Medienpädagogische Beratung in NDS

Ich bin medienpädagogischer Berater am NLQ hier in Niedersachsen geworden. Letzte Woche hatten wir unsere erste Veranstaltung in Verden, um einander zu beschnuppern, Arbeitsschwerpunkte zu bestimmen und um uns insgesamt in der Medienberatung etwas zu orientieren. Insgesamt sind wir acht „Neue“, davon drei hier im Bereich meines Dienstortes. Ohne genau zu wissen, wie ich mich irgendwann in dieser Struktur verorten werde – das verlangt übrigens in der ersten Zeit auch niemand, habe ich natürlich Ideen und auch Verpflichtungen, in z.B. sogenannten AGs und Regionalkonferenzen mitzuarbeiten, die natürlich auch eine Reisetätigkeit mit sich bringen werden. Immerhin bin ich genau dafür einen Tag in der Woche vom Unterricht freigestellt.

Ein Stammsitz von mir wird aller Wahrscheinlichkeit nach das lokale Medienzentrum werden. Historisch haben Medienzentren Filme und Tonmedien mit den entsprechenden Rechten eingekauft und an Bildungseinrichtungen weiterverliehen. Das ging natürlich über 16mm-Filme über Videos bis hin zu DVDs. Im Zuge der freien Verfügbarkeit vieler Medien kommen auf die Medienzentren andere Aufgabenfelder zu, sie werden sich mittelfristig neu verorten müssen un die Richtung is gar nicht so klar:

  • Geht es um Qualifizierung im Bereich neuer Medien (digitale Tafeln, Web2.0?
  • Geht es darum, konkrete Servicedienstleistungen (z.B. Hosting) für Schulen anzubieten?
  • Geht es darum, die Bandbreite an ausleihbaren Medien zu vergrößern? (bei meinem Medienzentrum kann vom digitalem Recorder bis hin zu PA- und Lichtanlagen fast ales ausgeliehen werden)
  • Geht es darum Schulen hinsichtlich der Konzeption von Netzwerken und IT-Anschaffungen zu beraten?
  • Geht es darum, Kooperationen mit IT-Servicedienstleistern aufzubauen, damit Schulen das machen können, was sie sollen: Guten Unterricht?
  • […]

Für alle diese Wege gibt es Deutschland und auch hier in Niedersachsen hervorragende Beispiele. In meiner Region gibt es eigentlich „nur“ ein sehr gut ausgestattetes Medienzentrum mit einem Team von netten Menschen, die etwas bewegen wollen. Ein wenig scheinen wir hier jedoch vor IT-Brachland zu stehen: „Der Arm der niedersächsischen Medienberatung reichte bisher nicht zu euch, änder‘ das mal!“. Ich mag solche unklaren Situationen sehr, sehr gerne, weil in ihnen der Keim des Anfangs und Freiheit bei der eigenen Verortung liegt.

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