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	<title>riecken.de &#187; Einsatz</title>
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	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
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		<title>LMS und die Macht des Ringes</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Anbieter]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Lernkultur]]></category>
		<category><![CDATA[LMS]]></category>
		<category><![CDATA[Rolle]]></category>
		<category><![CDATA[Tool]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Menschen werden Twitter weiterhin auch sinnentleert und verantwortungslos nutzen. Wir werden weiterhin glauben, dass wir mit technologischem Fortschritt unsere Probleme lösen können. Wir übersehen geflissentlich, dass die Technik und Ihr Gebrauch nur der Spiegel unserer Selbst ist. Woraus wieder einmal folgt, dass wir selbst unser größtes Problem sind. Denn natürlich wäre es ungleich anstrengender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wir Menschen werden Twitter weiterhin auch sinnentleert und verantwortungslos nutzen. Wir werden weiterhin glauben, dass wir mit technologischem Fortschritt unsere Probleme lösen können. Wir übersehen geflissentlich, dass die Technik und Ihr Gebrauch nur der Spiegel unserer Selbst ist. Woraus wieder einmal folgt, dass wir selbst unser größtes Problem sind. Denn natürlich wäre es ungleich anstrengender und bedrohlicher, uns selbst zu fokussieren als irgendeine neue Technologie. Schließlich würde sich da doch der eine oder andere grausliche Abgrund auftun.</p>
<p style="text-align: right;">Andreas Zeuch in: <a title="http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151" href="http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151" target="_blank">http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a title="https://twitter.com/#!/Networking_Lady" href="https://twitter.com/#!/Networking_Lady" target="_blank">Sigi Jakob</a> &#8211; eine Moodleveteranin und pädagogische Expertin, wenn es um die Nutzung von Lernplattformen im Sinne einer neu zu denkenden Lernkultur geht, hat im Rahmen ihrer Keynote als Gastrednerin auf dem 2. Kölner Moodletag etwas erlebt, was sie <a title="http://www.school-networking.de/start/?p=857" href="http://www.school-networking.de/start/?p=857" target="_blank">hier eindrucksvoll</a> aufschreibt. Sie nennt dort als Ziel des Vortrags:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Die Zielsetzung meines Vortrags war, die Zuhörer für die Notwendigkeit einer Veränderung in der Lernkultur zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass ein Moodlekurs allein noch keinen anderen Unterricht und anderes Lernen bewirkt.</p>
<p style="text-align: right;">Sigi Jakob in: <a title="http://www.school-networking.de/start/?p=857" href="http://www.school-networking.de/start/?p=857" target="_blank">http://www.school-networking.de/start/?p=857</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sigi nennt das Erlebte ein Debakel. In dem Text steckt so viel von dem, was über das Thema &#8220;Neue Technologien&#8221; zu denken ist, dass ich gar nicht weiß, womit ich genau anfangen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Also fange ich mit mir selbst an. Ich habe mich vor einigen Wochen vollkommen aus den Moodlekreisen zurückgezogen, obwohl ich mich auch mit Fug und Recht als Moodler der ersten Stunde bezeichnen könnte. Diese Entscheidung wurde katalysiert in meiner Auseinandersetzung mit <a title="https://twitter.com/#!/cgrune" href="https://twitter.com/#!/cgrune" target="_blank">Christian Grune</a>, der das LMS<a title="http://www.itslearning.de/" href="http://www.itslearning.de/" target="_blank"> itslearning</a> in Deutschland vertreibt. Ich habe nie in meiner gesamten Moodlezeit den methodischen Reichtum einer Sigi Jakob erreicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das hatte systemische Gründe (die Vollzeitmühle), technische Gründe (ich bin eher technikverliebt &#8211; Mensch, Sigi, was hätte ich für dich als Techniker erreichen können&#8230;), aber natürlich alle Dinge, die Sigi im Vorspann ihrer Reflexion beschreibt. Vor allem aber habe ich erfahren, dass andere Tools viel besser zu meiner Art des Unterrichts passen. Diese Art des Unterricht war schon da. Sie wurde nicht durch die Tools ausgelöst. Gleichwohl ist der umgekehrte Weg denkbar &#8211; die interaktiven Tafeln taugen oft als trojanisches Pferd, um Lehrende überhaupt in Kontakt mit neuen Medien zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedes LMS trägt die &#8220;Macht des Ringes&#8221; in sich. Ein LMS bietet in der Regel die Möglichkeit, Schule so zu machen, wie sie schon immer war. Das System wird auf allen Ebenen durch den Ring geknechtet werden. Die Kräfte, die dabei unter dem enormen Evaluationsdruck das Gewohnte 1:1 ins Digitale übertragen, werden sich der Kraft des Ringes nicht entziehen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann steht man als idealistischer z.B. Moodler da und sieht sich auf einmal der gesamten Kritikbreitseite vom &#8220;Bevormundungs-&#8221; bis zum &#8220;Kontrollsystem&#8221; ausgesetzt &#8211; nicht weil ich das System so nutze, sondern weil die Macht des Ringes das System verführt, einfach nur den Abbildungsmodus umzuschalten, weil es alte Sicherheiten nicht tangiert &#8211; und da sind wir bei Andreas Zeuch.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Haltung bestimmt die Nutzung digitaler Tools, nicht die Tools die Haltung. Die Tools bilden aber recht brutal die Haltung ab. Im Idealfall ist erst die Haltung vorhanden, die für ein neues Bildungssystem die Grundlage bietet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn aber diese Haltung vorhanden ist, hege ich zurzeit ernste Zweifel daran, dass in der Schule die Toolwahl auf ein LMS fallen wird. Seine Stärken spielt ein LMS m.E. nicht im Lernprozess aus, sondern im Bereich des Austausches, der Evaluation von Lernprozessen, der Verteilung von Best-Practise-Settings. Ich wage die These, dass es ein fundamentaler Unterschied ist, ob eine Lehrkraft ein LMS alleine für sich und ein Team nutzt oder das eine ganze Schule tut.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kommerzieller Anbieter lebt übrigens nicht von der Haltung. Er lebt von den Vergütungen für seine Dienstleistungen. Deswegen wirkt er im Idealfall an Haltungsbildung mit, um sein System attraktiv auf dem Markt zu positionieren. Er kann aber das eine zurzeit nicht vom anderen trennen und muss daher Produkte vermarkten.Genau wie das Bildungssystem verfügt er gar nicht über die Ressourcen zur flächendeckenden &#8220;Haltungsbildung&#8221;, wohl aber über die eine oder andere Kompetenz in diesem Bereich.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist der Ausweg? Ich kenne nur Bausteine. Zum Beispiel Speck für die Skeptiker &#8211; eine große Gruppe innerhalb des Schulsystems. Sie haben wenig persönliche Vorbehalte, aber eine Menge formale. Mein Speck soll verlässliche Technik sein. Im Fahrwasser verlässlicher Technik hat die Medienberatung vom NLQ eine Menge anzubieten. Mal schauen, ob das so klappt.</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=4039&amp;md5=9df30844f90c6f2dc67380da02d3ffd6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>RAMBO (Riecken Arbeitet Mit Blogs Online) &#8211; Folge 1</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/09/ramb-riecken-arbeitet-mit-blogs-folge-1/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 14:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Poetry]]></category>
		<category><![CDATA[Slam]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; wobei ich hoffe, dass das wirklich eine Serie und keine Eintagsfliege wird. Da nach einer Klassenarbeit noch etwas Zeit war und mir durch eine aufmerksame Person ein Flyerpaket für einen PoetrySlam-Workshop mit guten, anregenden Arbeitsvorschlägen in die Hand geflattert ist, habe ich eine klitzekleine Einheit für meine 8. Klasse dazu gebastelt. Wer PoetrySlam trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230; wobei ich hoffe, dass das wirklich eine Serie und keine Eintagsfliege wird. Da nach einer Klassenarbeit noch etwas Zeit war und mir durch eine aufmerksame Person ein Flyerpaket für einen PoetrySlam-Workshop mit guten, anregenden Arbeitsvorschlägen in die Hand geflattert ist, habe ich eine klitzekleine Einheit für meine 8. Klasse dazu gebastelt. Wer PoetrySlam trotz seiner momentanen Buzzword-Macht (es zieht durch alle Deutschdidaktikhefte &#8211; Hörensagen, wirklich lesen tue ich so etwas nur zufällig) nicht kennt, sei auf YouTube-Videos wie dieses verwiesen (köstlich, für mich nach dem dritten Mal Schauen noch ein Brüller):</p>
<div><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="325" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jNZAxUfeGNg?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="325" src="http://www.youtube.com/v/jNZAxUfeGNg?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir uns ein paar Beispielsvideos (tovid ist unter Linux das absolute Tool, um jedes Video in jedem Format auf DVD zu bannen, die dann jeder Schulplayer frisst) und die Hintergrundinformationenim Flyer zu Gemüte geführt haben, ging es direkt &#8220;kalt&#8221; in unser Klassenblog ans Schreiben und Dichten. Ich habe hier einmal vier Ergebnisse zusammengestellt, die innerhalb von ca. 40 Minuten entstanden sind &#8211; es entstehen immer noch welche, obwohl die Aktion schon mehrere Tage her ist:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Wenn die Menschen mich sehen<br />
dann weinen sie meist.</em><br />
<em>Dann müssen sie gehen<br />
und auch noch als Geist.<br />
Ich gebe kein Segen<br />
und habe kein Herz,<br />
Ich beende das Leben<br />
und bringe viel Schmerz.<br />
Einer stirbt an Atemnot,<br />
viele auch an Gehirntot.<br />
Viele Menschen sind ertrunken,<br />
die Titanic ist gesunken.<br />
Manch einer stirbt an nem Tumor<br />
oder erschlagen von Marmor.<br />
Wiederholt verbluten Emos<br />
Hippies spritzen sich bewusstlos.<br />
Massenhaft Autounfälle<br />
Im Alter zig Herzanfälle.<br />
Das sind verschiedene Arten<br />
wie man an verschiedenen Orten<br />
zu Tode kommen kann.</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>(eine junge Poetin)</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Oder das hier:</p>
<blockquote><p><em>Shule die ißt gans schon schwehr<br />
Rechschreibung besonderss ser</em></p>
<p><em>Die wörter die im dicktat fallehn<br />
wehrden rischtig geschrieheben von allen</em></p>
<p><em>Doch ich sizz hintehn letztte reie<br />
unnd wen ich versuchh zuh schreihbe<br />
saggt die lererin nuhr ach du meihne<br />
weihl kein reihm entsthet<br />
undd die fier dehn bach runterget.<br />
So jez fält mihr nichs mer ein<br />
mus langsham auch mahl genugk seihn<br />
Najaa nochh eeine rantnodiz</em></p>
<p><em>Rechschreibvehlerberiechtiger siind mihs<br />
also liehbe frauu meierr<br />
zeigenn sieh dochh mahl …<br />
undd gehben mir ne trei!</em></p>
<p><em>BITTE!</em></p>
<p><em>(dieser junge Poet ist übrigens ansonsten extrem sicher in der deutschen Rechtschreibung)<br />
</em></p></blockquote>
<p>Oder dies:</p>
<blockquote><p><em>Keiner will mich essen,</em></p>
<p><em>so langsam werd ich braun.</em></p>
<p><em>Erst schneiden die mich auf und dann werd ich vergessen.</em></p>
<p><em>In einer Dose gammel ich jetzt vor mir hin,</em></p>
<p><em>langsam hab ich kein bock mehr.</em></p>
<p><em>Ich leckres Ding werd nicht geschätzt,</em></p>
<p><em>immer werd ich nur verletzt.</em></p>
<p><em>Mit dem Messer stachen sie hinein,</em></p>
<p><em>aua schrie ich, aber nein,</em></p>
<p><em>keiner hört mein hilfeschrei.</em></p>
<p><em>Aufeinmal wird es warm,</em></p>
<p><em>sie haben mich gefunden.</em></p>
<p><em>Angewiedert packen die mich an,</em></p>
<p><em>weg damit, bis dann!</em></p>
<p><em>Jetzt lieg ich in der Tonne,</em></p>
<p><em>hab angst das ich verronne.</em></p>
<p><em>Langsam werd ich schwach,</em></p>
<p><em>traurig geh ich ein.</em></p>
<p><em>Nun ist mein Leben ende,</em></p>
<p><em>es kriegt nicht mehr ´ne Wende.</em></p>
<p><em>(eine junge Poetin)</em></p></blockquote>
<p>Und zuletzt dieser Text:<em></em></p>
<blockquote><p><em>Was willst du man so geht das nicht</em></p>
<p><em>du musst mir helfen,</em></p>
<p><em>ich kann dass nicht.</em></p>
<p><em>Ich muss was machen,</em></p>
<p><em>was mache ich bloß,</em></p>
<p><em>ich habe Angst,</em></p>
<p><em>ich bin ein Kloß.</em></p>
<p><em>Ich kann nichts machen</em></p>
<p><em>ich muss was schaffen,</em></p>
<p><em>gleich werd ich gefressen,</em></p>
<p><em>ich muss mich mesen,</em></p>
<p><em>habe ich denn auch eine gute Figur,</em></p>
<p><em>nein ich bin ein Fettkolß pur.</em></p>
<p><em>So jetzt werde ich gegessen,</em></p>
<p><em>habe keine Hilfe ermessen.</em></p>
<p><em>Werde jetzt zugrunde gehen,</em></p>
<p><em>ohen vorher fremd zu gehen,</em></p>
<p><em>habe mal wieder mega Schiss</em></p>
<p><em>und dabei auch noch einen Riss.</em></p>
<p><em>Die Gabel sticht in mich hinein</em></p>
<p><em>und ich erleuchte im hellem Schein.</em></p>
<p><em>ENDE</em></p>
<p><em>(eine junge Poetin)</em></p></blockquote>
<p style="text-align: justify;">An dieser Sammlung ungeschliffener Texte lässt sich allerhand zeigen: Zur Zeit suche ich mit der Klasse Stellen, die &#8220;holprig&#8221; klingen, und wir versuchen, Vorschläge für metrische(!) Verbesserungen zu machen. Auch möchte ich gemeinsam mit den SuS überlegen, wie und warum diese Texte &#8220;funktionieren&#8221; und im Blog viele lobende Kommentare ausgelöst haben. Ohne Kenntnisse über Lyrik geht das natürlich nicht &#8211; beim Schreiben selbst braucht man sie nicht, aber beim Überarbeiten. Und wenn das Ergebnis danach noch mehr überzeugt, sind die SuS vielleicht beim nächsten trockenen Schillertext mehr beeindruckt oder zumindest sensibilisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Organisation der Texte in einem Blog ist DER Effektivitätsschub &#8211; alle Texte stehen allen jederzeit zur Verfügung für Kommentare o.ä., Einbettung der eigenen Lieblingsslams für neue Ideen usw.. Gut kombinieren könnte man die Geschichte &#8211; so im G8 dafür Zeit bliebe &#8211; mit ein wenig <a title="http://riecken.de/index.php/2008/11/rock-your-schweinehund-die-freie-rede-uben/" href="http://riecken.de/index.php/2008/11/rock-your-schweinehund-die-freie-rede-uben/" target="_blank">Vortragstechnik</a> &#8211; mal schauen.</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=2566&amp;md5=ce280b37ecfe1dbabe50dd7b4db81135" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Blogerfahrungen &#8211; data consolidation</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/09/blogerfahrungen-data-consolidation/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 14:33:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr arbeite ich mit zwei Klassen mit Blogs. Wie ich das bisher tue und wie ich den Schutzraum gerantiere, sieht man hier und hier. Beobachtungen: sie kommen klar sie schreiben längere Texte als im Deutschheft es gibt sehr ernste Hinweise darauf, dass bereits erstellte Texte die sich noch im Erstellungsprozess befindenden in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Auch in diesem Jahr arbeite ich mit zwei Klassen mit Blogs. Wie ich das bisher tue und wie ich den Schutzraum gerantiere, sieht man<a title="http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/" href="http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/" target="_blank"> hier</a> und <a title="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/" href="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/" target="_blank">hier</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Beobachtungen:</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>sie kommen klar</li>
<li>sie schreiben längere Texte als im Deutschheft</li>
<li>es gibt sehr ernste Hinweise darauf, dass bereits erstellte Texte die sich noch im Erstellungsprozess befindenden in irgendeiner Art und Weise beeinflussen, d.h. es gibt anscheinend eine Art systemisches Feedback</li>
<li>es bewährt sich, das Blog als Klasse und nicht als einzelner SuS zu gestalten, weil einfach mehr passiert, wenn sich darin 25-30 Leute tummeln</li>
<li>es kommt meiner Art und Weise, Informationen zu erfassen (sprunghaft-assoziativ) sehr entgegen (Hausaufgabenkontrolle)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><strong>Konsequenzen:</strong></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>ich möchte die beide Blogs auf Dauer zu einem &#8220;Rieck&#8217;schen&#8221; Schulblog konsolidieren</li>
<li>ich möchte ihnen erklären, wie sie die bisher durch Members Access geschützten Inhalte partiell öffentlich freigeben, entweder aus eigenem Antrieb, auf meine Empfehlung hin oder aus der durch Kommentare verursachten Ermunterung heraus</li>
<li>ich möchte den dabei entstehenden Feed hier im Blog einbinden, um eine externe Grundrezeption zu initiieren</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Mal sehen, ob ich morgen einen PC-Raum ergattere&#8230;</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=2415&amp;md5=a272c3be6103056d6baefcf3102d88cd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Nein, Moodle ist kein System für Schüler, es ist eines für Lehrkräfte</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/08/nein-moodle-ist-kein-system-fur-schuler-es-ist-eines-fur-lehrkrafte/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2010/08/nein-moodle-ist-kein-system-fur-schuler-es-ist-eines-fur-lehrkrafte/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 05:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[geschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[selbstbestimmt]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der &#8220;Macher&#8221; und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem  direkten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der &#8220;Macher&#8221; und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem  direkten Umfeld bekannte halbwegs schülerzentrierte Moodlevorhaben im Schulkontext ist das europäische Comeniusprojekt meiner Schule. <a title="http://shiftingschool.wordpress.com" href="http://shiftingschool.wordpress.com" target="_blank">Lisa Rosa</a> hat Moodle in einem Kommentar einmal als &#8220;Bevormundungsplattform&#8221; bezeichnet, was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in dieser Radikalität empfunden habe, nun aber etwas differenzierter sehe durch die Erfahrungen in der Arbeit mit Blogs.</p>
<p style="text-align: justify;">Ist es nicht frappierend, dass auf ich auf moodle.org (ich dort schon lange unterwegs) so gut wie nie  einen Bericht oder Erfahrungen aus Teilnehmendensicht gelesen habe? Wer  bestimmt die Weiterentwicklung von Moodle? Der Teilnehmer oder die  Lehrenden? Wessen Produkt und Wunsch sind z.B.  die neuen Conditional  Activities, die für ebenso viel Supportbedarf wie das Rollensystem  sorgen werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2355"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Um nicht falsch verstanden zu werden: Es gibt Anwendungsbereiche, in denen der Moodleeinsatz sinnvoll sein kann und zwar immer dann, wenn Lernprozesse eine Abschottung benötigen oder Wissen zu schützen ist &#8211; etwa in kommerziellen Kontexten, im Rahmen einer <a title="http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/" href="http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/">Evaluation</a>, beim <a title="http://riecken.de/index.php/2009/04/e-learning-evolutions/" href="http://riecken.de/index.php/2009/04/e-learning-evolutions/">Einstieg ins Internet</a> usw.. Das volle Potential kollaborativer Lernprozesse ist jedoch in meinen Augen mit Moodle schon &#8220;by design&#8221; nicht oder nur sehr aufwändig abzudecken. Meine Schülerinnen und Schüler haben es z.B. nie freiwillig genutzt, sondern immer nur, weil sie &#8220;mussten&#8221;, weil es z.B. eine Aufgabe gab oder ein Verweis auf einen zu lesenden Text &#8211; das ist bei z.B. WordPress vollständig anders&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Das lag auch an mir und meinem Umgang mit Moodle: Ich hatte verglichen mit anderen &#8220;Webpublishingsystemen&#8221; immer das Gefühl, mich totklicken und -suchen zu müssen, <em>um gewisse Freiheiten für SuS zu ermöglichen</em>, ihnen z.B. zu erlauben Inhalte selbst zu erstellen. Gelang mir das, so wurden diese Inhalte maximal von mir selbst und einigen wenigen engagierten SuS rezipiert &#8211; aber genau darin sehe ich zur Zeit das eigentliche Potential, welches ich in meinem Unterricht nur erreiche, wenn ich den SuS Freiheiten gebe, z.B. die Freiheit selbst zu bestimmen, wie und wann sie in welchem Umfang ihre Texte, Ideen usw. gestalten und veröffentlichen. Dafür ist Moodle in meinen Augen denkbar ungeeignet, da nach wie vor der Lehrende und niemand sonst Strukturen vorgibt und so die gewachsenen Hierarchien auch virtuell erhalten bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe im vergangenen Jahr gesehen, wie meine SuS <a title="http://riecken.de/index.php/2009/12/mahara-i-just-met-a-girl-named-mahara/" href="http://riecken.de/index.php/2009/12/mahara-i-just-met-a-girl-named-mahara/">Mahara</a> und <a title="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/" href="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/">WordPress</a> nutzen, wie intuitiv und schnell sie eigene Produkte erstellen ohne dass ich viel zu Strukturen und Abläufen erklären muss &#8211; sie finden ihre eigenen Strukturen und Abläufe, weil beide Systeme das von ihrer Ausrichtung her ermöglichen. Moodle muss erst mühsam durch Rollenzuweisungen dafür hingebogen werden, was ohne LDAP-Enrolement und vergleichbare administrative Erleichterungen mir überhaupt keinen Spaß macht und zudem bei einer Schule unserer Größe auch kaum mehr zu leisten ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle ist für mich persönlich eine notwendige Brückentechnologie, um von alten, eher dem Kontrollbedürfnis entsprungenen Unterrichtsformen hin zu Peer2Peer-Reviews zu kommen, die mich als Lehrer spürbar bei Routineaufgaben entlasten.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle ist für mich nicht tot und ich denke, dass Moodle durchaus auch an meiner Schule seinen Platz weiterhin haben wird, jedoch nicht im direkten Unterrichtseinsatz, sondern vielmehr im Bereich der Kollaboration zwischen den Kollegen. Ich werde Moodle einsetzen für weitere Comeniusprojekte, wo es dank seiner vielfältigen Lokalisierungen natürlich seine Stärken ausspielen kann. Nach wie vor sehe ich Potential im Bereich von Testfragen, etwa Vokabeltests, Multiple-Choice-Lernkontrollen usw. und kann mir das auch für meinen Unterricht vorstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für das, was ich mittlerweile unter &#8220;eigenverantwortlich&#8221;, &#8220;selbstständig&#8221;, &#8220;frei&#8221; verstehe, passt Moodle für meinen Unterricht nicht als Werkzeug &#8211; da halte ich andere Systeme für besser geeignet.</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=2355&amp;md5=e3461c7fb61eabead2de44a077b268a2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mahara &#8211; I just met a girl named Mahara&#8230;</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2009/12/mahara-i-just-met-a-girl-named-mahara/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 20:05:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Tech-Talk]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Mahara]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerzentrierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Mahara (dort gibt es auch eine Demo) ist ein E-Portfoliosystem, was bei uns an der Schule immer mal &#8220;mitlief&#8221;. Da es die gleiche Authentifizierungsquelle nutzt wie unser Schulmoodle, steht es allen Schulangehörigen ohne weitere Bedingungen offen. Mahara bedient sich intuitiv &#8211; so intuitiv, dass sich gerade immer noch Fünftklässler von mir, die ich gestern in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a title="http://www.mahara.org/" href="http://www.mahara.org/" target="_blank">Mahara</a> (dort gibt es auch eine Demo) ist ein E-Portfoliosystem, was bei uns an der Schule immer mal &#8220;mitlief&#8221;. Da es die gleiche Authentifizierungsquelle nutzt wie unser Schulmoodle, steht es allen Schulangehörigen ohne weitere Bedingungen offen. Mahara bedient sich intuitiv &#8211; so intuitiv, dass sich gerade immer noch Fünftklässler von mir, die ich gestern in das System eingeführt habe, darin tummeln.Für Moodle brauchte ich immer mindestens zwei Einführungsstunden für jede Klassenstufe. In Mahara muss man nur verstehen, was eine Ansicht ist und wie man da Medien, Texte usw. mit der Maus hineinzieht &#8211; den (abschaltbaren) Communitykrams haben die SuS sofort spitz, weil sie es schon kennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist Mahara denn nun?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mahara ist ein schülerzentriertes Tool mit ausgefeilten Communityfunktionen (Social Networking so richtig seit Mahara 1.2), die teilweise sogar Facebook fehlen. SuS können sogenannte Ansichten einfach per Drag&#8217;n Drop gestalten und bestimmen, wer diese Ansichten sehen wann und notfalls auch wie lange darf. So lassen sich auf einfache Weise Lesetagebücher, &#8220;Plakate&#8221; zu Themen, klassische Portfolioseiten u.v.m gestalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Web2.0-affine Mensch findet sich nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit darin blendend zurecht. Mahara ist kontrollierter Kontrollverlust, da jeder jederzeit bestimmt, wer welche Ansicht sieht, sich aber auch jeder jederzeit mit jedem vernetzen kann. Jeder Benutzer kann eigene Gruppen erstellen und Freunde in diese Gruppen einladen, es gibt eine persönliche Pinnwand &#8211; es gibt eben einfach alles, was kommerzielle Systeme wie Facebook bieten &#8211; es ist nur geschützt, vernetzen kann man sich damit via XML-RPC trotzdem, unser Moodle ist mittlerweile so angedockt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Userinterface ist modern und basiert komplett auf Ajax. Als ich das heute alles gesehen habe, machte es in meinem Kopf andauert &#8220;Pling! &#8211; das könntest du damit&#8230;&#8221; und &#8220;Pling! &#8211; *das* ist Schülerzentrierung&#8221; und zeitweise sogar &#8220;Pling! &#8211; hmpf, Moodle?&#8221;. Keine Sorge &#8211; Moodle wird das auch bei mir überleben, der Ansatz von Moodle ist nur ein komplett anderer &#8211; obwohl: Gegen Mahara empfinde ich die Partizipationsmöglichkeiten von Teilnehmenden in Moodle jetzt schon als erbärmlich (und) kompliziert. Diesen Prozess muss man in Moodle aktiv konstruieren und bleibt dann dennoch auf wenige Aktivitäten beschränkt. Nachteilig an Mahara ist das große Ablenkungspotential durch die Communityfunktionen &#8211; um Inhalte geht es bei meinen Fünftklässlern bisher noch nicht sooo viel&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Traum:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Beide Systeme verschmelzen &#8211; dann hat man beides. Geht ja leidlich. Via XML-RPC (MNET).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Tipp:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Da schläft der nächste Hype&#8230;</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=1294&amp;md5=b8daeb443397921d7ad67d819ee835a9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was ist eigentlich Google Wave?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2009/11/was-ist-eigentlich-google-wave/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 19:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Tech-Talk]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wave]]></category>

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		<description><![CDATA[Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was für das Gesamtergebnis wichtig ist. In einem Unterrichtsgespräch oder durch eine andere Form werden die einzelnen Gruppenarbeitsergebnisse zusammengeführt. Jetzt werfen wir einmal einen Blick auf den Schaffensprozess innerhalb einer solchen Kleingruppe:</p>
<ul>
<li>jedes Gruppenmitglied liest seinen Abschnitt zunächst für sich und markiert bzw. fügt Notizen hinzu (Phase 1)</li>
<li>die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengetragen (Phase 2)</li>
<li>er erfolgt in einer Diskussion eine Kategorisierung und Hierarchisierung (Phase 3)</li>
<li>es wird ein Gruppenvortrag auf Basis der gewonnenen Ergebnisse erarbeitet (Phase 4)</li>
<li>der Gruppenvortrag wird im Plenum präsentiert (Phase 5)</li>
</ul>
<p>Dabei möchte ich folgende Beobachtungen festhalten:</p>
<ol>
<li>Dokumentiert ist am Ende der Arbeit das Arbeitsergebnis, jedoch nicht der Prozess von dessen Entstehung</li>
<li>Gruppen werden von einzelnen Mitgliedern oft dominiert, während &#8211; abhängig von der Gruppengröße &#8211; sich auch Rückzugsmöglichkeiten für einzelne ergeben</li>
</ol>
<p><strong>Was für ein Prozess ist innerhalb einer Wave denkbar?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nehmen wir an, die obige Aufgabe sei als Wave konzipiert.<strong> </strong>Nehmen wir ferner an, die Gruppenarbeit liefe im PC-Raum ab. Man muss bei Wave noch wissen, dass das System jeden Tastendruck sofort abbildet (abschaltbar).</p>
<ul>
<li><span id="more-1232"></span>Bereits beim Lesen würden Bemerkungen aller Gruppenmitglieder im Text sichtbar: Jedes Gruppenmitglied würde über einen eigenen Cursor verfügen, der für alle aus der Gruppe simultan auf dem Bildschirm erscheint. Daher bekomme ich als Gruppenmitglied also mit, dass Peter z.B. das Oxymoron in der ersten Zeile bereits erkannt hat und gerade richtig benennt. Sollte das nicht der Fall sein, kann sofort direkt zu seinem Kommentar eine Anmerkung machen, die auch wiederum alle zum Zeitpunkt ihres Entstehens mitbekommen. Wenn Peter gut arbeitet, gehe ich eben schon zur nächsten interessanten Textstelle. Es &#8220;wühlen&#8221; also gleichzeitig verschiedene &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; im Text herum, wobei jede Ameise in ihrer Arbeit sofort sichtbar ist. Damit werden ineffiziente Doppelungen vermieden &#8211; der Text füllt sich quasi von Geisterhand, in echter, effizienter Arbeitsteilung. Kommentare u.ä. lassen sich umschalten zu unauffälligen Pictogrammen, die den Lesefluss nicht stören &#8211; kleine &#8220;More-Tags&#8221; quasi (Phase 1)</li>
</ul>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Das ungeordnete Zusammentragen der Arbeitergebnisse entfällt, da alle Beobachtungen an der richtigen Stelle im Text innerhalb der Wave markiert und für jeden sichtbar sind &#8211; es setzt nun ein individueller Leseprozess ein, der eventuell an der einen oder anderen Stelle zu Korrekturen führt, mit wiederum sichtbaren &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; &#8211; jedes Mitglied besitzt eine (Phase 2).</li>
<li style="text-align: justify;">Es bleibt nun <em><strong>Zeit</strong></em> für das Team für die Erarbeitung des Ergebnisses essentielle Kategorisierung/Hierarchisierung. Das kann uns sollte im Gespräch stattfinden &#8211; dazu bedarf es eigentlich einer gruppenweisen Anordnung der PCs zu &#8220;Lerninseln&#8221;. (Phase 3).</li>
<li style="text-align: justify;">Es erfolgt zusätzlich eine Segmentierung des Ergebnisses, sodass alle &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; gleichzeitig innerhalb der Wave ihr Produkt gestalten (Phase 4).</li>
<li style="text-align: justify;">Innerhalb der Präsentation kann der Entstehungsprozess mit dokumentiert werden, da eine Wave quasi &#8220;aufgenommen&#8221; wird und hinterher chronologisch in beliebiger Geschwindigkeit abgespielt werden kann, d.h. der Zuschauende kann den Prozess oder ausgewählte Teile daraus &#8220;sehen&#8221;  (alle Ameisen&#8230;) &#8211; die Gruppenarbeit läuft quasi noch einmal in einer Art &#8220;Film&#8221; ab (Phase 5).</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Achja &#8211; Wave wird OpenSource, d.h. im Gegensatz zu GoogleApps, kann eine Wave auch in einem geschlossenen Intranet laufen, inkl. Anbindung an ein vorhandenes Authentifizierungsystem. Unnötig zu erwähnen, dass durch die Dokumentation des Prozesses &#8211; auch für den Lehrenden &#8211; sich ganz andere Beratungsmöglichkeiten auftun, ggf. sogar individuelle Stärken und Schwächen erkennbar werden &#8211; trotz Gruppenarbeit. Das betrifft auch eventuelle Dominanzen innerhalb der Gruppe. Ich könnte auch Eltern durch die &#8220;Play-Funktion&#8221; vorführen, was ich sonst nur beschreiben kann. Wenn Systeme wie Moodle jeden Klick dokumentieren, dokumentiert eine Wave sogar temporale Dimensionen von Verhalten. Das birgt Gefahren, das birgt &#8211; sinnvoll eingesetzt &#8211; auch Chancen.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle kann nur asynchron, selbst das Chatmodul bzw. der Messenger sind nach gängiger Definition allenfalls quasi-synchron. Daher sehe ich <strong>für mich</strong> bisher keinen sinnvollen Moodleeinsatz <strong>im</strong> Unterricht, wohl aber zur <strong>Ergänzung </strong>von Unterricht oder zu <strong>Kommunikation</strong> über größere Entfernungen (da darf gerne auch asynchron sein), weil ich glaube, dass man das, was man mit Menschen tun kann (in der Schule gibt es ja welche), auch mit Menschen tun sollte. Im Unterricht sind diese für mich  innerhalb von Moodle aber nicht in der Weise präsent, wie sie es in einer Wave wären. Außerdem zeigt das Beispiel, dass innerhalb einer Wave, die &#8220;Brot und Butter&#8221;-Phase wesentlich effizienter gestaltet werden kann, während die &#8220;Salami&#8221;-Phase (Diskussion!) dadurch mehr Raum erhalten könnte &#8211; zumindest theoretisch, weil den meisten SuS das Konzept der Wave (viele Eindrücke simultan) aus den heutigen WEb2.0-Communities nicht fremd ist. Es bleibt als Herausforderung das Problem  des gläsernen Schülers, viel gläserner als in Moodle.</p>
<p style="text-align: justify;">Und: Google Wave ist noch nicht einmal fertig, sondern zur Zeit lediglich ein Prototyp. Aber das Konzeeeehept, das Konzept&#8230;. Wahnsinn. Nach den ersten Blicken wüsste ich auch nicht, was dagegen spräche, Moodle und Wave zu integrieren, da entsprechende Apps (z.B. für Blogs) bereits entwickelt sind. Mehr als einen Filter in Moodle wird nicht notwendig sein.</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=1232&amp;md5=20d1178a48bba6aaa7e9b14fbddec09a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Moodle &#8211; ein Lehrendensubstitut?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2008/03/moodle-ein-lehrendensubstitut/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 09:02:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Überlegung]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[kritisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Große Hoffnungen werden zur Zeit in das LMS &#8220;Moodle&#8221; gesetzt. Stichworte wie &#8220;Schüleraktivierung&#8221;, &#8220;Dokumentierbarkeit von Schülerleistungen&#8221; und &#8220;Weg vom klassischen Frontalunterricht&#8221; machen unter Moodlenutzern die Runde. Und tatsächlich: Sinnvoll als methodische Ergänzung zum eigenen Unterricht eingesetzt, leistet Moodle genau das. Moodle birgt aber auch die Gefahr einer großen Verführung für den Lehrenden: Schließlich setzt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Große Hoffnungen werden zur Zeit in das LMS &#8220;Moodle&#8221; gesetzt. Stichworte wie &#8220;Schüleraktivierung&#8221;, &#8220;Dokumentierbarkeit von Schülerleistungen&#8221; und &#8220;Weg vom klassischen Frontalunterricht&#8221; machen unter Moodlenutzern die Runde. Und tatsächlich: Sinnvoll als methodische Ergänzung zum eigenen Unterricht eingesetzt, leistet Moodle genau das.</p>
<p>Moodle birgt aber auch die Gefahr einer großen Verführung für den Lehrenden: Schließlich setzt er Moodle ein, ist damit schon &#8220;modern&#8221; und kann sich dadurch effektiv innerhalb eines Kollegiums profilieren.  So wird gerade zu Anfang der Moodlenutzung vergessen, dass Schülerinnen und Schüler gerade aus einem ganz bestimmten Grund in die Schule &#8211; also in ein Gebäude außerhalb der eigenen vier Wände &#8211; gehen: Soziale Kontakte und Lernatmosphäre. Ich mache die Erfahrung, dass ich von Menschen, denen ich vertraue und die ich für integer halte, schneller und besser lerne, als von anderen Persönlichkeitstypen. Wie sieht es mit der Persönlichkeit eines Rechners aus?</p>
<p>Flüchten wir als Lehrende nicht oft genug ein stückweit vor der pädagogischen Verantwortung, wenn wir z.B. am Freitag in der 5. oder 6. Stunde in den Computerraum gehen und dort den Schülerinnen und Schülern statt vorbereiteter, anfassbarer Materialien und echten Diskussionen PDFs und virtuelle Kontakte bieten? Was unterscheidet ein solches Lernen eigentlich von dem Einschieben einer Lern-CD in den heimischen PC?</p>
<p>Ein guter Lehrer wird nicht einfach den Satz &#8220;Nun sucht einmal im Internet zum Begriff&#8230;&#8221; durch eine Materialienanhäufung innerhalb eines Moodlekurses ersetzen &#8211; vielleicht sogar noch mit einem Wiki dabei, in das die im Netz gefundenen Ergebnisse per Drag&#8217;n Drop eingefügt werden. Er wird sich und seine Lernkontrollen nicht vollständig durch das Testmodul von Moodle substituieren.</p>
<p>Er wird Moodle vor allem als Instrument der Kommunikation außerhalb des Unterrichts entwickeln &#8211; das größte Potential sehe ich hierbei in der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, angefangen vom zwanglosen Materialaustausch bis hin zur gemeinsamen Verwaltung von Terminen oder der dem fachlichen Austausch.</p>
<p>Wenn Moodle der Lehrende wird, ist Moodle schlecht und falsch verstanden eingesetzt. Moodle muss und darf lediglich das Instrument des Lehrenden sein.</p>
 <p><a href="http://riecken.de/?flattrss_redirect&amp;id=104&amp;md5=1bd0b1e2acb1fadbd7f6ef2c04d61e80" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riecken.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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