Intrige mit (kleinen) LdL-Elementen

Her­aus­ra­gen­des Merk­ma­le von Schil­lers Dra­ma „Kaba­le und Lie­be” sind die Intri­gen. Die Hand­lung ist etwas ver­wor­ren und die Hin­wei­se müs­sen aus dem Text zusam­men­ge­sucht wer­den. Da hilft eine Visua­li­sie­rung immer ganz schön. Nor­ma­ler­wei­se bringt der Leh­ren­de die Bei­trä­ge der SuS in ein sol­ches Sche­ma — wer kennt nicht die obli­ga­to­ri­sche „Tafel­bild­sei­te” in Lehr­pro­ben­ent­wür­fen. Ich hat­te heu­te dazu kei­ne Lust. Außer­dem ist das Struk­tu­rie­ren in der Theo­rie von LdL eine Kern­kom­pe­tenz und mit­hin auch ent­schei­dend für den Lebens­er­folg.

Daher soll­ten die SuS zunächst selbst ein­mal eine Intri­ge pla­nen und dabei mög­lichst „böse” sein. Das macht in der Regel Spaß. Dann soll­ten sie selbst Struk­tu­ren in die­sen Intri­gen erken­nen, die sie sich gegen­sei­tig vor­ge­stellt hat­ten. Die­se Struk­tur galt es anschlie­ßend zu visua­li­sie­ren. Dabei durf­ten sie dem Leh­ren­den sagen, was er an die Tafel brin­gen soll­te (sie gehen noch nicht so ger­ne selbst dort­hin…). Das kam dabei her­aus:

intrige_schema

Für die SuS braucht eine Intri­ge ein Fun­da­ment in Form von einer Moti­va­ti­on, einer Grup­pe mit gemein­sa­men Inter­es­sen und einer Ziel­per­son. Danach fol­gen sich jeweils stei­gern­de Pha­sen, (Stock­wer­ke eines Hau­ses) bis in einer Zuspit­zung (Dach) die Ziel­per­son erfolg­reich zum Opfer trans­for­miert ist. Der Erfolg einer Intri­ge steigt bereits wäh­rend der Zuspit­zung als stil­ler Rauch in den Him­mel auf.

Als Haus­auf­ga­be sol­len die SuS jetzt die Intri­ge im Dra­ma in eine der­ar­ti­ge Struk­tur brin­gen (Visua­li­sie­rung). Geord­ne­te Gedan­ken las­sen sich mei­ner Erah­rung nach dann leich­ter auf­schrei­ben.

Ich den­ke schon, dass da so eini­ge Ent­spre­chun­gen und Ana­lo­gi­en zum theo­re­tisch inner­halb von die­ser Stun­de ent­wi­ckel­ten Modell gibt. Ich war sehr über­rascht von der Haus­me­ta­pher und hät­te sie nicht ken­nen gelernt ohne die Ide­en mei­ner SuS.

Facebook Like

Ein Kommentar

  • Dar­an wird deut­lich, war­um der Unter­richt so oft schei­tert. Wir errei­chen oft nicht die Ebe­ne, auf der die Schü­ler moti­viert sind, wirk­lich ihre Intel­li­genz ein­zu­set­zen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.