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	<title>riecken.de &#187; Pädagogik</title>
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	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
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		<title>Mauern ist eine Form von Gewalt</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
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		<description><![CDATA[Anfang der Woche hat das zweite Modul meines Trainer-Trainings stattgefunden &#8211; ich hatte schon an anderer Stelle darüber berichtet. Diesmal ging es unter anderem um das Thema Konflikte und ein wenig Change-Management. Wenn man Schulen berät, ist es gar einmal so selten, dass man mitten in einen Konflikt hineingerät. Vordergründig mag es um Medienkonzepte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_03.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4356" title="etelsen_03" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Anfang der Woche hat das zweite Modul meines Trainer-Trainings stattgefunden &#8211; ich hatte schon<a title="http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/" href="http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/"> an anderer Stelle</a> darüber berichtet. Diesmal ging es unter anderem um das Thema Konflikte und ein wenig Change-Management.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man Schulen berät, ist es gar einmal so selten, dass man mitten in einen Konflikt hineingerät. Vordergründig mag es um Medienkonzepte und Technik gehen &#8211; hintergründig toben Grabenkämpfe: Handys erlauben oder nicht? WLAN öffnen oder nicht? Web2.0 &#8211; und was ist mit dem Datenschutz? Sorgen diese Dinger nicht für eine unglaubliche Entfremdung?</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich dringt man als Berater vermeintlich auch in Refugien ein: Der Systembetreuer macht es seit Jahren so und es hat sich bisher noch niemand beschwert. Die Videokassette passt einfach nicht in den USB-Slot. Sind Film, Overheadprojektor und Tafel etwa keine Medien? Und eigentlich geht das alles doch viel zu langsam.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_04.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4357" title="etelsen_04" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen, die an der Schule im Bereich der neuen Medien und Unterrichtsformen etwas bewegen wollen, sehen vielleicht in mir den Verbündeten. Die Bewahrer sehen vielleicht die Bedrohung ihrer alten Strukturen in mir personifiziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Verbündete sind gut, Bewahrer schlecht &#8211; sollte man meinen. Die Vereinnahmung meiner Person durch einer dieser beiden Gruppen macht mich in der Logik systemischen Denkens zu eine Teil des Systems. Ein erfolgreicher Beratungsprozess erfordert aber in diesem Kontrukt vor allem eins: Neutralität. Das war dieses Mal in Etelsen in unserer kleinen Gruppe ein zentrales Thema.</p>
<ul>
<li>Was mache ich als Berater mit übergriffigen Bermerkungen? (Was soll das schon bringen! Sie haben ja keine Ahnung, was hier los ist!)</li>
<li>Wie sind Konflikte strukturiert und wie erkenne ich die einzelnen Phasen? Wann hat es z.B. auch schlicht keinen Sinn?</li>
<li>Wie werde ich den Wasserfallrednern Herr?</li>
<li>Was mache ich mit Schweigern?</li>
<li>Wie wahre ich die Distanz zum System?</li>
<li>Wie lasse ich meine eigenen Vorstellungen (zunächst) außen vor?</li>
<li>Was bedeutet Veränderung für das System einer Schule?</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Auch dieses Mal war die Kamera dabei. Die Settings der Rollenspiele und Übungen wurden anspruchsvoller und herausfordernder. Die Tagung baute auf den Kompetenzen auf, die wir in dem vorangehenden Modul erworben haben.  Dabei geschieht so einiges innerhalb einer Gruppe. Grenzen werden erreicht und überschritten. Und der Laptop war drei Tage nicht eingeschaltet, das WLAN-Netz zwar gut ausgebaut, aber dennoch unwichtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Für uns geht es im Sommer auf Schloss Puch bei Linz auf der <a title="http://iakm.de/" href="http://iakm.de/" target="_blank">Studienwoche der IAKM</a> weiter &#8211; in den Ferien. Der Zug ist schon gebucht. Ich bin sicher, dass auch diese Zeit intensiv wird.  Eigentlich sollten Beratungskompetenzen ein ganz fester Teil der Lehramtsausbildung werden&#8230; Sie helfen auch im Unterricht und auf Konferenzen.</p>
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		<title>Aktive Medienkompetenz</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 13:18:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[alt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[neu]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ungefähr einem Jahr habe ich einen Moodlekurs für unsere Schule zum, Thema Medienkompetenz entwickelt, der im Wesentlichen diesem Modell folgt: Tenor: Man muss überlegen, welche Daten man von sich öffentlich preisgibt und welche nicht. Dazu gilt es, Filtermechanismen zu entwickeln. Ich halte dieses Filtermodell nicht für überholt, jedoch bedarf es einer nicht ganz unwesentlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor ungefähr einem Jahr habe ich einen<a title="http://riecken.de/index.php/2010/01/download-moodlekurs-mit-ideen-zur-medienbildung/" href="http://riecken.de/index.php/2010/01/download-moodlekurs-mit-ideen-zur-medienbildung/"> Moodlekurs</a> für unsere Schule zum, Thema Medienkompetenz entwickelt, der im Wesentlichen diesem Modell folgt:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/12/mk_alt.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2919" title="mk_alt" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/12/mk_alt-194x300.png" alt="" width="194" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Tenor:</p>
<p style="text-align: justify;">Man muss überlegen, welche Daten man von sich öffentlich preisgibt und welche nicht. Dazu gilt es, Filtermechanismen zu entwickeln. Ich halte dieses <em>Filtermodell</em> nicht für überholt, jedoch bedarf es einer nicht ganz unwesentlichen Modifikation, weil es von der Annahme ausgeht, dass allein ich Informationen über mich im Netz einstelle &#8211; das ist jedoch falsch: Tatsächlich ergibt sich eher ein &#8220;<em>Haufenmodell</em>&#8220;:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/12/mk_neu.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2920" title="mk_neu" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/12/mk_neu-300x151.png" alt="" width="300" height="151" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Über mich sind Informationen im Netz zu finden, ohne dass ich aktiv etwas dazu beitrage &#8211; das merkt jeder, der sich z.B. bei Facebook neu registriert und faszinierend sinnvolle Freundschaftsvorschläge erhält. Unser Kaufverhalten ist durch Bonuskartensysteme und EC-Kartenmkäufe wahrscheinlich gut gescored usw.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Filtermodell wirkt allein auf die rechte Seite des Haufenmodells. Entscheidend ist das Verhältnis von Fremd- und Eigeninformationen über mich. Ich kann die linke Seite in ihrem Inhalt nicht kontrollieren. Ich kann jedoch zu ihr eine Relation aufbauen, wenn ich mich aktiv um die rechte Seite kümmere, das von mir einspeise, was mir wahrscheinlich nützen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Modelle, die nur warnen, sensibilisieren, vielleicht gar verteufeln, greifen für mich daher im Bereich der Medienerziehung mittlerweile viel zu kurz.</p>
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		<title>Sexuelle Aufklärung</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/10/sexuelle_aufklaerung/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 09:58:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Methoden]]></category>
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		<category><![CDATA[Anforderung]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe diese Woche eine schöne Rückmeldung per E-Mail zu einem meiner ganz alten Artikel erhalten: Schon seit zehn Jahren dürfte der Beitrag &#8220;Gemischtes Schlafen auf Freizeiten&#8221; im Netz stehen &#8211; das Alter merkt man dem Teil auch deutlich an. Rechtlich hat sich seitdem gar nicht so viel verändert, außer dass der Gesetzgeber homosexuelle Kontakte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe diese Woche eine schöne Rückmeldung per E-Mail zu einem meiner ganz alten Artikel erhalten: Schon seit zehn Jahren dürfte der Beitrag &#8220;<a title="http://riecken.de/index.php/2008/03/gemischtes-schlafen-auf-freizeiten/" href="http://riecken.de/index.php/2008/03/gemischtes-schlafen-auf-freizeiten/" target="_blank">Gemischtes Schlafen auf Freizeiten</a>&#8221; im Netz stehen &#8211; das Alter merkt man dem Teil auch deutlich an. Rechtlich hat sich seitdem gar nicht so viel verändert, außer dass der Gesetzgeber homosexuelle Kontakte mittlerweile den heterosexuellen rechtlich angeglichen hat und auch nicht mehr zwischen den Geschlechtern unterscheidet.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich könnte zu dem Thema eine Menge mehr schreiben, weil es so ambivalent ist:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Einerseits grinsen uns von jedem Plakat Sixpacks und potentielle Milchverpackungen an, anderseits kommt es immer noch zu Schwangerschaften bei Kindern.</li>
<li style="text-align: justify;">Einerseits schimpft Deutschland oft über die &#8220;prüden Amerikaner&#8221;, andererseits zieht man sich am Strand eigentlich nur noch Sachen über die nassen Sache &#8220;drüber&#8221; oder die Badebekleidung eben gleich &#8220;drunter&#8221; &#8211; absolut hygienisch im Sommer.</li>
<li style="text-align: justify;">Immer noch legen wir in der Schule den Schwerpunkt auf &#8220;Geschlechtsakt-&#8221; statt auf Aufklärungsunterricht, obwohl in Zeiten des Cyber-Groomings und Anspruchswolkenkratzern hinsichtlich der Partnerfindung und des eigenen Körperbildes gerade durch die Werbung auch noch ganz andere Dinge wichtig wären.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht sollte man wirklich in der Schule mehr zum Thema &#8220;sexualisierte Sprache&#8221;, &#8220;sexuelle Abgrenzung&#8221;, &#8220;Selbstbehauptung&#8221;, &#8220;Loslassen&#8221;, &#8220;Sexualisierte Werbung&#8221;, &#8220;Mein Körper und ich&#8221;  und so Kram machen. Das alles gab es zu Zeiten, in denen ich noch als Teamer Klassentagungen geleitet habe, ziemlich oft, und es hat allen auch immer sehr viel Spaß gemacht. Das System Schule scheint mir jedoch für die dafür erforderliche pädagogische Nähe nicht ausgelegt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wesentlicher Teil unserer Tagungen war eine Übung, die da hieß &#8220;Fragen an das andere Geschlecht&#8221; (ging nicht mit jeder Schulklasse und erst recht nicht mit jeder Begleitlehrrkraft):</p>
<p style="text-align: justify;">Die Jungen durften sich sechs Fragen an die Mädchen, die Mädchen sechs Fragen an die Jungen ausdenken. Fünf Fragen <em>mussten</em> bearbeitet, eine durfte abgelehnt werden. In einem Reverse-Fischbowl (eine Gruppe sprach in der Mitte über die Fragen, die andere saß mit dem Gesicht zur Wand um sie herum) diskutierten dann z.B. die Mädchen unter Moderation einer Teamerin über die Fragen der Jungen und später dann umgekehrt. Höhepunkt bildete immer ein letzte Runde: &#8220;Fragen an die Erwachsenen&#8221; (Teamer unter sich im Reverse-Fischbowl, ging auch nicht in jedem Team&#8230;).</p>
<p style="text-align: justify;">Am meisten Spaß bei dieser Übung hatten wir übrigens an dem Wochenende, an dem die Teamerinnen und Teamer sie im Rahmen ihrer Ausbildung selbst ausprobiert und erlebt haben&#8230; In Schule könnte ich mir so etwas zur Zeit eher nicht vorstellen, eher im externen Bereich &#8211; obwohl: Auch das könnte witzig und lehrreich werden&#8230;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Suchtprävention &#8220;Alkohol&#8221;</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/08/suchtpravention-alkohol/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:11:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[8. Klasse]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Konzept]]></category>
		<category><![CDATA[Prävention]]></category>
		<category><![CDATA[Sucht]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen des schulinternen Präventionskonzeptes wurde in dieser Schulwoche von den Klassenlehrern der 8. Klassen vier Tage lang die ersten beiden Stunden zum Thema &#8220;Sucht&#8221; mit dem Schwerpunkt auf &#8220;Alkohol&#8221; gestaltet. Die Mitglieder des Präventionsteams haben dazu in Kooperation mit einer lokalen Beratungsstelle methodische Bausteine entwickelt, die in ihrer Abfolge erstmalig zum Einsatz kamen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im Rahmen des schulinternen Präventionskonzeptes wurde in dieser Schulwoche von den Klassenlehrern der 8. Klassen vier Tage lang die ersten beiden Stunden zum Thema &#8220;Sucht&#8221; mit dem Schwerpunkt auf &#8220;Alkohol&#8221; gestaltet. Die Mitglieder des Präventionsteams haben dazu in Kooperation mit einer lokalen Beratungsstelle methodische Bausteine entwickelt, die in ihrer Abfolge erstmalig zum Einsatz kamen. Die Bausteine konnte man entweder 1:1 umsetzen oder auch etwas Eigenes machen. Da mir persönlich dieses Thema sehr wichtig ist und ich ja auch schon über zehn Jahre Erfahrung in der Jugendarbeit habe, koche ich bei sowas immer gerne mein eigenes Süppchen. Ich bin dazu folgendermaßen vorgegangen und habe sehr viele Ideen aus <a title="http://www.vivid.at/_pdf/43c51b4b62fa7.pdf" href="http://www.vivid.at/_pdf/43c51b4b62fa7.pdf" target="_blank">dieser Arbeitshilfe </a>der <a title="http://www.vivid.at/" href="http://www.vivid.at/" target="_blank">Fachstelle für Suchtprävention (VIVID</a>) aus Österreich übernommen, die alles Wesentliche prägnant und praxisorientiert zusammenfasst &#8211; habe natürlich aber auch ideenmäßig sehr viel im vorbereiteten Material unseres Präventionsteams gewildert.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2302"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tag 1: Was ist Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Übung &#8220;Suchtdecke&#8221;: Verschiedene Gegenstände (Schwamm, Modezeitschrift, Katalog, Bierflasche, Kondom, Cellophantüte mit Basilikum, Taschentuch, Tablettenpackung, DVD, PC-Maus, CD&#8230;) werden auf einer Decke ausgebreitet, die sich in der Mitte eines Stuhlkreises befindet. Reihum nimmt sich jeder Schüler/jede Schülerin einen Gegenstand und sagt kurz, was ihm/ihr dabei zum Thema &#8220;Sucht&#8221; einfällt.</li>
<li style="text-align: justify;">Gruppenaufgabe: Gegenstände auf der Decke ordnen. Vorne: ganz schlimm, hinten: noch ok. (Meist liegen die &#8220;illegalen Suchtmittel&#8221; bei &#8220;ganz schlimm&#8221;). Das Ergebnis wird angeschaut und diskutiert.</li>
<li style="text-align: justify;">Deutschaufgabe: Trinksprüche finden und &#8220;übersetzen&#8221; &#8211; z.B. &#8220;Ein Gläschen in Ehren&#8230;&#8221; = wenig Alkohol ist nicht schlimm &#8211; dabei ging es mir um den gesellschaftlich anerkannten Verharmlosungsaspekt &#8211; gerade bei Alkohol.</li>
<li style="text-align: justify;">Kleingruppenarbeit: Eine eigene Definition von Sucht auf ca. einer Viertelseite erarbeiten. Anschließend wird das Ergebnis im Plenum vorgestellt und herausgearbeitet, welche Grundelemente (Kontrollverlust, Selbstbetrug, Isolation&#8230;) immer wieder vorkommen. Ich habe alle Definitionen in der Nachbereitung auf farbiges Papier gedruckt, die Grundelemente haben je ein ganzes Blatt erhalten.</li>
</ol>
<p><strong>Tag 2: Wie entsteht Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Eingestiegen bin ich mit dem Aufhängen der Suchtdefinitionen und der Grundelemente im Klassenraum, um das Thema wieder in das Bewusstsein der SuS zu holen. Ich habe ich kurz als Sachinformation eine Übersicht über Sucht projeziert (S. 7 im oben verlinkten PDF) und besprochen.</li>
<li style="text-align: justify;">Danach ging es weiter mit dem Tankmodell (S. 15 im oben verlinkten PDF). Ich habe die &#8220;Tanks&#8221; nicht im Plenum, sondern in Partnerarbeit besprechen lassen, weil die Übung doch schon recht &#8220;dicht&#8221; ist. Danach habe ich im Plenum offen diskutiert, wo und wie man &#8220;Sucht&#8221; im Tankmodell einzeichnen müsste. Die SuS fanden die Erklärung &#8220;Loch im Tank&#8221; überzeugend, obwohl das Tankmodell da anders funktioniert. Ich habe das stehenlassen, weil ich auch diese Lösung nachvollziehbar fand.</li>
<li style="text-align: justify;">Suchtspiralen gestalten (S. 37 im oben verlinkten PDF). Diese Arbeit erfolgte in Kleingruppen. Aus Zeitmangel konnten die Ergebnisse nicht mehr in der laufenden Doppelstunde vorgestellt werden.</li>
</ol>
<p><strong>Tag 3: Welche Auswirkungen hat Sucht?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Besprechung der Suchtspiralen vom Vortag. Anschließend habe ich die &#8220;richtige Lösung&#8221; (S. 9 im oben verlinkten PDF) projeziert und diskutiert. Spannend.</li>
<li style="text-align: justify;">Es folgten Sachinformationen zum Thema Alkohol (S. 18-21 im oben verlinkten PDF) und zwar frontal. Die SuS haben gelesen, ich habe kommentiert und ergänzt.</li>
<li style="text-align: justify;">Mir war die Erkenntnis sehr wichtig, dass gerade bei Alkohol nicht nur der Süchtige selbst leidet, sondern auch sein Umfeld (Co-Abhängigkeit). Daher habe ich mir extra für diese Einheit <a title="http://www.medienprojekt-wuppertal.de/v_28.php" href="http://www.medienprojekt-wuppertal.de/v_28.php" target="_blank">einen Film des Medienprojekts Wuppertal </a>angeschafft, in dem Töchter alkoholkranker Väter sich gegenseitig interviewen.  Die Seite ist übrigens eine Fundgrube für viele, viele Themen&#8230;</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tag 4: Probleme bei der Abgrenzung von gesellschaftlichen Zwängen</strong></p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Kurze Nachbesprechung des Films vom Vortag. Dann Überleitung in a-Moll, ähm dialektisch brachial&#8230;</li>
<li>Übung: <a title="http://riecken.de/index.php/2008/03/das-burgspiel/" href="http://riecken.de/index.php/2008/03/das-burgspiel/">Die Burg</a>.  Damit kann man sehr gut Gefühle thematisieren, die mit &#8220;drinne sein&#8221; und &#8220;draußen sein&#8221; verbunden sind.</li>
<li>Übung: Eine typische Situation entwickeln und spielen, in der man sich gegenüber Menschen abgrenzen muss, die einem zum Trinken auffordern. Dabei waren zwei Varianten gefragt: Einmal sollte der Aufgeforderte nachgeben, einmal standhaft bleiben. Danach Präsentation der Anspiele (leider war unsere Aula besetzt, ich hätte es gerne auf der Bühne machen lassen). Jedes Stück wurde besprochen und ggf. andere Lösungsvorschläge für die jeweilige Situation erarbeitet.</li>
<li style="text-align: justify;">Feedback: Was hat mir an den vier Tagen nicht gefallen? Was hat mir gefallen? Was nehme ich mit?</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fazit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jeder Sozialpädagoge wird über den Ablauf die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, da die engen Zeitvorgaben die eigentlich notwendige Intensivierung der Lernschritte durch eben mehrere Übungen zu einem Themenblock kaum zulassen. Trotzdem: Im Feedback kam heraus, dass den SuS die Sache im Großen und Ganzen gut gefallen hat und sie auch einiges für sich mitnehmen &#8211; also schonmal besser als gar nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kalter Schauer überzog meinen Rücken bei den Anspielen am vierten Tag, weil die SuS &#8220;Vorgänge&#8221; auf z.B. &#8220;erwachsenen Geburtstagen&#8221; in Mimik, Gestik und Artikulation täuschend echt nachstellen konnten &#8211; auch was die Reaktionen der jeweiligen &#8220;Rollen&#8221; anging.</p>
<p style="text-align: justify;">Mir wurde noch einmal klar, dass unsere Gesellschaft unzählige Mythen zum Alkohol bereithält und bestimmte Aspekte eben nicht thematisiert: Wer spricht schon öffentlich über Details seines Katers oder über die &#8220;Güte&#8221; einer Liebesnacht nach intensivem Alkoholgenuss? Vielleicht wäre aber genau das eine viel effektivere &#8220;Prävention&#8221;&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Ich bin ein schlechter Lehrer&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 11:21:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[individuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein fiktiver Artikel. Alle Schicksale und Namen sind erdacht. Das Allermeiste habe ich durch (Blog-)beiträge anderer Lehrer und Eltern(-foren) aufgeschnappt. Die Zahl 180 SuS ist für den gymnasialen Bereich realistisch, da das Deputat bei voller Stelle in etwa 6-7 Lerngruppen umfasst. Die systemkundigen Leser mögen beurteilen, ob die folgende Zusammenstellung irreal ist. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dies ist ein fiktiver Artikel. Alle Schicksale und Namen sind erdacht. Das Allermeiste habe ich durch (Blog-)beiträge anderer Lehrer und Eltern(-foren) aufgeschnappt. Die Zahl 180 SuS ist für den gymnasialen Bereich realistisch, da das Deputat bei voller Stelle in etwa 6-7 Lerngruppen umfasst. Die systemkundigen Leser mögen beurteilen, ob die folgende Zusammenstellung irreal ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ich-Form ist bewusst gewählt, um ein Identifkationsangebot zu schaffen. Der Ich-Erzähler des Textes ist selbst eine Fiktion und hat mit dem Autor (mir) nicht alles gemein &#8211; also nur das Gute&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die SuS (keine Extremfälle):</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Petra hat AD(H)S. Sie kann sich nicht konzentrieren. Sie kann sich nur helfen, indem sie sich bewegt, indem sie laut ist, indem sie auffällt. Petra kann dafür nichts.</li>
<li style="text-align: justify;">Ulrich ist hochbegabt und ständig unterfordert. Ulrich fällt auf, wird zornig, stört. Ulrich geht mich vor der Klasse verbal an.</li>
<li style="text-align: justify;">Constanze ist still. Constanze schreibt hervorrragende Arbeiten, trägt zum Unterricht jedoch nichts bei. Bei Constanze müsste ich eigentlich ganz oft die Hausaufgaben nachschauen.</li>
<li style="text-align: justify;">Hussein kommt aus einem Haushalt, in dem der Mann alles und die Frau nichts zählt. Meine Kolleginnen quälen sich mit Hussein.</li>
<li style="text-align: justify;">Chloé ist sozial hoch engagiert. Sie setzt sich ständig für die Klasse ein, sagt mir, was aus ihrer Sicht schiefläuft, wo es brennt &#8211; mit Kolleginnen und Kollegen, in der Klasse. Ihr fehlt ein wenig Empathie und Redetechnik. Da müsste man sie fördern.</li>
<li style="text-align: justify;">Petr kommt aus einem klischeehaften(!!!) Spätaussiedlerhaushalt. Er kann keinen guten Aufsatz schreiben, weil zu Hause nur russisch gesprochen wird. Viele Worte versteht er einfach nicht. Petr bräuchte dringend Deutschförderunterricht.</li>
<li style="text-align: justify;">Haakon verhält sich unauffällig. Haakon entwickelt in Tests sehr eigenständige, hochinteressante Lösungsansätze, die er allein methodisch nicht sinnvoll zu Ende führt. Auf einen Dreier kommt Haakon immer. Man sieht Haakon aber an, dass er damit nicht zufrieden ist, dass er denkt: &#8220;Da muss doch noch mehr sein!&#8221;. Man müsste ihm mehr bieten.</li>
<li style="text-align: justify;">Martina ist ein hübsches Mädchen. Sie sagt von sich, dass sie für Naturwissenschaften eh zu dumm ist. Martina legt eher wert auf Mode. Martina glaubt nicht an sich. Martina liest keine Hausaufgabe vor, ohne vorher zu betonen, dass ihr Text schlecht ist oder irgendwelche Macken hat. Martina braucht dringend Unterstützung im Bereich Selbstbehauptung &#8211; vielleicht hilft Martina auch schon Mann-, äh: Frauschaftssport.</li>
<li style="text-align: justify;">Georginas Eltern haben sich kürzlich scheiden lassen.</li>
<li style="text-align: justify;">Cynthia war lange krank.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; (bitte hochzählen bis 180)</li>
</ol>
<p><span id="more-1780"></span></p>
<p><strong>Die Eltern (keine Extremfälle):</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Petras Mutter hält mich für unpädagogisch, für uninteressiert, weil ich mich nicht genug über die Problematik AD(H)S informiere, weil ich nicht genug auf ihre Tochter eingehe. Petras Mutter hat Recht.</li>
<li style="text-align: justify;">Ulrichs Vater hält mir immer wieder die Testergebnisse von Institut x unter die Nase. Sein Sohn brauche Extraförderung, nicht Extrazettel. Er hat Recht.</li>
<li style="text-align: justify;">Constanzes Mutter verspricht mir, dass sie mit ihrer Tochter reden wird. Ich weiß, dass ich Constanze für etwas &#8220;bestrafe&#8221;, was Constanze nun einmal ist: Still. Constanze ist schon in Ordnung. Das System ist für Constanze irgendwie doof.</li>
<li style="text-align: justify;">Husseins Vater ist bei mir lammfromm. Hussein ist bei mir im Mündlichen passabel und ich bin schließlich ein Mann. Außerdem bekomme ich schon mit, dass Hussein viel Unsinn macht und leite auch pädagogische und Ordnungsmaßnahmen ein.</li>
<li style="text-align: justify;">Chloés Mutter sagt mir, dass sich ihre Tochter ritzt und deswegen immer auch im Sommer Langarmshirts trägt. Passt irgendwie zu Chloé.</li>
<li style="text-align: justify;">Petrs Eltern sind freundlich, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie mich gut verstehen.</li>
<li style="text-align: justify;">Haakons Eltern kümmern sich eigentlich nicht um die Schule. Haakon hat ja durchschnittliche Zeugnisse.</li>
<li style="text-align: justify;">Martina sei zu Hause immer ganz anders. Jungs seien weit weit weg. Ich zeige ihnen die Profilseite ihrer Tochter auf Facebook.</li>
<li style="text-align: justify;">Georginas Mutter bittet mich um besondere Rücksicht. Die Klasse vergleicht intern die mündlichen Noten und fordert ein. Sie wissen ja nichts.</li>
<li style="text-align: justify;">Cynthia müsste nun aber jeden Tag Extraaufgaben bekommen.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; (bitte hochzählen bis 180)</li>
</ol>
<p><strong>Ich bin ein schlechter Lehrer, weil&#8230;</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich aus einer Fortbildung weiß, dass Petra mindestens einen Rückzugsraum benötigt und besonderer Aufmerksamkeit im Unterrichtsprozess bedarf. Ich habe bisher nicht einmal um einen Extraraum und die Betreuung dazu gekämpft (das wäre natürlich im Team leichter)  und ich habe noch immer Schwierigkeiten damit, dass 10% Aufmerksamkeit auf ein Kind gerichtet bedeutet, dass ich die Zeit anderen entziehen muss. Mal eine Rechnung: In einer 30er-Klasse bleiben in 90 Minuten für jedes Kind in der Realität vollkommen utopische drei Minuten. 10% = neun Minuten für ein Kind bedeuten eine Kürzung der Aufmerksamkeitszeit für jedes andere Kind im zweistelligen Prozentbereich.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich aus einer Fortbildung weiß, dass Ulrich ganz besondere, neue Aufgabenformen benötigt, die klassische Bücher so nicht hergeben. Die Entwicklungszeit ginge dann von Unterrichtsvorbereitungs- und Korrekturzeit ab. Wenn ich da mehr für Ulli und Petra tue, steigen mir die Eltern von 25 anderen auf&#8217;s Dach und wollen auch.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich nicht einfach *mehr* &#8220;sonstige Angebote&#8221; für Constanze mache (Tests, Hausaufgaben einsammeln)</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich noch keine Zeit für eine Fortbildung zu den besonderen Herausforderungen des multikulturellen Lernens gefunden habe. um Hussein und seiner Familie gerecht werden zu können Ich lese zur Zeit in jeder freien Minute über Hochbegabung, Medien im Unterricht und AD(H)S).</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; mich die Ursache von Chloés innerem Schmerz, den sie durch äußere Verletzung ihrer selbst nach außen trägt, eigentlich gar nichts angeht, weil es wahrscheinlich eher nichts mit der Schule zu tun hat.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich hilflos zusehen muss, wie Petr trotz des immensen naturwissenschaftlichen Potentials wahrscheinlich eine ganz normale Lehre anfängt, früh heiratet und Kinder bekommt. Vielleicht bin ich hinsichtlich meiner Ideale auch verbohrt und Petr wird so glücklich.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich mich nicht tiefer in Haakons neue Lösungsstrategien eindenke, um zu verstehen, wo der Lernwiderstand liegt</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; mir Martina immer fremder wird</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich weiß, dass Georgina dieses Jahr nicht schaffen wird.</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; ich weiß, dass das auch für Cynthia gilt</li>
<li style="text-align: justify;">&#8230; (bitte hochzählen bis 180)</li>
</ol>
<p>Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>1. Reflexion: Moodlekurs zur Medienerziehung</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/01/1-reflexion-moodlekurs-zur-medienerziehung/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 16:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[erste]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[neu]]></category>
		<category><![CDATA[Reflexion]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ca. zwei Wochen habe ich meinen Kurs zur Medienbildung vorgestellt. Wir setzen ihn in dieser Woche gerade bei uns in der Schule lerngruppenübergreifend ein, was insbesondere ein deutliches Plus für die integrierten Aktivitäten (Chat, Forum) ist. Hier kommt es sogar teilweise zu lerngruppenübergreifenden Diskussionen. Einige SuS nutzen den Kurs sogar in ihrer Freizeit, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor ca. zwei Wochen habe ich meinen <a title="http://riecken.de/index.php/2010/01/download-moodlekurs-mit-ideen-zur-medienbildung/" href="http://riecken.de/index.php/2010/01/download-moodlekurs-mit-ideen-zur-medienbildung/" target="_blank">Kurs zur Medienbildung</a> vorgestellt. Wir setzen ihn in dieser Woche gerade bei uns in der Schule lerngruppenübergreifend ein, was insbesondere ein deutliches Plus für die integrierten Aktivitäten (Chat, Forum) ist. Hier kommt es sogar teilweise zu lerngruppenübergreifenden Diskussionen. Einige SuS nutzen den Kurs sogar in ihrer Freizeit, um weiterzudiskutieren &#8211; das Konzept funktioniert also prinzipiell. Desweiteren habe ich bei drei unterschiedlichen Klassen, die ich im PC-Raum erlebt habe, kaum wahrgenommen, dass etwas anderes als die Aufgaben während der 90-minütigen Doppelstunde bearbeitet worden ist. Der Einsatz von Film und Text bietet offenbar genügend Abwechslung für 7. Klassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht überrascht hat mich, dass Jasper gerade bei den Mädchen am besten ankam, Die kreative Leistung von Fabsi wurde dagegen kaum gewürdigt. Nunja. Die Erfahrungen dieses Kurses sollen ja eh noch in einer nachfolgenden Stunde nachbereitet werden&#8230; Auch so manche Diskussionskultur.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Umfrage</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der erste Baustein enthält eine kleine, anonyme Umfrage &#8211; hier einige, m.E. bemerkenswerte Ergebnisse:</p>
<ol>
<li>Durchschnittlich verbringen unsere SuS der 7. Klasse 1,85 Stunden täglich im Internet</li>
<li>53% bereiten ihre Hausaufgaben mit Hilfe des Netzes vor</li>
<li>73% haben schon einmal ein Foto von sich veröffentlicht, immerhin 28% schon ein Video</li>
<li>23% haben schon schlechte Erfahrungen im Netz gemacht (Beleidigungen, Betrügereien etc.)</li>
<li>45% geben an, dass sie bereits eigene Texte im Netz erstellt/veröffentlicht haben (inkl. Forenposts)</li>
</ol>
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		<title>Download: Moodlekurs mit Ideen zur Medienbildung</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 16:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Download]]></category>
		<category><![CDATA[Kompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kurs]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbildung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon etwas länger angekündigt, biete ich meinen Kurs mit Bausteinen und Ideen zum Thema Medienbildung jetzt zum freien Download an. Er kann auf jedem aktuellen Moodlesystem entpackt werden und enthält ausbaufähige Bausteine zu den Themen: Internetnutzung Chat &#38; andere Plaudereien Netzpolitik und Internetzensur &#8220;Ausbaufähig&#8221; bedeutet, dass er als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen kann, jedoch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie schon etwas länger angekündigt, biete ich meinen Kurs mit Bausteinen und Ideen zum Thema Medienbildung jetzt zum freien Download an. Er kann auf jedem aktuellen Moodlesystem entpackt werden und enthält ausbaufähige Bausteine zu den Themen:</p>
<ul>
<li>Internetnutzung</li>
<li>Chat &amp; andere Plaudereien</li>
<li>Netzpolitik und Internetzensur</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Ausbaufähig&#8221; bedeutet, dass er als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen kann, jedoch auch jetzt schon einsetzbar ist. Anschauen kann man sich den Kurs <a title="https://test.lms4free.de/course/view.php?id=2" href="https://test.lms4free.de/course/view.php?id=2" target="_blank">hier</a><strong><span style="color: #ff0000;"> </span></strong>und downloaden hier: <a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/01/sicherung-mb_09-20100306-0935.zip">Moodlekurs zur Medienbildung</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Kurs steht unter CC-Lizenz unter Ausschluss einer kommerziellen Nutzung. Er wird an unserer Schule mit als Grundlage im Rahmen unseres Präventionskonzeptes dienen und noch weiter ausgebaut entsprechend den Erfahrungen im Alltagsbetrieb.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Update von 6. März 2010:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Kurs wurde nochmals geprüft und der fehlerhafte Baustein 3 entfernt, da die verlinkten Videos nicht mehr frei verfügbar sind.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortrag &#8220;Gefahren im Internet&#8221;</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/01/vortrag-gefahren-im-internet/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 19:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Gefahr]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[real]]></category>
		<category><![CDATA[virtuell]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Dienstag hatten wir zu einem Aulaabend zum Thema &#8220;Gefahren im Internet&#8221; geladen. Dieser ist Teil unseres Präventionskonzeptes und war für die Eltern gedacht. Einer der Vortragenden war ich &#8211; und ich durfte ca. 15 Minuten sprechen. Mein großes Thema ist und bleibt dabei &#8220;Identität&#8221;. Hauptansatzpunkt dabei ist, dass Erwachsene bei der Füllung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Am vergangenen Dienstag hatten wir zu einem Aulaabend zum Thema &#8220;Gefahren im Internet&#8221; geladen. Dieser ist Teil unseres Präventionskonzeptes und war für die Eltern gedacht. Einer der Vortragenden war ich &#8211; und ich durfte ca. 15 Minuten sprechen. Mein großes Thema ist und bleibt dabei &#8220;Identität&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Hauptansatzpunkt dabei ist, dass Erwachsene bei der Füllung und Bewertung dieses Begriffes aufgrund ihrer Lebenserfahrung ihren Kindern in der Regel überlegen sein sollten. Im Kontext der neuen Medien ist das Gefühl von Überlegenheit in der überwiegenden Mehrheit aus der Altergruppe der um die 40jährigen oft ja nicht so ausgeprägt. Im Folgenden umreiße ich lediglich mein gedankliches Skript bei diesem Vortrag. Weil ich primär bei Vorträgen mit mir als Person arbeite, würde die dazugehörige Präsentation wahrscheinlich wenig nützen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im bin eingestiegen mit einem Video, das ich zum ersten Mal bei <a title="http://blog.initiatived21.de/" href="http://blog.initiatived21.de/" target="_blank">René Scheppler</a> gesehen habe:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="250" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/4YePoCdtKnM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="250" src="http://www.youtube.com/v/4YePoCdtKnM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;hd=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Das Original gibt es auf <a title="http://www.dubestemmer.no" href="http://www.dubestemmer.no" target="_blank">http://www.dubestemmer.no</a> auch mit englischem Untertitel. Ich finde die Stimmmelodie der Lehrerin so absolut fantastisch, dass ich mich für das nicht-untertitelte Original entschieden und die gute Frau live synchronisiert habe &#8211; als Nordlicht kann man Norwegisch nach mehrmaligem Hören eigentlich dem Sinn nach ganz gut verstehen. Dummerweise habe ich vergessen, darauf hinzuweisen, dass mir die englischen Untertitel bekannt waren &#8211; nunja, jetzt denken alle, ich könnte Norwegisch.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1494"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Im Anschluss bin ich darauf eingegangen, dass SuS im Netz in Communitys viel von sich preisgeben &#8211; und das können z.B. auch Lehrerinnen und Lehrer abrufen. Gewürzt habe ich das mit der einen oder anderen Anekdote aus meinem Unterricht: So konnte ich z.B. schon einmal jemandem beweisen, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt geschwänzt hat oder dass ein anderer in der Woche noch bis nach zwei Uhr &#8220;on&#8221; war.</p>
<p style="text-align: justify;">Es folgte eine Folie mit zwei Teilen, die so aufgebaut war, wie eine typische Profilseite: Ein Bereich mit persönlichen Angaben, der vom Benutzer frei nach eigenem Ermessen gestaltet werden kann und ein Bereich &#8211; z.B. ein Gästebuch, der von Dritten gestaltet wird. Bei allen meinen Anekdoten stand die wesentliche Info immer im zweiten Teil: In Online-Communitys geben u.U. Dritte Informationen über mich preis, markieren mich auf Bildern usw. Das kann ich nicht verhindern.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann habe ich &#8211; wie Web2.0-ketzerisch &#8211; zunächst eine Opposition aufgemacht zwischen der realen und der virtuellen Welt. Für die reale Welt wappnen viele Eltern ihre Kinder mit so typischen Regeln wie: &#8220;Nimm&#8217; nichts von Fremden an!&#8221; / &#8220;Du bist um xx:xx Uhr zu Hause&#8221; usw. Für die virtuelle Welt kommt oft maximal ein &#8220;Aber mach&#8217; nix Verbotenes!&#8221; rüber. Hinter diese Hilflosigkeit stand der Satz in einer sich öffnenden Sprechblase &#8220;Ich kenne mich nicht aus&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann habe ich &#8211; wie Web2.0-regelkonform -  beide Welten zusammengeführt in dem Satz, dass in beiden Welten Menschen vorherrschen &#8211; und mit Menschen kennen sich Erwachsene ja in der Regel durch ihre Lebenserfahrung besser aus.  Eltern können in der Regel entscheiden, ob das Bikinifoto mit Sangriaeimer am Ballermann wirklich hochladendswert ist oder nicht. Das können Eltern &#8211; eigentlich &#8211; und es funktioniert unabhängig von jedweder technischen oder medialen Kompetenz. Und: In der realen Welt ist ja beleibe nicht so, dass beim abendlichen Bier tonnenweise relevante Informationen fließen würden &#8211; da ist viel Geplapper dabei &#8211; wie im Netz. Menschen halt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe herausgestellt, dass (um die Sache rund zu machen) der virtuellen Identität in Zukunft eine große Rolle zukommen wird und man diese Chance nutzen muss, um bewusst in das Netz einzuspeisen, um bewusst den eigenen Mythos zu gestalten (und keiner möge mir erzählen, er wäre im Netz genauso wie im realen Leben &#8211; zumindest was seine Tiefen angeht). Identität als Chance und Identität als Investition.</p>
<p style="text-align: justify;">Schlussendlich habe ich Twitter als Web2.0 Dienst vorgestellt und seine Potentiale für z.B. die Vorbereitung der Hausaufgaben oder des Unterrichts. Ich wollte damit nochmals unterstreichen, dass &#8220;das Netz&#8221; wichtig und entlastend sein kann durch die neuen Kommunikationsformen, dass es eben nicht nur eine &#8220;Spielerei&#8221; ist &#8211; wie es so mancher Erwachsene wahrnehmen mag. Dazu gab es zuerst eine Folie zur grundsätzlichen Funktion und dann einen Blick in mein Tweetdeck.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich hatte geplant während der sich eigentlich anschließenden Diskussion Plenumsfragen in Twitter einzugeben, aber die Leute waren dann dann recht satt. Immerhin hat noch das verbleibende Fünfergrüppchen an meinem Ubuntulaptop (&#8220;Ist das schon das neue Windows7?&#8221;) ein paar Reaktion meiner Follower auf eine Frage mitbekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe sehr bewusst die Eltern mit Samthandschuhen angefasst (Ich war ja wenig &#8220;radikal&#8221;). Ich möchte nämlich nicht zeigen, was sie alles nicht können und wie viel sie tun und lernen müssen, sondern in einem ersten Schritt das bewusst machen, was sie jetzt schon ganz konkret (tun) können. Wenn die Tür schon einmal offen ist, geht es sich leichter in das unbekannte Wunderland &#8211; so meine Meinung. SuS holen wir wie selbstverständlich dort ab, wo sie stehen (oder fordern das). Eltern sind für mich auch Mitmenschen genau wie SuS. Und es waren von sieben Klassen bestimmt dreieinhalb komplette &#8220;Klassensätze&#8221; an Eltern anwesend &#8211; toll.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Was ist eigentlich Google Wave?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2009/11/was-ist-eigentlich-google-wave/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 19:34:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Tech-Talk]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Wave]]></category>

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		<description><![CDATA[Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Dazu ein Beispiel aus dem Schulalltag: Eine typische Gruppenarbeit im Fach Deutsch könnte z.B. so aussehen, dass ein komplizierter Text in Abschnitte zerlegt wird und jede Kleingruppe jeweils einen Abschnitt zur Bearbeitung erhält. Bei dieser arbeitsteiligen Form ist auf den ersten Blick die Effizienz höher und auch die letzte Gruppe hat etwas zu präsentieren, was für das Gesamtergebnis wichtig ist. In einem Unterrichtsgespräch oder durch eine andere Form werden die einzelnen Gruppenarbeitsergebnisse zusammengeführt. Jetzt werfen wir einmal einen Blick auf den Schaffensprozess innerhalb einer solchen Kleingruppe:</p>
<ul>
<li>jedes Gruppenmitglied liest seinen Abschnitt zunächst für sich und markiert bzw. fügt Notizen hinzu (Phase 1)</li>
<li>die gewonnenen Erkenntnisse werden zusammengetragen (Phase 2)</li>
<li>er erfolgt in einer Diskussion eine Kategorisierung und Hierarchisierung (Phase 3)</li>
<li>es wird ein Gruppenvortrag auf Basis der gewonnenen Ergebnisse erarbeitet (Phase 4)</li>
<li>der Gruppenvortrag wird im Plenum präsentiert (Phase 5)</li>
</ul>
<p>Dabei möchte ich folgende Beobachtungen festhalten:</p>
<ol>
<li>Dokumentiert ist am Ende der Arbeit das Arbeitsergebnis, jedoch nicht der Prozess von dessen Entstehung</li>
<li>Gruppen werden von einzelnen Mitgliedern oft dominiert, während &#8211; abhängig von der Gruppengröße &#8211; sich auch Rückzugsmöglichkeiten für einzelne ergeben</li>
</ol>
<p><strong>Was für ein Prozess ist innerhalb einer Wave denkbar?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nehmen wir an, die obige Aufgabe sei als Wave konzipiert.<strong> </strong>Nehmen wir ferner an, die Gruppenarbeit liefe im PC-Raum ab. Man muss bei Wave noch wissen, dass das System jeden Tastendruck sofort abbildet (abschaltbar).</p>
<ul>
<li><span id="more-1232"></span>Bereits beim Lesen würden Bemerkungen aller Gruppenmitglieder im Text sichtbar: Jedes Gruppenmitglied würde über einen eigenen Cursor verfügen, der für alle aus der Gruppe simultan auf dem Bildschirm erscheint. Daher bekomme ich als Gruppenmitglied also mit, dass Peter z.B. das Oxymoron in der ersten Zeile bereits erkannt hat und gerade richtig benennt. Sollte das nicht der Fall sein, kann sofort direkt zu seinem Kommentar eine Anmerkung machen, die auch wiederum alle zum Zeitpunkt ihres Entstehens mitbekommen. Wenn Peter gut arbeitet, gehe ich eben schon zur nächsten interessanten Textstelle. Es &#8220;wühlen&#8221; also gleichzeitig verschiedene &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; im Text herum, wobei jede Ameise in ihrer Arbeit sofort sichtbar ist. Damit werden ineffiziente Doppelungen vermieden &#8211; der Text füllt sich quasi von Geisterhand, in echter, effizienter Arbeitsteilung. Kommentare u.ä. lassen sich umschalten zu unauffälligen Pictogrammen, die den Lesefluss nicht stören &#8211; kleine &#8220;More-Tags&#8221; quasi (Phase 1)</li>
</ul>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Das ungeordnete Zusammentragen der Arbeitergebnisse entfällt, da alle Beobachtungen an der richtigen Stelle im Text innerhalb der Wave markiert und für jeden sichtbar sind &#8211; es setzt nun ein individueller Leseprozess ein, der eventuell an der einen oder anderen Stelle zu Korrekturen führt, mit wiederum sichtbaren &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; &#8211; jedes Mitglied besitzt eine (Phase 2).</li>
<li style="text-align: justify;">Es bleibt nun <em><strong>Zeit</strong></em> für das Team für die Erarbeitung des Ergebnisses essentielle Kategorisierung/Hierarchisierung. Das kann uns sollte im Gespräch stattfinden &#8211; dazu bedarf es eigentlich einer gruppenweisen Anordnung der PCs zu &#8220;Lerninseln&#8221;. (Phase 3).</li>
<li style="text-align: justify;">Es erfolgt zusätzlich eine Segmentierung des Ergebnisses, sodass alle &#8220;Cursor-Ameisen&#8221; gleichzeitig innerhalb der Wave ihr Produkt gestalten (Phase 4).</li>
<li style="text-align: justify;">Innerhalb der Präsentation kann der Entstehungsprozess mit dokumentiert werden, da eine Wave quasi &#8220;aufgenommen&#8221; wird und hinterher chronologisch in beliebiger Geschwindigkeit abgespielt werden kann, d.h. der Zuschauende kann den Prozess oder ausgewählte Teile daraus &#8220;sehen&#8221;  (alle Ameisen&#8230;) &#8211; die Gruppenarbeit läuft quasi noch einmal in einer Art &#8220;Film&#8221; ab (Phase 5).</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Achja &#8211; Wave wird OpenSource, d.h. im Gegensatz zu GoogleApps, kann eine Wave auch in einem geschlossenen Intranet laufen, inkl. Anbindung an ein vorhandenes Authentifizierungsystem. Unnötig zu erwähnen, dass durch die Dokumentation des Prozesses &#8211; auch für den Lehrenden &#8211; sich ganz andere Beratungsmöglichkeiten auftun, ggf. sogar individuelle Stärken und Schwächen erkennbar werden &#8211; trotz Gruppenarbeit. Das betrifft auch eventuelle Dominanzen innerhalb der Gruppe. Ich könnte auch Eltern durch die &#8220;Play-Funktion&#8221; vorführen, was ich sonst nur beschreiben kann. Wenn Systeme wie Moodle jeden Klick dokumentieren, dokumentiert eine Wave sogar temporale Dimensionen von Verhalten. Das birgt Gefahren, das birgt &#8211; sinnvoll eingesetzt &#8211; auch Chancen.</p>
<p style="text-align: justify;">Moodle kann nur asynchron, selbst das Chatmodul bzw. der Messenger sind nach gängiger Definition allenfalls quasi-synchron. Daher sehe ich <strong>für mich</strong> bisher keinen sinnvollen Moodleeinsatz <strong>im</strong> Unterricht, wohl aber zur <strong>Ergänzung </strong>von Unterricht oder zu <strong>Kommunikation</strong> über größere Entfernungen (da darf gerne auch asynchron sein), weil ich glaube, dass man das, was man mit Menschen tun kann (in der Schule gibt es ja welche), auch mit Menschen tun sollte. Im Unterricht sind diese für mich  innerhalb von Moodle aber nicht in der Weise präsent, wie sie es in einer Wave wären. Außerdem zeigt das Beispiel, dass innerhalb einer Wave, die &#8220;Brot und Butter&#8221;-Phase wesentlich effizienter gestaltet werden kann, während die &#8220;Salami&#8221;-Phase (Diskussion!) dadurch mehr Raum erhalten könnte &#8211; zumindest theoretisch, weil den meisten SuS das Konzept der Wave (viele Eindrücke simultan) aus den heutigen WEb2.0-Communities nicht fremd ist. Es bleibt als Herausforderung das Problem  des gläsernen Schülers, viel gläserner als in Moodle.</p>
<p style="text-align: justify;">Und: Google Wave ist noch nicht einmal fertig, sondern zur Zeit lediglich ein Prototyp. Aber das Konzeeeehept, das Konzept&#8230;. Wahnsinn. Nach den ersten Blicken wüsste ich auch nicht, was dagegen spräche, Moodle und Wave zu integrieren, da entsprechende Apps (z.B. für Blogs) bereits entwickelt sind. Mehr als einen Filter in Moodle wird nicht notwendig sein.</p>
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		<title>Fiktive Schüleräußerungen</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 10:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[fiktiv]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanke]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Aufmerksamkeit erhalten nur die lauten Störer. Ich kann auch etwas, bin aber eher leise und brauche Sicherheit, um mich zu äußern. Schule? Ungerecht!&#8221; &#8220;Es ist doch ganz einfach: Ein wenig lächeln, hübsche Kleidung, figurbetont und nicht mit zu viel Einblick. Schön bei Reproduktionsfragen melden &#8211; aber bitte in jeder Stunde. Die Lehrerinnen honorieren den Fleiß, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Aufmerksamkeit erhalten nur die lauten Störer. Ich kann auch etwas, bin aber eher leise und brauche Sicherheit, um mich zu äußern. Schule? Ungerecht!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Es ist doch ganz einfach: Ein wenig lächeln, hübsche Kleidung, figurbetont und nicht mit zu viel Einblick. Schön bei Reproduktionsfragen melden &#8211; aber bitte in jeder Stunde. Die Lehrerinnen honorieren den Fleiß, die Lehrer die Kombination aus Fleiß und dem anderen. Immer locker bleiben, Schule? Nur ein Spiel.&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ich kann etwas und weiß das auch. Trotzdem muss ich dauernd warten. Wer tut denn etwas für mich? Immer ist von fördern, fördern, fördern die Rede. Ich möchte auch gefördert werden oder gebt mir wenigsten diesen Papierfetzen früher. Schule? Um mich kümmert sie sich nicht!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Maximaler Ertrag bei minimalem Einsatz. Wen juckt den später die Fünf auf dem Halbjahreszeugnis? Der Abischnitt muss ein wenig stimmen, für manche Fächer reicht doch der Fetzen alleine bereits aus. Im ersten Halbjahr volle Stundenzahl bei halbem Einsatz, im zweiten Halbjahr auf jeden Fall zwei Arbeiten so setzen, dass er kein Mangelhaft mehr ziehen kann. Wenn das nicht hilft: Geschichten erfinden. Der Ertrag sechs Wochen vor Schluss ist am höchsten. Schule? Nur kein Stress!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ich gebe mir Mühe, viel Mühe. Trotzdem kommt dabei selten etwas herum. Dümpelei zwischen Drei und Vier. Warum wird eigentlich nur das Fachwissen gesehen und nicht das, was ich sonst noch in meinem Leben an anderen Stellen erreiche? Schule? Kannste was, biste was &#8211; aber auch nur, wenn Mami und Papi das notwendige Kleingeld oder Bildungsnähe in der Birne haben!&#8221;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Diese Äußerungen entspringen <em><strong>allein meiner Fantasie</strong></em>. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Gedanken wären rein zufällig. Gleichwohl entstand dieser Text schon vor längerer Zeit in der Rückschau von einer von &#8220;Rieckens Predigtstunden&#8221;, die von sehr großer Ehrlichkeit seitens der SuS geprägt war &#8211; das ist ein Erziehungsziel und ein Erfolg gewesen.  Ok &#8211; für das Fach war es blöd. So what. Muss auch mal sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin glaube ich, dass der negative Touch in Klassen besonders groß ist, in denen mehr als drei von &#8220;Rieckens Predigtstunden&#8221; im Halbjahr fällig sind und dass es auch andere fiktive Äußerungen gibt.</p>
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