Sonntag 5. September 2010 von Maik Riecken
Auch in diesem Jahr arbeite ich mit zwei Klassen mit Blogs. Wie ich das bisher tue und wie ich den Schutzraum gerantiere, sieht man hier und hier.
Beobachtungen:
- sie kommen klar
- sie schreiben längere Texte als im Deutschheft
- es gibt sehr ernste Hinweise darauf, dass bereits erstellte Texte die sich noch im Erstellungsprozess befindenden in irgendeiner Art und Weise beeinflussen, d.h. es gibt anscheinend eine Art systemisches Feedback
- es bewährt sich, das Blog als Klasse und nicht als einzelner SuS zu gestalten, weil einfach mehr passiert, wenn sich darin 25-30 Leute tummeln
- es kommt meiner Art und Weise, Informationen zu erfassen (sprunghaft-assoziativ) sehr entgegen (Hausaufgabenkontrolle)
Konsequenzen:
- ich möchte die beide Blogs auf Dauer zu einem “Rieck’schen” Schulblog konsolidieren
- ich möchte ihnen erklären, wie sie die bisher durch Members Access geschützten Inhalte partiell öffentlich freigeben, entweder aus eigenem Antrieb, auf meine Empfehlung hin oder aus der durch Kommentare verursachten Ermunterung heraus
- ich möchte den dabei entstehenden Feed hier im Blog einbinden, um eine externe Grundrezeption zu initiieren
Mal sehen, ob ich morgen einen PC-Raum ergattere…
Auch in diesem Jahr arbeite ich mit zwei Klassen mit Blogs. Wie ich das bisher tue und wie ich den Schutzraum gerantiere, sieht man hier und hier.
Beobachtungen:
sie kommen klar
sie schreiben längere Texte als im Deutschheft
es gibt sehr ernste Hinweise darauf, dass bereits erstellte Texte die sich noch im Erstellungsprozess befindenden in irgendeiner Art und Weise beeinflussen, d.h. es gibt anscheinend eine Art systemisches Feedback
es bewährt sich, das Blog als Klasse und nicht als einzelner SuS zu gestalten, weil einfach mehr passiert, wenn sich darin 25-30 Leute tummeln
es kommt meiner Art und Weise, Informationen zu erfassen (sprunghaft-assoziativ) sehr entgegen (Hausaufgabenkontrolle)
Konsequenzen:
ich möchte die beide Blogs auf Dauer zu einem "Rieck'schen" Schulblog konsolidieren
ich möchte ihnen erklären, wie sie die bisher durch Members Access geschützten Inhalte partiell öffentlich freigeben, entweder aus eigenem Antrieb, auf meine Empfehlung hin oder aus der durch K
Kategorie: Methoden |
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Montag 30. August 2010 von Maik Riecken
Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der “Macher” und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem direkten Umfeld bekannte halbwegs schülerzentrierte Moodlevorhaben im Schulkontext ist das europäische Comeniusprojekt meiner Schule. Lisa Rosa hat Moodle in einem Kommentar einmal als “Bevormundungsplattform” bezeichnet, was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in dieser Radikalität empfunden habe, nun aber etwas differenzierter sehe durch die Erfahrungen in der Arbeit mit Blogs.
Ist es nicht frappierend, dass auf ich auf moodle.org (ich dort schon lange unterwegs) so gut wie nie einen Bericht oder Erfahrungen aus Teilnehmendensicht gelesen habe? Wer bestimmt die Weiterentwicklung von Moodle? Der Teilnehmer oder die Lehrenden? Wessen Produkt und Wunsch sind z.B. die neuen Conditional Activities, die für ebenso viel Supportbedarf wie das Rollensystem sorgen werden?
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Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der "Macher" und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem direkten Umfeld bekannte halbwegs schülerzentrierte Moodlevorhaben im Schulkontext ist das europäische Comeniusprojekt meiner Schule. Lisa Rosa hat Moodle in einem Kommentar einmal als "Bevormundungsplattform" bezeichnet, was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in dieser Radikalität empfunden habe, nun aber etwas differenzierter sehe durch die Erfahrungen in der Arbeit mit Blogs.
Ist es nicht frappierend, dass auf ich auf moodle.org (ich dort schon lange unterwegs) so gut wie nie einen Bericht oder Erfahrungen aus Teilnehmendensicht gelesen habe? Wer bestimmt die Weiterentwicklung von Moodle? Der Teilnehmer oder die Lehrenden? Wessen Produkt und Wun
Kategorie: Methoden, Moodle |
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Donnerstag 3. Dezember 2009 von Maik Riecken
Mahara (dort gibt es auch eine Demo) ist ein E-Portfoliosystem, was bei uns an der Schule immer mal “mitlief”. Da es die gleiche Authentifizierungsquelle nutzt wie unser Schulmoodle, steht es allen Schulangehörigen ohne weitere Bedingungen offen. Mahara bedient sich intuitiv – so intuitiv, dass sich gerade immer noch Fünftklässler von mir, die ich gestern in das System eingeführt habe, darin tummeln.Für Moodle brauchte ich immer mindestens zwei Einführungsstunden für jede Klassenstufe. In Mahara muss man nur verstehen, was eine Ansicht ist und wie man da Medien, Texte usw. mit der Maus hineinzieht – den (abschaltbaren) Communitykrams haben die SuS sofort spitz, weil sie es schon kennen.
Was ist Mahara denn nun?
Mahara ist ein schülerzentriertes Tool mit ausgefeilten Communityfunktionen (Social Networking so richtig seit Mahara 1.2), die teilweise sogar Facebook fehlen. SuS können sogenannte Ansichten einfach per Drag’n Drop gestalten und bestimmen, wer diese Ansichten sehen wann und notfalls auch wie lange darf. So lassen sich auf einfache Weise Lesetagebücher, “Plakate” zu Themen, klassische Portfolioseiten u.v.m gestalten.
Jeder Web2.0-affine Mensch findet sich nach einer sehr kurzen Einarbeitungszeit darin blendend zurecht. Mahara ist kontrollierter Kontrollverlust, da jeder jederzeit bestimmt, wer welche Ansicht sieht, sich aber auch jeder jederzeit mit jedem vernetzen kann. Jeder Benutzer kann eigene Gruppen erstellen und Freunde in diese Gruppen einladen, es gibt eine persönliche Pinnwand – es gibt eben einfach alles, was kommerzielle Systeme wie Facebook bieten – es ist nur geschützt, vernetzen kann man sich damit via XML-RPC trotzdem, unser Moodle ist mittlerweile so angedockt.
Das Userinterface ist modern und basiert komplett auf Ajax. Als ich das heute alles gesehen habe, machte es in meinem Kopf andauert “Pling! – das könntest du damit…” und “Pling! – *das* ist Schülerzentrierung” und zeitweise sogar “Pling! – hmpf, Moodle?”. Keine Sorge – Moodle wird das auch bei mir überleben, der Ansatz von Moodle ist nur ein komplett anderer – obwohl: Gegen Mahara empfinde ich die Partizipationsmöglichkeiten von Teilnehmenden in Moodle jetzt schon als erbärmlich (und) kompliziert. Diesen Prozess muss man in Moodle aktiv konstruieren und bleibt dann dennoch auf wenige Aktivitäten beschränkt. Nachteilig an Mahara ist das große Ablenkungspotential durch die Communityfunktionen – um Inhalte geht es bei meinen Fünftklässlern bisher noch nicht sooo viel…
Mein Traum:
Beide Systeme verschmelzen – dann hat man beides. Geht ja leidlich. Via XML-RPC (MNET).
Mein Tipp:
Da schläft der nächste Hype…
Mahara (dort gibt es auch eine Demo) ist ein E-Portfoliosystem, was bei uns an der Schule immer mal "mitlief". Da es die gleiche Authentifizierungsquelle nutzt wie unser Schulmoodle, steht es allen Schulangehörigen ohne weitere Bedingungen offen. Mahara bedient sich intuitiv - so intuitiv, dass sich gerade immer noch Fünftklässler von mir, die ich gestern in das System eingeführt habe, darin tummeln.Für Moodle brauchte ich immer mindestens zwei Einführungsstunden für jede Klassenstufe. In Mahara muss man nur verstehen, was eine Ansicht ist und wie man da Medien, Texte usw. mit der Maus hineinzieht - den (abschaltbaren) Communitykrams haben die SuS sofort spitz, weil sie es schon kennen.
Was ist Mahara denn nun?
Mahara ist ein schülerzentriertes Tool mit ausgefeilten Communityfunktionen (Social Networking so richtig seit Mahara 1.2), die teilweise sogar Facebook fehlen. SuS können sogenannte Ansichten einfach per Drag'n Drop gestalten und bestimmen, wer diese Ansichten sehen wann und notfalls auch w
Kategorie: Moodle, Tech-Talk |
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Sonntag 8. November 2009 von Maik Riecken
Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was für das Gesamtergebnis wichtig ist. In einem Unterrichtsgespräch oder durch eine andere Form werden die einzelnen Gruppenarbeitsergebnisse zusammengeführt. Jetzt werfen wir einmal einen Blick auf den Schaffensprozess innerhalb einer solchen Kleingruppe:
- jedes Gruppenmitglied liest seinen Abschnitt zunächst für sich und markiert bzw. fügt Notizen hinzu (Phase 1)
- die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengetragen (Phase 2)
- er erfolgt in einer Diskussion eine Kategorisierung und Hierarchisierung (Phase 3)
- es wird ein Gruppenvortrag auf Basis der gewonnenen Ergebnisse erarbeitet (Phase 4)
- der Gruppenvortrag wird im Plenum präsentiert (Phase 5)
Dabei möchte ich folgende Beobachtungen festhalten:
- Dokumentiert ist am Ende der Arbeit das Arbeitsergebnis, jedoch nicht der Prozess von dessen Entstehung
- Gruppen werden von einzelnen Mitgliedern oft dominiert, während – abhängig von der Gruppengröße – sich auch Rückzugsmöglichkeiten für einzelne ergeben
Was für ein Prozess ist innerhalb einer Wave denkbar?
Nehmen wir an, die obige Aufgabe sei als Wave konzipiert. Nehmen wir ferner an, die Gruppenarbeit liefe im PC-Raum ab. Man muss bei Wave noch wissen, dass das System jeden Tastendruck sofort abbildet (abschaltbar).
Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was für das Gesamtergebnis wichtig ist. In einem Unterrichtsgespräch oder durch eine andere Form werden die einzelnen Gruppenarbeitsergebnisse zusammengeführt. Jetzt werfen wir einmal einen Blick auf den Schaffensprozess innerhalb einer solchen Kleingruppe:
jedes Gruppenmitglied liest seinen Abschnitt zunächst für sich und markiert bzw. fügt Notizen hinzu (Phase 1)
die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengetragen (Phase 2)
er erfolgt in einer Diskussion eine Kategorisierung und Hierarchisierung (Phase 3)
es wird ein Gruppenvortrag auf Basis der gewonnenen Ergebnisse erarbeitet (Phase 4)
der Gruppenvortrag wird im Plenum präse
Kategorie: Aus der Schule, Pädagogik, Tech-Talk |
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Montag 10. März 2008 von Maik Riecken
Große Hoffnungen werden zur Zeit in das LMS “Moodle” gesetzt. Stichworte wie “Schüleraktivierung”, “Dokumentierbarkeit von Schülerleistungen” und “Weg vom klassischen Frontalunterricht” machen unter Moodlenutzern die Runde. Und tatsächlich: Sinnvoll als methodische Ergänzung zum eigenen Unterricht eingesetzt, leistet Moodle genau das.
Moodle birgt aber auch die Gefahr einer großen Verführung für den Lehrenden: Schließlich setzt er Moodle ein, ist damit schon “modern” und kann sich dadurch effektiv innerhalb eines Kollegiums profilieren. So wird gerade zu Anfang der Moodlenutzung vergessen, dass Schülerinnen und Schüler gerade aus einem ganz bestimmten Grund in die Schule – also in ein Gebäude außerhalb der eigenen vier Wände – gehen: Soziale Kontakte und Lernatmosphäre. Ich mache die Erfahrung, dass ich von Menschen, denen ich vertraue und die ich für integer halte, schneller und besser lerne, als von anderen Persönlichkeitstypen. Wie sieht es mit der Persönlichkeit eines Rechners aus?
Flüchten wir als Lehrende nicht oft genug ein stückweit vor der pädagogischen Verantwortung, wenn wir z.B. am Freitag in der 5. oder 6. Stunde in den Computerraum gehen und dort den Schülerinnen und Schülern statt vorbereiteter, anfassbarer Materialien und echten Diskussionen PDFs und virtuelle Kontakte bieten? Was unterscheidet ein solches Lernen eigentlich von dem Einschieben einer Lern-CD in den heimischen PC?
Ein guter Lehrer wird nicht einfach den Satz “Nun sucht einmal im Internet zum Begriff…” durch eine Materialienanhäufung innerhalb eines Moodlekurses ersetzen – vielleicht sogar noch mit einem Wiki dabei, in das die im Netz gefundenen Ergebnisse per Drag’n Drop eingefügt werden. Er wird sich und seine Lernkontrollen nicht vollständig durch das Testmodul von Moodle substituieren.
Er wird Moodle vor allem als Instrument der Kommunikation außerhalb des Unterrichts entwickeln – das größte Potential sehe ich hierbei in der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen, angefangen vom zwanglosen Materialaustausch bis hin zur gemeinsamen Verwaltung von Terminen oder der dem fachlichen Austausch.
Wenn Moodle der Lehrende wird, ist Moodle schlecht und falsch verstanden eingesetzt. Moodle muss und darf lediglich das Instrument des Lehrenden sein.
Große Hoffnungen werden zur Zeit in das LMS "Moodle" gesetzt. Stichworte wie "Schüleraktivierung", "Dokumentierbarkeit von Schülerleistungen" und "Weg vom klassischen Frontalunterricht" machen unter Moodlenutzern die Runde. Und tatsächlich: Sinnvoll als methodische Ergänzung zum eigenen Unterricht eingesetzt, leistet Moodle genau das.
Moodle birgt aber auch die Gefahr einer großen Verführung für den Lehrenden: Schließlich setzt er Moodle ein, ist damit schon "modern" und kann sich dadurch effektiv innerhalb eines Kollegiums profilieren. So wird gerade zu Anfang der Moodlenutzung vergessen, dass Schülerinnen und Schüler gerade aus einem ganz bestimmten Grund in die Schule - also in ein Gebäude außerhalb der eigenen vier Wände - gehen: Soziale Kontakte und Lernatmosphäre. Ich mache die Erfahrung, dass ich von Menschen, denen ich vertraue und die ich für integer halte, schneller und besser lerne, als von anderen Persönlichkeitstypen. Wie sieht es mit der Persönlichkeit eines Rechners aus?
Kategorie: Moodle |
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