Projekttag: Trickfilme

vom 2. Juli 2011, in Aus der Schule, Methoden, von Maik Riecken

Gestern gab es bei uns in der Schule einen Projekttag zum Thema “Europa”. Immerhin dürfen wir ganz frisch den Titel “Europaschule” führen. Da das Jahr mit nicht unerheblichen Belastungen durch den Doppeljahrgang gesegnet war, bedeutet so eine Aktion immer ein gewisses Aufbäumen für mich: Kurz vor dem Schuljahresende sind die SuS verständlicherweise nicht unbedingt übermotiviert, ein so ernstes und aktuelles Thema anzugehen, gerade in dem Wissen, dass die Zeugniskonferenzen eben gelaufen und die Bücher abgegeben sind. Gäbe es hingegen keine Noten und würde um des Lernens Willen gelernt… Lassen wir das besser.

Nun denn: Ich habe mit meiner etwas jüngeren Lerngruppe Trickfilme zum Thema Europa erstellt. Da wurde Lego, Duplo und Knetgummi organisiert, während des Projekttages noch schnell eine Kulisse erschaffen, eifrig mit dem Handy oder der Digitalkamera geknippst. Es ist erstaunlich, wie die SuS mir diesen Tag versüßt haben – natürlich hat nicht jeder Film direkt mit Europa zu tun und es wurde auch viel experimentiert – aber gerade das finde ich ja immer gut. Hier ein paar Beispiele:

Drei Schülerinnen haben sich mit der EHEC-Krise auseinander gesetzt – wer genau hinschaut, kann Angela Merkel bei einer Rede beobachten. Spannend dabei finde ich, dass die Kamera sehr variabel eingesetzt wurde:

 

Den nächsten Film muss man ein wenig erklären: Da hüpft ein Grieche auf einem Euro herum. Ein Deutscher kommt und schubst ihn da herunter, bevor er so energisch weitspringt, bis der Euro daran zerbricht (Darauf muss man erstmal kommen…).

 

Frankreich und die Seine (500 Einzelbilder):

 

Hier noch ein nettes Experiment mit einem Knetgummimorph:

 

Technisches:

Digitalkameras nummerieren die Bilder automatisch durch. Man sollte eine möglichst niedrige Auflösung (jede Handyknipse tut) wählen, um die Datenrate zu begrenzen und um möglich alle Bilder auf eine Speicherkarte zu bekommen – sonst ist ggf. lustiges Nachnummerieren angesagt.

Man sollte einen Fachraum mit vielen Steckdosen buchen, damit man die Handyknipsen per Netzteil mit Saft versorgen kann – so viel Daueraction sind deren Akkus nicht gewohnt. In der Chemie bei uns gibt es zusätzlich einen fest installieren Beamer – optimal.

Um aus den Bildern einen Film zu erstellen, gibt es zwei Möglichkeiten: Eine zum Klicken und eine, die mir gefällt :o)… Man kann z.B. so eine freie Software für Windows verwenden oder es auf der Kommandozeile von Ubuntu machen, wenn mencoder installiert ist – ihr könnt ja mal raten, was mir besser gefällt. Die Bilder heißen hier etwa IMG_0001.JPG bis IMG_0250.JPG. Nun ruft man im Bilderordner einfach auf:

mencoder mf://IMG_*.JPG -mf w=800:h=600:fps=15:type=jpg -ovc lavc -lavcopts vcodec=mpeg4:mbd=2:trell  -o out.avi

Man kann Codec, Größe, Frames per Second (Geschwindigkeit) usw. selbst bestimmen und es funktioniert schnell und tadellos. Ich hatte an dem Tag nur mein Netbook dabei und mich für die WinXP-Variante entschieden, damit auch SuS damit zurechtkommen – eine schlechte Wahl, weil die Videos unter Win gefühlt nur halb so schnell laufen. Außerdem gab es unverhohlene Kollegenhäme: “Maik, das ist ja Windows! – Tz,tz…”.

Für eine einigermaßen flüssige Bewegung sollten es ca. 20-25 Bilder pro Sekunde sein. Meine Optimierungsmaßnahmen mussten einen Kompromiss aus Bildfluss und “Ansehbarkeit” finden.  Ein richtiges Stativ wäre auch nicht schlecht gewesen – wir haben uns mit den üblichen Schulstativen mit Doppelmuffe und Klemme beholfen. Für das Projekt hatten ich und die SuS ca. drei Stunden – dafür ist das Ergebnis mehr als ok. Die Spitzengruppe hat ca. 500 Bilder für ihren Film gemacht.

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Verlorene Links – Teil 8

vom 23. April 2011, in Allgemein, von Maik Riecken
  1. Bei Herrn Schwarzmüller wird ernsthaft diskutiert, als Lehrer ein eigenes Lehrbuch zu schreiben. Im Netz. Ohne Verlag. Ohne Seitenvorgaben, ohne Verkauf der Rechte. Ohne Profit. Aus Spaß und weil es geht halt.
  2. Schülerinnen und Schüler der Neumatt-Schule haben sich an einem Schülerwettbewerb der EnBW beteiligt – allerdings etwas anders, als es sich die EnBW wohl vorgestellt hat. Unbedingt lesens- und schauenswert. Spon hat das Ganze tatsächlich Tage später auch mitbekommen…
  3. Lehrer haben Schuld. Das stellt neben der TAZ auch diese Woche die Zeit fest. Spannender als der in meinen Augen recht mäßige Artikel sind die sich daran anschließenden Diskussionen.
  4. Wussten Sie es schon? Manche Apps übertragen Geodaten nach Hause. Android natürlich auch. Ein Aufschrei… Mich würde es nicht wundern, wenn genau dies in den Lizenzverträgen der jeweiligen App steht. Und auf Twitter habe ich diese Woche Menschen über PMS und dem Sinn von Monogamie schreiben sehen. Was ist dann noch das Problem an Geodaten? Siehe auch hier… Aber bitte später nicht herumheulen, wenn aufgrund solcher Daten der Kreditvertrag platzt, der Typ/die holde Maid an der Bar nicht einmal ein Gespräch beginnt oder der Arbeitgeber abmahnt, weil man mit 40 Fieber vielleicht doch nicht in Mainz sein sollte, so man eigentlich in Kiel wohnt.
  5. Timo Off fragt sich, warum man als Schulleiter bloggen sollte. Ich habe gerade im Auftrag einen Facebookaccount für unsere Schule erstellt, traue mich jedoch noch nicht, die Daten ohne ein bisschen Zeit und Ruhe zum Erklären von Social Media weiterzugeben. Ich glaube, dass man als Schule sowohl beim Bloggen als auch bei der Social-Media-Nutzung zumindest ein bis zwei Gedanken zum Thema Motivation und mögliche Ziele verschwenden sollte. Aber ich bin ja eher auch ein Digital Visitor…
  6. Ansonsten stehe ich diese Woche einigermaßen verwundert neben dem Dueck-Hype. Das ist vielleicht einmal einen eigenen Artikel wert. Ich kann mit vielen Schlussfolgerungen so gar nichts anfangen, auch wenn es in der (web-)öffentlichen Meinung “der Vortrag” auf der diesjährigen re:publica war.

Ansonsten wünsche ich allen Leserinnen und Leser frohe Ostern… Schön, dass so viele von euch über die Feiertage vermehrt in der Hardwarewelt und nicht im Netz bzw. hier auf dem Blog unterwegs sind…

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Anti-Depressions-Video

vom 8. März 2011, in Allgemein, von Maik Riecken

Gefunden in einem Kommentar bei FrlKrise. Voll die manipulativen Psychotrickser, diese Babys…

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Videos online schneiden mit YouTube

vom 5. Januar 2011, in Methoden, Tech-Talk, von Maik Riecken

Wer ein Konto bei YouTube besitzt, kann seine Videos auch rudimentär online bearbeiten. Man findet diese Funktion im eingeloggten Zustand unter:

http://www.youtube.com/editor

Dort öffnet sich dann folgende Arbeitsoberfläche:

Oben links findet man die eigenen Videos, die man unten in die Timeline ziehen kann. Dort lassen sie sich schneiden (nur Keyframes!), indem man die Balken links und rechts vom Video verschiebt, oder auch drehen. Videos, die sich hintereinander in der Timeline befinden, werden aneinander gereiht. Die Übergänge lassen sich mit Effekten versehen, die sich ganz oben links neben dem Notensymbol zuweisen lassen. Auch Hintergrundmusik ist möglich (mit dem Notensymbol). Natürlich gibt es keine Echtzeitvorschau und das Einrechnen der Effekte dauert je nach Video schon 30-40 Minuten. Dafür ist mir noch kein Format untergekommen, welches YouTube nicht gefressen und in ein freies bzw. übliches konvertiert hätte. Für die meisten Anforderungen reicht es mit etwas Übung – gerade auch für schulische Zwecke.

Übrigens:

Sehr praktisch ist die Möglichkeit, bestimmte Zeitenindizes in YouTube-Videos direkt anzuspringen. Das funktioniert durch ein spezielles Linkformat – so muss man nicht ganze Videos verlinken, bzw. kann direkt zu den Stelle springen, über die man gerade bloggt. Wie das funktioniert, hat Gabriel so gut erklärt, dass ich es nicht besser könnte.

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16: Moments

vom 25. November 2009, in Gesellschaft, von Maik Riecken

Spricht für sich. Via Wolfgang Franz. Sowas finde ich, weil ich vernetzt bin.

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