Neues Schuljahr – ganz viel Änderung

vom 9. August 2011, in Aus der Schule, von Maik Riecken

Ich werde in diesem Schuljahr aller Voraussicht nach noch ganze 14 Schulstunden Unterricht erteilen und einen Tag nicht vor Ort sein, da ich mich im späten Frühjahr erfolgreich als medienpädagogischer Berater mit dem Schwerpunkt E-Learning beworben habe. In die Strukturen der Medienberatung hier in NDS werde ich Anfang des Schuljahres in einer Startup-Veranstaltung eingeführt. Die Funktion ist nicht mit einer Beförderung, sondern mit einer Abordnung im Umfang von acht Stunden verbunden – daher musste ich auch keinen Unterricht vortanzen – bei meiner ersten erfolglosen Bewerbung auf eine Funktion (A14) hatte ich noch zwei Vollentwürfe, zwei Unterrichtsstunden, zwei Besprechungsstunden und das Gespräch zum Amt zu absolvieren – an einem Tag. Mittlerweile ist selbst für A15 dieser Umfang drastisch gekürzt worden – wahrscheinlich ist kein Personal mehr da, was den ganzen Kram liest und Bewerber soll es dem Hörensagen nach auch nicht mehr allzu viele geben.

Nun denn – ich bin gespannt, was da auf mich zukommt, was sich dort bewegen lässt und wie ich mit den neuen Teams von neuen Menschen zusammenarbeiten kann. Da die Medienberatung direkt in einem Landesinstitut (NLQ) organisiert ist, gibt es auch so merkwürdige Dinge wie Fortbildungen während der Dienstzeit mit Übernachtung, Dauerreisegenehmigungen und so Zeugs, was das “gemeine Fußvolk” sich sonst bitter erstreiten muss.

Gleichzeitig fällt für mich in diesem Jahr das LAzKo weg, d.h. ich muss keine LAzKo-Stunden mehr erteilen. Auch scheide ich aus der Personalvertretung aus, eine Aufgabe, mit der mich eine höchst ambivalente Beziehung verbunden hat. Wenn man neue Dinge beginnt, müssen aber meiner Meinung nach alte weichen. Viele Erfahrungen werden mir in späteren Beratungsprozessen ungemein nützen. Immerhin bin ich bis zur Neuwahl noch im Amt und erheische dafür auch eine halbe Entlastungsstunde auf das Jahr gesehen, so dass ich in diesem Schuljahr doch glatt eine Minusstunde einfahre – das hat es noch nie gegeben. Macht aber nichts, da ich im nächsten Jahr in die Vergütungsphase des LAzKo eintrete und nochmal zwei Stunden zurückbekomme. Es wird für mich also deutlich ruhiger und das war auch irgendwie nötig. Allerdings rechne ich 2012/2013 eigentlich recht fest damit, dass das Stundendeputat hier in NDS angezogen wird – aber das wäre einen eigenen Artikel wert.

Bei meiner jetzigen Unterrichtsverteilung bedeuten 14 Schulstunden gerade einmal drei unterschiedliche Lerngruppen, von denen ich zwei schon kenne. Ich freue mich sehr auf einen Kurs auf erhöhtem Niveau im Fach Deutsch – erstmalig nach dem neuen Kerncurriculum mit all den damit verbundenen Herausforderungen organisiert. Entgegen aller Unkenrufe gibt es aber dennoch konkrete Vorgaben für das Abitur 2013 – so richtig traut man sich da oben dann wohl doch nicht, das wie z.B. in Bayern ganz in die Hände der Lehrkräfte zu geben. Ich habe mit diesem Kurs ein großes Experiment vor – geht in Richtung eines Blogs… Wenn es so weit ist, erzähle ich mehr davon.

Weiterhin hat man mich seitens der Schule gebeten, an einem neuen IT-Konzept mitzuarbeiten. Meines ist schon fertig und ich kann es sogar innerhalb eines virtuellen Netzwerks inkl. Windows2008RC2-Server (Evualuationsversion) schon zeigen. Sollte ich das wirklich umsetzen, möchte ich es mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern (AG) tun und dafür auch eine Entlastungsstunde bekommen. Ich denke auch nicht, dass es in dem Fall da Schwierigkeiten geben wird…

Fazit:

Es wird mit Sicherheit nicht weniger Arbeit, aber andere – und genau das wird mir meinen Kopf frei pusten. Der Grundtenor vieler Artikel und Tweets von mir war ja gerade zum Ende des Schuljahres nur bedingt positiv. Drei Lerngruppen sind von der Korrekturtätigkeit im Vergleich zu einem vollen Deputat ein ziemlicher Witz – ich rechne mit ca. 1/3 weniger Korrekturwochenenden. Dafür werde ich wohl hin und wieder ganztägig auf Reisen sein und auch in den Ferien Fortbildungen besuchen – schließlich sind acht Entlastungsstunden schon eine ganze Menge, die auch “verdient” sein wollen.

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Auswertung eines Diktats als Tag-Cloud

vom 7. Juni 2011, in Deutschunterricht, von Maik Riecken

Ich habe einmal eines der älteren Diktate von mir zur Fremdwortschreibung im Stil einer Tag-Cloud ausgewertet, d.h. die Worte mit der größten Fehlerrate werden auch am größten gesetzt. Das kam unter Einbezug von ungefähr der Hälfte der Arbeiten dabei heraus:

Eigentlich müsste man das immer so machen, weil sich dadurch Entwicklungspotentiale im Bereich der Rechtschreibung innerhalb einer Lerngruppe sehr leicht visuell erfassen lassen.

Leider ist das zumindest alleine ein wenig mühsam – gerade bei 30er-Klassen. Ich hatte erst noch erwogen, die tatsächlich aufgetretenen Schreibungen noch mit der Kommentarfunktion von GoogleDocs im Dokument zu verlinken, aber das bedeutet wirklich Stress – eigentlich wäre diese Geschichte doch auch etwas für die Lerngruppe selbst – quasi als Nachbereitung des Diktats… Wäre doch mal etwas Neues zum Erproben.

Erinnerung an damals

Als er sich in der Chemiesammlung beim Aufräumen befand, musste er sich sehr wundern, als ihn der Rhythmus einer Lehrerbegrüßung mitriss. Die Klasse sagte nicht etwa gelangweilt „Guten Morgen“, sondern „Einen wunderschönen guten Morgen!“. Es interessierte ihn nun sehr, wer diese Klasse war, aber an dem Niesen von Melody hatte er sie sofort erkannt: Es war seine ehemalige Klasse 6d.

Ein dicker Kloß saß ihm im Hals und fast flossen Tränen der Rührung aus seinen Augen. Alle seine jetzigen Klassen waren so aggressiv, dass er sie mindestens fünf Minuten aufstehen lassen musste, bevor sie endlich Ruhe gaben und der Unterricht beginnen konnte. Sie vergaßen oft die Hausaufgaben und erwiesen sich auch sonst als sehr widerspenstig. Nie gab es ein so mitreißendes Willkommen wie damals.

Traurig las er die Aufgabenstellung zu der Chemiearbeit, die eine seiner neuen Klassen nun gleich schreiben sollte. Er war sich nicht sicher, ob sie das Thema wirklich verstanden hatten, denn in den entscheidenden Momenten passte nie jemand auf. Wie gerne hatte er die Deutscharbeiten seiner ehemaligen Klasse 6d gelesen und zensiert.

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Von Löwen und Lämmern

vom 2. Mai 2011, in Deutschunterricht, von Maik Riecken

Filmanalyse ist bei uns in NDS fest im Kerncurriculum verankert – warum also nicht einmal eine Einheit dazu in der Mittelstufe durchführen? Auf meiner letzten Fortbildung fiel dabei seitens des Netzwerkbetreuers ein für mich entscheidender – hier gleich sinngemäß wiedergegebener – Satz, der mit herausgefordert hat:

Film wird nie die Zwischentöne erreichen, die Literatur zu erreichen vermag und damit immer hinter dem Medium Text zurückstehen.

Natürlich gilt das für jede Literaturverfilmung, die man im klassischen Unterricht gerne mal in Opposition zum gerade gelesenen Werk stellt: “Seht doch mal, was da alles fehlt – das Buch ist eben doch besser!”. Dann ist ein solcher Vergleich natürlich unfair – wenn man Film betrachtet, so muss man natürlich von “nativen” Filmen ausgehen, die es auch in die Vorschlagslisten des Curriculums geschafft haben – eine Zeit lang war “Lola rennt” der Renner.

Bin Laden ist heute “ums Leben gekommen”. Meine SuS wollten schon immer mal mit mir einen Film schauen. Ich bin in den Ferien über ein VDR-Schätzchen gestolpert: “Von Löwen und Lämmern“. Ja, das ist quasi auch eine Literaturverfilmung – ich bin schuldig. Da er gerade nicht in der Vorschlagsliste der Kerncurriculums vorkommt episodenartig strukturiert ist und keinen echten “klassischen” Spannungsbogen besitzt, halte ich ihn aber gerade auch in Hinblick auf seine außenpolitische Aktualität für geeignet – meine letzten ernsthaften Experimente mit Filmanalyse liegen etwas zurück. Auch könnte ich mir gut eine Einheit vorstellen, die die drei einzelnen Episoden zunächst einmal einzeln betrachtet (vielleicht sogar zusammengeschnitten), um dann auf die inhaltlichen Verbindungen zu kommen. Nun denn: Hier schon einmal der Trailer als Vorgeschmack:

Spannend an dem Film finde ich, dass es nicht nur um die Außenpolitik der USA geht – es geht um das Verhältnis des Menschen zu Verantwortung und Politik allgemein – natürlich nicht bar des unweigerlichen Hollywood-Patriotismus…

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Aus einer kürzlich geschriebenen Klassenarbeit – zwischen den beiden Aufgaben konnte gewählt werden:

Aufgabenstellung 1:

Während des im beiliegenden Textauszuges wiedergegebenen Gespräches geht Olivier Brusson einiges durch den Kopf.

a) Gib seine Gedanken durch einen inneren Monolog wieder. (66%)

b) Begründe die Ausgestaltung deines Textes in der im Unterricht geübten Art und Weise. Beachte dabei auch die Entwicklung des Gesprächs. (34%)

 

Aufgabenstellung 2:

Während des im beiliegenden Textauszuges wiedergegebenen Gespräches geht Rene Cardillac einiges durch den Kopf.

a) Gib seine Gedanken durch einen inneren Monolog wieder. (66%)

b) Begründe die Ausgestaltung deines Textes in der im Unterricht geübten Art und Weise. Beachte dabei auch die Entwicklung des Gesprächs. (34%)

Und die zu bearbeitende Textstelle:

Ganz verwirrt, beinahe besinnungslos sitze ich in meiner Dachkammer, da geht die Tür auf, und René Cardillac tritt herein. ‘Um Christus’ willen! was wollt Ihr?’ schrie ich ihm entgegen. Er, das gar nicht achtend, kommt auf mich zu und lächelt mich an mit einer Ruhe und Leutseligkeit, die meinen innern Abscheu vermehrt. Er rückt einen alten, gebrechlichen Schemel heran und setzt sich zu mir, der ich nicht vermag, mich von dem Strohlager zu erheben, auf das ich mich geworfen. ‘Nun Olivier’, fängt er an, ‘wie geht es dir, armer Junge? Ich habe mich in der Tat garstig übereilt, als ich dich aus dem Hause stieß, du fehlst mir an allen Ecken und Enden. Eben jetzt habe ich ein Werk vor, das ich ohne deine Hilfe gar nicht vollenden kann. Wie wär’s, wenn du wieder in meiner Werkstatt arbeitetest? – Du schweigst? – Ja, ich weiß, ich habe dich beleidigt. Nicht verhehlen wollt’ ich’s dir, daß ich auf dich zornig war wegen der Liebelei mit meiner Madelon. Doch recht überlegt habe ich mir das Ding nachher und gefunden, daß bei deiner Geschicklichkeit, deinem Fleiß, deiner Treue ich mir keinen bessern Eidam wünschen kann als eben dich. Komm also mit mir und siehe zu, wie du Madelon zur Frau gewinnen magst.<<BR> Cardillacs Worte durchschnitten mir das Herz, ich erbebte vor seiner Bosheit, ich konnte kein Wort hervorbringen. ‘Du zauderst’, fuhr er nun fort mit scharfem Ton, indem seine funkelnden Augen mich durchbohren, ‘du zauderst? – du kannst vielleicht heute noch nicht mit mir kommen, du hast andere Dinge vor! – du willst vielleicht Desgrais besuchen oder dich gar einführen lassen bei d’Argenson oder la Regnie. Nimm dich in acht, Bursche, daß die Krallen, die du hervorlocken willst zu anderer Leute Verderben, dich nicht selbst fassen und zerreißen.’ Da macht sich mein tief empörtes Gemüt plötzlich Luft. ‘Mögen die’, rufe ich, ‘mögen die, die sich gräßlicher Untat bewußt sind, jene Namen fühlen, die Ihr eben nanntet, ich darf das nicht – ich habe nichts mit ihnen zu schaffen.’ ‘Eigentlich’, spricht Cardillac weiter, ‘eigentlich, Olivier, macht es dir Ehre, wenn du bei mir arbeitest, bei mir, dem berühmtesten Meister seiner Zeit, überall hochgeachtet wegen seiner Treue und Rechtschaffenheit, so daß jede böse Verleumdung schwer zurückfallen würde auf das Haupt des Verleumders. – Was nun Madelon betrifft, so muß ich dir nur gestehen, daß du meine Nachgiebigkeit ihr allein verdankest. Sie liebt dich mit einer Heftigkeit, die ich dem zarten Kinde gar nicht zutrauen konnte. Gleich als du fort warst, fiel sie mir zu Füßen, umschlang meine Knie und gestand unter tausend Tränen, daß sie ohne dich nicht leben könne. Ich dachte, sie bilde sich das nur ein, wie es denn bei jungen verliebten Dingern zu geschehen pflegt, daß sie gleich sterben wollen, wenn das erste Milchgesicht sie freundlich angeblickt. Aber in der Tat, meine Madelon wurde siech und krank, und wie ich ihr denn das tolle Zeug ausreden wollte, rief sie hundertmal deinen Namen. Was konnt’ ich endlich tun, wollt’ ich sie nicht verzweifeln lassen? Gestern abend sagt’ ich ihr, ich willige in alles und werde dich heute holen. Da ist sie über Nacht aufgeblüht wie eine Rose und harrt nun auf dich, ganz außer sich vor Liebessehnsucht.’ – Mag es mir die ewige Macht des Himmels verzeihen, aber selbst weiß ich nicht, wie es geschah, daß ich plötzlich in Cardillacs Hause stand, daß Madelon, laut aufjauchzend: ‘Olivier – mein Olivier – mein Geliebter – mein Gatte!’ auf mich gestürzt, mich mit beiden Armen umschlang, mich fest an ihre Brust drückte, daß ich im Übermaß des höchsten Entzückens bei der Jungfrau und allen Heiligen schwor, sie nimmer, nimmer zu verlassen!”

Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/3084/1

Bei der Reflexion sollten der inhaltliche Kontext der Textstelle, die innere Welt, die äußere Welt, der Charakter der jeweiligen Figur und ggf. sprachliche Besonderheiten des Originaltextes Berücksichtigung finden. Das ist gar nicht so einfach…

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Diesmal wurde der inhaltliche Rahmen durch eine Einheit zur Erörterung gebildet. Wesentliche Elemente (Aufbau eines Arguments, Abfolge der Argumente bei steigernden bzw. dialektischen Erörterungen) habe ich klassisch im Unterricht mit Regelhefteinträgen und normalen Schreib- und Bewertungsaufträgen erledigt.

Aber schon für Stoffsammlungen erschien mir der klassische Ansatz (Zettel nehmen, jeder sucht Argumente und ordnet sie nach Gewichtigkeit usw.) nicht mehr zeitgemäß – vor Augen geführt wurde mir das durch eine spontane, kritische Schüleräußerung, die sinngemäß lautete:

“Herr Riecken, wie soll man denn aus sich selbst heraus, nur auf eigene Erfahrungen Bezug nehmend, zu wirklich inhaltlich überzeugenden Argumenten kommen?”

Recht hat er – fand ich. Passend zu den Vorkommnissen in Japan habe ich in einem GoogleDocs-Dokument Argumente pro und contra Atomkraft sammeln und jeweils ausformulieren lassen. Diese durften dann die SuS je nach Geschmack für eigene, steigernde Erörterungen in unserem Blog verwenden. So war ein solche Hausaufgabe auch unter der Woche durch die Vorentlastung einigermaßen zu bewältigen. Anhand der Blogeinträge konnte ich dann gezielt nochmal auf einzelne Herausforderungen im Unterricht eingehen – ein authentisches Arbeitsblatt ist schnell zusammenkopiert.

Heute bin ich nach einigen weiteren klassischen Stunden dann völlig verrückt geworden. Hausaufgabe war eine dialektische Erörterung zum Thema “Sollen sich SuS in den Pausen im Schulgebäude aufhalte dürfen?” (ein authentisches Problem in dieser kälteempfindlichen Klasse) in Form eines Briefes an unsere Schulleitung. Im Blog gab es dazu diese Aufgabe:

  1. Lies dir deinen zugewiesenen Text sorgfältig durch und verfasse einen Kommentar auf Basis der Kriterien aus dem Regelheft!
  2. Wähle je ein Pro- und ein Contraargument aus, von dem du überzeugt bist und kopiere es in dieses GoogleDocs-Dokument.
  3. Schreibe gemeinsam mit deinen Mitschülern die Gelenkstellen in dem GoogleDocs-Dokument – es soll am Schluss der Stunde ein fertiger Brief entstehen.

Die kursiv gedruckten Passagen verlinkten im ersten Fall auf eine GoogleDocs-Tabelle (nur lesender Zugriff), die regelte, wer welchen Text im Blog kommentiert und im zweiten Fall auf ein GoogleDocs-Dokument (anonym, schreibender Zugriff). Die SuS durften in einem Zwischenschritt (von 2 auf 3) noch die einzelnen Argumente durch Hinzufügen von Sternchen bewerten – jeder hatte für pro und contra je fünf Sternchen (*) zu vergeben.  Das Ergebnis haben wir uns angeschaut und dann Aufgaben verteilt -

  • Wer kümmert sich um die Sortierung entsprechend der Sternchenanzahl?
  • Wer formuliert welches Argument inkl. Anschluss an die umgebenden genauer aus?
  • Wer kümmert sich im die Gelenkstelle (Übergang von Antithese auf These)?
  • Wer kümmert sich um die Einleitung?
  • Wer kümmert sich um den Schluss?

Erfahrungen

  1. Eine Doppelstunde reicht für das gesamte Vorhaben nicht
  2. Es gibt Phasen des totalen Chaos – z.B. wurde zwischenzeitlich die schon durch Sternchen bewerteten Argumente für die Antithese versehentlich(?) gelöscht – leider fand Riecken die Versionierung in der konkreten Unterrichtssituation nicht… ( Jetzt weiß ich: Datei => Überarbeitungsverlauf anzeigen )
  3. Natürlich haben einige Witzbolde im Schutz der Anonymität auch Blondinenwitze integriert oder bereits zugewiesene Namen für die Bearbeitung von Textteilen nachträglich verändert
  4. Nach einigem gezielten Geschimpfe kam das Dokument dann doch in die Spur
  5. Der Sinn des Verfahrens erschloss sich den SuS in seinen Vorteilen zur klassischen Heft- oder Zettelklebearbeit erst prozessual
  6. Ich habe für Morgen jetzt genug Material, um den Übergang zwischen Argumenten zu üben (Arbeit am Lexikon und der Sprache)

Mir kamen heute Zweifel, ob gerade die anonyme Nutzung von GoogleDocs auf Dauer wirklich noch Sinn macht, weil das mehr und mehr ein Tool wird, dessen Nutzen von den SuS gesehen und auch anderweitig genutzt wird – hat dazu jemand schon einen Elternbrief entwickelt?

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