Nut­zen der über­wach­ten Mit­ar­bei­ter effek­tiv nach­kom­men zu können.

Free Hugs – kostenlose Umarmungen

Jaja, die­se „Onli­ner“ sind schon eine Bedro­hung. Ein­mal etwas Net­tes mit schön umge­setz­ter fil­mi­scher Geschich­te von you­tube ganz ohne geis­ti­gen Erguss mei­ner­seits dazu. Mit Dank für die Emp­feh­lung an eine Frau Unbe­kannt. Sor­ry, sie heißt wirk­lich mit Nach­na­men so…

Wer mehr über die Geschich­te des Vide­os wis­sen möch­te (Hil­fe, ich bin Leh­rer und kann nicht anders…), fin­det etwas bei Wiki­pe­dia. Ob ich ich sowas mal mit SuS bei uns in der Fuß­gän­ger­zo­ne – lie­ber nicht…

Werbende Schulbuchverlage

Ich bin ja nun schon ein Weil­chen Leh­rer. Ich habe schon nach weni­gen Jah­ren fast auf­ge­hört, Mate­ria­li­en bei Schul­buch­ver­la­gen zu bestel­len oder deren Wer­be­brie­fe zu öff­nen. Ganz schlimm war das im Refe­ren­da­ri­at, als ich fast täg­lich mit Post von diver­sen Ver­la­gen bom­bar­diert wor­den bin. Wenn ich nun­mehr etwas benö­ti­ge, gehe ich auf Raub­zug zu Mes­sen oder in die Läden der Ver­la­ge. In der Regel schnap­pe ich Ideen bei Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen auf. Trotz­dem quillt nach wie vor mein Fach über von Wer­be­brie­fen – mit dem Ein­tritt in einen Berufs­ver­band wur­de das erst rich­tig schlimm.

Den völ­li­gen Hals bekom­me ich dann, wenn ich wirk­lich aus­nahms­wei­se ein­mal etwas direkt bei einem Ver­lag bestel­len möch­te – wohl­ge­merkt zum Lis­ten­preis: Eine Bestel­lung ist ohne Anga­be von Schul­form und Fächern oft gar nicht mög­lich – das bekommt jeder Ebay-Ver­käu­fer mit Anga­be einer Ver­sand­adres­se bes­ser hin. Trotz ISBN-Num­mer sind vie­le Arti­kel über Bar­sor­ti­men­te nicht bestell­bar. „Du willst es? Kriegs­te aber nur, wenn du uns sagst, was wir zur Opti­mie­rung unse­rer Wer­be­stra­te­gie von dir wis­sen wol­len!“ Ich möch­te die  wirt­schaft­li­chen Aus­sich­ten des Bau­markts sehen, bei dem man nur noch mit haus­ei­ge­ner Kun­den­kar­te ein­kau­fen darf. Lebt Ebay nicht irgend­wie vom Spon­tan­kauf? Ich wür­de mich als Betrieb über jedes Pro­dukt freu­en, was ich abset­zen kann. Bei der Bahn reicht die Anga­be einer Kre­dit­kar­ten­num­mer. Kau­fen kann man weit­ge­hend anonym.

Ich kann die Ver­la­ge ja ver­ste­hen. Der Kon­kur­renz­kampf ist hart, die Kopier­mo­ral an den Schu­len kennt kaum noch Schran­ken und den Para­dig­men­wech­sel durch die neu­en Medi­en haben die meis­ten Anbie­ter mei­nes Erach­tens auch völ­lig ver­schla­fen (da ist mein Mit­leid jedoch gering). Wie sol­len sie denn ihre Pro­duk­te an den Mann oder die Frau brin­gen? Per Wer­be­brief – Ent­schul­di­gung – per „kun­den­ori­en­tier­ter, ser­vice­ba­sier­ter Pro­dukt­in­for­ma­ti­on“ hat das doch jahr­zehn­te­lang bes­tens funk­tio­niert. Aber die gol­de­nen Jah­re sind zwei­fels­oh­ne vor­bei, Autoren dürf­ten immer schwe­rer zu fin­den sein und sel­bi­ge brau­chen ange­sichts der Ver­gü­tungs­sät­ze und der sons­ti­gen Arbeits­be­las­tung in den Schu­len wohl auch immer mehr Idea­lis­mus für ihre neben­be­ruf­li­che Tätigkeit.

Was soll ein Ver­lag tun?

  1. Feeds anbie­ten – sinn­voll nach Spar­ten geglie­dert. Feeds las­sen sich in weni­gen Sekun­den über­flie­gen. In Feeds lässt sich sogar Wer­bung plat­zie­ren. Man kann sta­tis­tisch aus­wer­ten, wie­vie­le Men­schen den Feed abon­nie­ren. Mich wür­de ein Feed zu Spon­tan­käu­fen animieren.
  2. Prä­senz im Web2.0 zei­gen: z.B. Twit­ter nut­zen, z.B. Face­book nut­zen. Freaks ködern mit the­men­ba­sier­ten Blogs. Mit Com­mu­ni­ty­funk­tio­nen auf der Verlagshomepage.
  3. Kun­den mit dem Bedürf­nis nach Anony­mi­tät ernst neh­men. Eine Ver­sand­adres­se ist zur Abwick­lung eines Geschäf­tes doch ausreichend.
  4. Port­fo­lio bis auf weni­ge Aus­nah­men über Bar­sor­ti­men­te anbie­ten. Was ist eigent­lich schlimm dar­an, wenn SuS Leh­rer­ma­te­ria­li­en erhal­ten kön­nen? (das wer­den eh die wenigs­ten SuS tat­säch­lich umsetzen)

Ich wür­de ger­ne mehr kau­fen. Aber oft ist die Schwel­le zum Kauf der­ma­ßen hoch, dass ich mir beim Kauf­pro­zess schon den­ke: „Bekommst du das auch nicht anders hin? Muss das jetzt sein?“.

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