Verlorene Links — Teil 4

  1. Die CSU setzt sich metho­disch so mit dem poli­ti­schen Geg­ner aus­ein­an­der, wie man es eigent­lich eher von ande­ren Par­tei­en erwar­tet. Naja — das ist bestimmt schon bedroh­lich, wenn man Jahr­zehn­te in Bay­ern allei­ne regie­ren durf­te und jetzt auch noch Gewicht in der Uni­on ver­liert.
  2. Dami­an Duch­amps for­dert einen Gene­ra­tio­nen­wech­sel in der Leh­rer­schaft und setzt ein wenig ste­reo­typ alt=reformunwillig, jung=reformwillig — zumin­dest könn­te man sei­ne Gedan­ken mit ein biss­chen Bös­wil­lig­keit so lesen. Wenn man „Gene­ra­ti­on” eher evo­lu­tio­när mit bestimm­ten Per­sön­lich­keits­ty­pen in der Leh­rer­schaft defi­niert, wird da für mich ein Schuh draus. Die­se Dis­kus­si­on ver­dient in mei­nen Augen auf jeden Fall eine Fort­set­zung — gera­de auch bei so man­chem Bil­dungs­jour­na­lis­ten.
  3. Herr Lar­big twit­tert ein inter­es­san­tes Skript von einen Radio­bei­trag zu Heli­ko­pter­el­tern. Das sind die, die ihr Kind beim ers­ten poten­ti­el­len Regen­trop­fen mit dem Auto zur Schu­le fah­ren… An dem Skript ent­setzt mich eher, dass dort lau­ter Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten „wis­sen­schaft­lich ange­stri­chen” pro­ble­ma­ti­siert wer­den.
  4. Der Land­tag mei­nes Bun­des­lan­des Nie­der­sach­sen hat heu­te 320 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten in ihre Aus­lands­ein­sät­ze ver­ab­schie­det. Ich emp­fin­de das als eine star­ke Ges­te der Poli­tik. Man kann zur Sache an sich ste­hen, wie man will: Die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten kön­nen am wenigs­ten dafür. Bleibt noch zu hof­fen, dass poten­ti­el­len „Fehl­ver­hal­ten” vor Ort nicht vor Zivil­ge­rich­ten ver­han­delt wer­den wird: Erst die jun­gen Men­schen in Extrem­si­tua­tio­nen schi­cken und dann hier nach zivi­len Maß­stä­ben ver­kna­cken. Ich per­sön­lich weiß nicht, ob die ethi­schen Grund­sät­ze dann nicht schon ein wenig frü­her grei­fen soll­ten… Die Links­par­tei hat sich der Sache übri­gens ver­wei­gert. Mensch und Sys­tem soll­te man schon tren­nen kön­nen — fin­de ich.
  5. Durch Herrn Rau habe ich die Hype­kur­ve ken­nen gelernt (Ich errei­che übri­gens nie das ers­te Maxi­mum — dazu bin ich wohl zu abge­brüht und ver­kopft). Außer­dem gibt es im Anschluss zum sehr infor­ma­ti­ven Arti­kel auch noch eine schö­ne Dis­kus­si­on zu Mood­le. Cool fin­de ich aber vor allem die Fort­bil­dungs­ein­stiegs­idee.
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