Eigentlich wäre die Geschichte keinen eigenen Blogbeitrag wert gewesen. Ich empfehle aus einigen rechtlichen Gründen folgende Einstellungen für das Feedbackmodul:
Anonym ausfüllen => anonym
Die zuvor mühsam generierten Zufalls-IDs sind schon anonym. Dennoch bleibt eine Gefahr erhalten, die man im Datenschutz als Verkettung bezeichnet. Es ist schlicht nicht notwendig eine bestimmte Zufalls-ID mit einer bestimmten Datenreihe zu verketten, d.h. z.B. genau zu wissen, wie “xzf56ez” jetzt das Feedback beantwortet hat. Das wäre ein klarer Verstoß gegen das Gebot der Datensparsamkeit. In diesem Modus verkettet das Feedbackmodul stets den Anwender “anonymer Benutzer” mit der Datenreihe.
Beachten Sie:
Der Erfolg und die Qualität Ihrer Umfragergebnisse hängen massiv vom vorher transparent dargestellten und vermittelten Grad der Anonymisierung ab. Diese simple Einstellung bietet in der Hinsicht viel mehr Sicherheit für den Teilnehmenden.
Es ist manchmal wie verhext – man bespricht Hausaufgaben, z.B. längere Texte in der Oberstufe. Pädagogisch nicht wertvoll (Lesekonferenz, Höraufträge), sondern ganz normal. Dann hört man oft Sätze wie: “Die hat aber geschrieben…”, “Zoe hat aber vergessen…”, “Der hat nicht…”. Dabei sitzen “die”, “Zoe” und “der” alle im gleichen Raum. Was mache ich dann als Lehrer? “In dem Punkt, Zoe, muss ich Melusines Kritik zustimmen…”. Hinterher frage ich mich: “Ja geht’s denn noch? Sind wir hier beim Kommunikationspingpong?”.
Es wäre doch viel einfacher, wenn Melusine sagte: “Zoe, dein Text…”, “Zoe, du…”. Danach kann ich ja immer noch Orientierungrahmen setzen. Viel zu selten achte ich aber darauf, obwohl es mich entlastet, weil es Verantwortung auf SuS überträgt. Und da SuS das von sich aus immer so machen, bin ich wohl damit zumindest nicht ganz alleine.
Manchmal wundere ich mich in Aufsätzen gar nicht mehr, dass bestimmter und unbestimmter Artikel gerne falsch gebraucht werden. Vielleicht fängt es ja genau bei diesen Dingen an…
Was man braucht:
- eine gewachsene, positiv gestimmte Gruppe
- Tesakrepp
- Zeit (ca. eine Stunde, je nach Gruppengröße)
DIN A3 – Tonpapierbögen in hellem Farbton und dunkle Stifte (jeweils einmal pro Person)
Wie das geht:
Jeder bekommt einen Tonpapierbogen, auf dem oben mit großen Buchstaben notiert ist: “Ich mag an Dir…)” mit Tesakrepp auf den Rücken geklebt. Wenn alle fertig ausgestattet sind, werden die Stifte verteilt (vorzugsweise dünne Eddings o. ä.).
Jeder soll nun jedem etwas Positives “auf den Rücken schreiben”, d.h. den Satz “Ich mag an Dir…” vervollständigen. Wichtig ist, dass immer ein Name dabeisteht. Es sind ausschließlich positive Formulierungen erlaubt. Der “Ton” darf auf keinen Fall ausfallend oder unangemessen sein.
Während der Übung sollte nicht gesprochen werden. Am Ende nehmen alle gleichzeitig ihren Zettel von Rücken ab und können sich dann über viel positive und manchmal auch überraschende Rückmeldung freuen. Bei Klärungsbedarf können Rückfragen an der Schreiber gestellt werden.
Erfahrungen:
Diese Übung eignet sich ausschließlich für das Ende einer Freizeit, eines Seminars o.ä. Eine gute und klare Einleitung ist ausgesprochen wichtig z.B. á la “Jetzt am Ende der sehr intensiven Zeit zusammen möchten wir Euch nocheinmal Gelegenheit geben, einander etwas Gutes zu tun. Dazu…”. Bitte achtet während der Übung darauf, dass immer ein Name beim Geschriebenen dabeisteht. Die erforderliche ruhige Atmosphäre läßt sich ggf. noch durch geeignete Musik unterstreichen.
Diese Übung ist schon in relativ jungen Alter (ab ca. 10-12 Jahre) mit gutem Erfolg durchführbar.
Dies ist eine Übung für die Gruppe. Es kann manchmal schwierig sein, als Leiter an der Übung teilzunehmen. Ihr solltet das von Fall zu Fall abschätzen, da ihr ja schon jeden so gut kennen solltet, dass es nicht bei “Standardsätzen” bleibt…
Was man braucht:
- Einen großen Raum oder gutes Wetter
- Eine Sitzgelegenheit für jeden
- Drei verschiedenfarbige DINA4-Tonpapierblätter
- Edding, Waxer, o.ä.
- drei Stühle
Wie das geht:
Ihr bildet einen Kreis, lasst jedoch an einer Stelle eine Lücke, so dass dort drei Stühle nebeneinander bequem Platz finden. Es sollte schon deutlich werden, dass die drei Stühle “gesondert” stehen.
Auf die Rückenlehne der drei Stühle wird je ein Papierbogen geklebt. Auf dem Ersten steht ein dickes Minuszeichen, auf dem Zweiten ein Pluszeichen und auf dem Dritten ist ein geschlossener Koffer mit Edding o.ä. skizziert.
Jeder aus der Gruppe setzt sich nun nacheinander auf die drei Stühle. Auf dem “-”-Stuhl sagt er, was ihm nicht so gut gefallen hat, auf den “+”-Stuhl das, was er gut fand und auf dem letzten Stuhl teilt er der Gruppe mit, was er jetzt mit (nach Hause) nimmt.
Erfahrungen:
Es ist mir bei dieser Übung wichtig, dass jeder aus der Gruppe etwas sagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob einiges auch doppelt vorkommt, denn es ist auch von Bedeutung, wie etwas geäußert wird. Sinnvollerweise macht ein Freiwilliger den Anfang und danach geht es der Reihe nach weiter. So “vergißt” man niemanden. Bei einer überschaubaren Gruppe kann evt. auch eine chaotische Reihenfolge passender sein.
Diese Übung eignet sich primär für den Abschluss längerer Zeiträume (Seminare, Tagungen, Freizeiten). Bei einer Nachmittagseinheit schießt man hiermit eher mit Kanonen auf Spatzen…


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