Dinge, die heute kaum einer mehr weiß — Teil 1

Automatisch *fett* und _unterstrichen_

Von Stern­chen (*) umschlos­se­ner Text wird auto­ma­tisch fett und von Unter­stri­chen (_) umschlos­se­ner Text auto­ma­tisch unter­stri­chen ange­zeigt, z. B. *fett*. Nach Anwen­dung der For­ma­tie­rung sind die Stern­chen und Unter­stri­che nicht mehr sicht­bar.

… mei­ne Lieb­lings­for­ma­tie­rungs­hil­fe in Open­Of­fice — kommt aus der Hil­fe­da­tei. Soooo prak­tisch — ein­fach *fett* schrei­ben und schon wird es fett. Ein­fach _unterstrichen_ schrei­ben und schon wird unter­stri­chen.

The world is collapsing…

… es gibt Tage, die irgend­wie beschei­den lau­fen. So albern der blö­de Spruch

Ich wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgend­wo ein Licht­lein her”

auch ist: Heu­te traf er zu. Nach einem Schul­tag mit mehr Tiefs als Hochs ging zu mei­nem Fahr­rad. Ich bin ja nie­mand, der ein nor­ma­les Fahr­rad haben kann, nein, es muss ja ein Trans­port­rad sein:

Mein Fahrrad

Heu­te steck­te im Schloss ein klei­ner Zet­tel:

Nachricht an die Post

Der aller­ers­te Impuls bestand dar­in, zu den­ken, dass ich als Deutsch­leh­rer im Spe­zi­el­len und mein Gym­na­si­um im All­ge­mei­nen völ­lig ver­sagt hat­te. Schließ­lich haben wir in Nord­deutsch­land durch­aus wei­che und har­te „bs”. Aber auf dem Nach­hau­se­weg wur­de mir dann klar, welch Bot­schaft und welch meta­pho­ri­scher Anklang in der Hand­lung an sich steckt: Ein Post­fahr­rad — oder eines, was dafür gehal­ten wird — erhält selbst Post, Post, die sei­nem Besit­zer mah­nend wis­sen lässt, dass er einen Gegen­stand durch die pri­va­te Nut­zung sei­ner Bestim­mung ent­frem­det hat und dass ihm jedes Recht eben­da­zu fehlt. Und dazu war eine der Schrift nach noch sehr jun­ge Dame zu den­ken im Stan­de. Es gibt noch Hoff­nung für die Welt — I’ll turn on the radio.

23. März 2008, Freya

Freya

Ich über­win­de Gren­zen

Ich muss­te den Ort ver­las­sen,

An dem ich alles hat­te, denn es war Zeit.

Ich wäre zu Grun­de gegan­gen.

Ich bin wehr­los und schwach.

Die Wei­te der neu­en Mög­lich­kei­ten macht mir Angst.

Ich brau­che die Gren­zen einer Hand,

Die die mei­ne fest­hält, die sich oft genug ver­liert.

Ich bin eine Köni­gin.

Ich zau­be­re allen Men­schen hel­le Stim­men.

Ich mache sie sanft und war­me Gedan­ken in den Köp­fen.

Ich brin­ge sie zum Lächeln, ob sie wol­len oder nicht.

Ich bin in allem, was ich bin,

viel­leicht schon jetzt das Wunsch­bild eures Seins.

Freya, 23. März 2008

3410g, 50cm

Es freu­en sich

Kers­tin, Maik, John, Tjor­ven und Nis­se

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