Ca. 140 Abiturientinnen und Abiturienten waren es diesmal nebst ihren nächsten Verwandten und Freunden, d.h. der gute Partyservice hatte für den offiziellen Teil des Balls über 1000 Essen zu bewältigen. Weil Turnhalle und die altehrwürdige Aula unserer Schule mit dieser Anzahl an Menschen hoffnungslos überfordert wären, mussten wir in die Markthalle unserer Stadt ausweichen, die über eine Grundfläche von ca. 50x120m verfügt. Eigentlich finden dort eher bodenständige Veranstaltungen statt, z.B. Messen oder Public Viewings etc.. An diesem Abend war die Halle daher kaum wiederzuerkennen: Es gab Teppichbelag, eine abgehängte Decke, Kronleuchter, geschmückte, runde 10er Tische – und alles, was noch so dazugehört. Rustikal war nur die Tanzfläche gehalten: OSB-Platte, rau, geschliffen. “Tat auch” – wie man hier sagt. Eine hervorragende und vielseitige Band sorgte über Stunden für viel ausgelassene Stimmung und eine stets gefüllte Tanzfläche – Paartanz oder später zunehmend frei – wie es beliebte.
Wer die Wahl hat, hat an solchen Abenden die Qual. Bei so vielen Menschen und dem allgemeinen Lautstärkepegel ist es oft schwierig, Gespräche zu führen oder sich für Gesprächspartner zu entscheiden. Ich versuche an solchen Abenden drei Regeln zu beachten:
… wird in den Kollegien bis jetzt eher verhalten aufgenommen. Ich habe es mir einmal ein bisschen genauer angeschaut und muss nach eingehender Lektüre sagen, dass es bedeutend schlimmer hätten kommen können. Da ich Übersichten mag und diese im Kerncurriculum selbst nicht in dieser Form zu finden sind (sonst wäre die Lektüre wahrscheinlich pure Lust und nicht Arbeit), gibt es zunächst eine Grafik zum Überblick:
Die genauen Bezeichnungen der einzelne Elemente sind teilweise gekürzt, damit die Ästhetik nicht durch verschiedene Schriftgrößen eine Störung erfährt. Man kann vertikal und horizontal lesen: Vertikal bekommt man zu sehen, welche Themen im jeweiligen Schulhalbjahr zu behandeln sind, horizontal ist zu erkennen, wie die einzelnen Themen sich im Laufe der Oberstufe entwickeln sollen. Ich habe diese Entwicklungen einmal als epochales Ordnungsprinzip (Epochenband) dargestellt – das finde ich nachvollziehbar. Außerdem wird in jeder “Epochenklammer” zusätzlich der Schwerpunkt auf eine andere literarische Gattung gelegt – 12.1 fällt mit einem tendenziell eher linguistischen Ansatz da etwas heraus, aber auch das mag ich im Prinzip. Ich freue mich vor allem auch auf die Filmanalyse – da kann ich endlich meine alten Star-Trek-Geschichten wieder missionarisch einbringen.
Nach meinem Vortrag bin ich gebeten worden, noch einmal eine Linkliste mit allen erwähnten Referenzseiten und Tools zur Verfügung zu stellen. Also los:
1. Datenschutz:
http://www.datenschutzzentrum.de (ULD Schleswig-Holstein)
Sie finden dort ein reichhaltiges Angebot und Veröffentlichungen und Broschüren auch zu Datenschutzfragen in der Schule.
http://www.riecken.de/projects (ID-Generator für Moodle)
Sie können auf dieser Seite meinen ID-Generator für Moodle finden. Er erstellt Ihnen direkt eine CSV-Datei, die Sie in Ihr Evaluationsmoodle importieren und für die Erstellung eines Serienbriefes nutzen können. Bitte beachten Sie, dass bei jedem Aufruf neue IDs erstellt werden!
2. Anleitungen
http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/ (allgemeine Tipps zur Planung der Evaluation)
http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation-mit-moodle-ldap-und-dem-feedbackmodul/ (Übersicht über die technische Durchführung unserer Evaluation)
Beachten Sie bitte, dass Sie dank des ID-Generators nicht auf den LDAP-Server angewiesen sind.
http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-konfiguration-des-feedbackmoduls/ (Konfiguration des Feedbackmoduls)
http://riecken.de/index.php/2009/01/evaluationssystem-vereinfachung-der-usability/ (Meta-Umleitung auf Deeplink in Moodle)
Ihre Nutzer rufen eine einfache URL auf und gelangen nach dem Login und Eingabe des Kursschlüssels direkt zur der für Sie bestimmten Umfrage.
3. Sonstiges
http://riecken.de/index.php/2009/03/riecken-lasst-evaluieren/
Man muss nicht die ganze Schule evaluieren, um Unterricht zu verbessern… Hier ist gezeigt, was Sie direkt, jetzt und hier als Lehrkraft bereits unbürokratisch tun können, um in das Thema “Evaluation” für sich selbst einzusteigen.
Dieser Artikel wird ein Konvolut ohne Kohärenz – Gedankensplitter.
Was ich gelernt habe (1)
Durch Gespräche ist mir klargeworden, dass eine Presse, die ausschließlich nach Schulstrukturreformen schreit, sich genau so verhält, wie eine Landesregierung, die diese Schulstrukturreformen verordnet, ja dieser methodisch sogar in die Hände spielt. Beides ist nämlich “top-down”. Schulstrukturreformen haben wir in Deutschland schon viele gesehen – die Auswirkungen auf den Unterricht, auf das System Schule waren – nunja. Innere Reformen, z.B. Qualifizierung von Lehrkräften usw. gehen richtig ins Geld – Strukturreformen eher nicht. Alleine sorgen sie eher dafür, dass noch weniger Leistung bei denjenigen ankommt, um die es in Schule eigentlich geht/gehen sollte. Schön wäre es doch, wenn innere Reformen Schulstruktur verändern würden. Hat das schon jemand überhaupt mal versucht? Ach nee, das wäre ja vielleicht demokratisch: Schulen, die ihre Strukturen bedürfnisbezogen selbst finden – welch eine Bedrohung!
Hier einmal eine für mich zentrale Aussage in dem ganzen Desaster:
“Der derzeitige Workaround, damit die Händler-Terminals die betroffenen Karten wieder akzeptieren, ist nur ein Downgrade vom sicheren EMV-Verfahren auf die alten, unsicheren Verfahren. Dazu werden alle “TA-7.0″-Terminals von den jeweiligen Netzbetreibern umkonfiguriert, damit diese die Karten nicht mehr per EMV-Anwendung ansprechen, sondern über die Anwendungen “electronic cash ecc” oder die magnetstreifenbasierten Anwendung “electronic cash Spur 2″ authentisieren. Gerade den Magnetstreifen wollte man aber mittelfristig ablösen, um beispielsweise Skimming-Angriffe abzuwehren.” (http://www.heise.de/security/meldung/Desaster-mit-EC-Karten-kann-teuer-werden-896988.html)
Eine große deutsche Bank schreibt dazu in ihrer Kundeninformation:
“Es besteht keinerlei Sicherheitsproblem für Ihr Konto und Ihre Karte.”
So so.Vielleicht bin ich ja doof – Ich lese aus der ersten Pressemitteilung übersetzt etwa folgendes heraus: Ihre Karte hat ein Schloss mit einem Sicherheitsschlüssel und eines mit einem Schlüsselbart. Das Schloss mit dem Sicherheitsschlüssel passt nicht mehr zu gängigen Schlüsseln, die es öffnen sollen, deswegen wird nur noch das Schloss für die Bartschlüssel verwendet.
Das ist für die zitierte Bank kein Sicherheitsproblem. Spannend.
Fehler können überall vorkommen – wobei man sich schon darüber streiten kann, wie ein derartiger Programmierlapsus sämtliche Kontrollgremien und Prüfverfahren der deutschen Kreditwirtschaft passieren konnte. Wenn ich im Unterricht oder bei einer Klausurkorrektur einen solchen Fehler mache, rudere ich zurück und biege das u.U. auf Kosten meiner Autorität wieder hin. Auf jeden Fall kläre ich die Lerngruppe aber über die Folgen des Fehlers auf. Sich hinzustellen und quasi zu behaupten, alles sei wieder absolut in Ordnung empfinde ich als einen Angriff auf meine Intelligenz.
Wir brauchen kein Wissen mehr. Das stört nur beim Programmieren. Es ist vielleicht wirklich besser, wenn wir SuS mit den Kompetenzen ausstatten, sich die Lösungen für künftige Probleme zusammenzugooglen und zusammenzunetzwerken. Das hilft vor allen Dingen immer dann, wenn man etwas Neues entwickelt. Unglaublich.



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