Andachten planen

1. The­men­wahl
War­um in die Fer­ne schwei­fen, wenn das Gute liegt so nah? Eine Andacht, die ankom­men soll, muß in irgend­ei­ner Form etwas mit der Lebens­welt der Jugend­li­chen zu tun haben. In einer Grup­pe gesche­hen die unter­schied­lichs­ten Din­ge, die nur auf den ers­ten Blick banal sind und sich her­vor­ra­gend für als Andachts­the­ma eig­nen. Mög­li­che The­men wären z.B.i>Liebeslust und Lie­bes­frust

  • Rück­sicht, Geduld
  • Neid und Macht­stre­ben
  • Vir­tu­el­le Wel­ten vs. „Rea­li­tät”
  • Es lohnt sich immer, die Gescheh­nis­se in der Grup­pe auf­merk­sam zu beob­ach­ten. Bei einem gemein­sa­men Nach­mit­tag erge­ben sich eine Viel­zahl von Anknüp­fungs­punk­ten für Andach­ten. Man muss sie nur sehen (wol­len).

    2. Ziel­set­zung
    Eine Andacht braucht und hat auch in den meis­ten Fäl­len eine Ziel­set­zung. Sie muß auf irgend­et­was hin­aus­lau­fen. Es lohnt sich unbe­dingt, die­ses Ziel wenigs­tens im Kopf voher kurz zu for­mu­lie­ren. Es gibt nichts Schlim­me­res als eine Andacht, von der man hin­ter­her sagt: Was woll­te er uns damit eigent­lich sagen? Die gan­ze Arbeit wäre dann für die Katz’…
    Ich soll­te mir als Aus­füh­ren­der zudem über mei­ne per­sön­li­chen Moti­ve im Kla­ren sein: Was will ich mit mei­ner Andacht? Will ich erzie­hen, bekeh­ren, bewußt­ma­chen, moti­vie­ren, nach­denk­lich machen, mich mit­tei­len oder mich gar vor einem Haupt­amt­li­chen pro­fi­lie­ren?

    3. Vor­be­rei­tung
    Ich wage die Behaup­tung, dass die wesent­li­chen Grund­stei­ne einer Andacht schon gelegt sind, wenn ihr die bei­den ers­ten Punk­te beher­zigt habt. An die­ser Stel­le möch­te ich euch daher nur noch ein paar all­ge­mei­ne­re Tips geben.

  • Ein gutes Kon­zept ist das wirk­sams­te Mit­tel gegen Ner­vo­si­tät
  • Über­legt recht­zei­tig ob ihr (Dia­pro­jek­tor, Musik, Over­head­fo­li­en usw.) Medi­en ein­set­zen wollt und wenn ja, wel­che und war­um.
  • Über­legt, wel­che Mate­ria­li­en ihr even­tu­ell benö­tigt und beschafft die­se recht­zei­tig
  • Des­wei­te­ren soll­tet ihr eure Andacht vor­her ein­mal auf die Län­ge hin über­prü­fen. Mei­ner Erfah­rung nach sind 20–30 Minu­ten das Äußers­te, was man einer puber­tie­ren­den See­le zu zumu­ten kann — es sei denn, ihr seid wirk­lich gut!
    Es gibt zudem noch eini­ge „Mate­ri­al­stein­brü­che”, die ich hier wei­ter­emp­feh­len möch­te:

    Gebe­te: Schaut mal in den Anhang des EKG (evan­ge­li­sches Gesang­buch)
    Segen: Aus Irland, dem Land der Aus­wan­de­rer kom­men vie­le schö­ne Segen — Bücherei/Buchhandlung
    Tex­te: (Nur Aus­wahl!) Bibel, Lucy Kör­ner oder Her­der Ver­lag, Andrea Schwarz, Goe­the (kein Witz!)

    4. Durch­füh­rung
    In der Auf­re­gung eines Vor­trags neigt man ger­ne dazu, schnell und nusche­lig zu reden. Ach­tet also bewußt auf eine ver­nehm­li­che, deut­li­che und lang­sa­me Aus­spra­che, denn eine Andacht, die nie­mand ver­steht kann zwar schön sein, ver­fehlt jedoch oft die beab­sich­tig­te Wir­kung. Wei­te­re Hil­fen gegen die Ner­vo­si­tät:

  • Früh im Raum sein, und ihn her­rich­ten (Ker­zen, Kreuz, Stuhl­kreis usw.)
  • Die Tech­nik vor­her aus­pro­bie­ren (Ist es auch die rich­ti­ge CD?)
  • Ihr als Vor­tra­gen­der soll­tet in ein hel­le­res Licht getaucht sein (erhöht die Auf­merk­sam­keit)
  • Des­wei­te­ren soll­tet ihr unbe­dingt Rück­mel­dung ein­for­dern, falls sie nicht von ganz allei­ne kommt. Nichts ist auf­bau­en­der als ein ehr­li­ches Lob!

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