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Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule

Diktattexte: Zeichensetzung

Freitag 15. Januar 2010 von Maik Riecken

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Und wieder zwei Diktate, diesmal zum Thema Zeichensetzung mit den Schwerpunkten:

  • Komma in Satzreihen
  • Komma in Satzgefügen
  • Komma bei erweitertem Infinitiv mit hinweisendem Wort

Die Diktate sind natürlich wieder selbst geschrieben, jedoch diesmal nur partiell anlassbezogen und größtenteils fiktional. Geschmunzelt haben die SuS trotzdem, was auch wichtig ist (s.u.).

Erster Text (204 Wörter):

Meyers miese Laune

Herr Meyer, der letzte Nacht einmal mehr nicht genug Schlaf gefunden hatte, betrat das Klassenzimmer mit sichtbar schlechter Laune. Da er nicht daran dachte, den Schülerinnen und Schülern am heutigen Tag ein Geschenk zu machen, hatte er sich ein ganz besonders gemeines Diktat ausgedacht. Dieses wimmelte von Kommas, schwierigsten Worten und merkwürdigsten Formulierungen, damit mindestens ein bis zwei Fünfen dabei herauskämen. Weil er zusätzlich wieder einmal Schnupfen hatte, weil er wegen eines schmerzenden Halses kaum sprechen konnte und weil er unaufhörlich niesen musste, geriet die gesamte Stunde zu einer riesigen Quälerei für den Lehrer und die Schüler. Traurig und betroffen verließ die Klasse 7fa völlig geschafft den Klassenraum. Auch der sich anschließende Unterricht bei Frau  Sommer, die sich extra eine ganze Reihe von Spielen ausgedacht hatte, konnte nichts daran ändern, dass die Stimmung ihren Nullpunkt erreichte.

Am nächsten Tag sollte sich das Blatt jedoch wenden: Obwohl Herr Meyer den Schulleiter mit Engelszungen davon überzeugen wollte, das Diktat trotz des schlechten Ausfalls dennoch werten zu dürfen, blieb sein Vorgesetzter eisern. Die Arbeit sei schlicht zu schwierig gewesen. Verärgert musste Herr Meyer ein neues Diktat schreiben lassen und diesmal gab er sich Mühe, damit er nicht noch einmal den gesamten Klassensatz korrigieren musste.

In der Überschrift setzen SuS gerne ein Apostroph – uah… Ansonsten streuen die Fehler zwischen Rechtschreibung und Zeichensetzung.

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Das Album der Charakterbilder – Papiertwitter?

Mittwoch 23. Dezember 2009 von Maik Riecken

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Was tun in der letzten Stunde vor Weihnachten? Der Magen quillt über vor Mandarinen und Nüssen, Lebkuchenherzen und Dominosteinen. Filme werden eh schon genug geschaut, gefrühstückt und gespielt wird sowieso. Daher habe ich in diesem Jahr mit meine Klasse einmal mehr das Album der Charakterbilder erleben lassen. Das ist eine kleine Übung, um ruhig noch einmal jedem aus der Klasse etwas zu schenken: Aufmerksamkeit und Wahrgenommensein.

Das Prinzip ist sehr einfach: Wenn die Klasse 30 SuS umfasst, gibt  es einen DINA3-Zettel, auf dem sich 29 Fragen und Impulse befinden. Ein Impulse könnten z.B. sein:

Deine größte Sorge

Dein Lieblingsschauspieler

Was du an der Schule nicht magst

Deine größte Stärke

usw.

Meine Vorlage für dieses Jahr kann man hier natürlich downloaden (*.odf, *.doc, *.pdf). Jede/r SuS schreibt ihren/seinen Namen oben auf das Blatt. Danach setzt man sich im Kreis am besten an einen großen Tisch. Das Blatt wird jetzt gegen den Uhrzeigersinn an den Nachbarn weitergereicht. Dieser Nachbar beantwortet jetzt die erste Frage für denjenigen, der auf den Blatt steht, d.h. Paul hat das Blatt von Peter und überlegt, was nun Peters größte Sorge sein könnte.

Bei der Aktion muss es mucksmäuschenstill sein – es geht nicht darum, im Team eine mögliche Antwort zu diskutieren, sondern darum, sich einmal für 2-3 Minuten alleine mit einem Menschen zu beschäftigen. Ein wenig ruhige Musik im Hintergrund hilft dabei. Als Zeichen, dass alle fertig sind, legt jeder seinen Stift vor sich hin. Erst wenn alle Stifte liegen, wird gemeinsam weitergegeben und die nächste Frage beantwortet. Irgendwann kommt das Blatt dann wieder bei seinem Besitzer an, womit die Aktion beendet ist. Bei einer 30er-Klasse sollte man 60 Minuten einplanen.

Natürlich lässt sich nicht jede Frage für jeden beantworten. Dann kann es helfen, einfach den Grund dafür aufzuschreiben, warum das nicht möglich ist. “Ich kenne dich nicht!” ist mir immer zu dünn. Gleichzeitig könnte Brunhilde als allerbeste Freundin von Petra den Impuls “Lieblingsfarbe” bekommen, obwohl sie zu anderen Impulsen viel mehr schreiben könnte – da ist dann Kreativität gefragt – warum ist es denn z.B. “rot”? Oberste Regel ist: “Was ich selbst als verletzend empfinden würde, schreibe ich auch nicht bei jemand anderem hin!”

Nach der Aktion sollte Zeit sein, die Sache auszuwerten, z.B. ein Runde im Stuhlkreis, in der jeder sagt:

Welche Antwort hat mich überrascht?

Welche Antwort ärgert mich?

Welche Antwort hätte ich gerne mit dem Schreibenden geklärt?

Ganz selten erlebe ich es, dass ich nach einer solchen Aktion Zettel im Klassenraum finde. Hin und wieder sehe ich bei Kurstreffen einen an der Pinnwand des Zimmers angeheftet. Ganz oft spüre ich eine gewisse Spannung während der Aktion.

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Rock your Schweinehund – die freie Rede üben

Freitag 21. November 2008 von Maik Riecken

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“Och menno, Herr Riecken, stand das etwa in dem Buch, dass Sie jetzt hier nebenbei Musik im Hintergrund

Roch your Schweinehund!
Rock your Schweinehund!

laufen lassen sollen?”

Das stand da natürlich nicht, aber ich dachte mir: “Wenn schon esotero, dann richtig esotero!”. Und jetzt im Ernst: Dieses nicht ganz günstige Paket ( ca. 35,- Euro ) zum Erlernen und Üben der freien Rede liefert im Wesentlichen das, was Lehrer braucht, nämlich keine fertigen Konzepte, sondern Ideen, Anregungen, witzige Übungen und Texte, die sich als Steinbruch für z.B. auch das so beliebte Seminarfach nutzen lassen. Da gibt es Theorie (Universalquantoren, Milton) genau so wie Texte zum Spielen mit der eigenen Stimme. Da gibt es ein wenig Psychologie, wenn aufgedeckt werden soll, welche meist inhaltslosen Lieblingsphrasen auch wir Lehrende manchmal dreschen, z.B. “Das war ein stressiger Tag”. “Stress” ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Emotionen geworden und hat daher innerhalb einer freien Rede oder in einem Vortrag keinen Platz.  Eigentlich sprucht gegen diese manchmal etwas “managerhafte” Box nur der hohe Preis pro geliefertem Wort. Dafür ist der Druck sehr aufwendig, weil sämtliches Material, eine CD und drei witzige Büchlein beiliegen. Aber eine Menge Seminarfachstunden sind damit gerettet… Bisher mögen es die SuS. Und schaden kann eine gut begleitete Präsentation auch nie…

Tschepp, Kirchmeyer: Rock Your SchweineHund!? , bei: Jungfermann

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Onlineübungen deutsche Grammatik

Donnerstag 12. Juni 2008 von Maik Riecken

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… eine sehr nett und umfangreich gestaltete Seite mit viel Übungsmaterial rund um Satzglieder, Wortarten u.v.m. Außerdem bekommt man durch diese Seite hervorragende Anregungen zur Gestaltung eigener Moodleübungen.

Hier der Link: Grammatikübungen

 

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Der warme Rücken

Samstag 8. März 2008 von Maik Riecken

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Was man braucht:

  • eine gewachsene, positiv gestimmte Gruppe
  • Tesakrepp
  • DIN A3 – Tonpapierbögen in hellem Farbton und dunkle Stifte (jeweils einmal pro Person)

  • Zeit (ca. eine Stunde, je nach Gruppengröße)

Wie das geht:
Jeder bekommt einen Tonpapierbogen, auf dem oben mit großen Buchstaben notiert ist: “Ich mag an Dir…)” mit Tesakrepp auf den Rücken geklebt. Wenn alle fertig ausgestattet sind, werden die Stifte verteilt (vorzugsweise dünne Eddings o. ä.).
Jeder soll nun jedem etwas Positives “auf den Rücken schreiben”, d.h. den Satz “Ich mag an Dir…” vervollständigen. Wichtig ist, dass immer ein Name dabeisteht. Es sind ausschließlich positive Formulierungen erlaubt. Der “Ton” darf auf keinen Fall ausfallend oder unangemessen sein.
Während der Übung sollte nicht gesprochen werden. Am Ende nehmen alle gleichzeitig ihren Zettel von Rücken ab und können sich dann über viel positive und manchmal auch überraschende Rückmeldung freuen. Bei Klärungsbedarf können Rückfragen an der Schreiber gestellt werden.

Erfahrungen:
Diese Übung eignet sich ausschließlich für das Ende einer Freizeit, eines Seminars o.ä. Eine gute und klare Einleitung ist ausgesprochen wichtig z.B. á la “Jetzt am Ende der sehr intensiven Zeit zusammen möchten wir Euch nocheinmal Gelegenheit geben, einander etwas Gutes zu tun. Dazu…”. Bitte achtet während der Übung darauf, dass immer ein Name beim Geschriebenen dabeisteht. Die erforderliche ruhige Atmosphäre läßt sich ggf. noch durch geeignete Musik unterstreichen.
Diese Übung ist schon in relativ jungen Alter (ab ca. 10-12 Jahre) mit gutem Erfolg durchführbar.
Dies ist eine Übung für die Gruppe. Es kann manchmal schwierig sein, als Leiter an der Übung teilzunehmen. Ihr solltet das von Fall zu Fall abschätzen, da ihr ja schon jeden so gut kennen solltet, dass es nicht bei “Standardsätzen” bleibt…

 

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