Sonntag 25. Oktober 2009 von Maik Riecken
Es gibt immer wieder Versuchungen – Versuchungen, Bilder und Texte einfach so in das Netz hochzuladen. Wenn in der Profilansicht einer 19-jährigen Schülerin, die laut eigenen Angaben seit drei Monaten frisch verliebt ist, Werbung für ein neuartiges Verhütungsprodukt aufpoppt, dann denke ich als misstrauischer Mensch, dass eine Software das Merkmal “weiblich” mit dem Merkmal “frisch verliebt” korreliert, obwohl es wahrscheinlich nur ein Zufall ist – ganz bestimmt.
Ich habe mir für meine SuS einige Hilfsfragen ausgedacht, anhand derer man entscheiden kann, wie lange man beim Hochladen mit sich hadern soll (das Hochladen selbst wird keine dieser Hilfsfragen verhindern – so realistisch bin ich).
- Wäre es in Ordnung für dich, wenn dein Text/Foto/Forenbeitrag auf einer weißen Wand vor dem Hauptportal deiner Schule für jedermann sichtbar stünde?
- Wäre es in Ordnung für dich, wenn dein Bild auf der Titelseite des Regionalblattes erschiene?
- Wäre es in Ordnung für dich, wenn in dreißig Jahren jemand aus deinem Umfeld dank verbesserter Suchalgorithmen, dieses Bild, diesen Text trotz Nickname usw. dir zuordnen könnte?
- Wäre es in Ordnung für dich, wenn dein Vater/deine Mutter dich so sieht / sowas von dir liest?
Erläuterung:
Das Netz ist ein weltweites Publikationsmedium. Die Reichweite einer regionalen Veröffentlichung ist u.U. weitaus geringer, wenn zufällig relevante Suchkriterien durch z.B. EXIF-Daten eines Fotos erfüllt werden. Ich gehe zusätzlich davon aus, dass wir zunehmend mit unserer Netzidentität leben müssen und dass solche Daten nicht verloren gehen. Gestohlene Kundendaten von Großunternehmen sind ja im strengen Sinne nicht gestohlen – sie sind unauthorisiert kopiert.
Vielleicht bin ich ein misstrauischer Miesepeter – natürlich lernen Jugendliche und Kinder nur durch Erfahrung. Vor der Erfahrung, im Keller Schlagzeug spielen zu müssen, bewahren wir unserer Kinder. Vor der Erfahrung, sich ein Kinderzimmer mit einem Geschwisterkind teilen zu müssen, zunehmend auch. Vor der Erfahrung, in Leben lang mit u.U. Mist aus eigener Produktion umzugehen bewahren wir sie nicht einmal dadurch, dass wir dieser Bedrohung nachgehen oder sie zumindest versuchen zu verstehen. Das eine kann Geld regeln – das andere nicht. sondern nur Zeit. Die (Ganztags-)Schule wird’s richten.
Es gibt immer wieder Versuchungen - Versuchungen, Bilder und Texte einfach so in das Netz hochzuladen. Wenn in der Profilansicht einer 19-jährigen Schülerin, die laut eigenen Angaben seit drei Monaten frisch verliebt ist, Werbung für ein neuartiges Verhütungsprodukt aufpoppt, dann denke ich als misstrauischer Mensch, dass eine Software das Merkmal "weiblich" mit dem Merkmal "frisch verliebt" korreliert, obwohl es wahrscheinlich nur ein Zufall ist - ganz bestimmt.
Ich habe mir für meine SuS einige Hilfsfragen ausgedacht, anhand derer man entscheiden kann, wie lange man beim Hochladen mit sich hadern soll (das Hochladen selbst wird keine dieser Hilfsfragen verhindern - so realistisch bin ich).
Wäre es in Ordnung für dich, wenn dein Text/Foto/Forenbeitrag auf einer weißen Wand vor dem Hauptportal deiner Schule für jedermann sichtbar stünde?
Wäre es in Ordnung für dich, wenn dein Bild auf der Titelseite des Regionalblattes erschiene?
Wäre es in Ordnung für dich, wenn in dreißig Jahren je
Kategorie: Gesellschaft |
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Freitag 14. November 2008 von Maik Riecken
Elektronenverteilung im Chlorwasserstoffmolekül
Originalbild: http://de.wikipedia.org/wiki/Polare_Atombindung
Bei einer gewissen Differenz der EN-Werte beiden an einer kovalenten Bindung beteiligten Atome kann es dazu kommen, dass sich die Bindungselektronen bevorzugt am elektronegativeren Bindungspartner aufhalten, d.h. ihre Aufhaltwahrscheinlichkeit rund um diesen ist höher – das versteht ja kein Mensch.
Jugendliche gehen aber gerne in die Disko und in vielen Diskos kann man die tanzende Menge von oben beobachten. Nun gibt es in jeder Disko auch Frauen, die den sogenannten “einsamen Tanz” zelebrieren (wer mehr darüber wissen mag, möge einmal nach dem Begriff googlen).
Machen wir einmal folgende Annahme:
In dieser Disko gibt es zwei Frauen, die 8m voneinander entfernt tanzen. Sie tanzen relativ ortsfest. Eine von beiden entspricht dem gängigen Schönheitsideal etwas mehr als die andere. Um sie herum tanzen zwei Männer, die innerhalb der Disko ständig ihren Platz wechseln, also z.B. Pogo tanzen – oder so. Wenn man diese kleine Gesellschaft nun 60 Minuten tanzen lässt und jede Minute ein Foto macht, wird man feststellen, dass man auf den 60 entstandenen Fotos bei der mehr dem Schönheitsideal entsprechenden Dame öfter einen Mann sieht als bei der anderen.
Die Frauen sind die Atomkerne (oder Atomrümpfe). Die Männer sind die Elekronen. Das verstehen viele SuS. Ich habe nach mehr solche Bilder auf Lager. Irgendwann mehr davon.
Elektronenverteilung im Chlorwasserstoffmolekül
Originalbild: http://de.wikipedia.org/wiki/Polare_Atombindung
Bei einer gewissen Differenz der EN-Werte beiden an einer kovalenten Bindung beteiligten Atome kann es dazu kommen, dass sich die Bindungselektronen bevorzugt am elektronegativeren Bindungspartner aufhalten, d.h. ihre Aufhaltwahrscheinlichkeit rund um diesen ist höher - das versteht ja kein Mensch.
Jugendliche gehen aber gerne in die Disko und in vielen Diskos kann man die tanzende Menge von oben beobachten. Nun gibt es in jeder Disko auch Frauen, die den sogenannten "einsamen Tanz" zelebrieren (wer mehr darüber wissen mag, möge einmal nach dem Begriff googlen).
Machen wir einmal folgende Annahme:
In dieser Disko gibt es zwei Frauen, die 8m voneinander entfernt tanzen. Sie tanzen relativ ortsfest. Eine von beiden entspricht dem gängigen Schönheitsideal etwas mehr als die andere. Um sie herum tanzen zwei Männer, die innerhalb der Disko ständig ihren Platz wechseln, also z.B. Pogo tanzen -
Kategorie: Chemieunterricht |
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Mittwoch 29. Oktober 2008 von Maik Riecken
Ich finde es immer wieder beruhigend, dass es auch andere Menschen gibt, die in bestimmten Punkten ähnlich denken wie man selbst. Und ich finde es frappierend, an welchen Stellen im Publikum eben nicht gelacht wird.
Ich finde es immer wieder beruhigend, dass es auch andere Menschen gibt, die in bestimmten Punkten ähnlich denken wie man selbst. Und ich finde es frappierend, an welchen Stellen im Publikum eben nicht gelacht wird.
Kategorie: Gesellschaft |
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Samstag 8. März 2008 von Maik Riecken
Was man braucht:
ein großen Raum oder gutes Wetter
Sitzgelegenheiten für alle
ein Fahrrad
Menschen mit Fantasie
Wie das geht:
In die Mitte eines Stuhlkreises stellt ihr ein Fahrrad. Jeder aus der Gruppe bekommt nun die Aufgabe, sich mit einem bestimmten Teil des Fahrrades in Verbindung zu bringen, einem Teil, dass seiner Meinung nach zu ihm passt, z.B.:
“Ich bin der Dynamo, weil ich viel Energie besitze” oder “Ich bin der Reifen, weil ich harte Stöße für die Gruppe dämpfen kann” usw.
Es geht reihum. Es dürfen durchaus diesselben Dinge mehrmals genannt werden, da man ja auch verschiedene Eigenschaften in ihnen sehen kann.
Erfahrungen:
Das Fahrrad wird nach und nach zu einem Modell für die Gruppe. Jeder trägt mit seinen Eigenschaften etwas für die gesamte Gruppe bei. Bei dieser Übung steht nicht unbedingt ein Thema im Mittelpunkt, sondern die Gruppe selbst. Darin unterscheidet sich auch diese Übung von dem Grabbelsack. Es ist u. U. interessant, diese Übung nach 1-2 Freizeittagen, bzw. nach einigen Gruppenstunden zu wiederholen, da sich erfahrungsgemäß in einer Gruppe Einstellungen und Selbsteinschätzungen ändern, je besser “man sich kennt”
Was man braucht:
ein großen Raum oder gutes Wetter
Sitzgelegenheiten für alle
ein Fahrrad
Menschen mit Fantasie
Wie das geht:
In die Mitte eines Stuhlkreises stellt ihr ein Fahrrad. Jeder aus der Gruppe bekommt nun die Aufgabe, sich mit einem bestimmten Teil des Fahrrades in Verbindung zu bringen, einem Teil, dass seiner Meinung nach zu ihm passt, z.B.:
"Ich bin der Dynamo, weil ich viel Energie besitze" oder "Ich bin der Reifen, weil ich harte Stöße für die Gruppe dämpfen kann" usw.
Es geht reihum. Es dürfen durchaus diesselben Dinge mehrmals genannt werden, da man ja auch verschiedene Eigenschaften in ihnen sehen kann.
Erfahrungen:
Das Fahrrad wird nach und nach zu einem Modell für die Gruppe. Jeder trägt mit seinen Eigenschaften etwas für die gesamte Gruppe bei. Bei dieser Übung steht nicht unbedingt ein Thema im Mittelpunkt, sondern die Gruppe selbst. Darin unterscheidet sich auch diese Übung von dem Grabbelsack. Es ist u. U. interessant, diese Übung nach 1-2 Freizeittagen, b
Kategorie: Pädagogik |
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