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	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
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		<title>Class 2 Zertifizierung durch startssl</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 17:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tech-Talk]]></category>
		<category><![CDATA[Ablauf]]></category>
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		<category><![CDATA[Zertifizierungsprozess]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich es geschafft, von startssl Class 2 zerti [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/09/class-2-zertifizierung-durch-startssl/&amp;title=Class 2 Zertifizierung durch startssl' onclick='readpage(this.href, 2382); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2382'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Heute habe ich es geschafft, von<a title="http://www.startssl.com" href="http://www.startssl.com" target="_blank"> startssl</a> Class 2 zertifiziert zu werden:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/09/startssl.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2383" title="startssl" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/09/startssl.jpg" alt="" width="288" height="90" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das bedeutet, dass ich mir z.B. jetzt ein Wildcard-Subdomain Serverzertifikat für jede(!) meiner Domains durch startssl signieren lassen, also Dienste via SSL (https) anbieten kann. Was ich damit genau für die  Öffentlichkeit bzw. meine treuen Leser hier vorhabe, wird später verraten.</p>
<p style="text-align: justify;">Beim bald anstehenden Serverwechsel unserer Schule werde ich auf jeden Fall alle Dienste auf SSL migrieren und so zumindest auf dem Kommunikationsweg zwischen Browser und unserem Server ein wenig mehr Sicherheit schaffen. Da wir viele Subdomains nutzen, hätten wir die immensen Kosten für Wildcardzertifikate von anderen CAs nicht bewältigen können. Somit fliegen bald keine Klartextpasswörter mehr zwischen unserem Moodle und dem Anwenderclient hin- und her. Was nützt ansonsten die SSHA-Verschlüsselung der Passwörter auf unserem Server?</p>
<p style="text-align: justify;">Das Tolle an startssl: Deren Rootzertifikat ist in den meisten Browsern bereits integriert (beim IE ab Version 8), sodass beim Aufruf der jeweiligen Seite keine Warnmeldung, sondern lediglich das Schlosssymbol erscheint, welches dem Anwender die sichere Verbindung signalisiert.  Das halte ich für einen wesentlichen Vorteil gegenüber <a title="http://www.cacert.org/" href="http://www.cacert.org/" target="_blank">Cacert</a>, obwohl mir deren Ansatz wesentlich sympathischer erscheint. Die Tatsache, dass alle wichtigen Browser das Rootzertikat integrieren, spricht m.E. für die Vertrauenswürdigkeit der CA (immerhin vertraue ich denen meine persönlichen Daten an), da gerade das Thema Sicherheit für die Browserhersteller integral ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2382"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Zertifizierungsprozess hat mich auch wesentlich mehr überzeugt als der von <a title="http://riecken.de/index.php/2009/02/lighttpd-und-positivessl-certs/" href="http://riecken.de/index.php/2009/02/lighttpd-und-positivessl-certs/">PositiveSSL</a>, von denen ich ein Einzelzertifikat mit einer Laufzeit von drei Jahren besitze. So ging es:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Registrierung bei startSSL</li>
<li>Validierung meiner hinterlegten E-Mailadresse</li>
<li>Ich musste Kopien von zwei Lichtbilddokumenten an startSSL senden</li>
<li>Ein Mitarbeiter von startssl fragte dann keine Stunde später per Mail nach einer aktuellen Mobilfunkrechnung</li>
<li>Wieder keine Stunde später bekam ich einen Anruf aus Israel auf mein Handy. Der Mitarbeiter fragte mich auf Englisch nach Geburtstdatum und Geburtsort</li>
<li>keine 30 Minuten später war ich Class 2 zertifiziert</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Der Spaß kostet 50,- Euro für ein Jahr. Das ist nichts, da ich nun für ein Jahr beliebig viele Wildcard- und Domaineinzelzertifikate erstellen lassen kann, sogar Codesigningzertifikate sind möglich (Beta).</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Vergleich: PositiveSSL verlangte eine Personalausweiskopie und 39,- Euro für ein Einzeldomainzertifikat für drei Jahre (Reselling über PSW) &#8211; und das ist schon vergleichsweise megagünstig &#8211; und der Zertifizierungsvorgang weitaus manipulierbarer &#8211; schließlich wird nur geschaut, ob die Daten des Persos zum Whois der Domain passen.</p>
<p style="text-align: justify;">Achja &#8211; zur Zeit bietet startssl auch Class 3 Zertifizierungen für Organisationen an &#8211; dann wird&#8217;s wie bei Onlinebanking grün in der Adresszeile des Browsers &#8211; zu den gleichen Bedingungen und mit den gleichen Möglickeiten wie bei der Class 2 Zertifizierung: Für schlappe 149,- Euro pro Jahr. Das geht bei den klassischen CAs  schnell in mittlere vierstellige Bereiche.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die private Webseite tut es auch das kostenlose Class 1 Zertifikat von startssl&#8230; Aber da gibt es eben nur eine TLD mit Standardsubdomain (www) im Zertifikat. Für diese Seite hier würde es reichen, ich weiß nur noch nicht, wie ich am besten von http auf https migriere, ohne das alle vorhandenen Backlinks zum Teufel sind.</p>
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		<title>Nein, Moodle ist kein System für Schüler, es ist eines für Lehrkräfte</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/08/nein-moodle-ist-kein-system-fur-schuler-es-ist-eines-fur-lehrkrafte/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 05:33:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[geschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[selbstbestimmt]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/nein-moodle-ist-kein-system-fur-schuler-es-ist-eines-fur-lehrkrafte/&amp;title=Nein, Moodle ist kein System für Schüler, es ist eines für Lehrkräfte' onclick='readpage(this.href, 2355); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2355'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Ich arbeite seit fast einem Jahr in meinem eigenen Unterricht kaum bis gar nicht mehr mit Moodle. Ich betreue noch immer eine Anzahl von Installationen, die aber allesamt primär keinen schülerzentrierten Ansatz verfolgen, sondern in der Hauptsache von den Bedürfnissen der &#8220;Macher&#8221; und nicht denen der Teilnehmenden getragen sind. Das einzige mir in meinem  direkten Umfeld bekannte halbwegs schülerzentrierte Moodlevorhaben im Schulkontext ist das europäische Comeniusprojekt meiner Schule. <a title="http://shiftingschool.wordpress.com" href="http://shiftingschool.wordpress.com" target="_blank">Lisa Rosa</a> hat Moodle in einem Kommentar einmal als &#8220;Bevormundungsplattform&#8221; bezeichnet, was ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in dieser Radikalität empfunden habe, nun aber etwas differenzierter sehe durch die Erfahrungen in der Arbeit mit Blogs.</p>
<p style="text-align: justify;">Ist es nicht frappierend, dass auf ich auf moodle.org (ich dort schon lange unterwegs) so gut wie nie  einen Bericht oder Erfahrungen aus Teilnehmendensicht gelesen habe? Wer  bestimmt die Weiterentwicklung von Moodle? Der Teilnehmer oder die  Lehrenden? Wessen Produkt und Wunsch sind z.B.  die neuen Conditional  Activities, die für ebenso viel Supportbedarf wie das Rollensystem  sorgen werden?</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2355"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Um nicht falsch verstanden zu werden: Es gibt Anwendungsbereiche, in denen der Moodleeinsatz sinnvoll sein kann und zwar immer dann, wenn Lernprozesse eine Abschottung benötigen oder Wissen zu schützen ist &#8211; etwa in kommerziellen Kontexten, im Rahmen einer <a title="http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/" href="http://riecken.de/index.php/2008/12/schulische-evaluation/">Evaluation</a>, beim <a title="http://riecken.de/index.php/2009/04/e-learning-evolutions/" href="http://riecken.de/index.php/2009/04/e-learning-evolutions/">Einstieg ins Internet</a> usw.. Das volle Potential kollaborativer Lernprozesse ist jedoch in meinen Augen mit Moodle schon &#8220;by design&#8221; nicht oder nur sehr aufwändig abzudecken. Meine Schülerinnen und Schüler haben es z.B. nie freiwillig genutzt, sondern immer nur, weil sie &#8220;mussten&#8221;, weil es z.B. eine Aufgabe gab oder ein Verweis auf einen zu lesenden Text &#8211; das ist bei z.B. WordPress vollständig anders&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">Das lag auch an mir und meinem Umgang mit Moodle: Ich hatte verglichen mit anderen &#8220;Webpublishingsystemen&#8221; immer das Gefühl, mich totklicken und -suchen zu müssen, <em>um gewisse Freiheiten für SuS zu ermöglichen</em>, ihnen z.B. zu erlauben Inhalte selbst zu erstellen. Gelang mir das, so wurden diese Inhalte maximal von mir selbst und einigen wenigen engagierten SuS rezipiert &#8211; aber genau darin sehe ich zur Zeit das eigentliche Potential, welches ich in meinem Unterricht nur erreiche, wenn ich den SuS Freiheiten gebe, z.B. die Freiheit selbst zu bestimmen, wie und wann sie in welchem Umfang ihre Texte, Ideen usw. gestalten und veröffentlichen. Dafür ist Moodle in meinen Augen denkbar ungeeignet, da nach wie vor der Lehrende und niemand sonst Strukturen vorgibt und so die gewachsenen Hierarchien auch virtuell erhalten bleiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe im vergangenen Jahr gesehen, wie meine SuS <a title="http://riecken.de/index.php/2009/12/mahara-i-just-met-a-girl-named-mahara/" href="http://riecken.de/index.php/2009/12/mahara-i-just-met-a-girl-named-mahara/">Mahara</a> und <a title="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/" href="http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/">WordPress</a> nutzen, wie intuitiv und schnell sie eigene Produkte erstellen ohne dass ich viel zu Strukturen und Abläufen erklären muss &#8211; sie finden ihre eigenen Strukturen und Abläufe, weil beide Systeme das von ihrer Ausrichtung her ermöglichen. Moodle muss erst mühsam durch Rollenzuweisungen dafür hingebogen werden, was ohne LDAP-Enrolement und vergleichbare administrative Erleichterungen mir überhaupt keinen Spaß macht und zudem bei einer Schule unserer Größe auch kaum mehr zu leisten ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle ist für mich persönlich eine notwendige Brückentechnologie, um von alten, eher dem Kontrollbedürfnis entsprungenen Unterrichtsformen hin zu Peer2Peer-Reviews zu kommen, die mich als Lehrer spürbar bei Routineaufgaben entlasten.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle ist für mich nicht tot und ich denke, dass Moodle durchaus auch an meiner Schule seinen Platz weiterhin haben wird, jedoch nicht im direkten Unterrichtseinsatz, sondern vielmehr im Bereich der Kollaboration zwischen den Kollegen. Ich werde Moodle einsetzen für weitere Comeniusprojekte, wo es dank seiner vielfältigen Lokalisierungen natürlich seine Stärken ausspielen kann. Nach wie vor sehe ich Potential im Bereich von Testfragen, etwa Vokabeltests, Multiple-Choice-Lernkontrollen usw. und kann mir das auch für meinen Unterricht vorstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für das, was ich mittlerweile unter &#8220;eigenverantwortlich&#8221;, &#8220;selbstständig&#8221;, &#8220;frei&#8221; verstehe, passt Moodle für meinen Unterricht nicht als Werkzeug &#8211; da halte ich andere Systeme für besser geeignet.</p>
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		<title>Gruppenarbeit in großen Lerngruppen</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 05:45:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer schon einmal probiert hat, in 30-33er Lerngruppen w [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/gruppenarbeit-in-grosen-lerngruppen/&amp;title=Gruppenarbeit in großen Lerngruppen' onclick='readpage(this.href, 2356); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2356'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Wer schon einmal probiert hat, in 30-33er Lerngruppen wie sie am Gymnasium hier in Niedersachsen üblich sind, Prozesse in Gruppenarbeit zu verlegen, steht vor einem Dilemma:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Zu große Gruppen sind kaum mehr arbeitsfähig und leisten u.U. gerade das, was Gruppenarbeit auszeichnet, nicht mehr oder nur teilweise: Die Aktivierung von möglichst vielen SuS</li>
<li>Zu viele Gruppen (mehr als fünf) sind Gift für die Auswertungsphase, in der Gruppenarbeitsergebnisse vorgestellt werden</li>
<li>Arbeitsteilige Aufträge ziehen nur noch bedingt, da sich Problemstellungen selten auf sechs oder mehr verschiedene Einzelaspekte splitten lassen</li>
<li>Innovativere Präsentationsformen in der Auswertungsphase (z.B. Blog- oder Wikieintrag) verlangen den Rezpienten, d.h. den SuS einiges ab und gerade Peer2Peer-Rezeption ist eines der Kapitel, was sich in Schule für mich immer sehr schwer organisieren lässt &#8211; außerdem sind PCs und Internet an der normalen deutschen Schule eher rar.</li>
<li>Andere Sozialformen für die Auswertung (z.B. Gruppenpuzzle) eignen sich nach meine Erfahrung auch nur bedingt, wenn die Stammgruppen zu groß werden</li>
<li>So oder so kommt man mit großen oder vielen Gruppen immer in Zeitnot aufgrund der Stundentaktung an der Schule</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Da die Klassenfrequenzen in nächster Zeit nur unwesentlich sinken werden &#8211; die Rede ist von einer Absenkung des Klassenteilers auf 31 statt 33 &#8211; und zusätzlich die Gewinnung von qualifiziertem Lehrernachwuchs durch  &#8220;<a title="http://www.pisaversteher.de/index.php?id=11&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=72&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2010&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][month]=08&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][day]=21&amp;cHash=134d33c85b" href="http://www.pisaversteher.de/index.php?id=11&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=72&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2010&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][month]=08&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][day]=21&amp;cHash=134d33c85b" target="_blank">Presseveröffentlichungen</a>&#8221; zumindest erschwert werden dürfte, muss man Lösungen für dieses Dilemma ersinnen: Ich möchte schließlich gerne Gruppenarbeit ermöglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher gehe ich in meinen großen Lerngruppen mittlerweile so vor:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Ich bilde (oder lasse bilden) Gruppen zu maximal vier SuS &#8211; also pro Lerngruppe bis zu acht.</li>
<li>Die Gruppen erhalten arbeitsteilige Aufgaben.</li>
<li>Mehrere Gruppen arbeiten an der gleichen Aufgabenstellung</li>
<li>Während des Gruppenarbeitsprozesses schaue die Ergebnisse schon einmal an</li>
<li style="text-align: justify;">Ich übe mit den SuS vorher grundlegende Präsentationstechniken ein (die Gruppe vorstellen, von besonderen Herausforderungen während der Arbeitsphase berichten, d.h. z.B. Fragen mitbringen etc., nicht das erzählen, was eh schon auf der Folie/dem Plakat/&#8230; steht). Das hat den Vorteil, dass gerade bei kleinen Gruppen jedes Mitglied der Gruppe einen Teil übernehmen kann und allein dadurch der Vortrag gefälliger wird.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Die Präsentation läuft dann so ab, dass ich die Gruppen mit dem z.B. ersten Arbeitsauftrag zusammen vorstellen lasse und dabei dafür sorge, dass die Gruppe mit dem differenziertesten Ergebnis zum Schluss präsentiert. Danach sichere ich das Teilergebnis mit Hilfe des Plenums und gehe dann zum nächsten Arbeitsauftrag über.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Vorteil liegt für mich in dem ständigen Methodenwechsel und dem jeweiligen kleinen Spannungsbogen durch die sich steigernden Ergebnisse. Auch wird verhindert, dass eine Gruppe mit mäßigem Ergebnis nach der &#8220;Stargruppe&#8221; präsentieren muss &#8211; das ist schon bei Hausaufgabenvorträgen schwer, wenn z.B. die Klassenbeste zuerst gelesen hat. Im Notfall kann ich zusätzlich bei fehlender Zeit die Präsentation splitten, d.h. Teile auf den nächsten Tag verlegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das funktionierte bei meiner letzten Dialoganalyse soweit ganz gut&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Arbeitsblatt rund um Dichte und Volumeneinheiten</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 14:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemieunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsblatt]]></category>
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		<description><![CDATA[
... frisch dem PC entsprungen und im Blog für die In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/arbeitsblatt-rund-um-dichte-und-volumeneinheiten/&amp;title=Arbeitsblatt rund um Dichte und Volumeneinheiten' onclick='readpage(this.href, 2341); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2341'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		TD P { margin-bottom: 0cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">&#8230; frisch dem PC entsprungen und im Blog für die Indizierung durch Suchmaschinen freigegeben. Für die Konservennutzer gibt es das Blättchen natürlich auch als <a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/08/dichte_aufgaben.odt">OpenOffice-</a> oder <a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/08/dichte_aufgaben.doc">Word-Dokument</a>. Bitte die Creative-Commons-Lizenz beachten&#8230;<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: medium;"><strong>Die Dichte von Stoffen berechnen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Das gleiche 	Volumen unterschiedlicher Stoffe kann eine ganz unterschiedliche 	Masse besitzen. Daher empfinden wir z.B. Quecksilber als „schwer“ 	und Wasser im direkten Vergleich dazu als „leicht“.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Wäre es möglich, 	von jedem Stoff genau einen cm³ (= 1mL) abzutrennen und auf eine 	Waage zu legen, könnte man eine bestimmte Masse ablesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"> Bsp.: </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">1cm<sup>3</sup> Eisen wiegt 7,86g</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"> 1cm<sup>3</sup> Wasser wiegt 1g</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong>Anders 	formuliert:</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"> Eisen wiegt pro 	cm³ 7,86g. Es besitzt eine <em>Dichte </em>von 7,86g/cm<sup>3 </sup> (7,86g pro 1cm<sup>3</sup>)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"> Wasser wiegt pro 	cm³ 1g. Es besitzt eine <em>Dichte</em> von 1g/cm<sup>3 </sup> (1g 	pro 1cm<sup>3</sup>)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong>Dichte:</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Die 	Dichte <span style="font-family: Times New Roman,serif;">ρ</span><span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>entspricht dem Zahlenwert der Masse von 1cm<sup>3</sup> eines 	Stoffes – oder mathematisch ausgedrückt:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">ρ 	= m / V [g/cm<sup>3</sup>] </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">(Dichte 	gleich Masse in Gramm durch Volumen in Kubikzentimeter)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Trägt 	man die Masse eines Stoffes auf der y-Achse und sein Volumen auf der 	x-Achse eines Diagrammes auf, ergibt sich eine Gerade, die umso 	steiler ist, je größer die Dichte eines Stoffes wird. Hier ein <a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/08/dichtebestimmung_eisen_nasser_sand.ods">Beispieldiagramm</a> für Sand und Wasser aus einem Schülerexperiment, inklusive Regression und Bestimmtheitsmaß.<br />
</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><strong>Die Dichte von einigen Stoffen</strong></span></p>
<table style="width: 100%;" border="1" cellspacing="0" cellpadding="4">
<col width="64*"></col>
<col width="64*"></col>
<col width="64*"></col>
<col width="64*"></col>
<tbody>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;"><strong>Stoff</strong></span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;"><strong>Dichte 			[g/cm<sup>3</sup>]</strong></span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;"><strong>Stoff</strong></span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;"><strong>Dichte 			[g/cm<sup>3</sup>]</strong></span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Gold</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">19,3</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Blei</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">11,36</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Kupfer</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">8,9</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Messing</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">8,5</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Eisen</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">7,86</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Zink</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">7,13</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Zinn</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">7,29</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Aluminium</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">2,7</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Glas</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">2,5</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Beton</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">1,8-2,4</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Graphit</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">2,1</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Ziegel</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">1,9</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Hartgummi</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">1,2</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Buchenholz</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,73</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Kork</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,25</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Styropor</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,03</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Salatöl</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,9</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Spiritus</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,83</span></td>
</tr>
<tr valign="top">
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">Benzin</span></td>
<td width="25%"><span style="font-size: xx-small;">0,7</span></td>
<td width="25%"></td>
<td width="25%"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Aufgabe 1:</strong></span></p>
<p><span style="font-size: small;">Berechne anhand der obigen Tabelle, wie viel Masse das angegebene Volumen der jeweiligen Stoffe wiegt:</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(a) 1cm<sup>3 </sup>Zink </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(b) 1m<sup>3</sup> Zink </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(c) 10cm<sup>3</sup> Eisen </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(d) 5cm<sup>3</sup> Aluminium</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(e) 30cm<sup>3</sup> Glas </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(f)  2cm<sup>3</sup> Messing </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(g) 1km<sup>3</sup> Styropor </span></p>
<p><span style="font-size: small;">(h) 2 Liter (dm<sup>3</sup>) Benzin </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong>Aufgabe 2:</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Der Scheich von Persien wünscht eine Kegelkugel aus massivem Gold mit einem Volumen von 5000cm<sup>3</sup>. Die angefragte Firma lehnt mit dem Hinweis auf die zu hohe Masse ab. Hat die Firma Recht?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;"><strong>Aufgabe 3:</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: small;">Ein Tankwagen darf maximal 5t Benzin transportieren. Die Raffinerie pumpt 6000 Liter Benzin in den Tank. Ist der Tankwagen nun überladen oder nicht?</span></p>
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		<title>Frühlings Erwachen, Aufklärungsszene</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<description><![CDATA[
Frau Bergmann Denk dir, Wendla, diese Nacht war der S [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/fruhlings-erwachen-aufklarungsszene/&amp;title=Frühlings Erwachen, Aufklärungsszene' onclick='readpage(this.href, 2337); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2337'></div> <!-- RSPEAK_START --> <blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Frau Bergmann</strong> Denk dir, Wendla, diese Nacht war der Storch bei ihr und hat ihr einen kleinen Jungen gebracht.</p>
<p style="text-align: justify;">[...]</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wendla</strong> Ein Mann, Mutter &#8211; dreimal so groß wie ein Ochse! &#8211; mit Füßen wie Dampfschiffe&#8230;!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Frau Bergmann</strong><em> (ans Fenster stürzend)</em> Nicht möglich! &#8211; Nicht möglich! -</p>
<p style="text-align: justify;">2. Akt, 2. Szene</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Textstellen stehen nicht zusammen, sondern sind durch ca. eine Seite Text eines recht sprunghaften Dialoges voneinander getrennt. Schüler, 9. Klasse (sinngemäß):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Also Wendla macht doch hier genau das Gleiche, was die Mutter mit ihr macht. Sie tischt ihr eine Lügengeschichte auf und an der Mutter lässt sich erkennen, wie eine normale Reaktion darauf aussehen muss: Unglauben. Spannend ist doch auch, dass Wendla hier einen Rollenwechsel vornimmt: Sie handelt wie ihre Mutter, spiegelt quasi ihr Verhalten.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich klärt Frau Bergmann ihre Tochter nicht auf, sie bekommt die &#8220;Influenza&#8221; (Schwangerschaft) , die durch Frau Schmitter &#8220;geheilt&#8221; (Abtreibung) werden muss &#8211; an den Folgen dieser &#8220;Heilung&#8221; (Infektion) wird Wendla sterben.</p>
<p style="text-align: justify;">Da wir uns dem Thema Interpretation erst langsam nähern, hat mich insbesondere dieser für mich sehr neue Denkansatz zum &#8220;Knacken der Szene&#8221; umgehauen &#8211; so sehr, dass ich ihn hier einfach festhalten muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann den Text für eine leistungsstarke 9. Klasse immer wieder empfehlen, weil man sich in dem betreffenden Alter noch heute &#8220;so verhält&#8221; wie teilweise die Figuren des Dramas. Und wie man sieht, lässt sich daran eine Menge zeigen, weil es einfach inhaltlich, sprachlich und formal schön geschrieben ist.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Blog reloaded</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 18:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[Schon vor einiger Zeit habe ich angefangen, Blogs für  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/blog-reloaded/&amp;title=Blog reloaded' onclick='readpage(this.href, 2326); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2326'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Schon vor<a title="http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/" href="http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/"> einiger Zeit </a>habe ich angefangen, Blogs für schulische Zwecke zu nutzen. Damals habe ich das Blog nur für eine Klasse durch ein Plugin (<a title="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" href="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" target="_blank">membersonly</a>) verrammelt, sodass niemand außer den registrierten Nutzern darauf zugreifen konnte. Ich hatte dann vor, gemeinsam mit der Klasse besonders herausragende Texte auszuwählen und in einem Extrablog zu veröffentlichen &#8211; Schnapsidee.</p>
<p style="text-align: justify;">Erstmal setzt man so ein Extrablog eh nicht nebenbei mal so auf und zweitens wäre es doch viel schöner, wenn der jeweilige Autor selbst über den Grad an Sichtbarkeit entscheidet. Auch dafür gibt es ein Plugin:<a title="http://www.chrisabernethy.com/wordpress-plugins/member-access/" href="http://www.chrisabernethy.com/wordpress-plugins/member-access/" target="_blank"> Member Access</a>. Standardmäßig sehen nur angemeldete Benutzer die Seite. Wer mag, kann seinen Artikel über eine neue Sichtbarkeitsfunktion entweder durch den Admin oder selbst freigeben, sodass der Artikel ganz normal im Blog erscheint und damit weltweit sichtbar ist. Selbst entscheiden finde ich immer gut&#8230;</p>
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		<title>Luftanalyse über Brenndauer [update]</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 13:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemieunterricht]]></category>
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		<description><![CDATA[Öhm, ja - ich hatte die Geschichte dazu schon einmal h [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/luftanalyse-uber-brenndauer-update/&amp;title=Luftanalyse über Brenndauer [update]' onclick='readpage(this.href, 2323); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2323'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Öhm, ja &#8211; ich hatte die Geschichte dazu schon einmal <a title="http://riecken.de/index.php/2010/08/luftanalyse-uber-brenndauer/" href="http://riecken.de/index.php/2010/08/luftanalyse-uber-brenndauer/">hier</a> beschrieben. Heute habe ich den Versuch tatsächlich mit den SuS im Unterricht durchgeführt. Folgende Brenndauern sind ermittelt worden:</p>
<p style="text-align: justify;">Luft: 8,5s / 10s /7,5s / <strong>Mittelwert: ca. 8,5s</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sauerstoff: 54s / 50s / <strong>Mittelwert: 52s</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Damit ergibt sich ein Verhältnis der Brenndauern von 8,5 : 52 bzw. 16,3 : 100. So wurde experimentell ein Sauerstoffgehalt von 16,3% (Theoriewert: 21%) bestimmt, also beträgt der Fehler etwa 22%. Nunja &#8211; der Aufbau ist ja noch optimierbar (Vermeidung von Verwirbelungen, stets eine frische Kerze, exakt gleiche Eintauchtiefe usw.)  &#8211; man kommt also recht gut in die Nähe des tatsächlichen Sauerstoffgehalts.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Schülerin mit der Idee zu diesem Ansatz war schon recht stolz und ich muss mit meinem klassischen Aufbau dagegen erstmal anstinken. Spannend, was man in der Schule alles lernen kann&#8230;</p>
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		<title>Warum reflektiertes Benutzen nicht reicht (ipv6)</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/08/warum-reflektiertes-benutzen-nicht-reicht-ipv6/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 10:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[
"Ich möchte meinen Computer und das Internet einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/warum-reflektiertes-benutzen-nicht-reicht-ipv6/&amp;title=Warum reflektiertes Benutzen nicht reicht (ipv6)' onclick='readpage(this.href, 2316); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2316'></div> <!-- RSPEAK_START --> <blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ich möchte meinen Computer und das Internet einfach nur benutzen. Technisches Verständnis über die Vorgänge hinter den Kulissen interessieren mich nicht. Bei meinem Auto wird auch niemand von mir verlangen, dass ich die Spur einstellen oder die Zylinderkopfdichtung wechseln kann. Um ein Auto zu fahren, sind Praxis und Kenntnisse über die allgemeinen Regeln des Straßenverkehrs ausreichend. Um das Internet oder den Computer zu nutzen reichen Fähigkeiten auf analogen Ebenen aus. Ich will nichts über Übertragungsprotokolle wissen &#8211; ich will einfach nutzen.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So oder so ähnlich lassen sich gelegentlich Aussagen zur Ausrichtung eines medienpädagogischen Konzeptes zusammenfassen, wenn es darum geht, wie das Internet genutzt werden soll und welche Kompetenzen dafür tatsächlich notwendig sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt zur Zeit einen Bereich, der evolutionären Fortschritt durch das Internet in meinen Augen massiv verhindert, weil eben viele Nutzer und Lehrende genau so denken: Ich spreche von der Einführung von ipv6. Was ist das?</p>
<p style="text-align: justify;">Jedes Gerät in einem Computernetzwerk wird durch eine eindeutige Nummer identifiziert, die sogenannte IP. Vernetzte Geräte reden nicht durch &#8220;Domainnamen&#8221; wie z.B. &#8220;riecken.de&#8221; miteinander, sondern erkennen sich an einer Nummer, die für das jeweilige Gerät eindeutig. Diese Nummer hat zur Zeit folgendes Format:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: medium;">xxx.xxx.xxx.xxx</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei ist &#8220;xxx&#8221; eine Zahl zwischen 0 und 255, z.B. ist &#8220;88.198.182.180&#8243; die IP des Rechners von riecken.de. Rechnerisch gibt es nur eine begrenzte Anzahl von zur Verfügung stehenden IPs, nämlich</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: medium;"><strong>4.294.967.296</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Davon sind zur Zeit noch übrig:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: medium;"><strong>ca. 245.000.000</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Vergabestelle für IP-Adressen rechnet damit, dass in spätestens zwei Jahren der letzte Adressblock aus diesem Pool an einen Anbieter vergeben wird. Durch ein paar Tricks wie z.B. NAT lassen sich die Adressen besser ausnutzen, jedoch bringt <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Address_Translation" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Address_Translation" target="_blank">NAT</a> so einiges an anderem Ärger mit sich. Bei Beibehaltung des jetzt bestehenden <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipv4" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipv4" target="_blank">IPv4-Systems</a> gehen &#8220;uns&#8221; die Adressen bald aus &#8211; es soll ja auch bevölkerungsreiche Schwellen- und Entwicklungsländer geben, die auch ins Internet wollen.  Deshalb wurde schon vor längerer Zeit ein neues System &#8211; <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipv6" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ipv6" target="_blank">IPv6</a> &#8211; ersonnen, welches die Anzahl der Geräte in einem Netzwerk massiv erhöht, nämlich auf:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: medium;"><strong>≈ 340 Sextillionen = 3,4·10<sup>38</sup></strong></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Jedes Handy, jeder Dienst auf meinem Server &#8211; einfach alles, was in einem Netzwerk hängt &#8211; könnte eine eigene IP erhalten, wodurch viele, viele nette Spielereien möglich würden, für man heute einiges an Klimmzügen machen muss. Vor alle das Thema Sicherheit wäre ein ganz anderes, weil hinter jeder IP nur ein Dienst &#8220;lauert&#8221;, der eventuell eine Angriffsfläche bietet statt heute z.B. bei einem populären Betriebssystem mehrere. Zertifikatsbasierte Kommunikation wäre auch ohne staatliche Instanz möglich, von Bürgern initiierte Mininetzwerke und und und..</span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;"><span id="more-2316"></span><br />
</span><span style="font-size: small;">IPv6 wird nicht eingeführt. Hier nur die wichtigsten Gründe:</span></span></p>
<ul>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Der DSL-Router des Durchschnittskunden braucht mindestens ein Firmware-Upgrade</span></span></li>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Einfache Netzwerkhardware in der Hausinstallation funktioniert u.U. nach der Umstellung auf IPv6 nicht mehr (richtig)</span></span></li>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Das Betriebssystem des Kunden und sämtliche Software müssen IPv6-fähig sein</span></span></li>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Jeder V- und Rootservermieter muss alle seine Dienste auf IPv6 umstellen (das Ende für confixx- und pleskklickende &#8220;Administratoren&#8221;)</span></span></li>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">auch das Handy müsste IPv6-tauglich sein</span></span></li>
<li><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">&#8230;</span></span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Anbieter fürchten massiv, dass ihre Kunden mit &#8220;all dem Kram&#8221; nicht zurechtkommen werden und sich massive Supportstürme ergießen. Die Anbieter müssen fürchten, dass der &#8220;benutzende Kunde&#8221; das einfach für einen Marketinggag der IT-Industrie hält und nicht einsieht, sich neue Endgeräte anzuschaffen, wenn die seinen sich nicht IPv6-fähig machen lassen oder gar an seinem Betriebsystem Einstellungen verändern muss (der IE6 wird wohl damit auch nicht funktionieren, ebenso wie viele ältere Smartphones). IPv6 ist aber notwendig, um das weltweit zu garantieren, was im Web2.0 wieder und wieder proklamiert wird: Persönliche Entfaltung und maximale Vernetzung. Aber: Lasst uns damit unbedingt warten, bis die IPv4-Adressen alle sind.</p>
<p style="text-align: justify;">IPv6 wird in Schwellen- und Entwicklungsländern, die neu ins Internet aufbrechen gar kein Thema sein &#8211; es wird von Anfang an dort eingeführt. Die &#8220;Wende im Internet&#8221; ist im Bereich von IPv6 finanziell kaum ohne die Nutzer zu schaffen. Technische Kompetenz wird dabei eine zentrale Rolle spielen: Ich muss einsehen, warum das notwendig ist und was es mir persönlich bringt &#8211; schwierig &#8211; denn es ist schwer vorherzusagen, was sich die menschliche Kreativität für ein System wie IPv6 ersinnt.  Ich werde IPv6 nicht &#8220;<em>einfach nutzen</em>&#8221; können, wie mein Auto, sondern ich werde u.U. viel Geld für Hardware und Dienstleistungen in die Hand nehmen müssen, wenn ich nicht bereit bin, mir die zur Umstellung notwendige technische Kompetenz anzueignen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gut, dass das beim neuen Auto ganz anders ist. Da will ich nutzen, ich will schick und ich will Status. Ok &#8211; die XENON-Birne muss in der Werkstatt gewechselt werden und bei jedem Defekt werden ganze Baugruppen getauscht, auch wenn das eigentliche kleine Ersatzteil nur ein paar Euro kostet &#8211; aber das hat alles nichts mit der technischen Kompetenz des Kunden zu tun. Die Ersatzbaugruppe für 800 Euro ist schließlich günstiger als zwei Stunden Fehlersuche eines geschulten Mechatronikers &#8211; oder?</p>
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		<title>Luftanalyse über Brenndauer</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 13:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chemieunterricht]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe heute nach üblicher Vorbereitung Versuchsaufb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/luftanalyse-uber-brenndauer/&amp;title=Luftanalyse über Brenndauer' onclick='readpage(this.href, 2310); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2310'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Ich habe heute nach üblicher Vorbereitung Versuchsaufbauten ersinnen lassen, die dazu dienen sollen, den Sauerstoffanteil in der Luft zu bestimmen. Normalerweise macht man das z.B. dadurch, dass man in einer geschlossenen Apparatur Sauerstoff durch ein Metall als festes Metalloxid bindet &#8211; das geht z.B. mit Kupfer- aber auch mit Eisenwolle &#8211; und nach Abkühlung die Volumenabnahme ermittelt &#8211; soweit nichts Aufregendes, oft im Unterricht gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Schülerin schlug heute ein anderes Verfahren vor: Man nehme eine brennende Kerze, stelle sie in ein abgeschlossenes Gefäß mit Luft und messe die Zeit bis zum Erlöschen. Den Versuch wiederhole man mit reinem Sauerstoff. So müsste man mit dem reinen Sauerstoff als Bezugsgröße den Sauerstoffanteil der Luft bestimmen können. So ein Aufbau ist mit Standzylinder, Schliffdeckel, Verbrennungslöffel und der Sauerstoffflasche schnell realisiert:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/08/luftanalyse.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2311" title="luftanalyse" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/08/luftanalyse-130x300.png" alt="" width="130" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Hm. Die Idee ist als Denkmodell sehr nett, gerade in einer 8. Klasse. Eine Kerze verbraucht nicht den gesamten zur Verfügung stehenden Sauerstoff, sondern erlischt bei Unterschreitung einer bestimmten Sauerstoffkonzentration. Das ist für das Gelingen des Versuches nicht so tragisch, da das auch im Falle des reinen Sauerstoffs bei der gleichen Konzentration geschieht. Die höhere Reaktionsgeschwindigkeit beim reinen Sauerstoff könnte der Schülerin die Suppe versalzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Egal. Ich tue es nächste Woche einfach und dann vergleichen wir das Ergebnis des &#8220;klassischen Versuches&#8221; mit dem hier skizzierten. Diese Schülerin hat gedacht und das ist den Aufwand allemal wert.</p>
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		<title>Suchtprävention &#8220;Alkohol&#8221;</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/08/suchtpravention-alkohol/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
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		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen des schulinternen Präventionskonzeptes wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=99a42c72f7a889fbff27b8b67e4634b3&amp;t=wordpress_free&amp;url=http://riecken.de/index.php/2010/08/suchtpravention-alkohol/&amp;title=Suchtprävention &#8220;Alkohol&#8221;' onclick='readpage(this.href, 2302); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' border='0' alt='Vorlesen mit webReader'/></a><div id='WR_2302'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p style="text-align: justify;">Im Rahmen des schulinternen Präventionskonzeptes wurde in dieser Schulwoche von den Klassenlehrern der 8. Klassen vier Tage lang die ersten beiden Stunden zum Thema &#8220;Sucht&#8221; mit dem Schwerpunkt auf &#8220;Alkohol&#8221; gestaltet. Die Mitglieder des Präventionsteams haben dazu in Kooperation mit einer lokalen Beratungsstelle methodische Bausteine entwickelt, die in ihrer Abfolge erstmalig zum Einsatz kamen. Die Bausteine konnte man entweder 1:1 umsetzen oder auch etwas Eigenes machen. Da mir persönlich dieses Thema sehr wichtig ist und ich ja auch schon über zehn Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit habe, koche ich bei sowas immer gerne mein eigenes Süppchen. Ich bin dazu folgendermaßen vorgegangen und habe sehr viele Ideen aus <a title="http://www.vivid.at/_pdf/43c51b4b62fa7.pdf" href="http://www.vivid.at/_pdf/43c51b4b62fa7.pdf" target="_blank">dieser Arbeitshilfe </a>der <a title="http://www.vivid.at/" href="http://www.vivid.at/" target="_blank">Fachstelle für Suchtprävention (VIVID</a>) aus Österreich übernommen, die alles Wesentliche prägnant und praxisorientiert zusammenfasst &#8211; habe natürlich aber auch ideenmäßig sehr viel im vorbereiteten Material unseres Präventionsteams gewildert.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2302"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tag 1: Was ist Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Übung &#8220;Suchtdecke&#8221;: Verschiedene Gegenstände (Schwamm, Modezeitschrift, Katalog, Bierflasche, Kondom, Cellophantüte mit Basilikum, Taschentuch, Tablettenpackung, DVD, PC-Maus, CD&#8230;) werden auf einer Decke ausgebreitet, die sich in der Mitte eines Stuhlkreises befindet. Reihum nimmt sich jeder Schüler/jede Schülerin einen Gegenstand und sagt kurz, was ihm/ihr dabei zum Thema &#8220;Sucht&#8221; einfällt.</li>
<li style="text-align: justify;">Gruppenaufgabe: Gegenstände auf der Decke ordnen. Vorne: ganz schlimm, hinten: noch ok. (Meist liegen die &#8220;illegalen Suchtmittel&#8221; bei &#8220;ganz schlimm&#8221;). Das Ergebnis wird angeschaut und diskutiert.</li>
<li style="text-align: justify;">Deutschaufgabe: Trinksprüche finden und &#8220;übersetzen&#8221; &#8211; z.B. &#8220;Ein Gläschen in Ehren&#8230;&#8221; = wenig Alkohol ist nicht schlimm &#8211; dabei ging es mir um den gesellschaftlich anerkannten Verharmlosungsaspekt &#8211; gerade bei Alkohol.</li>
<li style="text-align: justify;">Kleingruppenarbeit: Eine eigene Definition von Sucht auf ca. einer Viertelseite erarbeiten. Anschließend wird das Ergebnis im Plenum vorgestellt und herausgearbeitet, welche Grundelemente (Kontrollverlust, Selbstbetrug, Isolation&#8230;) immer wieder vorkommen. Ich habe alle Definitionen in der Nachbereitung auf farbiges Papier gedruckt, die Grundelemente haben je ein ganzes Blatt erhalten.</li>
</ol>
<p><strong>Tag 2: Wie entsteht Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Eingestiegen bin ich mit dem Aufhängen der Suchtdefinitionen und der Grundelemente im Klassenraum, um das Thema wieder in das Bewusstsein der SuS zu holen. Ich habe ich kurz als Sachinformation eine Übersicht über Sucht projeziert (S. 7 im oben verlinkten PDF) und besprochen.</li>
<li style="text-align: justify;">Danach ging es weiter mit dem Tankmodell (S. 15 im oben verlinkten PDF). Ich habe die &#8220;Tanks&#8221; nicht im Plenum, sondern in Partnerarbeit besprechen lassen, weil die Übung doch schon recht &#8220;dicht&#8221; ist. Danach habe ich im Plenum offen diskutiert, wo und wie man &#8220;Sucht&#8221; im Tankmodell einzeichnen müsste. Die SuS fanden die Erklärung &#8220;Loch im Tank&#8221; überzeugend, obwohl das Tankmodell da anders funktioniert. Ich habe das stehenlassen, weil ich auch diese Lösung nachvollziehbar fand.</li>
<li style="text-align: justify;">Suchtspiralen gestalten (S. 37 im oben verlinkten PDF). Diese Arbeit erfolgte in Kleingruppen. Aus Zeitmangel konnten die Ergebnisse nicht mehr in der laufenden Doppelstunde vorgestellt werden.</li>
</ol>
<p><strong>Tag 3: Welche Auswirkungen hat Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Besprechung der Suchtspiralen vom Vortag. Anschließend habe ich die &#8220;richtige Lösung&#8221; (S. 9 im oben verlinkten PDF) projeziert und diskutiert. Spannend.</li>
<li style="text-align: justify;">Es folgten Sachinformationen zum Thema Alkohol (S. 18-21 im oben verlinkten PDF) und zwar frontal. Die SuS haben gelesen, ich habe kommentiert und ergänzt.</li>
<li style="text-align: justify;">Mir war die Erkenntnis sehr wichtig, dass gerade bei Alkohol nicht nur der Süchtige selbst leidet, sondern auch sein Umfeld (Co-Abhängigkeit). Daher habe ich mir extra für diese Einheit <a title="http://www.medienprojekt-wuppertal.de/v_28.php" href="http://www.medienprojekt-wuppertal.de/v_28.php" target="_blank">einen Film des Medienprojekts Wuppertal </a>angeschafft, in dem Töchter alkoholkranker Väter sich gegenseitig interviewen.  Die Seite ist übrigens eine Fundgrube für viele, viele Themen&#8230;</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tag 4: Probleme bei der Abgrenzung von gesellschaftlichen Zwängen</strong></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Kurze Nachbesprechung des Films vom Vortag. Dann Überleitung in a-Moll, ähm dialektisch brachial&#8230;</li>
<li>Übung: <a title="http://riecken.de/index.php/2008/03/das-burgspiel/" href="http://riecken.de/index.php/2008/03/das-burgspiel/">Die Burg</a>.  Damit kann man sehr gut Gefühle thematisieren, die mit &#8220;drinne sein&#8221; und &#8220;draußen sein&#8221; verbunden sind.</li>
<li>Übung: Eine typische Situation entwickeln und spielen, in der man sich gegenüber Menschen abgrenzen muss, die einem zum Trinken auffordern. Dabei waren zwei Varianten gefragt: Einmal sollte der Aufgeforderte nachgeben, einmal standhaft bleiben. Danach Präsentation der Anspiele (leider war unsere Aula besetzt, ich hätte es gerne auf der Bühne machen lassen). Jedes Stück wurde besprochen und ggf. andere Lösungsvorschläge für die jeweilige Situation erarbeitet.</li>
<li style="text-align: justify;">Feedback: Was hat mir an den vier Tagen nicht gefallen? Was hat mir gefallen? Was nehme ich mit?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Sozialpädagoge wird über den Ablauf die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, da die engen Zeitvorgaben die eigentlich notwendige Intensivierung der Lernschritte durch eben mehrere Übungen zu einem Themenblock kaum zulassen. Trotzdem: Im Feedback kam heraus, dass den SuS die Sache im Großen und Ganzen gut gefallen hat und sie auch einiges für sich mitnehmen &#8211; also schonmal besser als gar nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kalter Schauer überzog meinen Rücken bei den Anspielen am vierten Tag, weil die SuS &#8220;Vorgänge&#8221; auf z.B. &#8220;erwachsenen Geburtstagen&#8221; in Mimik, Gestik und Artikulation täuschend echt nachstellen konnten &#8211; auch was die Reaktionen der jeweiligen &#8220;Rollen&#8221; anging.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir wurde noch einmal klar, dass unsere Gesellschaft unzählige Mythen zum Alkohol bereithält und bestimmte Aspekte eben nicht thematisiert: Wer spricht schon öffentlich über Details seines Katers oder über die &#8220;Güte&#8221; einer Liebesnacht nach intensivem Alkoholgenuss? Vielleicht wäre aber genau das eine viel effektivere &#8220;Prävention&#8221;&#8230;</p>
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