The world is collapsing…

… es gibt Tage, die irgend­wie beschei­den lau­fen. So albern der blö­de Spruch

Ich wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgend­wo ein Licht­lein her”

auch ist: Heu­te traf er zu. Nach einem Schul­tag mit mehr Tiefs als Hochs ging zu mei­nem Fahr­rad. Ich bin ja nie­mand, der ein nor­ma­les Fahr­rad haben kann, nein, es muss ja ein Trans­port­rad sein:

Mein Fahrrad

Heu­te steck­te im Schloss ein klei­ner Zet­tel:

Nachricht an die Post

Der aller­ers­te Impuls bestand dar­in, zu den­ken, dass ich als Deutsch­leh­rer im Spe­zi­el­len und mein Gym­na­si­um im All­ge­mei­nen völ­lig ver­sagt hat­te. Schließ­lich haben wir in Nord­deutsch­land durch­aus wei­che und har­te „bs”. Aber auf dem Nach­hau­se­weg wur­de mir dann klar, welch Bot­schaft und welch meta­pho­ri­scher Anklang in der Hand­lung an sich steckt: Ein Post­fahr­rad — oder eines, was dafür gehal­ten wird — erhält selbst Post, Post, die sei­nem Besit­zer mah­nend wis­sen lässt, dass er einen Gegen­stand durch die pri­va­te Nut­zung sei­ner Bestim­mung ent­frem­det hat und dass ihm jedes Recht eben­da­zu fehlt. Und dazu war eine der Schrift nach noch sehr jun­ge Dame zu den­ken im Stan­de. Es gibt noch Hoff­nung für die Welt — I’ll turn on the radio.

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2 Kommentare

  • Pingback: Schneeball - riecken.de - … Irrungen und Wirrungen des Lehrerdaseins

  • Hal­lo,
    ich habe gera­de durch Zufall die­se Web­site ent­deckt und folg­lich die­sen Arti­kel.
    Nun, so sieht man den Zet­tel also wie­der! :)
    Zuerst einmal:Ihre Inter­pre­ta­ti­on bezüg­lich des Post­bo­ten­fahr­rads stimmt,aber lei­der scheint es als haben sie die Iro­nie in dem bewusst gemach­ten Recht­schreib­feh­ler nicht erkannt. :)
    Der Feh­ler soll­te als eine Art Gedan­ken­spiel auf ihre Tätig­keit als Deutsch­leh­rer fungieren.Dabei ist zu beachten,dass die­se Iro­nie in den Augen einer Sechst­kläss­le­rin ihre abso­lu­te Wir­kung ent­fal­tet.
    Nun, man könn­te jetzt anneh­men, ich habe den Recht­schreib­feh­ler wirk­lich began­gen und ver­su­che mich nun her­aus­zu­re­den.
    Auf­grund der Tat­sa­che, dass ich anonym blei­be, ist es nur logisch, dass dies nicht der Fall sein kann, da ich nichts zu ver­lie­ren habe bzw. kei­ner­lei Repres­sa­li­en zu erwar­ten habe.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen,
    ehemalige/r Schüler/in

    PS: Sie sind ein sehr guter Leh­rer. ;)

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