WordPress MU – Moodle MU?

WordPress MU ist ein spannendes Konzept zur Verwaltung beliebig vieler WordPressinstallationen. Die Idee dabei ist, dass eine Installation von allen Blogs genutzt wird und nur dynamische Daten in Extraverzeichnissen und Extradatenbanken landen. Der Vorteil liegt in einer immens vereinfachten Wartbarkeit des Systems: Bei einem Update muss nur diese zentrale Installation aktualisiert werden, um alle Blogs auf einen aktuellen Softwarestand zu bringen. Das lässt sich auf via Browser – so wie die Updatefunktion in WordPress – per Klick realisieren.

Ich hatte dieses Konzept im Prinzip schon auf Moodle übertragen – allerdings handelte es sich dabei um eine Sammlung von Kommandozeilenscripten mit einer Dialog-Oberfläche – immerhin schon mit Functions und einem Konfigurationsteil, wobei sich die Scripten auch per exec();-Funktion mit PHP über den Browser anstoßen ließen. Folgende Features waren integriert:

  • Sicherung der Moodles (Datenbankdump + /moodledata)
  • Anlegen eines Moodlesystem mit allen notwendigen Webserveroperationen (lighty kann z.B. auch Scriptausgaben(!) von stdin als Konfigdatei lesen…)
  • Löschen einer Installation (mit vorherigem Backup)
  • Sperren/Entsperren eines Moodle
  • Update eines Moodlesystems

Man könnte sowas z.B. als Debianpaket anbieten, dessen Installer alle notwendigen Konfigurationen im System vornimmt – inkl. des sehr schwierigen Mailserversetups. oder eines Reverseproxy davor – das spart Last… Auf diese Weise könnte Regionen sehr schnell lauffähige Multimoodlesysteme erstellen und sehr ressourcenschonend bequem warten. Auch eine Plugin- und Themeverwaltung ist prinzipiell denk- und integrierbar. Ich hatte „damals“ die weitere Entwicklung aus persönlichen Gründen eingestellt. Die Scripten liegen hier aber noch irgendwo…

Bezahlt mir irgendwer ein Jahresgehalt für die Entwicklung? Achja: Der Kopplungsprozess zwischen Moodle und Mahara wäre auch „scriptisierbar“ und eine gemeinsame Codebasis für alle Maharas… Ein Tag hat 24 Stunden und geschlafen wird nachts… Vielleicht veröffentliche ich mal die Scripten mit einer Anleitung für den Anfang. Irgendwann.

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4 Kommentare

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  • Maik, das ist sehr interessant und passt zur vorweihnachtlichen Zeit – wird „Moodle 2.0 MU“ dann ein Problem sein? Kannst du dir nicht vorstellen, so etwas OpenSource-mäßig auf Moodle.org einzurichten – dann verteilt sich die Arbeit sicher schnell auf weitere fähige Schultern?!

    • Ich sehe bei „Moodle 2.0 MU“ nur das Problem, dass in den allermeisten Distributionen noch nicht die erforderliche PHP-Version für den Betrieb enthalten ist. Ich hätte meinen Code damals „dagelassen“ und veröffentlicht, wenn er meinen Ansprüchen genügt hätte. Er funktionierte, mehr nicht. Vom Stil her war das nicht mal Pre-Alpha.
      Außerdem musst du dir klarmachen, dass derartige Projekte natürlich das Finanzierungskonzept von Moodle untergraben – wenn sie einmal laufen. Ich sehe bloß für Deutschland keine andere Möglichkeit, Moodle breit zu positionieren außer durch solche Projekte, die das Nachahmen erleichtern. Internationalisiert wäre sowas für den Moodletrust wahrscheinlich eine mittlere Katastrophe und das haben Martin & Co. nicht verdient. Deswegen müsste man *hier* Leute finden, die nicht bloß Absichten bekunden und ein kostenloses Moodle wollen, sondern die auch bereit sind, dabei konkret anzupacken. Das/die sehe ich noch lange nicht und das halte ich für *die* Grundvoraussetzung.
      Deswegen nimm den Artikel als das, was er ist: Als die Veröffentlichung eines Konzeptes, einer Idee, von der ich sicher weiß, dass sie technisch einwandfrei funktioniert, die bis zur „Marktreife“ jedoch noch einiges an Weg vor sich hätte.

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