Spielkram — Kleinwindrad…

… man bas­telt ja ger­ne — anders kann man sei­ne mas­ku­li­nen Trie­be in die­ser Gesell­schaft ja kaum noch aus­le­ben, Ange­ben und Hau­en sind ja fast ver­bo­ten und Sport ist ja auch nicht jeder­mans Sache.

In der E-Bucht gibt es hin und wie­der güns­ti­ge Chi­na­im­por­te von Klein­wind­rä­dern zu erstei­gern. Das von mir ergat­ter­te Modell klärt den hohen Stahl­ver­brauch die­ses Lan­des mehr als auf: Nabe und bean­spruch­te Tei­le sind alle­samt aus Guss gefer­tigt. Die Wel­le ist fett­ge­la­gert und per Schmier­nip­pel leicht wie­der abzu­drü­cken, falls sie doch ein­mal tro­cken läuft. In vol­ler Pracht sieht das Modell jetzt so aus:

Ansicht aus der Totale

Ansicht aus der Tota­le

Der Mast besteht aus zwei 3,5m lan­gen 2-Zoll-Stahl­roh­ren, wie sie jeder grö­ße­re Instal­la­ti­ons­be­trieb auf Lager hat und zuschnei­det. Im Fun­da­ment sind zehn Säcke Beton ver­ar­bei­tet, in den Hal­te­run­gen für die Abspann­lei­nen jeweils zwei. Ver­zink­tes 6mm Stahl­seil zum Abspan­nen bie­tet eben­falls die E-Bucht zu sen­sa­tio­nel­len Prei­sen an.

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Vom Mythos des Ankommens

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag habe ich wäh­rend einer lang­wei­li­gen Auto­bahn­fahrt ein Inter­view mit dem Schau­spie­ler Meh­met Kur­tu­luş zu sei­nem Debüt als neu­er Tat­ort­kom­mis­sar in Ham­burg gehört. Sei­ne Stim­me war mir aus einem mei­ner Lieb­lings­fil­me „Im Juli” — dort spiel­te er die Figur „Isa” — nicht mehr ganz geläu­fig, stand in ihrer Sanft­heit gar im Wider­spruch zu dem Bild, was ich bis­her von die­sem Schau­spie­ler hat­te, aber eine Idee, einen Gedan­ken, den er in die­sem Rah­men äußer­te, beschäf­tigt mich doch ein wenig mehr:

Er sprach davon, dass jeder Mensch sei­nen eige­nen Mythos besitzt, qua­si die auf zwei bis drei Wor­te redu­zier­te Essenz sei­nes Daseins. Sei­ner Ansicht nach ist Kea­nu Ree­ves etwa der „Lucky Guy” (der glücks­be­seel­te Jun­ge), der  allen noch so gro­ßen Gefah­ren ent­kommt und stets die Frau mit der berühm­ten us-ame­ri­ka­ni­schen Hand­voll mit nach Hau­se nimmt (der letz­te Neben­satz kommt dabei aller­dings von mir). Die­ser per­sön­li­che Mythos bestim­me das Leben und Wir­ken von uns allen.

Ich habe auf die­ser Rück­fahrt noch etwas gehört, was sich mit die­sem Gedan­ken ver­bin­den lässt. Wei­ter­le­sen

Outputorientierung (Planung auf das Ziel hin)

Wir hat­ten gera­de eine Fort­bil­dung Deutsch an unse­rer Schu­le zum neu­en Kern­cur­ri­cu­lum (KC) Deutsch hier in Nie­der­sach­sen. Kern­cur­ri­cu­lum heißt das jetzt, weil — so mein beschränk­ter Hori­zont — jetzt nicht mehr der Inhalt, son­dern die ver­mit­tel­ten Kom­pe­ten­zen im Mit­tel­punkt schu­li­scher Aus­bil­dung ste­hen. Da passt fol­gen­der — völ­lig aus dem Zusam­men­hang geris­se­ner Satz — gut, der vom iso­lier­ten Gedan­ken her ziem­lich das aus­drückt, wovon ich über­zeugt bin:

Erst das sub­jek­ti­ve Erle­ben von Kom­pe­tenz­zu­wachs ver­mag Moti­va­ti­on zu ver­ste­ti­gen. Der indi­vi­du­ell erleb­te Erfolg schu­li­scher Arbeit sichert also die Vor­aus­set­zun­gen wei­te­rer erfolg­rei­cher schu­li­scher Bemü­hun­gen.

Jür­gen Baum­ert: Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Bil­dungs­ver­gleich (2001)

Ich glau­be aber nach der Fort­bil­dung, dass mei­ne „Cur­ri­cu­lum­ma­cher” den Modus des Kom­pe­tenz­auf­baus gänz­lich anders fül­len als ich es auf Basis die­ses Sat­zes tue.

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Prozessorientierung und Schwellenpädagogik

Glück­li­cher­wei­se kennt ja kein Leh­rer das Pro­blem, dass nicht alle Stun­den 100%ig vor­be­rei­tet sind.

Klar hat man gro­be Stun­den­ab­läu­fe im Kopf, die sich hin und wie­der zu merk­wür­di­gen Zei­ten mani­fes­tie­ren — bei mir hin und wie­der auf der Schwel­le zum Unter­richts­raum, weil im Ange­sicht der kon­kre­ten SuS die Her­aus­for­de­run­gen der letz­ten gehal­te­nen Stun­de deut­lich her­vor­tre­ten und dann die Rou­ti­ne dafür sorgt, dass man das Kind in der Regel gar nicht so übel nach Hau­se schau­kelt.

Rich­ti­ger Frust kommt aber dann auf, wenn eine Stun­de wirk­lich exor­bi­tant gut vor­be­rei­tet ist — mit Mate­ria­li­en, metho­di­sche Kon­zep­ten usw. — und dann gar nichts läuft (pas­siert aber auch bei Schwel­len­päd­ago­gik). Noch mehr Frust schafft die Tat­sa­che, dass es dabei kein Sys­tem zu geben scheint.

Des­we­gen gibt es eigent­lich kei­ne Schwel­len­päd­ago­gik, es gibt nur die den SuS gerecht wer­den­de Pro­zess­ori­en­tie­rung! Das war frü­her auf Wochen­end­se­mi­na­ren auch schon so: Man hat sich ja nicht aus Faul­heit vor­her nicht getrof­fen, son­dern des­we­gen, weil man das Wochen­en­de pro­zess­ori­en­tiert gestal­ten woll­te.

Ich habe mich heu­te ein­mal mehr dabei ertappt, 30 Minu­ten für eine Klas­se in der Che­mie­samm­lung gestan­den zu haben, und trotz­dem dach­te ich, nicht aus­rei­chend vor­be­rei­tet zu sein — irgend­wie blöd: Wenn man nicht min­des­tens eine hal­be Stun­de nach­ge­dacht und zwei DINA4-Sei­ten mit Gekra­kel gefüllt hat, hält man eine Stun­de für nicht gut vor­be­rei­tet. Ach, ich weiß gar nicht, was denn nun schi­zo­phre­ner ist.

Übri­gens lief die­se Che­mie­stun­de gut, wäh­rend in den vor­be­rei­te­ten Ober­stu­fen­stun­den wie­der alles nicht schlech­ter, aber ganz anders kam…

Privater Support per Mail?

Wenn man in Foren unter­wegs ist und dort eini­ger­ma­ßen kom­pe­tent auf Fra­gen ande­rer ant­wor­tet, geschieht es immer wie­der, dass man recht schnell E-Mails von Hil­fe­su­chen­den erhält. Des­we­gen besit­zen vie­le Foren mitt­ler­wei­le eine Funk­ti­on, um die eige­ne Mail­adres­se zu ver­ber­gen.

Aber was ist dar­an eigent­lich so schlimm, wenn man auch direk­te Rück­mel­dung zu sei­nen Bei­trä­gen erhält und auf die­se Wei­se neue, inter­es­san­te Men­schen ken­nen lernt? War­um soll­te man die „Selbst­lo­sig­keit” in einem Forum nicht auch auf pri­va­ten Mail­ver­kehr über­tra­gen?

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