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	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
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		<title>Korrekturhilfe und Wordpress als Textabladeplatz</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hausaufgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektur. E-Mail]]></category>
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		<description><![CDATA[    Korrekturhilfe
Seit Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung und ihrer wiederholten Reformierung erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich bei den stets gleichen Worten und Wortkombinationen in Trudeln komme. Ein Licht ist mir bei meiner momentanen Korrektur die Seite http://www.korrekturen.de geworden: All die Herausforderungen, denen sich der Kalk in meinen Ganglien hartnäckig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/&amp;title=Korrekturhilfe und Wordpress als Textabladeplatz' onclick='readpage(this.href, 1747); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1747'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;"><strong>Korrekturhilfe</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung und ihrer wiederholten Reformierung erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich bei den stets gleichen Worten und Wortkombinationen in Trudeln komme. Ein Licht ist mir bei meiner momentanen Korrektur die Seite <a title="http://www.korrekturen.de" href="http://www.korrekturen.de" target="_blank">http://www.korrekturen.de</a> geworden: All die Herausforderungen, denen sich der Kalk in meinen Ganglien hartnäckig bezüglich eines Merkprozesses entgegenstellt, sind dort über eine einfache Suchfunktion zugänglich. 95% meiner Wackelkandidaten bekomme ich mit dem ausgeklappten Netbook darüber in den Griff, vor allem die verf***** Getrennt- und Zusammenschreibung&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wordpress als Textabladeplatz</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich blogge jetzt mit meinen SuS &#8211; nunja: Sie fertigen längere Hausarbeiten in einem Blog an. Das geht natürlich nicht, wenn nicht alle zu Hause über einen Internetzugang verfügen. Damit dieses Blog nicht öffentlich zugänglich ist, nutze ich ein Plugin: <a title="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" href="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" target="_blank">Members Only</a>. Es ist zwar nicht für aktuelle Versionen von Wordpress getestet, aber es läuft damit ausgezeichnet.  Alle SuS haben die Rolle &#8220;Autor&#8221;, sodass sie nur eigene Texte überarbeiten, aber fremde wenigstens kommentieren können. Ich bin von den Möglichkeiten absolut begeistert. Ich kann jetzt:</p>
<ol>
<li>Sprach- und Rechtschreibphänomene an authentischen Texten besprechen</li>
<li>&#8220;Heimlich&#8221; SuS mit besonderen Herausforderungen fördern, z.B. durch eine Korrektur per Mail (kommentiertes PDF)</li>
<li>Texte überarbeiten lassen auf Basis von Schülerkommentaren</li>
<li>Besonders gelungene Texte auf öffentliche Plattformen portieren</li>
<li>&#8230;</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Teilweise loggen sich SuS mehrmals ein und lesen ihre Hausaufgabe nochmals quer &#8211; Korrekturen gehen jetzt ja schnell und schmerzlos, auch weil Wordpress im Gegensatz zu Moodle ja extrem benutzerfreundlich und intuitiv ist, wenn es um UGC (user generated content) geht. Ebenso gestalten einige SuS ihre Texte mit Bildern und Links &#8211; freiwillig! Natürlich können SuS <a title="http://riecken.de/index.php/2009/07/mit-wordpress-hausaufgaben-einsammeln/" href="http://riecken.de/index.php/2009/07/mit-wordpress-hausaufgaben-einsammeln/" target="_blank">Hausaufgaben auch simpel per Mail</a> schicken, da ihre Adressen ja alle im Wordpress registriert sind. Es gibt in der Klasse jetzt Überlegungen, ob wir alle Redakteure mit einem Codex werden: Der Codex sähe erstmal so aus, dass wir stillschweigend auch in fremden Texten Rechtschreibfehler korrigieren (und sonst nichts).</p>
<p style="text-align: justify;">Meine SuS möchten ihre Hausaufgaben nicht öffentlich bloggen. Sie wollen die Sicherheit der geschützten Lerngruppe. Das respektiere ich und frage jeden vor der weltweiten Veröffentlichung seines Textes. Es gibt jetzt die Überlegung, besonders gelungene Arbeiten in ein Maharaportfolio zu legen (statt das Heft am Ende des Jahres in den Papierkorb). Das wäre doch einmal eine schöne Aufgabe  für die Woche vor den Sommerferien.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beamen statt Kreide</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 16:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Beamer]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Smartboard]]></category>

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		<description><![CDATA[    Zwei kleinere Erfahrungen:
Unsere naturwissenschaftlichen Fachräume verfügen über einen festinstallierten Beamer mit VGA-Anschluss (D-SUB) am Lehrertisch. Die Kombi aus Netbook und Beamer ist in 30 Sekunden einsatzbereit (Ubuntu bootet schneller als ein Windows aus dem Tiefschlaf aufwacht &#8211; der Beamer braucht ca. eine halbe Minute zum Vorwärmen der Lampe). Ich habe gestern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/03/beamen-statt-kreide/&amp;title=Beamen statt Kreide' onclick='readpage(this.href, 1732); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1732'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Zwei kleinere Erfahrungen:</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere naturwissenschaftlichen Fachräume verfügen über einen festinstallierten Beamer mit VGA-Anschluss (D-SUB) am Lehrertisch. Die Kombi aus Netbook und Beamer ist in 30 Sekunden einsatzbereit (Ubuntu bootet schneller als ein Windows aus dem Tiefschlaf aufwacht &#8211; der Beamer braucht ca. eine halbe Minute zum Vorwärmen der Lampe). Ich habe gestern die Auswertung eines Versuches tabellarisch am Netbook mit OpenOffice gesichert. Dabei konnte ich stets die Klasse anschauen und damit viel präsenter sein, als hätte ich mich zur Tafel umgedreht und mit Kreide gearbeitet &#8211; ich konnte sichern und simultan kommunizieren. Das hat mir gefallen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht bei jeder Art von Tafelbild wird sich das anbieten, aber es muss nicht immer ein SMART-Board sein. Technik brachte an dieser Stelle für mich einen echten Mehrwert. Jetzt brauche ich nur noch Schlitze an jedem Schülertisch, aus denen dann der fertige Druck kommt &#8211; oder eben das Tafelbild gleich in das E-Portfolio eines jeden Schülers an die passende Stelle beamen &#8211; dann können auch die unstrukturierten Heftführer bei der Vorbereitung der nächsten Klausur mit gleichen Chancen antreten.</p>
<p style="text-align: justify;">In Deutsch habe ich heute eine <a title="http://www.linoit.com" href="http://www.linoit.com" target="_blank">Linoit-Pinnwand</a> zurück auf das SMART-Board geholt &#8211; also quasi auch gebeamt. Die SuS hatten sofort Zugriff auf die Themen der vorletzten(!) Stunde, sodass wir auf einem recht hohen Niveau über einen Sachtext diskutieren konnten. Das hat mir auch gefallen.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>CSB-Wert: Massenäquivalente Sauerstoff berechnen</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 18:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemieunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[CSB]]></category>
		<category><![CDATA[Kaliumdichromat]]></category>
		<category><![CDATA[Kaliumpermanganat]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
		<category><![CDATA[Massenäquivalente]]></category>
		<category><![CDATA[Sauerstoff]]></category>
		<category><![CDATA[umrechnen]]></category>

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		<description><![CDATA[    Der CSB-Wert dient dazu, Aussagen über den Umfang organischer Verunreinigungen von Wasser zu treffen. Organische Verbindungen sind in der Regel gut oxidierbar, damit liegt es nahe, diese quantitativ durch den Einsatz eines starken Oxidationsmittels wie etwa Kaliumpermanganat oder Kaliumdichromat zu bestimmen. In der Praxis macht man das dadurch, dass man vorgebenene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/03/csb-wert-massenaquivalente-sauerstoff-berechnen/&amp;title=CSB-Wert: Massenäquivalente Sauerstoff berechnen' onclick='readpage(this.href, 1720); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1720'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Der CSB-Wert dient dazu, Aussagen über den Umfang organischer Verunreinigungen von Wasser zu treffen. Organische Verbindungen sind in der Regel gut oxidierbar, damit liegt es nahe, diese quantitativ durch den Einsatz eines starken Oxidationsmittels wie etwa Kaliumpermanganat oder Kaliumdichromat zu bestimmen. In der Praxis macht man das dadurch, dass man vorgebenene Volumina an Kaliumdichromat- oder Kaliumpermangananatlösung mit bekannter enthaltener Stoffmenge zusammen mit einer Wasserprobe unter Rückfluss erhitzt und die Restmenge an Oxidationsmittel durch Titration bestimmt &#8211; direkt oder gar durch Rücktitration. Somit kann man Aussagen über den Oxidationsmittelverbrauch treffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dummerweise ist der CSB-Wert über den chemischen Sauerstoffbedarf definiert, weil in Wasser gelöster Sauerstoff normalerweise beim Abbau organischer Substanzen in der Natur zumindest indirekt als alleiniger Energielieferant für aerobe Mikroorganismen eine Rolle spielt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den Verbrauch an Oxidationsmittel in den fiktiven Verbrauch an Sauerstoff umzurechnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Konkret könnte eine Frage lauten:</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viel Milligramm Kaliumpermanganat/Kaliumdichromat entsprechen dem Oxidationvermögen von einem Milligramm Sauerstoff?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="more-1720"></span></strong>Dazu schauen wir zunächst einmal die Oxidationsgleichungen an:</p>
<p style="text-align: justify;">(a) O<sub>2</sub> + <span style="color: #ff6600;"><strong>4e<sup>-</sup></strong></span> → 2O<sup>2-</sup></p>
<p style="text-align: justify;">(b) MnO<sub>4</sub><sup>-</sup> + 8H<sub>3</sub>O<sup>+</sup> + <strong><span style="color: #3366ff;">5e<sup>-</sup> </span></strong>→ Mn<sup>2+</sup> + 12H<sub>2</sub>O</p>
<p style="text-align: justify;">(c) Cr<sub>2</sub>O<sub>7</sub><sup>2-</sup> + 14H<sub>3</sub>O<sup>+</sup> + <span style="color: #339966;"><strong>6e<sup>-</sup></strong></span> → 2Cr<sup>3+</sup>+ 21H<sub>2</sub>O</p>
<p style="text-align: justify;">Pro Mol Sauerstoffmoleküle werden also <span style="color: #ff6600;"><strong>vier Mol Elektronen</strong></span>, pro Mol Formeleinheiten Kaliumpermanganat <span style="color: #008080;"><strong>fünf Mol Elektronen</strong></span> und pro Mol Formeleinheiten Kaliumdichromat <span style="color: #339966;"><strong>sechs Mol Elektronen</strong></span> freigesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Umgerechnet auf Massenrelationen (gerundet) ergibt sich:</p>
<p style="text-align: justify;">M(O<sub>2</sub>) = 32g/mol</p>
<p style="text-align: justify;">M(KMnO<sub>4</sub>) = 158g/mol</p>
<p style="text-align: justify;">M(K<sub>2</sub>Cr<sub>2</sub>O<sub>7</sub>) = 294g/mol</p>
<p style="text-align: justify;">32g Sauerstoffmoleküle setzen also <span style="color: #ff6600;"><strong>vier Mol Elektronen</strong></span>, 158g Kaliumpermanganat <span style="color: #33cccc;"><strong>fünf Mol Elektronen</strong></span> und 294g Kaliumdichromat <span style="color: #339966;"><strong>sechs Mol Elektronen</strong></span> frei. Tja &#8211; und der Rest ist ein simpler Dreisatz, denn wir brauchen ja die Elektronenbilanz für ein Milligramm des jeweiligen Stoffes.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Für Sauerstoff gilt:</span></p>
<p style="text-align: justify;">32g Sauerstoff verhalten sich zu vier Mol Elektronen wie 0,001g Sauerstoffmoleküle zu x Mol Elekronen oder mathematisch: 32g/4mol = 0,001g/x mol</p>
<p style="text-align: justify;">aufgelöst nach x ergibt sich: x=0,000125mol</p>
<p style="text-align: justify;">0,001g Sauerstoffmoleküle setzen also 0,000125mol Elektronen frei.</p>
<p style="text-align: justify;">und analog:</p>
<p style="text-align: justify;">0,001g=1mg Formeleinheiten Kaliumpermanganat setzen 0,000032mol Elektronen frei</p>
<p style="text-align: justify;">0,001g=1mg Formeleinheiten Kaliumdichromat setzen  0,00002mol Elektronen frei</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und: </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viel Milligramm Kaliumpermanganat werden den jetzt benötigt, um auf die gleiche Oxidationskraft von einem Milligramm Sauerstoff zu kommen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Ansatz:</span></p>
<p style="text-align: justify;">Ich muss mit x mg Kaliumpermanganat die gleiche Anzahl an Elektronen wie mit 1mg Sauerstoff freisetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sauerstoff setzt pro Miligramm 0,000125mol Elektronen frei.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaliumpermanganat setzt pro Milligramm 0,00002mol Elektronen frei.</p>
<p style="text-align: justify;">Es werden also 0,000125mol/0,00032mol/mg ≈ <span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: medium;"><strong>3,9mg</strong></span></span> Kaliumpermanganat benötigt.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Für Kaliumdichromat ergibt sich analog:</span></p>
<p>Ich muss mit x mg Kaliumdichromat die gleiche Anzahl an Elektronen wie mit 1mg Sauerstoff freisetzen.</p>
<p>Sauerstoff setzt pro Miligramm 0,000125mol Elektronen frei.</p>
<p>Kaliumpermanganat setzt pro Milligramm 0,00002mol Elektronen frei.</p>
<p>Es werden also 0,000125mol/0,00002mol/mg =<span style="text-decoration: underline;"><strong><span style="font-size: medium;"> 6,125mg</span></strong></span> Kaliumdichromat benötigt.</p>
<p style="text-align: justify;">Verwirrend ist hierbei, dass auf molare Verhältnisse bezogen natürlich Kaliumpermanganat und -dichromat mehr Elektronen freisetzen, bezogen auf Massenverhältnisse jedoch weitaus weniger. Das widerspricht auf dem ersten Gefühl. Man muss sich aber klar machen, dass Sauerstoff seine vier Mol Elektronen mit einer Masse von 32g freisetzt, Kaliumdichromat &#8220;braucht&#8221; für seine 6mol Elektronen eine Masse von sage und schreibe 294g, für 4mol wären es noch immerhin 196g. 196g/32g/mol=6,125g &#8211; tada, da ist noch ein anderer Rechenweg&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Aus der Mathematik kennen meine SuS jedoch das Verfahren der Normierung auf einen Basiswert &#8211; so werden bei uns in Niedersachsen zur Zeit Proportionalitäten/&#8221;Dreisätze&#8221; gelehrt. Daher mein Ansatz mit der Normierung auf 1mg.</p>
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		<title>Bye, bye Twitter!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 15:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abmeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Grund]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Ursache]]></category>

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		<description><![CDATA[    Ich habe meinen Twitteraccount gestern nach wochenlanger Überlegung gelöscht. Ich habe diese Überlegungen nicht öffentlich gemacht, aber sie laufen im Kern auf einen Gedanken hinaus, den Jean-Pol Martin zumindest sinngemäß einmal geäußert hat: Verantwortung für sich selbst bedeutet auch, sich mit Menschen und Informationen zu umgeben, die die eigenen Bedürfnisse maximal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/03/bye-bye-twitter/&amp;title=Bye, bye Twitter!' onclick='readpage(this.href, 1709); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1709'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Ich habe meinen Twitteraccount gestern nach wochenlanger Überlegung gelöscht. Ich habe diese Überlegungen nicht öffentlich gemacht, aber sie laufen im Kern auf einen Gedanken hinaus, den <a title="http://jeanpol.wordpress.com/" href="http://jeanpol.wordpress.com/" target="_blank">Jean-Pol Martin</a> zumindest sinngemäß einmal geäußert hat: Verantwortung für sich selbst bedeutet auch, sich mit Menschen und Informationen zu umgeben, die die eigenen Bedürfnisse maximal befriedigen, um handlungsfähig und explorativ zu bleiben. Das kommt sehr schön (und augenzwinkernd!) in <a title="http://jeanpol.wordpress.com/2008/10/20/die-liebe-als-fixierung-auf-eine-quelle-der-bedurfnisbefriedigung/" href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/10/20/die-liebe-als-fixierung-auf-eine-quelle-der-bedurfnisbefriedigung/" target="_blank">einem seiner Videos</a> zum Ausdruck, in dem er u.a. seine Gedanken zum Thema Liebe äußert.</p>
<p><strong>Ist Twitter jetzt keine Quelle der Bedürfnisbefriedigung für mich?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Und ob Twitter das ist. Über Twitter habe ich eine ganze Reihe von Menschen kennen gelernt, die mir sehr wichtig sind und die mir unzählige Gedanken, Texte, Links usw. zugänglich gemacht haben, auf die ich ohne sie nie Zugriff erhalten hätte. Twitter macht mir wahnsinnig viel Spaß und hat mich daher jeden Tag innerlich und äußerlich beschäftigt &#8211; aber genau das wurde auch zu einem Problem.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Welches Problem?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe private Verantwortung, ich habe berufliche Verantwortung und ja &#8211; ich habe auch noch Hobbys, z.B. dieses Blog hier. Ich habe also unzählige Quellen der Bedürfnisbefriedigung, so viele, dass ich auswählen muss. Twitter hat bei mir doch eine ganze Menge an stark fragmentierten Zeitressourcen verlangt, die dann bei anderen Quellen fehlten. Dazu kommt, dass bei Twitter die bedürfnisbefriedigenden Ereignisse, die Emergenzen einfach immer schwer &#8220;planbar&#8221; waren &#8211; das sind sie im Leben ja auch. Twitter hat für mich immer etwas wie ein Kneipenabend. Man redet über sehr viel, man hört sehr viel, aber das Informationsdestillat &#8211; so schön und vollmundig es immer auch war &#8211; konnte für mich bald nicht mehr mit dem anderer Quellen konkurrieren. Und in die Kneipe könnte ich übrigens auch einmal öfter gehen&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was war der endgültige Auslöser?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das war Zoe (Name verfälscht). Ich weiß nicht, wer Zoe ist &#8211; ich vermute ein Teenager. Zoe hat mir zu einem Artikel, den ich hier geschrieben habe, zwei Fragen gestellt, die mich nochmal ganz neu über den Lehrinhalt aus dem Artikel und über den Umgang mit diesen Lehrinhalten in meinen Unterricht überhaupt haben nachdenken lassen, weil es unglaublich gute Fragen sind. Zoes Fragen werden sofort mein unterrichtliches Handeln bestimmen &#8211; und allein im Handeln liegt für mich persönlich zur Zeit die &#8220;Hauptbedürfnisbefriedigungsquelle&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und die ganzen Menschen auf Twitter?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mein Feedreader ist aber sowas von aufgebohrt, dass ich hoffe, kaum einen aus den Augen zu verlieren. Fast alle führen Blogs oder sind auch noch auf andere Art und Weise im Netz zu erreichen, z.B. über die Kommentarfunktion ihrer Blogs oder bei engagiert organisierten Live-Events. Für mich waren oft die Diskussionen, die in den Blogs stattfanden, eine Quelle der Bedürfnisbefriedigung &#8211; nicht unbedingt eine bessere als Twitter, aber eine entschleunigtere &#8211; denn: Man wird ja nicht jünger :o)&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aber der Account hätte doch bleiben können?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nee &#8211; ganz oder gar nicht. Der Finger zuckte schon jetzt viel zu oft beim Überfahren des gelben Tweetdeck-Icons und dann wollte man eigentlich das Arbeitsblatt für morgen &#8211; aber da kam ja dann der Link auf den Artikel sowieso rein und schon dauerte eine Arbeit, die ansonsten in 30 Minuten durch gewesen wäre, locker einmal 90 Minuten. Die persönlichen Lernergebnisse in den 90 Minuten waren super, aber das Arbeitsblatt wurde oft einfach nicht fertig. Ich bin da einfach zu undiszipliniert :o)&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Aber wenn es sonst weniger wird &#8211; ist Twitter dann wieder eine Option?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mir nicht sicher, wie lange Twitter noch geben wird. Schon jetzt tauchen andere Dienste am Horizont auf und das Web2.0-Karussell dreht sich nunmal sehr schnell. Auf jeden Fall gibt es für jeden, der für Twitter Zeit hat, dort eine Menge zu erleben und zu lernen. Das habe ich selbst erfahren.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Habe ich eine gelungene Geschichte verfasst?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/habe-ich-eine-gelungene-geschichte-verfasst/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 07:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[eigener]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[gewinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[untersuchen]]></category>

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		<description><![CDATA[    Bei eigenen Geschichten gibt es so viel zu beachten, dass man als Lehrender natürlich auch anfangs über vieles hinwegsehen muss, um die Lust am Schreiben nicht sofort mit übertriebenen Deutschpaukeransprüchen hinwegzufegen. Ein solcher Anspruch ist in folgender &#8211; nochmals verwursteter Grafik (mind42.com) dargestellt:

Einfacher geht es mit einer kleinen Tabelle, die wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/habe-ich-eine-gelungene-geschichte-verfasst/&amp;title=Habe ich eine gelungene Geschichte verfasst?' onclick='readpage(this.href, 1702); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1702'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Bei eigenen Geschichten gibt es so viel zu beachten, dass man als Lehrender natürlich auch anfangs über vieles hinwegsehen muss, um die Lust am Schreiben nicht sofort mit übertriebenen Deutschpaukeransprüchen hinwegzufegen. Ein solcher Anspruch ist in folgender &#8211; nochmals verwursteter Grafik (mind42.com) dargestellt:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1657" title="geschichten_ besprechen" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen-300x105.png" alt="" width="300" height="105" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Einfacher geht es mit einer kleinen Tabelle, die wie folgt aufgebaut sein kann:</p>
<table border="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Teil der Geschichte</strong></td>
<td><strong>Welche Verben (der Bewegung) habe ich verwendet?</strong></td>
<td><strong>Welche Adjektive habe ich verwendet?</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Einleitung (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">Liste mit Verben</td>
<td style="text-align: center;">Liste mit Adjektiven</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptteil (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
</tr>
<tr>
<td>Schluss (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Die SuS teilen ihre Geschichte in drei Teile ein und suchen in diesen Teilen nach Verben (der Bewegung) und Adjektiven. Wenn gerade in jungen Klassen SuS diese Wortliste lesen, bekommen sie nach meinen Erfahrungen ein Gefühl dafür, welche Stimmung dadurch erzeugt wird &#8211; eher als wenn sie ihren gesamten eigenen Text lesen. Wenn dieses Gefühl im Hauptteil bei z.B. einer Erlebniserzählung &#8220;kribbelig&#8221; ist (je nach Inhalt), das ist das zumindest ein Indiz für eine gelungene Wortwahl.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Klasse hat gleich mit mir gemeckert: Man muss die Geschichte doch noch weiter unterteilen, drei Teile reichen nicht aus. Man braucht noch jeweils eine Extrazeile für den Auf- und eine für den Abbau der Spannung. Der Höhepunkt muss doch mehr herausgestellt werden. Und überhaupt: Die Satzanfänge und Bindewörter sollen jeweils eine Extraspalte bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz gleich wie man es macht: Ich halte es für eine gute Methode, um emotionale Distanz zu seinem eigenen Text zu gewinnen, was m.E. Voraussetzung für eine Überarbeitung ist. SuS müssen dafür den eigenen Text strukturieren und auf einfache Weise sprachlich untersuchen.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Welt der literarischen Fantasie</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/die-welt-der-literarischen-fantasie/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2010/02/die-welt-der-literarischen-fantasie/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 10:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Fantastik]]></category>
		<category><![CDATA[Letzte Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Ransmayr]]></category>
		<category><![CDATA[Todorov]]></category>
		<category><![CDATA[Wirklichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[    Tzvetan Todorov hat in der Auseinandersetzung mit Literatur aus der Epoche der Romantik (überwiegend) eine Theorie entwickelt, wie Fantastik eigentlich funktioniert. Diese Idee lässt sich auch auf moderne Texte oder Filme anwenden. In Filmen oder Texten begegnen uns fantastische Ereignisse:

Das Unheimliche
In der Matrixtrilogie wird eine Welt entworfen, die fantastisch und bedrohlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/die-welt-der-literarischen-fantasie/&amp;title=Die Welt der literarischen Fantasie' onclick='readpage(this.href, 1693); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1693'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;"><a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Tzvetan_Todorov" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tzvetan_Todorov" target="_blank">Tzvetan Todorov</a> hat in der Auseinandersetzung mit Literatur aus der Epoche der Romantik (überwiegend) eine Theorie entwickelt, wie Fantastik eigentlich funktioniert. Diese Idee lässt sich auch auf moderne Texte oder Filme anwenden. In Filmen oder Texten begegnen uns fantastische Ereignisse:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/todorov_theorie_fantastik.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1694" title="todorov_theorie_fantastik" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/todorov_theorie_fantastik-232x300.png" alt="" width="232" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Unheimliche</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29" target="_blank">Matrixtrilogie</a> wird eine Welt entworfen, die fantastisch und bedrohlich ist. Maschinen nutzen Menschen als Energiequelle und erhalten ihre Körper dadurch am Leben, dass sie ihnen eine neue Welt, eine &#8220;Matrix&#8221; schaffen, in der sich das Leben abspielt. Diese Welt existiert nur im Geiste der Menschen, Sinnesreize werden durch Stimulation von Nerven künstlich erzeugt. Die Körper liegen tatsächlich in &#8220;Brutkästen&#8221; und liefern biochemische Ernergie. Diese Welt nehmen die meisten Menschen als wirklich wahr. Die Matrixtrilogie ist deswegen unheimlich, weil es theoretisch denkbar ist, die dazu notwendigen Mensch-Maschineinterfaces zu bauen. Es mag mit der heutigen Technologie nicht möglich sein, aber vielleicht mit einer zukünftigen. Gleichwohl gibt es Menschen (Identifikationsfiguren) in dieser Welt, die aus ihr ausbrechen, die in die Wirklichkeit gelangen und die Brutkästen sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Wunderbare<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe_%28Filmtrilogie%29" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe_%28Filmtrilogie%29" target="_blank">&#8220;Herr der Ringe&#8221;</a> &#8211; als Buch oder Kinofilm &#8211; bietet hingegen eine Welt an, die voller Zauberei und Fabelwesen ist. Teilweise sind übernatürliche, tranzendentale Kräfte am Werk. Die Existenz von Wesen wie Dämonen oder sich bewegenden Bäumen steht nicht mit den Naturgesetzen in Einklang. Die Menschen in dieser fantastischen Welt sehen diese Elemente als selbstverständlich an &#8211; der Leser weiß es natürlich besser: So etwas kann es nicht geben. Daher löst er diesen Widerspruch für sich so auf, dass er Wunderbares sieht. Das Wunderbare berührt in ganz anderer Art und Weise wie das Unheimliche.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Postmoderne</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Viele fantastische Texte wird man mit Todorovs Theorie sehr gut in den Griff bekommen, weil der Text selbst und die Erfahrung des Lesers den Weg der individuellen Auflösung der Fantastik bestimmen. Im Text werden durch unzählige Signale Deutungshinweise gegeben. Es gibt jedoch auch Texte, die sich den Kategorien Todorovs entziehen, z.B. <a title="http://riecken.de/index.php/2008/11/die-letzte-welt/" href="http://riecken.de/index.php/2008/11/die-letzte-welt/">Christoph Ransmayrs Roman &#8220;Die letzte Welt</a>&#8220;. Hauptansatzpunkt von Todorov ist ja, dass Leser und handelnde Figuren gleichermaßen unschlüssig sind, der Leser jedoch die Unschlüssigkeit für sich auch mit Hilfe des Textes auflösen kann. Das ist in diesem postmodernen Roman an vielen Stellen jedoch nicht erfüllt, weil er inkompatible &#8220;Unschlüssigkeitsbewältgungssignale&#8221; sendet und damit vor allem auch den Aspekt der Wirklichkeitserfahrung von Leser und Figuren (&#8220;In welchen Verhältnis stehen Fantasie und Wirklichkeit?&#8221;) vielschichtig problematisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die dadurch &#8211; und viele weitere Elemente, z.B. &#8220;invertierte Personifikationen&#8221; &#8211; ausgelöste Irritation eröffnet sich für mich ein ganz anderer Blick auf &#8220;klassische Literatur&#8221; mit den Fantastikkonzepten, wie sie mit Todorov fast immer zu knacken sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mehr dazu erfahren möchte, dem sei der <a title="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/1420805/christoph_ransmayr_die_letzte_welt_3596295386.html" href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/1420805/christoph_ransmayr_die_letzte_welt_3596295386.html" target="_blank">Roman selbst</a> empfohlen wie auch eine <a title="http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=59069&amp;vLang=D&amp;vHR=1&amp;vUR=2&amp;vUUR=1" href="http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=59069&amp;vLang=D&amp;vHR=1&amp;vUR=2&amp;vUUR=1" target="_blank">ausgearbeitete Unterrichtsreihe von Dr. Carsten Lange</a>. In Kombination aus beidem wird der Roman mit seinem extrem hohen Lesewiderstand (er hält sich einfach nicht an Literaturregeln&#8230;) viel besser zugänglich. Mit einem fitten Leistungskurs Deutsch lässt sich dieses Werk nach meiner Erfahrung ganz gut angehen &#8211; ich habe eine Unterrichtsreihe selbst gesehen und eine durchgeführt. Es ist natürlich ein Luxusthema, für das man sich in Zeiten zentraler Prüfungen den Raum schon schaffen muss.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Rückschau: Smartboard, Web2.0, Lesekonferenzen</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/ruckschau-smartboard-web2-0-lesekonferenzen/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 13:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Linoit]]></category>
		<category><![CDATA[mind42]]></category>
		<category><![CDATA[Smartboard]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[    In letzter Zeit habe ich so einige Dinge angedacht &#8211; es wird Zeit einmal von konkreten Erfahrungen zu berichten.
1. Smartboard-Erfahrungen
Ich habe jetzt einige Erfahrungen mit der Smartboard-Software sammeln dürfen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein ganz schlechter Klicker bin. Ganz viel lässt sich damit anstellen und noch mehr ist intuitiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/ruckschau-smartboard-web2-0-lesekonferenzen/&amp;title=Rückschau: Smartboard, Web2.0, Lesekonferenzen' onclick='readpage(this.href, 1668); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1668'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">In letzter Zeit habe ich so einige Dinge angedacht &#8211; es wird Zeit einmal von konkreten Erfahrungen zu berichten.</p>
<p><a title="http://riecken.de/index.php/2009/08/smart-board-die-frucht-des-bosen/" href="http://riecken.de/index.php/2009/08/smart-board-die-frucht-des-bosen/"><strong>1. Smartboard-Erfahrungen</strong></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe jetzt einige Erfahrungen mit der Smartboard-Software sammeln dürfen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein ganz schlechter Klicker bin. Ganz viel lässt sich damit anstellen und noch mehr ist intuitiv bedienbar, aber es macht mir viel zu oft &#8220;Pop&#8221; auf dem Board (wenn ich mit dem Finger darauf tippe, um z.B. Werkzeuge zu wechseln oder die Handschrifterkennung zu aktivieren). Besser haben mir in Kombination mit dem Smartboard zwei Web2.0-Dienste gefallen:</p>
<ul>
<li><a title="http://en.linoit.com/" href="http://en.linoit.com/" target="_blank">http://en.linoit.com/</a> &#8211; eine virtuelle Pinnwand, die sich sehr intuitiv und einfach bedient und eigentlich auch genug kann, um z.B. Metaplaning zu virtualisieren. Die durfte ich einmal mehr durch <a title="http://blog.initiatived21.de/2009/04/digitale-pinnwand-die-zweite/" href="http://blog.initiatived21.de/2009/04/digitale-pinnwand-die-zweite/" target="_blank">René Scheppler</a> kennen lernen. Es fehlt mir noch eine Exportfunktion, etwa als PDF, oder ich finde sie nicht.</li>
<li><a title="http://mind42.com/" href="http://mind42.com/" target="_blank">http://mind42.com/</a> &#8211; ein Dienst zur kollaborativen Erstellung von Mindmaps, man kann sogar simultan mit mehreren Person an einer Map arbeiten. Kennen gelernt habe ich diesen Dienst durch <a title="http://www.consenser.org" href="http://www.consenser.org" target="_blank">Daniel Juling</a> auf dem EduCamp in Hamburg.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Oberst nervig ist für mich der Medienbruch bei der Pinnwand, wenn gesichert werden soll. Bei mind42 exportiere ich ein PDF und lade das z.B. in einem Moodlekurs hoch, bei linoit bleibt mir bisher nur der Griff zum Bildschirmfoto. Tja &#8211; wenn wir jetzt Schülernotebooks hätten&#8230;</p>
<p><strong><a title="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" href="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" target="_blank">2. Lesekonferenzerfahrungen</a></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich war heute sehr stolz auf eine meiner Klassen. Die Beiträge (Hausaufgaben) wurde so differenziert und eben nicht ausschließlich defizitorientiert von den SuS besprochen, dass man wirklich sehen konnte, wie dem einen oder anderen Vortragenden die Brust schwoll. Außerdem kam ich mir in diesen ersten 15 Minuten ziemlich überflüssig vor. Hoffentlich verlieren sie nachhaltig die Angst vor dem Hausaufgabenvortrag. Ob das jetzt an meinen pädagogischen Impetus liegt oder an der Klasse selbst oder an beiden ist mir eigentlich egal. Das Ergebnis zählt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3. Blog im Unterricht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich versuche gerade eine Art Zeitungsprojekt mit einer meiner Klassen auf die Beine zu stellen. Dafür nutze ich ein Wordpress-Blog &#8211; natürlich (wer mich kennt, weiß es&#8230;) kein öffentliches, sondern ein selbst auf unserem Schulserver installiertes. Scheitern, scheitern, scheitern. Die Registrierungsmails kommen nicht an, die verschickten Passworte funktionieren nicht usw. Seufz &#8211; mit wordpress.com wäre das schon einfacher, aber eben total öffentlich und eben noch&#8217;n Account noch&#8217;n Gedicht&#8230; Aber heute scheint es endlich geklappt zu haben. Vielleicht können wir morgen schon losbloggen. Und am Schluss der Einheit zeige ich ihnen natürlich auch Blogdienste wie wordpress.com.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Philosophieprofessor</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/der-philosophieprofessor/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:12:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Handeln]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[    Es war ein langer Tag an der Uni, zum Kochen hatte ich keine Lust, also ging ich in die nahegelegene Studentenkneipe, in der früher über der Bar noch eine Lehmann-Eisenbahn im Pendelbetrieb verkehrte. Es gab keinen Tisch mehr. Nur noch ein Platz war frei. Daran saß ein Philosophieprofessor, bei dem ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/der-philosophieprofessor/&amp;title=Der Philosophieprofessor' onclick='readpage(this.href, 1531); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1531'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Es war ein langer Tag an der Uni, zum Kochen hatte ich keine Lust, also ging ich in die nahegelegene Studentenkneipe, in der früher über der Bar noch eine Lehmann-Eisenbahn im Pendelbetrieb verkehrte. Es gab keinen Tisch mehr. Nur noch ein Platz war frei. Daran saß ein Philosophieprofessor, bei dem ich ein Proseminar für das für Lehrämter obligatorische Philosophicum besuchte. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber ich fragte ausgerechnet ihn, ob der Platz noch frei wäre. Die Geschichte endete in einem sehr persönlichen Gespräch und mit einer beglichenen Rechnung für mich: &#8220;Sie sind Student, ich bin Professor, Ihren Stolz können Sie weder essen, noch am Wochenende in eine Bar tragen &#8211; ich erledige das für Sie&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Gespräch wanderte von einem Thema zum anderen &#8211; ein Satz beschäftigt mich bis heute: Er sagte, dass es arrogant von den Philosophen wäre zu glauben, dass allein ihre Tätigkeit des Denkens sie in ihrer Existenz rechtfertigen würde. Philosophen müssten sich seiner Meinung nach überlegen, wie sie unserer Gesellschaft fern von Elfenbeintürmen dienen könnten, in Wirtschaftsbetrieben, in NGOs, wo auch immer. Diese Gedanke verwirrte mich ebenso wie ein neuer physikalischer Bewegungsbegriff &#8211; fern ab von Newton. Mit Diogenes existiert innerhalb der Philosophie in romantischer Verklärung das Bild des Denkens um des Denkens Willen und in meiner damaligen Unerfahrenheit war ebendieses Bild so fest verankert.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1531"></span></p>
<p style="text-align: justify;">In keinem anderen Bereich wird heutzutage so viel gedacht wie im Bereich der Bildung, was das eigentlich bedeutet, wie man sie verbessern könnte, was das Web2.0 am Bildungsbegriff ändert usw. Ich erlebe sehr selten Denkende in diesem Bereich, die gleichzeitig dazu handeln &#8211; das überlassen mir zu viele von ihnen dann den Lehrkräften vor Ort. Ihr Denken ist in den eigenen Augen eine große Leistung, ihre Ziele sind ritterlich: Sie wollen die Bildung in unserem Land verbessern. Weil ihre Ziele so uneigennützig, edel, vollkommen, durch die Hirnforschung wissenschaftlich bestätigt und richtig sind, regt sich unter ihnen gelegentlich Kopfschütteln darüber, dass das Schulsystem, dass sich die Lehrenden einfach nicht bewegen, dass Lehrende selbst eindeutige curriculare Vorgaben aussitzen, sich den modernen Lehrmethoden verweigern. Dieses Kopfschütteln erlebe ich immer wieder auf Fortbildungen zu den neuen Curricula.</p>
<p style="text-align: justify;">Lehrende stigmatisieren diese &#8220;Bildungsdenker&#8221; ebenso oft als Menschen aus dem Elfenbeinturm, die von der Praxis keine Ahnung hätten, die nicht den Zwängen des Alltags ausgesetzt seien usw. Da knallt dann auch schon einmal eine Tür oder der Ton wird doch recht direkt. Zudem lassen sich Lehrkräfte, die dann die notwendigen Informationsveranstaltungen durchführen, bestimmt gar nicht so einfach finden. Wenn sich schon die Denker den Anfeindungen des Volkes nicht direkt aussetzen, warum sollten es dann Mittelsmänner und -frauen tun wollen?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Lehrenden vor Ort empfinden sich auch als ritterlich, edel und gutherzig: Sie stehen vor großen Klassen, viel zu kleinen Räumen, einer Schulorganisation im 45-Minutentakt, vor Doppeljahrgängen und bewältigen diese Aufgabe. Und da kommen jetzt die Denker mit ihren neuen Ideen. Ich erlebe es mehrmals im Jahr, wie durch die Denker hervorragende Konzepte und Ideen,<em> die aus dem Alltag der Schule erwachsen sind</em>, nicht mehr im gegebenen curricularen Rahmen durchführbar sind und im Kontext einer Reformenflut eingestampft werden müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und da  haben wir in wieder: Den Kampf zwischen Theorie und Praxis, der Schule lähmt und ihre Entwicklung stagnieren lässt. Dabei schreibt und denkt <a title="http://shiftingschool.wordpress.com" href="http://shiftingschool.wordpress.com" target="_blank">Lisa Rosa</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><em>&#8220;Zum Verhältnis von Theorie und Praxis hab ich schonmal etwas gesagt: Die eine kommt ohne die andere nicht aus.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das ist in meinen Augen *zur Zeit* eine Worthülse. Zur Zeit hat es für mich den Anschein, dass die eine Seite sehr wohl ohne die andere auskommt, denn was würde eine Synthese der beiden Felder denn anderes bedeuten, als den Praktikern Zugang zu den grünen Tischen zu verschaffen und den Denkern direkten Zugang zu den Schulen? Kümmert sich jemand um die nachhaltige Überwindung des über Jahre aufgerissenen Grabens? Wer baut die notwendigen Brücken?</p>
<p style="text-align: justify;">Den Praktikern Zutritt zu verschaffen darf dabei nicht darauf hinauslaufen zu sagen: &#8220;Ja, dann komm&#8217; doch!&#8221; Es muss eine Anerkennung für diese besondere Engagement erfolgen, die mindestens in der Gewährung von Freiraum bestehen muss, der eine nachhaltige Partizipation bei simultaner Erfüllung aller anderen Pflichten ermöglicht, gleichzeitig aber so minimal ausfällt, dass der neu Engagierte nicht nicht Bezug zum Alltag verliert &#8211; das wirft man in &#8220;meinen Kreisen&#8221; Kolleginnen und Kollegen ja oft vor, die ins voll ins Ministerium oder an das Ausbildungsseminar wechseln.</p>
<p style="text-align: justify;">Anerkennung ist dabei für mich das eigentliche Stichwort. Die Arbeit der Denker ist wichtig und generalisierende Kritik oft unfair. Bildungsdenken ohne konkreten Alltagsbezug ist es auch, weil die damit verlangten Änderungen oft rein praktisch nicht möglich sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Anerkennung in Worten hat für mich in diesem Kontext nur sehr marginalen Wert. Anerkennen kann *ich* nur das konkrete Handeln &#8211; ein für  mich glaubhafter Bildungsdenker muss mir konkrete Produkte, Projekte zeigen können, die er selbst im Alltag erfolgreich gestaltet hat und einsetzt. Und wenn  eine Schule etwas von sich aus tut, was diese Schule weiterbringt, dann muss diese Schule das dürfen dürfen &#8211; ich glaube, dass das genau der Punkt ist, wenn manche Schulen den Wunsch äußern, einfach einmal &#8220;in Ruhe gelassen zu werden&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Von dem Philosophieprofessor fühlte ich mich an diesem Abend anerkannt trotz des materialistischen Ausbruchs. Und aus dem Besuch seines Seminars wusste ich auch, dass er konkret handelt. Er schien mir innerhalb seiner Fakultät ein Außenseiter zu sein.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsch: Kreative Geschichten von SuS besprechen lassen</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/deutsch-kreative-geschichten-von-sus-besprechen-lassen/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 11:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Durchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Lesekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Setup]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitbedarf]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=1656</guid>
		<description><![CDATA[    Ich probiere gerade etwas mit Eigenverantwortlichkeit im Unterricht herum. In meiner Unterstufenklasse gestalten wir gerade Geschichten zum Thema: &#8220;Erlebnisse im Internet&#8221; &#8211; etwas im Fahrwasser unserer Schulungen zur Medienkompetenz.  Da ich jetzt öfter eine Doppelstunde zur Verfügung habe, sind auf einmal ganz andere Methoden möglich, weil ich eine faire Chance habe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/deutsch-kreative-geschichten-von-sus-besprechen-lassen/&amp;title=Deutsch: Kreative Geschichten von SuS besprechen lassen' onclick='readpage(this.href, 1656); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1656'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Ich probiere gerade etwas mit Eigenverantwortlichkeit im Unterricht herum. In meiner Unterstufenklasse gestalten wir gerade Geschichten zum Thema: &#8220;Erlebnisse im Internet&#8221; &#8211; etwas im Fahrwasser unserer Schulungen zur Medienkompetenz.  Da ich jetzt öfter eine Doppelstunde zur Verfügung habe, sind auf einmal ganz andere Methoden möglich, weil ich eine faire Chance habe, mit den Lernprozessen auch zu einem runden Abschluss zu kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschichten sollten in einer Lesekonferenz besprochen werden. Ich mag immer Kriterien, anhand derer ich bespreche. Deswegen haben wir zunächst eine Mindmap erstellt. &#8220;Zufälligerweise&#8221; ist im Methodentraining der Klasse gerade auch dieses Thema dran, warum also das nicht gleich im Deutschunterricht verwursten?</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Mindmap sah so aus:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1657" title="geschichten_ besprechen" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen-300x105.png" alt="" width="300" height="105" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Dazu muss man sagen, dass die SuS auch schon am Schuljahresanfang ein Bildgeschichte gestaltet haben und während des Zusammentragens natürlich auch ihre Aufzeichnung aus ihren Regelheften verwenden durften &#8211; sonst wäre die Map in einer Unterstufenklasse kaum so vollständig. Bei der Kategorisierung und dem Finden der Oberbegriffe habe ich natürlich ein wenig geholfen &#8211; ist also teilweise geschummelt mit der Schülerzentrierung.Diese Mindmap bestand in ihrer Ursprungsform &#8220;in Kreide&#8221;. Lässt sich natürlich auch bei entsprechender Ausstattung der Klassenraumes gleich auf <a title="http://www.mind42.com" href="http://www.mind42.com" target="_blank">http://www.mind42.com</a> erstellen &#8211; dann entfällt das Abschreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das weitere Vorgehen ist <a title="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" href="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" target="_blank">hier</a> beschrieben (den freien Stuhl habe ich in dieser Klasse weggelassen) &#8211; die Auswertung des Fishbowls hat mich ziemlich umgehauen &#8211; ein paar Eindrücke:</p>
<ol>
<li>Beobachter hatten den Eindruck, dass die Gruppe im Fishbowl sehr bald ihre Umgebung vergessen hatte</li>
<li>Beobachter sagten deutlich, dass stille Naturen auch in der Kleingruppe still waren und dass man als Gruppe darauf achten muss</li>
<li>Beobachter sagten deutlich, dass immer jemand die Kleingruppe dominiert und dass man darauf achten muss</li>
<li>Beobachter hatten den Eindruck, dass sich der Kommunikationsprozess oft festfährt, sie hätten gerne eingegriffen (Mist &#8211; den freien Stuhl hatte ich weggelassen, um das Setup nicht zu komplex werden zu lassen)</li>
<li>Beobachter beschrieben, dass es hinderlich ist, wenn man sich nicht traut, den fremden Text zu kritisieren(!)</li>
<li>Tja &#8211; ich musste irgendwie wenig sagen. Eigentlich recht erholsam.</li>
</ol>
<p><strong>Was werde ich zukünftig bei Lesekonferenzen verändern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte gerne ein Spezialistensystem in der Lesekonferenz einführen. Jeder schaut auf einen anderen Aspekt (&#8220;folgt einem anderen Ast der Mindmap&#8221;). So sinkt der Reflexionsanspruch und jeder kann etwas in den letzten beiden Phasen beisteuern, weil er auf seinem Gebiet eben einmalig in der Gruppe ist. Gleichzeitig müsste der Zeitbedarf mit der Reduzierung der Komplexität eigentlich sinken, sodass mehr Ressourcen auf die letzten beiden Phasen verwandt werden können.</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lesekonferenz</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 09:28:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Ablauf]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Erweiterung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>

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		<description><![CDATA[    Ich bin in meinen Klassen zur Zeit sehr unzufrieden mit der Art und Weise wie Lesekonferenzen laufen. Eigentlich sind sie ja dazu gedacht, Verantwortung an SuS abzugeben, gerade bei der Auswertung längerer Hausaufgaben &#8211; spätestens wenn der Dritte vorliest, wird es für alle nervig: Für den Vorleser, weil sein Vorgänger vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/&amp;title=Lesekonferenz' onclick='readpage(this.href, 1645); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_1645'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Ich bin in meinen Klassen zur Zeit sehr unzufrieden mit der Art und Weise wie Lesekonferenzen laufen. Eigentlich sind sie ja dazu gedacht, Verantwortung an SuS abzugeben, gerade bei der Auswertung längerer Hausaufgaben &#8211; spätestens wenn der Dritte vorliest, wird es für alle nervig: Für den Vorleser, weil sein Vorgänger vielleicht eh &#8220;besser&#8221; war, für die Zuhörer, weil es langweilig ist n Texte zum gleichen Thema zu hören und für mich, weil teilweise von mir erwartet wird, dass ich alles mitbekomme und dann reflektiere &#8211; und darüberhinaus sogar noch die Feedbacks aus der Lerngruppe kategorisiere.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher tauschen bei mir jeweils maximal vier SuS untereinander ihre Texte aus und schreiben ihre Ideen mit Bleistift an den Rand.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/lesekonferenz_klassisch.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1646" title="lesekonferenz_klassisch" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/lesekonferenz_klassisch-300x297.png" alt="" width="300" height="297" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In der Gruppenarbeit gibt es dann verschiedene Phasen:</p>
<ol>
<li>Lese-/Anmerkungsphase: Jeder liest jeden Fremdtext und versieht ihn mit Anmerkungen</li>
<li>Reflektionsphase: Der Autor schaut sich die Anmerkungen an und versucht sie zu verstehen</li>
<li>Austausch: Klärung von missverständlichen Randnotizen in Gruppe</li>
<li>Vorbereitung der Präsentation</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Präsentiert wird bei mir immer so, dass einer die Mitglieder der Gruppe kurz vorstellt, einer begründet, welcher Text aus welchen Gründen präsentiert wird und einer schließlich den Text selbst präsentiert/vorliest. Maßgabe für die Auswahl des Textes ist dabei stets nie die &#8220;Güte&#8221;, sondern das Lernpotential, welches der Text der gesamten Lerngruppe bietet.</p>
<p style="text-align: justify;">Was nach meinen Eindruck immer sehr gut klappt, sind die ersten beiden Phasen. Phase drei und vier erfordern anscheinend Kompetenzen im Bereich der Gesprächsführung &#8211; da scheint immer zu hapern &#8211; die Textauswahl wird oft sehr oberflächlich begründet, obwohl vorher immer geeignete Beurteliungskriterien durch den Unterricht vorgegeben und schriftlich (Regelheft!) fixiert sind. In den letzten beiden Phasen möchte ich daher gerade beim Einüben dieser Methode unterstützen und habe dazu folgende Idee:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/lesekonferenz_neu.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1647" title="lesekonferenz_neu" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/lesekonferenz_neu-300x294.png" alt="" width="300" height="294" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wie wäre es, zum Einüben der Methode die letzten beiden Phasen in einem Fishbowl stattfinden zu lassen? So könnte das Plenum einerseits beobachten, sich andererseits durch einen &#8220;freien Stuhl&#8221; auch mit in den Prozess mit einbringen, sodass die Gruppe nicht zu sehr im eigenen Saft schmort. Ich erhoffe mir dadurch, die kommunikativen Kompetenzen nicht-lehrerzentriert stärken zu können. Wenn das im Fishbowl dann gut klappt, kann man es ja an die Gruppe zurückdelegieren und die Methode  später in das (geschlossene) Internet überführen, indem man z.B. &#8220;Blogkonferenzgruppen&#8221; bildet:</p>
<p style="text-align: justify;">Jedes Lerngruppenmitglied gestaltet zu Hause einen Blogeintrag mit seinem Text &#8211; die Lesekonferenzgruppe kreiert dann einen Metaeintrag als Gruppenarbeitsergebnis (Verlinkung aller Texte, Kurzkommentierung, Begründung für die Auswahl eines Textes, ggf. Präsentation mit Podcast etc.). Wenn die dazu notwendigen kommunikativen Kompetenzen vorher im Unterricht eingeübt sind, könnte das m.E. gut klappen. Versuch macht kluch &#8211; irgendwann.</p>
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