<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>riecken.de &#187; überarbeiten</title>
	<atom:link href="http://riecken.de/index.php/tag/uberarbeiten/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://riecken.de</link>
	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
	<lastBuildDate>Sun, 05 Sep 2010 14:34:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.1</generator>
		<item>
		<title>Schülerzentriert überarbeiten</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2009/03/schulerzentriert-uberarbeiten/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2009/03/schulerzentriert-uberarbeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 13:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[überarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[schülerzentriert]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=775</guid>
		<description><![CDATA[Einmal mehr habe ich mir einen Text zur Überarbeitung  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Einmal mehr habe ich mir einen Text zur Überarbeitung durch SuS ausgedacht. Wieder ging es dabei um die Vorgangsbeschreibung &#8211; denkbar ist aber jede andere Textform, die vom Umfang her einigermaßen begrenzt ist. Hier der Text:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Zähneputzen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Um die eigenen Zähne richtig sauber zu bekommen, muss man folgendes machen: Erst muss man Zahnpasta auf die Zahnbürste drücken. Das sollte nicht zu vil und nicht zu wenig Zahnpasta sein. Dann fängt man an im Mund die Zahnpasta mit der Bürste zu verteilen. Auf besten macht mann das mit der KAI-Metode. Zuerst putzt man die Kauhflächen, die oben sind, mit Hin- und Herbewegungen. Das tut man dann auch oben. Dann puzt man die Außenseiten der Zähne und zwar so, dass man immer vom Zahnfleisch hin zum Zahn bürstet. Das macht man oben und unten einmal rundherum.  Dann putzt man die Innenseiten der Zähne und zwar so, dass man immer vom Zahnfleisch hin zum Zahn bürstet. Das macht man oben und unten einmal rundherum. Vor dem Puhtzen muss man die Zahnbürste am besten etwas nass machen. Das gibt dann mehr Schaum. Ab und zu muss dann Schaum auspucken. Zum Schluss spült man den Mund gründlich mit Wasser und ausserdem sollte man die Zähne immer nach dem Essen putzen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phase 1:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Überarbeitung erfolgte in Partnerarbeit. Die beiden SuS haben ihren Text dabei auf einer Lernplattform abgelegt, das kann z.B. Moodle sein, im Prinzip eignet sich dafür jede Lernplattform, die ein Forum anbietet. Wichtig ist dabei, dass alle Texte im gleichen Thread landen und mit Namen versehen sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-775"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phase 2:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe zu Hause die Texte gesichtet. Hier einmal zwei Extrembeispiele, die das Leistungsspektrum der Klasse gut abbilden:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Beispiel 1:</p>
<p style="text-align: justify;">Um seine Zähne richtig zu säubern,muss man folgendes tun: Erst drückt man die Zahnpasta auf die Zahnbürste. Das sollte nicht zu viel,aber auch nicht zu wenig sein. Anfangs verteilt man die Zahnpasta mit der Bürste im Mund. Am besten macht man dies mit der KAI-Methode. Dann putzt man die unteren und oberen Kauflächen mit hin-und herbewegungen. Dann putzt man die Außenseiten der Zähne so,dass man immer vom Zahnfleisch zum Zahn bürstet. Dies macht man oben und unten. Dann putzt man die Außseiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Beispiel 2:</p>
<p style="text-align: justify;">Um seine Zähne richtig sauber zu bekommen, muss man folgendes erledigen: Als erstes muss man seine Zahnbürste ein wenig anfeuchten und sie in die Hand nehmen. Anschließend bestreicht man die Zahnbürste mit Zahnpasta. Dabei sollte man darauf achten, dass nicht zu viel und nicht zu wenig Zahnpasta auf der Bürste gelangt. Daraufhin legt man die Zahnbürste im Mund und putzt zuerst die Außenzähnen mit geschwungenen Kreisen. Als nächstes reinigt man seine Kauflächen mit Hin- und Herbewegungen, einmal oben- und einmal unten. Dann putzt man die Innenseite der Zähne, sodass man vom Zahnfleisch hin zum Zahn bürstet. Ab und zu muss man den Schaum, der sich im Mund befindet ausspucken. Als letztes spült man den Mund gründlich mit Wasser aus. Jede Zahnreinigung sollte man nach einem Essen durchführen, weil sich sonst Bakterien im Mund bilden.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Derartige Textpaare habe ich für die SuS zusammengefasst. Am einfachsten funktioniert es, sie per Drag&#8217;n Drop aus dem Forum herauszukopieren und zu nummerieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phase 3:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Schülerpaare haben in der Folgestunde zunächst gegenseitig ihre Texte gelesen und korrigiert, d.h. mit Bemerkungen versehen. Danach haben beide Schülerpaare sich in Kleingruppen (2&#215;2) Rückmeldung gegeben. Dabei ist es wichtig, dass in jeder derartigen Gruppe ein starker und ein schwacher Text &#8211; wie in dem gegebenen Beispiel -  vorkommen. So profitieren leistungsschwache SuS von der Arbeit der leistungsstärkeren, da sie am Beispiel lernen können. Die Leistungsstärkeren festigen in der Erläuterung ihre Kenntnisse, indem sie Defizite aufzeigen und erklären.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachteilig ist, dass der gelungene Text von leistungsschwachen SuS bearbeitet wird, was eine erhebliche Anforderung darstellt. Bei dieser Methode ging es mir jedoch mehr um einen Wissensausgleich, und um  die Erhöhung der methodisch-fachlichen Homogenität innerhalb der Klasse. Die leistungsstarke Gruppe hätte rein fachlich mehr von der Übung, wenn sie unter sich bliebe.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Phase 4:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Letzte offene Fragen, etwa zu kniffligen Rechtschreibfällen, werden im Plenum geklärt. Dadurch, dass die Texte der Lehrkraft im Vorwege bekannt sind, kann man sich auf die allermeisten Fragen in diesem Bereich vorher gut einstellen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Ergebnisse aus Phase 3 sind nicht direkt kontrollierbar. Man hätte den gesamten Reflexionsprozess auch online und dort gar asynchron gestalten können. Den medialen Bruch habe ich allerdings eher als Bereicherung empfunden: In einen gedruckten Text sehe ich persönlich immer mehr als in einem auf dem Bildschirm befindlichen. Außerdem finde ich das direkte Miteinanderreden oft ertragreicher &#8211; wenn schon einmal jemanden zum Reden hat, sollte man die Chance auch nutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
</strong></p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2009/03/schulerzentriert-uberarbeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Beschreibungen überarbeiten</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2009/03/beschreibungen-uberarbeiten/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2009/03/beschreibungen-uberarbeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 10:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[überarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[korrigieren]]></category>
		<category><![CDATA[Vorgangsbeschreibung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=761</guid>
		<description><![CDATA[Die Überarbeitung von gegebenen Texten ist mittlerweil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Überarbeitung von <strong>gegebenen</strong> Texten ist mittlerweile eine Standardaufgabenstellung im Deutschunterricht vieler Bundesländer. Dienen soll das Verfahren natürlich dazu, Methoden zur Überarbeitung eigener Texte kennen zu lernen, damit es für uns armen Lehrkräfte in Klausuren und Arbeiten nicht ganz so üppig viel an roter Farbe zu vermalen gibt. Nebenbei ist es auch im späteren Berufsleben vielleicht so schlecht nicht, möglichst fehlerfreie Textproduktionen abzuliefern.</p>
<p style="text-align: justify;">SuS haben in der Regel in diesem Bereich von Hause aus schon recht gute intuitive Zugänge. Diese greifen nicht oder deutlich schlechter, wenn zum vorliegenden Text nur eine geringe Distanz besteht, man ihn z.B. <strong>selbst verfasst</strong> hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe meinen SuS (6. Klasse) heute folgende Vorgangsbeschreibung zur Korrektur vorgelegt, die auf meiner Koppel ins Kraut geschossen ist:</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-761"></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong>Erfolgreich Geschäfte machen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Um ein erfolgreiches Geschäft zu machen, musst du zunächst das Badezimmer in dem Haus suchen, in dem du gerade bist. Dann öffnet man die Badezimmertür und geht zum Scheisshaus. Dann schaut man nach, ist der Klodeckel oben oder unten. Dann klappt man den Klodeckel nach oben. Jetzt setzt man sich auf das Scheisshaus und drückt und drückt. Wenn alles draußen ist, ziet man die Hose wieder hoch und geht zum Waschbeken und wäscht die Hende. Dann geht man wider aus dem Badezimmer. Vieleicht macht man vorher noch ein Fenster auf und man sollte sich natürlich vor dem Klogang die Hose runterziehen und man sollte sich die Hende auch abtrocknen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Im Vorwege haben wir uns verstärkt mit der Korrektur formaler Aspekte (Satzbau, Zeichensetzung, Rechtschreibung) auseinandergesetzt, der Text erweitert die Herausforderung primär um sprachliche und strukturelle Aspekte.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe bewusst dieses Thema gewählt, weil es</p>
<ol>
<li>nahezu jeder kennt</li>
<li>einen Tabubereich antastet</li>
<li>für die SuS lustig zu bearbeiten ist</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Weil man darüber nicht spricht, haben die SuS in der folgenden Gruppenarbeit durchweg sprachlich ansprechende Formulierungen gewählt, die in der Regel auch strukturelle Veränderungen (Satzbau, Konjunktionen) nach sich ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der etwas süffisante Charakter sorgte wie erwartet für eine vergleichsweise hohe Motivation während der Bearbeitung.</p>
<p style="text-align: justify;">Einige Gruppen haben nicht nur die Chronologie hergestellt und fehlende Schritte (Gesäßreining) ergänzt, sondern sich zusätzlich noch Gedanken um eventuell nicht vorhandenes Klopapier gemacht, sodass es sogar kreative Lösungsansätze gab.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Text war für die Bearbeitung also ein verhältnismäßig leichter Gegner. Der größere steht in Form die <strong>eigenen Textes</strong> vor den SuS.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher suche ich gerade nach Methoden, mit denen SuS unter Stress (Klassenarbeit) Distanz zu ihrem eigenen Text gewinnen können. Vielleicht finde ich ja noch etwas außer &#8220;rückwärts lesen&#8221; (Rechtschreibfehler finden). Die <strong>ESAU</strong>-Methode (<strong>E</strong>rgänzen, <strong>S</strong>treichen, <strong>A</strong>ustauschen, <strong>U</strong>mstellen &#8211; in vier isolierten Schritten)  dürfte zwar recht bekannt sein, jedoch bei einem eigenen Text ebenfalls schwer greifen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<script type="text/javascript">
var flattr_wp_ver = '0.9.14';
var flattr_uid = '11736';
var flattr_url = 'http://riecken.de';
var flattr_lng = 'de_DE';
var flattr_cat = 'text';
var flattr_tag = 'blog,wordpress,rss,feed';
var flattr_btn = 'large';
var flattr_tle = 'riecken.de';
var flattr_dsc = 'Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule';
</script>
<script src="https://api.flattr.com/js/0.5.0/load.js?mode=auto" type="text/javascript"></script> <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2009/03/beschreibungen-uberarbeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moodle als Mittel zur schülerzentrierten Textkorrektur</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2008/03/moodle-als-mittel-zur-schulerzentrierten-textkorrektur/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2008/03/moodle-als-mittel-zur-schulerzentrierten-textkorrektur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Mar 2008 11:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[überarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[schülerzentriert]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=101</guid>
		<description><![CDATA[Version 1:
"Man sollte Schuniformen anschafen weil, vi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong>Version 1:</strong><br />
<em>&#8220;Man sollte Schuniformen anschafen weil, viele Jungen und Mädchen mit der Kleidung angeben.So lernt man das man nicht angeben sollte. Dann gibt es kein Mobbing wegen der Kleidung mehr.&#8221;</em></p>
<p><strong>Version 2:</strong><br />
<em>&#8220;Man sollte Schuniformen anschaffen weil, viele Jungen und Mädchen mit der Kleidung angeben.So lernt man das man nicht angeben sollte. Dann gibt es kein Mobbing wegen der Kleidung mehr.Niemand fühlt sich ausgegrezt.Man macht Werbung für die Schule und es ist nicht so viel andere Kleidung nötig.&#8221;</em></p>
<p align="left"> </p>
<p align="left">Beide Beispiele sind authentitische Schülertexte aus meinem Deutschunterricht in der 5. Klasse zum Thema &#8220;Argumentieren und Diskutieren&#8221;. Die Authentizität wird leicht durch die alterstypischen Rechtschreibfehler erkennbar. Dennoch lässt sich nicht abstreiten, dass der zweite Text strukturell und inhaltlich überzeugender gestaltet ist &#8211; vor allem durch die größere Zahl an Beispielen. Die Verbesserungen erfolgen rein schülerzentriert. Dazu kam methodisch das LMS (<strong>L</strong>ern <strong>M</strong>anagement<strong> S</strong>ystem) <a title="LMS Moodle" href="http://www.moodle.org" target="_blank">Moodle</a> mit seinem integrierten Forenmodul nach einer entsprechenden Vorbereitung zum Einsatz.</p>
<p align="left"> </p>
<p align="left"><strong>Folgendes sollte gegeben sein:</strong></p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small;">die SuS sollen einen kurzen Text verfassen</span></li>
<li><span style="font-size: x-small;">die SuS haben im Unterricht Kriterien zum Verfassen dieses Textes kennen gelernt und bereits in den Heften schriftlich fixiert</span></li>
</ul>
<p align="left"><span style="font-size: x-small;"><br />
<strong>1. Phase (Bildung der Peergroup):</strong><br />
Fertigen Sie Lose an. Jeder Schülername muss auf einem roten, blauen und gelben Los vorkommen, d.h. jeweils drei verschiedenfarbige Lose enthalten den gleichen Schülernamen.<br />
Jeder Schüler zieht nun je ein Los von jeder Farbe – er hat also jetzt drei Namen aus der Klasse.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>2. Phase (Schreibphase):</strong><br />
Jeder Schüler verfasst nun seinen Text in Form eines Forenbeitrags. In den Titel seines Beitrag schreibt er seinen vollen Namen in Großbuchstaben.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>3. Phase (Feedbackphase):</strong><br />
Jeder Schüler ruft die drei Forenbeiträge der Schüler auf, die auf seinen Losen stehen, und formuliert Verbesserungsvorschläge als Antwort.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>4. Phase (Überarbeitungsphase):</strong><br />
Jeder Schüler verbessert den eigenen Text, indem er ihn kopiert und als neue Antwort unter das Feedback seiner Mitschüler hinzufügt. Dabei hebt er von ihm geänderte Passagen farblich hervor.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>Variationen:</strong><br />
Feedback- und Überarbeitungsphase sind beliebig wiederholbar. Die Peergroups können natürlich in ihrer Größe den Fähigkeiten der Lerngruppe angepasst werden.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>Erfahrungen:</strong><br />
Die zu schreibenden Texte dürfen nicht zu lang sein, da ansonsten die Korrigierenden schnell die Lust verlieren. Die Methode muss natürlich auch außerhalb des üblichen Unterrichts laufen. Ich habe es sehr selten erlebt, dass sich die Texte durch diese Methode nicht verbessert haben, da gerade SuS meist sehr kompetente Leserinnen und Leser sind, die oft wesentlich schärfer als der Lehrende selbst bewerten. Eine gewisse Sozialkompetenz muss natürlich gegeben sein.</span></p>
<p align="left">Im vorliegenden Fall bekam unser authentischer Schüler &#8211; natürlich nach Feedbackübungen innerhalb der Klasse &#8211; folgende Rückmeldungen:</p>
<p align="left"><em>&#8220;Das ist sehr gut geworden. Vielleicht kannst du noch ein paar mehr Beispiele einfügen&#8221;</em></p>
<p align="left"><em>&#8220;Du könntest mehr Beispiele einbringen.Aber sonst hast du ein schönes Argument geschrieben!&#8221;</em></p>
<p align="left"><em>&#8220;das ist sehr gut geworden, aber da müssen noch mehr Beispiele rein!!!&#8221;</em></p>
<p align="left">Kritisch hinterfragt werden muss, ob die letzten beiden Äußerungen nicht vom ersten Beitrag abgeschrieben worden sind. Entscheidend ist für mich, dass sich durch diese Methode der Text des Schülers ohne mein Dazutun verbessert hat. Idealerweise führt man diese Methode natürlich für Hausaufgaben und nicht in der Schule durch. Gleichzeitig konnte ich die Kompetenz des einzelnen Schülers sowohl für das Korrigieren der eigenen Texte als auch für das Kritisieren fremder Texte nutzen.</p>
<p align="left"><strong>Ist das nicht sehr viel Aufwand? Könnte man eine solche Methode nicht auch einfach im Unterricht in Kleingruppen durchführen?</strong></p>
<p align="left">Das könnte man mit eventuell ähnlichem Erfolg, der jedoch nicht dokumentiert ist (und das scheint ja immer wichtiger zu werden). Weiterhin vermeidet man in gewisser Weise auch soziale Probleme: Oft sind die Mädchen in den Sprachen stärker, aber die Jungen in dem Alter entwicklungsbedingt nicht unbedingt gewillt, konstruktiv mit Mädchen zusammenzuarbeiten. Schlussendlich kann ich eine derartige Korrektur als Prozess außerhalb der Schule organisieren. Den Faktor der Motivation &#8211; schließlich arbeiten wir mit dem Rechner &#8211; darf man auch nicht außer Acht lassen. Ich wende diese Methode &#8211; auch wenn sie gelegentlich schiefgeht &#8211; immer gerne an, weil ich so eine Vielzahl authentitischer Schülertexte für meine Unterrichtsvorbereitung gewinne.</p>
<p align="left">Diese Methode funktioniert übrigens mit jedem Forum oder Lernmanagementsystem &#8211; nicht nur mit Moodle!</p>
<p align="center"> </p>
 <p>Feel free to Flattr this post at <a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank">flattr.com</a>, if you like it.</p> <p><a href="http://flattr.com/" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/button-compact-static-100x17.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2008/03/moodle-als-mittel-zur-schulerzentrierten-textkorrektur/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
