<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>riecken.de &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://riecken.de/index.php/category/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://riecken.de</link>
	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 06:40:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
<meta xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex,follow" />
		<item>
		<title>BYOD &#8211; Gedankensplitter</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/05/byod-gedankensplitter/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/05/byod-gedankensplitter/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 May 2012 06:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[BYOD]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[offen]]></category>
		<category><![CDATA[Schüler]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrag]]></category>
		<category><![CDATA[WLAN]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4374</guid>
		<description><![CDATA[Die Situation: es gibt Handys an Schulen, die von SuS mitgebracht werden die Handys unterscheiden sich stark in ihrer Funktionalität und Vertragsmodalitäten entsprechend des sozialen Status der Elternhäuser nicht alle SuS verfügen über ein Handy, welches internetfähig ist in der Regel ist die Verwendung auf dem Schulgelände per Hausordnung untersagt die Regel wird nicht eingehalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Situation:</strong></p>
<ul>
<li>es gibt Handys an Schulen, die von SuS mitgebracht werden</li>
<li>die Handys unterscheiden sich stark in ihrer Funktionalität und Vertragsmodalitäten entsprechend des sozialen Status der Elternhäuser</li>
<li>nicht alle SuS verfügen über ein Handy, welches internetfähig ist</li>
<li>in der Regel ist die Verwendung auf dem Schulgelände per Hausordnung untersagt</li>
<li>die Regel wird nicht eingehalten und ist kaum durchzusetzen</li>
<li>es landen Fotos, Filmdokumente usw. aus der Schule in sozialen Netzwerken</li>
<li>bei Cybermobing spielen digitale Endgeräte eine Schlüsselrolle</li>
<li>das schulische WLAN steht SuS in der Regel nicht offen</li>
</ul>
<p><em>Persönliche Gedanken:</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die positiven Aspekte der Verwendung von Handys im Unterricht sind nicht nachgewiesen. Jubelschreie und Erfolgsmeldungen im Internet zeigen keine Produkte im Vergleich zu Produkten klassischer Lernarrangements, sondern besitzen in der Regel einen technoiden Fokus, z.B. den &#8220;Bildschirminhalt des iPads an einen Beamer übertragen&#8221;, Appempfehlungen, Administrationserleichterungen, Dateiexport aus dem Tablet (Seitenhieb: der ohne externe Dienste nicht funkioniert). Es gibt erste, zögerliche Vorreiter auf diesem Gebiet. Ich meine aber zu erkennen, dass wesentliche Effekte nicht mit iDingens, sondern in der Kombinationen von iDingens mit kollaborativen Web2.0-Tools erzielt werden. Finde ich alles wichtig und gut &#8211; es hat aber nichts, bzw. für mich noch viel zu wenig mit Unterichtsqualität zu tun.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Zukunft</strong></p>
<ul>
<li>mobile Endgeräte werden in der Gesellschaft mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit werden</li>
<li>androidbetriebene Geräte ermöglichen den Bau günstigerer Devices und damit den Zugang von mehr Menschen zur digitalen Welt</li>
<li>für mich ist es eine Frage der Zeit, bis ein generelles Handyverbot an Schulen von Verwaltungsgerichten kassiert wird (sogar in Bayern). Das wird über (Großstadt-)Elternrechte laufen.</li>
</ul>
<p><strong>Reaktionsoptionen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man kann sagen: &#8220;<em>Das ist alles so schrecklich. Wir reden nie mehr miteinander, sondern kommunizieren bald nur noch über Facebook &amp; Co. Ich als Lehrer bin bald Freiwild und muss mich immer und überall filmen und fotografieren lassen. Die Welt is schlecht&#8221; </em>- das kann man alles sagen. Originalzitat aus dm Lehrerzimmer gestern: &#8220;<em>Du kannst den Piraten ja nicht nahestehen, du redest ja noch mit uns.</em>&#8220;</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe auf dem letzten Modul meines Trainer-Trainings etwas erprobt. Die Grundidee besteht darin, zu sagen: &#8220;Ja. Es gibt Handys. Ja. Die Verbreitung dieser Geräte wird zunehmen. Ja. Wir werden das Zeug bald nicht mehr verbieten dürfen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte gerne einen Vertrag mit Schülern, Eltern und Lehrkräften erarbeiten, der wesentliche Dinge der Nutzung digitaler Endgeräte an der Schule regelt und in einer Art &#8220;Festakt&#8221; von allen Beteiligten Gremien unterschrieben wird. Wer an der Schule ein Gerät einschaltet, erkennt damit den Vertrag an. So ein Vertrag kann:</p>
<ol>
<li>Regeln, wann und wie die Nutzung digitaler Geräte erwünscht ist</li>
<li>Welche Konsequenzen bei Fehlverhalten eintreten (SuS könnten bei der Art der Konsequenz natürlich mitbestimmen)</li>
<li>Überlegungen dazu anstellen, inwieweit solche Geräte dann auch in der Schule versichert sind, wenn sie als &#8220;Unterrichtsmittel&#8221; zugelassen werden</li>
<li>In der Verhandlungsphase ein Bewusstsein für die Ängste und Chancen schaffen, die mit diesen Geräten verbunden sind.</li>
<li>Eine pädagogische und keine rechtliche Diskussionsgrundlage im Falle von Grenzüberschreitungen ermöglichen</li>
<li>Bisher demokratische gemeinte Strukturen realdemokratisch an Schulentwicklung beteiligen &#8211; deswegen sollte es schon ernst gemeint und kein Feigenblatt zum Transport der ausschließlichen Bedürfnisse von Lehrkräften sein</li>
<li>Einblicke in politische Arbeit geben</li>
<li>Die Schule in der Öffentlichkeit als &#8220;modern&#8221; dastehen lassen</li>
<li>[...]</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Nein, ein solcher Vertrag ist nicht rechtlich bindend. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht darum, mit einem nicht durchsetzbaren, rechtlichen Rahmen pädagogisch umzugehen. Ich würde da auch keinen Juristen heranlassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ich selbst&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong>&#8230; baue ja ein WLAN für unsere Schule auf. Ich habe das Glück, über eine Schulserverlösung zu verfügen, mit der ich Schritte gehen kann zwischen: &#8220;Keiner darf!&#8221; und &#8220;Jeder darf sofort alles!&#8221;. Das Bedürfnis nach einem offenen WLAN mag für den modernen Web2.0-Lehrer zwar individuell groß sein &#8211; wenn das System aber ggf. eigenmächtige &#8220;Öffnungen&#8221; im Falle von Missbrauch nicht auffangen kann, ist u.U. Erde für Jahre verbrannt. Ich habe vor, folgende Schritte zu gehen:</p>
<ol>
<li>Offenes WLAN für Lehrkräfte und Schulgeräte in möglichst allen Gebäudeteilen</li>
<li>Zugriff auf das Intranet der Schule für Schüler mit Anmeldung an einem Hotspot</li>
<li>Freigabe weniger ausgewählter Seiten für Schüler</li>
<li>Prinzipielle Freischaltung des Internet in bestimmten Gebäudeteilen für SuS. Dabei kann die Lehrkraft bestimmen, welcher Schüleraccesspoint ein- oder abgeschaltet wird.</li>
<li>Einen Vertrag aushandeln</li>
<li>Das WLAN generell öffnen</li>
</ol>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/05/byod-gedankensplitter/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mauern ist eine Form von Gewalt</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/05/mauern-ist-eine-form-von-gewalt/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/05/mauern-ist-eine-form-von-gewalt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Etelsen]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[iakm]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Schulung]]></category>
		<category><![CDATA[systemisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4355</guid>
		<description><![CDATA[Anfang der Woche hat das zweite Modul meines Trainer-Trainings stattgefunden &#8211; ich hatte schon an anderer Stelle darüber berichtet. Diesmal ging es unter anderem um das Thema Konflikte und ein wenig Change-Management. Wenn man Schulen berät, ist es gar einmal so selten, dass man mitten in einen Konflikt hineingerät. Vordergründig mag es um Medienkonzepte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_03.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4356" title="etelsen_03" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Anfang der Woche hat das zweite Modul meines Trainer-Trainings stattgefunden &#8211; ich hatte schon<a title="http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/" href="http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/"> an anderer Stelle</a> darüber berichtet. Diesmal ging es unter anderem um das Thema Konflikte und ein wenig Change-Management.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man Schulen berät, ist es gar einmal so selten, dass man mitten in einen Konflikt hineingerät. Vordergründig mag es um Medienkonzepte und Technik gehen &#8211; hintergründig toben Grabenkämpfe: Handys erlauben oder nicht? WLAN öffnen oder nicht? Web2.0 &#8211; und was ist mit dem Datenschutz? Sorgen diese Dinger nicht für eine unglaubliche Entfremdung?</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich dringt man als Berater vermeintlich auch in Refugien ein: Der Systembetreuer macht es seit Jahren so und es hat sich bisher noch niemand beschwert. Die Videokassette passt einfach nicht in den USB-Slot. Sind Film, Overheadprojektor und Tafel etwa keine Medien? Und eigentlich geht das alles doch viel zu langsam.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_04.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4357" title="etelsen_04" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/05/etelsen_04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen, die an der Schule im Bereich der neuen Medien und Unterrichtsformen etwas bewegen wollen, sehen vielleicht in mir den Verbündeten. Die Bewahrer sehen vielleicht die Bedrohung ihrer alten Strukturen in mir personifiziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Verbündete sind gut, Bewahrer schlecht &#8211; sollte man meinen. Die Vereinnahmung meiner Person durch einer dieser beiden Gruppen macht mich in der Logik systemischen Denkens zu eine Teil des Systems. Ein erfolgreicher Beratungsprozess erfordert aber in diesem Kontrukt vor allem eins: Neutralität. Das war dieses Mal in Etelsen in unserer kleinen Gruppe ein zentrales Thema.</p>
<ul>
<li>Was mache ich als Berater mit übergriffigen Bermerkungen? (Was soll das schon bringen! Sie haben ja keine Ahnung, was hier los ist!)</li>
<li>Wie sind Konflikte strukturiert und wie erkenne ich die einzelnen Phasen? Wann hat es z.B. auch schlicht keinen Sinn?</li>
<li>Wie werde ich den Wasserfallrednern Herr?</li>
<li>Was mache ich mit Schweigern?</li>
<li>Wie wahre ich die Distanz zum System?</li>
<li>Wie lasse ich meine eigenen Vorstellungen (zunächst) außen vor?</li>
<li>Was bedeutet Veränderung für das System einer Schule?</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Auch dieses Mal war die Kamera dabei. Die Settings der Rollenspiele und Übungen wurden anspruchsvoller und herausfordernder. Die Tagung baute auf den Kompetenzen auf, die wir in dem vorangehenden Modul erworben haben.  Dabei geschieht so einiges innerhalb einer Gruppe. Grenzen werden erreicht und überschritten. Und der Laptop war drei Tage nicht eingeschaltet, das WLAN-Netz zwar gut ausgebaut, aber dennoch unwichtig.</p>
<p style="text-align: justify;">Für uns geht es im Sommer auf Schloss Puch bei Linz auf der <a title="http://iakm.de/" href="http://iakm.de/" target="_blank">Studienwoche der IAKM</a> weiter &#8211; in den Ferien. Der Zug ist schon gebucht. Ich bin sicher, dass auch diese Zeit intensiv wird.  Eigentlich sollten Beratungskompetenzen ein ganz fester Teil der Lehramtsausbildung werden&#8230; Sie helfen auch im Unterricht und auf Konferenzen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/05/mauern-ist-eine-form-von-gewalt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Harvestern, Aggregierern, Denkern und Contentern</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/04/von-harvestern-aggregierern-denkern-und-contentern/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/04/von-harvestern-aggregierern-denkern-und-contentern/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 08:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilbereich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=3026</guid>
		<description><![CDATA[Ich teile mich heute für euch auf in verschiedene Persönlichkeiten, die meine Netzidentität betreffen. Darauf gekommen bin ich durch Herumlesen in meinem Blog. Je nach Stimmung und Phase scheint mir mal die eine, mal die andere Persönlichkeit stärker präsent. Ich habe versucht, alle Persönlichkeiten mit Schwächen und Stärken darzustellen. Das ist nur teilweise neutral gelungen&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich teile mich heute für euch auf in verschiedene Persönlichkeiten, die meine Netzidentität betreffen. Darauf gekommen bin ich durch Herumlesen in meinem Blog. Je nach Stimmung und Phase scheint mir mal die eine, mal die andere Persönlichkeit stärker präsent. Ich habe versucht, alle Persönlichkeiten mit Schwächen und Stärken darzustellen. Das ist nur teilweise neutral gelungen&#8230; Völlig fehlt, dass jede dieser Persönlichkeiten im Netz natürlich interagiert &#8211; und zwar nicht nur mit sich selbst. Der Duktus ist ein wenig negativ bis kritisch. Das liegt vor allem daran, dass ich zurzeit dem Netz sehr distanziert gegenüber bin, weil ich so viel vor Ort konkret handeln kann, bzw. in handlungsrelevante Strukturen eingebunden bin.</p>
<p><strong>Der Harvester</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Harvester in mir zieht aus dem Netz, was ihm persönlich nutzt. Er schafft keine eigenen Inhalte, er erwartet jedwede Dienstleistung kostenlos oder extrem günstig. Der Harvester kauft wohl das eine oder andere im Netz, erledigt seine Bankgeschäfte usw. &#8211; aber eben nur, weil er davon einen persönlichen Nutzen hat. Der Harvester, der in Foren unterwegs sind, erwartet umfassende Individuallösungen für sein spezifisches Problem und zwar schnell. Normalerweise gibt der Harvester nichts zurück. Allenfalls reagiert er gereizt oder ungehalten, wenn ihm eine Leistung nicht mehr im bisherigen Umfang zur Verfügung steht. Der Harvester hat in der Regel keine Einsicht in wirtschaftliche Zusammenhänge, z.B. die Kosten von Personal und von IT-Infrastruktur.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Harvester liefert kein oder nur indirektes ideelles Kapital für den Denker und Contenter, da er allein durch Zugriffsstatistiken quantitativ wahrnehmbar ist. Der Harvester neigt dazu, Inhalte aktiv zu suchen, anstatt sie zu sich kommen zu lassen, z.B. über Social Networks oder RSS-Feeds.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Aggregierer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein Eldorado für den Aggregierer in mir wäre zur Zeit <del datetime="2012-04-05T06:02:28+00:00">paper.li</del> scoop.it. scoop.it fasst Links, Tweets usw. zu einer Art Zeitung zusammen, die sich quasi von selbst schreibt. Die Leistung des Aggregierers besteht darin, dass er die Inhalte seiner &#8220;Zeitung&#8221; auswählt und selektiert. Der Aggregierer in mir unterliegt immer der Versuchung, sein Blog oder seine Timeline durch Drittquellen fast vollständig befüllen lassen. Der Aggregierer collagiert. Seine Collage ist zwar ein Produkt, jedoch ein derart individuelles, dass es keine relevante Zielgruppe mehr besitzt. Der Aggregierer in mir weiß das ziemlich genau, da er einen<a title="http://riecken.de/index.php/2011/06/der-eigene-url-shortener/" href="http://riecken.de/index.php/2011/06/der-eigene-url-shortener/" target="_blank"> eigenen Linkverkürzungsdienst</a> nutzt und die Klicks auf diese Links statistisch auswertet.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Aggregierer hat eine enorme Publikationsfunktion für den Denker und den Contenter, da er für die notwendige Wahrnehmung durch z.B. Distribution in sozialen Netzwerken sorgt. Der Aggregierer hat in der Regel heimliche Regeln, die Inhalte zwischen &#8220;gut&#8221; und &#8220;schlecht&#8221; selektieren. Die Linie wird in bestimmten Gruppen gezogen &#8211; im Edu-Bereich gilt z.B. oft das Gymnasium als unbestreitbar selektierende Schulform als &#8220;schlecht&#8221;, gemeinsames Lernen als &#8220;gut&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Denker</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Denker in mir sammelt Ideen. Er schnürt aus den Ideen Dritter neue Ideenpakete und möchte durch seine Analysefähigkeit Diskurse voranbringen, sieht sich manchmal als Inspiration für andere und verändert und beeinflusst im besten Fall Gedanken. Der Denker liefert dem Aggregierer und Harvester Input. Ohne den Aggregierer ist der Denker umgekehrt recht einflusslos, weil er einerseits selbst auf externen Input angewiesen ist, um Sachverhalte zu rekombinieren, anderseits aber auch seine Ideen verbreitet werden müssen, damit der Denker im Netz als Denker erkennbar ist. Für den Denker ist &#8220;denken&#8221; eine Handlung und ein Wert an sich. Der Denker hat den Hang, umfassende Konzepte zu entwickeln, deren Realisation er aber oft nicht in seiner individuellen Verantwortung sieht. &#8220;Vision&#8221; ist eines der gängigen Lieblingsworte des Denkers. Der Denker in mir läuft immer Gefahr, selbstreflexives Metageseier zu produzieren, wenn es ihm nicht gelingt, die eigene Echokammer zu überwinden. Der Denker ist in der Regel nicht teamfähig. Die Wahrnehmung der eigenen Person im Netz ist ihm meist wichtiger, als sich einem bestimmten, konkreten Projekt zuzuordnen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Contenter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Contenter liefert alle Arten von Artefakten. Das können Informationen, Artikel zu Sachthemen, Bilder und Videos sein. Der Contenter ist in sozialen Netzwerken selten stark präsent, sondern hält sich eher im Hintergrund. Der Contenter verfügt hin und wieder über einen altruistischen, weltverbesserischen Habitus, weil in seinem Bewusstsein das Netz nichts ist ohne seine  Arbeit. Er agiert nativ selbstlos, kämpft hart im das &#8220;Wahre und Schöne&#8221;. Technisch ist das Forum als Hilfegebender oft eine Plattform für den Contenter. Dazu passt, dass der Contenter ist fast zwangsläufig in größeren Projekten organisiert ist, zu denen sein eigener Beitrag klein genug ist, um nicht öffentlich in Erscheinung zu treten. Der Zusammenschluss zu einem größeren Ganzen ist zwingend notwendig, um von dem  Harvester, Aggregierer und Denker wahrgenommen zu werden. Die Legimation bzw. der Lohn der eigenen Arbeit besteht weniger aus konkreten Rückmeldungen, sondern vielmehr aus statistischen Daten wie Zugriffszahlen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/04/von-harvestern-aggregierern-denkern-und-contentern/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Anspruch ist Verengung</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 11:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[systemisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4153</guid>
		<description><![CDATA[Anfang der Woche war ich auf einer Fortbildung auf Schloss Etelesen: Als medienpädagogische Berater erhalten wir eine Einführung in die Grundprinzipien der systemischen Beratung. Diese Fortbildung erfolgt in vier Modulen, wovon zwei in die Ferienzeit fallen. Am Tagungsgebäude lässt sich in etwa erkennen, auf welchem Niveau sich das Ganze bewegt: Zwei Coaches waren für eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Anfang der Woche war ich auf einer Fortbildung auf <a title="http://www.schloss-etelsen.de" href="http://www.schloss-etelsen.de" target="_blank">Schloss Etelesen</a>:</p>
<p><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/02/etelsen.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4154" title="etelsen" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/02/etelsen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Als medienpädagogische Berater erhalten wir eine Einführung in die Grundprinzipien der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemisches_Coaching" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Systemisches_Coaching" target="_blank">systemischen Beratung</a>. Diese Fortbildung erfolgt in vier Modulen, wovon zwei in die Ferienzeit fallen. Am Tagungsgebäude lässt sich in etwa erkennen, auf welchem Niveau sich das Ganze bewegt: Zwei Coaches waren für eine Gruppe aus zehn medienpädagogischen Berater zuständig. Die Videokamera lief auch gelegentlich mit, so dass man sich mit dem Blick von außen selbst beobachten konnte. Mich beeindruckt eigentlich wenig &#8211; aber diese Fortbildung gehört zweifelsohne zu den Erlebnissen, die mich tief beeindrucken.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist systemische Beratung?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></strong>Für mich ist es die Kunst zu beraten ohne dabei selbst Teil eines Systems zu werden. Als medienpädagogischer Berater &#8220;fühlt&#8221; man oft mit z.B. Schulen, die vom Schulträger hinsichtlich der Medienausstattung vernachlässigt werden. Als Techniker &#8220;fühlt&#8221; man oft mit Supportmitarbeitern des Schulträgers, die oft genug mit ansehen müssen, wie teuer beschaffte Hardware nicht oder unsachgemäß genutzt wird. Als Lehrer &#8220;fühlt&#8221; man gelegentlich mit Schülern, die ihre digitalen Geräte auch in der Schule nutzen wollen usw.. Menschen, die ich in technischen Angelegenheiten berate, erwarten von mir oft Lösungen: &#8220;Kauft iPads, macht WLAN usw.&#8221;. All das ist von einem systemischen Ansatz her betrachtet absolut unproduktiv.</p>
<p style="text-align: justify;">Beraten werden in der systemischen Beratung &#8211; der Name sagt es schon &#8211; immer Systeme, also mehrere Personen, Gremien oder Gruppierungen. Systeme befinden sich immer in einer Art Gleichgewicht und entwickeln Strukturen, um dieses Gleichgewicht zu stabilisieren. In der systemischen Beratung geht es in einem ersten Schritt darum, diese oft unbewussten Strukturen bewusst zu machen, ja sie sogar durch bestimmte Techniken zu visualisieren. In einem weiteren Schritt werden durch gezieltes Projektmanagement Ideen entwickelt, um optimale Strukturen zu erhalten und nicht-optimale zu verändern. Dabei geht es nicht darum, das System &#8220;alleine&#8221; zu lassen, sondern immer wieder darum, alle Beteiligten dazu zu bringen, neue Standpunkte und Sichtweisen einzunehmen, die eine Offenheit oder eine anderen Blick auf z.B. technische Lösungen ermöglichen &#8211; oder in Web2.0-Sprech: Schwarmintelligenz zu katalysieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu haben wir eine Reihe von praktischen Übungen absolviert, bei denen wir quasi an uns selbst erlebt haben, welche Effekte durch systemische Techniken in einem Klientensystem zu erreichen sind. Für den Lernprozess war genau dieses Erleben das Essentielle. Man kann eine Reihe schlaue Bücher über systemische Beratung lesen &#8211; sie werden jedoch keinen Eindruck von ihrem Wesen vermitteln. Alles Gelernte lässt sich direkt bei Beratungen anwenden &#8211; meine am Freitag verfassten Mails waren schon von den Reflexionsprozessen beeinflusst.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein absoluter Glücksfall war dabei die Gruppe der medienpädagogischen Berater, die einfach passte und auf die ich mich bei den nächsten Modulen sehr freue. Nur so war Arbeit an dem möglich, an was wir uns in Schule oft nicht herantrauen: Haltung.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/02/mein-anspruch-ist-verengung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Appleprodukte und ich</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/01/appleprodukte-und-ich/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/01/appleprodukte-und-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 19:49:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Appliance]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4116</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Unter Eltern ist folgende Anekdote bekannt: &#8220;Mein Kind ist seine Mandarine nur, wenn ich sie ihm geschält und zerlegt in die Tupperdose lege. Tue ich das nicht, kommt sie ungegessen wieder zurück. Das ist jeden Morgen echt ein ziemlicher Aufwand und eigentlich kann es doch nicht so schwer sein, die Mandarine selbst zu schälen! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4117" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/01/460595_web_R_K_by_Halina-Zaremba_pixelio.de_.jpg"><img class="size-full wp-image-4117" title="460595_web_R_K_by_Halina Zaremba_pixelio.de" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2012/01/460595_web_R_K_by_Halina-Zaremba_pixelio.de_.jpg" alt="" width="400" height="237" /></a><p class="wp-caption-text">Halina Zaremba / pixelio.de</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter Eltern ist folgende Anekdote bekannt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">&#8220;Mein Kind ist seine Mandarine nur, wenn ich sie ihm geschält und zerlegt in die Tupperdose lege. Tue ich das nicht, kommt sie ungegessen wieder zurück. Das ist jeden Morgen echt ein ziemlicher Aufwand und eigentlich kann es doch nicht so schwer sein, die Mandarine selbst zu schälen! Aber ich will doch, dass mein Kind Obst isst. Was soll ich nur tun? Mich nervt das!&#8221;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Kinder sind heute sowohl im Kindergarten als auch in der Schule nicht unerheblichen Belastungen ausgesetzt. Nicht selten ginge die Schälzeit von wertvoller Spielzeit ab. Gleichwohl wird diese durch Lebenszeit der Erwachsenen bezahlt &#8211; je nachdem wie man seine Elternrolle auffasst, wird man in solchen oder ähnlichen Situationen reagieren, in denen man eine Entscheidung zwischen &#8220;Selbstständigkeit fördern&#8221; und &#8220;Bewahren vor nicht kindgerechten Belastungen&#8221; zu treffen hat. Das Mandarinenbeispiel dürfte eines der harmloseren sein. Natürlich hätte ich persönlich auch lieber eine geschälte Mandarine in meiner Frühstücksdose! Mein Alltag ist auch voller Belastungen und alles, was mir das Leben leichter macht, ist zunächst einmal positiv für mich &#8211; das sollte ich mir einfach wert sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich halte Appleprodukte für eine geschälte und zerlegte Mandarine. Apple hat mein Bedürfnis nach Erleichterung begriffen und gibt mir durch ein funktionales und hervorragendes Design eine echte Entlastung in meinem Lehreralltag.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem will ich, ich ganz persönlich, Apples geschälte Mandarine nicht. Das hat mit den ideellen Kosten zu tun, die für mich zu hoch sind, dass ich nach wie vor lieber selbst schäle oder eben dafür andere Werkzeuge einsetze. Wäre ich nicht zusätzlich der Überzeugung, dass der technische Ansatz von Apple auch Auswirkungen auf die Gesellschaft hat, zögerte ich keine Minute, selbst eine iPad-Klasse ins Leben zu rufen. An Möglichkeiten dazu fehlt es hier vor Ort im Gegensatz zu anderen Landkreisen definitiv nicht. Finanziell stehen wir glänzend ausgestattet da. Um zu erklären, warum ich nicht auf den gerade anrollenden Zug aufspringe, muss ich etwas ausholen.</p>
<p style="text-align: justify;">Apple verkauft proprietäre Appliances, d.h. eine Verbindung aus Hard- und Software. Apple tut sehr viel dafür, dass sich beide Komponenten nicht ohne Weiteres trennen lassen. Das gelingt der Firma im Bereich der Mobilgeräte z.Zt. natürlich weitaus besser als im Desktopumfeld.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Appliance hat Vorteile:</p>
<ol>
<li>Sie funktioniert</li>
<li>Sie besitzt eine konsistente Oberfläche</li>
<li>Sie hat eine intuitive Oberfläche, die sich mühelos bedienen lässt</li>
<li>Sie ist durch das geschlossene Konzept wartungsarm und zuverlässig</li>
<li>Im Falle vom Appleprodukten sind die Geräte langlebig und hochwertig verarbeitet</li>
</ol>
<p>Eine Appliance hat Nachteile:</p>
<ol>
<li>Jede Funktion der Appliance ist abhängig vom Hersteller der Appliance</li>
<li>Eine Appliance ermöglicht genau das, was der der Hersteller der Appliance ermöglichen will</li>
<li>Eine Appliance ist nicht transparent</li>
<li>Die Sicherheit der Appliance bewegt sich im Rahmen der Sicherheitsvorstellungen des Herstellers</li>
<li>Was die Appliance tut, entzieht sich gängigen Kontrollmechanismen. Vertrauen ist angesagt.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Und &#8211; für mich sehr wichtig: Mit einer Appliance lernt man, die Mandarine zu essen und zu genießen, nicht sie zu schälen. Zudem wird man bald erwarten, dass alle Mandarinen geschält sind und sie nur noch so akzeptieren. Ob das ok ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden und der Kontext spielt zusätzlich eine Rolle: Wenn eine Appliance in einem eng begrenzten Umfeld etwas macht, was Experten (huch &#8211; die sollen doch bald überflüssig sein?) besser können als ich, dann ist das absolut sinnvoll &#8211; Firewalls für Rechenzentren sind oft als Appliance realisiert. Wenn eine Appliance jedoch wesentliche kommunikative Abläufe in meinem Leben strukturiert und bestimmt, dann tue ich mich schwer damit. Mein &#8220;Nichtexpertentum&#8221; ist diesem Bereich für einen Anbieter Kapital &#8211; und zwar nicht bezogen auf eine hochspezialisierte Nische.</p>
<p style="text-align: justify;">IT beherrscht unser Leben. Informatik ist für mich ein Fach, welches z.B. zeigt, wie man Mandarinen schält, welche unterschiedlichen Ansätze dafür existieren und wie sich der Prozess des Schälens optimieren lässt. Wer keine Mandarinen schälen kann, ist auch anfällig dafür, mit einem Kolbenfresser auf der Autobahn liegenzubleiben, weil der Bordcomputer den defekten Öldrucksensor nicht gemeldet hat. Der Blick unter die Motorhaube auf den Peilstab ist heute eben nicht mehr zeitgemäß.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe Freude am Verstehen. Ich habe Freude daran, hinter die Fassaden zu schauen. Ich freue mich über einfache und geniale Lösungsstrategien, die ganz andere Wege gehen. Ich möchte das Menschen vermitteln. Dafür muss ich Mandarinen haben, die noch eine Schale besitzen. Ein Appleprodukt hat für mich keine Schale mehr. Allein das saftige, perfekt freigelegte Fruchtfleisch bleibt. Ich möchte eine Mandarine sehen, wie sie ist und nicht wie sie mir jemand mundgerecht in die Obstdose gelegt hat. Deswegen benutze ich OpenSource, deswegen bekomme ich von den &#8220;Technikaffinen&#8221; oft genug den Stempel &#8220;Nerd&#8221; &#8211; nicht weil die Mandarinen da nicht geschält wären, sondern weil ich das Ganze sehe könnte, wenn ich wollte und Zeit hätte. Das ist meine Vorstellung von Unabhängigkeit. Ja &#8211; und ich genieße auch das Staunen anderer Menschen, wenn sie fragen: &#8220;Wie machst du das nur?&#8221; &#8211; Meine Anwort: &#8220;Ich schäle Mandarinen selbst. Schon ganz schön lange.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">PS: Keine Sorge. Ich baue auch Netze für geschälte Mandarinen inkl. Genießerkurse. So realistisch bin ich dann schon.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/01/appleprodukte-und-ich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wulff</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/01/wulff/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/01/wulff/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 09:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Affäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kredit]]></category>
		<category><![CDATA[Wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4103</guid>
		<description><![CDATA[ZDFheute liefert heute nähere Informationen zur Hausfinanzierung Christian Wulffs unter Berufung auf externe Quellen (FR). Es gibt nach der Frankfurter Rundschau Hinweise darauf, dass mit Tricks versucht worden ist, die Herkunft des Geldes für die Hausfinanzierung zu verschleiern. Dafür lassen sich zwei unterschiedliche Motive formulieren: Ein mehr oder minder wohlwollendes und eines, was mich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">ZDFheute liefert heute <a title="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8444120,00.html" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/24/0,3672,8444120,00.html" target="_blank">nähere Informationen</a> zur Hausfinanzierung Christian Wulffs unter Berufung auf externe Quellen (FR). Es gibt nach der Frankfurter Rundschau Hinweise darauf, dass mit Tricks versucht worden ist, die Herkunft des Geldes für die Hausfinanzierung zu verschleiern. Dafür lassen sich zwei unterschiedliche Motive formulieren: Ein mehr oder minder wohlwollendes und eines, was mich in einem Gedanken bestätigt, der mich zur Wulff-Affäre schon länger umtreibt:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Wulffs Berater drängten ihn damals zu diesem Schritt, da sie negative Auswirkungen für seine Publicity befürchteten. Wulff ist schlicht diesem Ratschlag gefolgt. <a title="http://riecken.de/index.php/2011/01/transformationen-der-macht/" href="http://riecken.de/index.php/2011/01/transformationen-der-macht/">Als Mensch, der viel zu entscheiden hat, macht man unweigerlich Fehler</a>. Das kennen z.B. Leute, die ein Haus gebaut haben und Leute, die viele Klausuren korrigieren.</li>
<li style="text-align: justify;">Wulff war klar, dass seine Hausfinanzierung nach gängigen Maßstäben vor dem Hintergrund seines politischen Amtes nicht ganz sauber ist und hat in diesem Bewusstsein die Herkunft des Geldes selbst verschleiert.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Es ist eigentlich egal, was davon stimmt und ob es überhaupt stimmt. &#8220;Normal&#8221; wäre für einen durchschnittlichen Bürger gewesen, sein Haus schlicht und ergreifend auf dem freien Markt zu finanzieren. Man hätte dann ggf. nicht die gleichen Konditionen erhalten, was bei einem Ministergehalt wahrscheinlich aber zu verschmerzen gewesen wäre. Aber die Sache wäre durch und durch sauber.  Ein anderer Weg hätte darin bestanden, offen damit umzugehen und eben nicht mehr oder minder panisch zur BW-Bank umzuschulden. Das hätte man wahrscheinlich leichter über die belegbare langjährige Freundschaft durchstehen können &#8211; aber Leben ist eben wie Börse: Hinterher ist es immer einfach.</p>
<p style="text-align: justify;">So bleibt für mich jetzt der Eindruck, dass sowohl Machterhalt als auch, nennen wir es mal &#8220;schonender Umgang mit den eigenen Kapital&#8221; die Hauptmotive gewesen sind. Beides dürfte &#8220;dem Volk&#8221;, dessen Oberhaupt er ist, schwer zu vermitteln sein &#8211; es ist kein Ausdruck von Nähe, es ist für mich Ausdruck einer unglaublichen Distanz.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist mein Vorwurf an Christian Wulff, weil es für mich nicht Ausdruck eines isolierten Fehlers, sondern einer grundsätzlichen Haltung ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Telefongespräch und ob er nun die Berichterstattung verhindern oder verzögern wollte, ist für mich völlig ohne Relevanz. Es ist wahrscheinlich nichts weiter als eine emotionale Reaktion auf die potentielle Bedrohung der eigenen Macht &#8211; und es wird voraussichtlich demnächst eh geleakt werden. Mich wundert eher das Verhalten der Bildzeitung, die ja nicht unbedingt dafür bekannt ist, vorher zu fragen. Wieviel Substanz hat der Vorwurf, Christian Wulff habe den Artikel verhindern und nicht verzögern wollen?</p>
<p style="text-align: justify;">Sein politisches Überleben wird jetzt nicht mehr von seinen institutionellen Machtressourcen durch das Amt abhängen, sondern von dem, was er an <a title="http://riecken.de/index.php/2009/03/macht-und-schule/" href="http://riecken.de/index.php/2009/03/macht-und-schule/">ideellen Ressourcen</a> aufgebaut hat und noch recht kurzfristig unter dem jetzigen Druck aufbauen kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/01/wulff/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Warum NC-Lizenzen im Bildungsbereich?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2012/01/warum-nc-lizenzen-im-bildungsbereich/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2012/01/warum-nc-lizenzen-im-bildungsbereich/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 13:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[CC]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Material]]></category>
		<category><![CDATA[NC]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4084</guid>
		<description><![CDATA[Zwischen den Feiertagen kommt es im Netz zu Diskussionen, inwiefern NC-Lizenzen, also der Ausschluss einer kommerziellen Nutzung freier Bildungsinhalte sinnvoll sind. Lesenswert ist der in diesem Zusammenhang häufig zitierte Artikel von Eric Möller. Auch hier im Blog ist das Thema in einem Kommentar, den ich bisher noch nicht angemessen realisiert habe. Visionen von einer neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zwischen den Feiertagen kommt es <a title="http://unity.zum.de/networks/forum/thread.116850" href="http://unity.zum.de/networks/forum/thread.116850" target="_blank">im Netz zu Diskussionen</a>, inwiefern NC-Lizenzen, also der Ausschluss einer kommerziellen Nutzung freier Bildungsinhalte sinnvoll sind. Lesenswert ist der in diesem Zusammenhang häufig zitierte Artikel von <a title="http://www.opensourcejahrbuch.de/download/jb2006/chapter_06/osjb2006-06-01-moeller" href="http://www.opensourcejahrbuch.de/download/jb2006/chapter_06/osjb2006-06-01-moeller" target="_blank">Eric Möller</a>. Auch hier im Blog ist das Thema <a title="http://riecken.de/index.php/lizenzbedingungen/comment-page-1/#comment-7191" href="http://riecken.de/index.php/lizenzbedingungen/comment-page-1/#comment-7191" target="_blank">in einem Kommentar</a>, den ich bisher noch nicht angemessen realisiert habe. Visionen von einer neuen &#8220;Bildungscloud&#8221; sind von Christian Füller in der <a title="http://www.taz.de/Debatte-Zukunft-der-Bildung/!84375/" href="http://www.taz.de/Debatte-Zukunft-der-Bildung/!84375/" target="_blank">TAZ</a> zu lesen. Entscheidend für die Realisierung dieser Vision wird einerseits die Rechtefrage sein andererseits aber auch die Bereitschaft sowie die grundlegende Haltung der daran mitwirkenden Personen. Bei letzterem Aspekt hege ich Zweifel, inwiefern eine &#8220;Nicht-NC-Lizenz&#8221; sich positiv auswirkt und das liegt an den besonderen Umständen des Bereichs &#8220;Bildung&#8221; hier in Deutschland. Nehmen wir einmal nüchtern den Ist-Zustand:</p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Bildungsinhalte im schulischen Bereich sind zu &gt; 90% monopolisiert im kommerziellen Bereich (Schulbuchverlage)</li>
<li style="text-align: justify;">Ersteller von Bildungsinhalten sind zu einem nicht unerheblichen Anteil Lehrkräfte, die für z.B. einen Verlag arbeiten. <a title="http://riecken.de/index.php/2010/07/riecken-und-die-verlage/" href="http://riecken.de/index.php/2010/07/riecken-und-die-verlage/" target="_blank">Die Vertragsbedingungen wären für mich zurzeit zu schlecht</a>, um so etwas auch zu machen. Viele Kollegen, die ich kenne, tun es auch mehr der eigenen Reputation willen.</li>
<li style="text-align: justify;">Es gibt Plattformen mit freien Inhalten. Nachhaltig werden diese Plattformen oft von einem personalisierten, harten Kern mit viel Liebe und Enthusiasmus getragen. Oft sind es &#8220;HTMLer der ersten Stunde&#8221; und es gibt auch hier gelegentlich Nachwuchssorgen.</li>
<li style="text-align: justify;">Viele Inhalte liegen auf Einzelwebseiten, Blogs usw. weit verstreut im Netz herum &#8211; hier im Blog ja auch das eine oder andere. Es gibt Erschließungsversuche durch spezielle Suchmaschinen, die man (pluralis majestatis) aber hinsichtlich der Ergebnisqualität und -präsentation eigentlich eher nicht sinnvoll nutzen kann.</li>
<li style="text-align: justify;">Es ist im schulischen Bereich üblich, Material aus kommerziellen Quellen zusammenzukopieren ohne die Angabe einer Quelle. Wer eine Festplatte aus einem Schulkopierer ausbaut, wird wahrscheinlich nicht viele Quellenangaben finden. Deswegen gibt es eigentlich auch den Rahmenvertrag mit den Verlagen: Es geht darum, eine nicht legale Praxis in begrenztem Umfang zuzulassen, daran zu verdienen und hintergründig um das Eingeständnis, dass die bestehenden kommerziellen Lizenzmodelle eigentlich nicht praxistauglich sind.</li>
<li style="text-align: justify;">Weil das Verhalten unter 5 üblich ist, wird man seine öffentlich bereitgestellten Texte als Lehrkraft auch immer wieder in kommerziellen Produkten ohne Angabe der Quelle finden &#8211; das speisen wahrscheinlich <em>die gleichen Lehrkräfte ein</em>, die morgens ihren zusammengeschnippelten Zettel auf den Kopierer legen (wenn sie den nicht sogar erst vor Ort zusammenschnippeln)</li>
<li style="text-align: justify;">Es gibt einzelne, sorry vereinzelte, die Materialien heute schon in verschiedener Form (Blog, Wiki usw.) tauschen. Die Motivik scheint mir sehr unterschiedlich. Vielen ist gemein, dass sie diese individuelle Form der Selbstbestimmheit wegen wählen. Die Bereitschaft zur Schaffung gemeinsamer Projekte scheint mit doch recht gering. <a title="http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/11/warnung-vor-selbstidealisierung/" href="http://jeanpol.wordpress.com/2008/11/11/warnung-vor-selbstidealisierung/" target="_blank">Das ist bei mir nicht anders</a>. Dieses Blog dient klaren Zwecken bar jedweder altruistischen Ziele. Selbstverwirklichung ist nur einer. Diejenigen, die sich öffentlich im Netz präsentieren, sind gut vernetzt und berichten einander von neuen Inhalten und Materialien. Dadurch entsteht manchmal der Eindruck, dass das sehr viele Menschen sind. Das stimmt wahrscheinlich nicht. In der Mitte einer Schwarms von 100 Fischen sieht man den Rand nicht. Dazu muss man immer wieder aus dem Schwarm herausschwimmen. Gleichwohl bewegt dieser kleine Schwarm etwas, von dem ich mich zunehemend frage, was es denn genau ist. Mit nebulösen &#8220;Internet-Revolution-Ubergangsphänomen&#8221;-Geschnacke tue ich mir äußerst schwer.</li>
</ol>
<p>Was wird oft als wünschenswerter Zustand formuliert?</p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Christian Füller beschreibt es in seinem Artikel: Eine von Lehrern und Wissenschaftlern geschaffene Cloud, in der Inhalte für Forschung und Lehre frei sind. Strenggenommen müsste man dafür einen gewaltigen Schritt weiter gehen: Die Gesellschaft bezahlt mich nicht einmal schlecht dafür, dass ich Lehrer bin. Von mir in diesem Rahmen geschaffene Inhalte sind damit eigentlich konsequenterweise Eigentum der Gesellschaft &#8211; nicht meines. Genau wie die Inhalte öffentlich-rechtlicher Sender und Universitäten mit öffentlichen Geldern finanziert sind und damit gemeinfrei sein müssten (viele Kollegen denken das m.E. nicht konsequent zu Ende &#8211; bei den Öffentlich-Rechtlichen: &#8220;haben, haben, schnell haben!&#8221;, bei sich selbst: &#8220;Also das ist ja wohl ein Eingriff in meine Privatssphäre, dazu darf mich keiner zwingen!&#8221;). Jetzt bezahlt die Gesellschaft Lehrer, die Inhalte für Verlage schaffen, um diese Inhalte dann unter Lizenzen zurückzukaufen, die eine freie Verwendung erst nach Ablauf von Jahrzehnten ermöglichen &#8211; diese Art von &#8220;Nebentätigkeit&#8221; gehört meist auch noch zu den gewünschten &#8211; ist das logisch?</li>
<li style="text-align: justify;">Idealerweise gibt es eine Reihe von Menschen, die bereit sind, Inhalte unter freien Lizenzen zu erstellen. Zurzeit erstellen und veröffentlichen  schätzungsweise von 100 Lehrern maximal zwei Materialien, die sich für den Einsatz im Bildungsbereich eignen und die unter freien Lizenzen stehen (das ist optimistisch). Das hat mit Rechtefragen nur am Rande zu tun. Eher mit Belastung und Zeit. Aber eben auch mit Haltung: &#8220;Dann können das ja andere kopieren. Ich will die gleiche Arbeit wieder schreiben können. Da könnten ja Fehler enthalten sein, die meine Reputation schädigen.&#8221;</li>
<li style="text-align: justify;">Idealerweise bezahlt der Staat Verlage für die Erstellung freier Materialien. Doof nur, dass es den Föderalismus und die Globalisierung gibt. Dann profitieren ja andere von den Ressourcen einer Volkswirtschaft. Ist ja nicht so, dass unsere Volkswirtschaft von Billiglöhnen und Ausbeutung anderer Völker profitiert.</li>
<li style="text-align: justify;">Niemand muss mehr fragen. Alles darf frei verwendet werden. Lizenzen gibt es nur noch in der Form (edit) CC-BY-SA. Das ist einerseits rechtlich sehr sicher, anderseits vor allen Dingen bequem.</li>
<li style="text-align: justify;">Ich würde mir ja wünschen, dass Folgendes passiert: Alle Twitter- und Blogger-Lehrer legen ihre Kraft in ein gemeinsames Projekt &#8211; vermarkten das in der Art und Weise einer digitalen Rampensau, nutzen alle Kontakte, um das in der Öffentlichkeit jenseits des kleinen Blogs zu präsentieren. Nur eine solche gemeinsame Arbeit mit konkreten Selbstverpflichtungen wird den bestehenden Strukturen etwas entgegensetzen können. Das wird nicht geschehen, weil niemand von uns altruistisch genug dafür ist, weil jedes zu planende Projekt an Grundsatzfragen wie &#8220;Welche Lizenz?&#8221;, &#8220;Welche Plattform?&#8221;, &#8220;Welche Farbe?&#8221;, &#8220;Welches Logo?&#8221; usw. zerschellen würde.</li>
</ol>
<p><strong>Zusammenfassung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch 2012 werden Lehrer Lehrer bleiben und Menschen Menschen. Die Verlage werden weiter an einer Software schrauben lassen, die wahrscheinlich nie datenschutzkonform einsetzbar und technisch immens schwer zu realisieren sein wird. Lehrer werden weiter für Verlage arbeiten und Lehrer werden mit dem Copyright weiter so umgehen, wie sie mit dem Copyright umgehen. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen ist für mich die NC-Lizenz so etwas ähnliches wie der Rahmenvertrag zur pauschalen Vergütung von Ansprüchen der Verlage: Sie verhindert nicht, dass Material kommerziell eingesetzt wird, aber sie zeigt ein bisschen moralisch auf, dass das nicht fair ist, genau wie die 10%-12-Seiten-Kopierregel moralisch de Zeigefinger hebt, dass das, was ich da morgens am Kopierer tue, eigentlich so nicht ganz in Ordnung ist &#8211; moralisch. Rechtlich immerhin in gewissen Grenzen schon.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2012/01/warum-nc-lizenzen-im-bildungsbereich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>LMS und die Macht des Ringes</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2011/12/lms-und-die-macht-des-ringes/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2011/12/lms-und-die-macht-des-ringes/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Moodle]]></category>
		<category><![CDATA[Anbieter]]></category>
		<category><![CDATA[Einsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Lernkultur]]></category>
		<category><![CDATA[LMS]]></category>
		<category><![CDATA[Rolle]]></category>
		<category><![CDATA[Tool]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4039</guid>
		<description><![CDATA[Wir Menschen werden Twitter weiterhin auch sinnentleert und verantwortungslos nutzen. Wir werden weiterhin glauben, dass wir mit technologischem Fortschritt unsere Probleme lösen können. Wir übersehen geflissentlich, dass die Technik und Ihr Gebrauch nur der Spiegel unserer Selbst ist. Woraus wieder einmal folgt, dass wir selbst unser größtes Problem sind. Denn natürlich wäre es ungleich anstrengender [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wir Menschen werden Twitter weiterhin auch sinnentleert und verantwortungslos nutzen. Wir werden weiterhin glauben, dass wir mit technologischem Fortschritt unsere Probleme lösen können. Wir übersehen geflissentlich, dass die Technik und Ihr Gebrauch nur der Spiegel unserer Selbst ist. Woraus wieder einmal folgt, dass wir selbst unser größtes Problem sind. Denn natürlich wäre es ungleich anstrengender und bedrohlicher, uns selbst zu fokussieren als irgendeine neue Technologie. Schließlich würde sich da doch der eine oder andere grausliche Abgrund auftun.</p>
<p style="text-align: right;">Andreas Zeuch in: <a title="http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151" href="http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151" target="_blank">http://www.psychophysik.com/integral-blog/?p=2151</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><a title="https://twitter.com/#!/Networking_Lady" href="https://twitter.com/#!/Networking_Lady" target="_blank">Sigi Jakob</a> &#8211; eine Moodleveteranin und pädagogische Expertin, wenn es um die Nutzung von Lernplattformen im Sinne einer neu zu denkenden Lernkultur geht, hat im Rahmen ihrer Keynote als Gastrednerin auf dem 2. Kölner Moodletag etwas erlebt, was sie <a title="http://www.school-networking.de/start/?p=857" href="http://www.school-networking.de/start/?p=857" target="_blank">hier eindrucksvoll</a> aufschreibt. Sie nennt dort als Ziel des Vortrags:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Die Zielsetzung meines Vortrags war, die Zuhörer für die Notwendigkeit einer Veränderung in der Lernkultur zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass ein Moodlekurs allein noch keinen anderen Unterricht und anderes Lernen bewirkt.</p>
<p style="text-align: right;">Sigi Jakob in: <a title="http://www.school-networking.de/start/?p=857" href="http://www.school-networking.de/start/?p=857" target="_blank">http://www.school-networking.de/start/?p=857</a></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sigi nennt das Erlebte ein Debakel. In dem Text steckt so viel von dem, was über das Thema &#8220;Neue Technologien&#8221; zu denken ist, dass ich gar nicht weiß, womit ich genau anfangen soll.</p>
<p style="text-align: justify;">Also fange ich mit mir selbst an. Ich habe mich vor einigen Wochen vollkommen aus den Moodlekreisen zurückgezogen, obwohl ich mich auch mit Fug und Recht als Moodler der ersten Stunde bezeichnen könnte. Diese Entscheidung wurde katalysiert in meiner Auseinandersetzung mit <a title="https://twitter.com/#!/cgrune" href="https://twitter.com/#!/cgrune" target="_blank">Christian Grune</a>, der das LMS<a title="http://www.itslearning.de/" href="http://www.itslearning.de/" target="_blank"> itslearning</a> in Deutschland vertreibt. Ich habe nie in meiner gesamten Moodlezeit den methodischen Reichtum einer Sigi Jakob erreicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das hatte systemische Gründe (die Vollzeitmühle), technische Gründe (ich bin eher technikverliebt &#8211; Mensch, Sigi, was hätte ich für dich als Techniker erreichen können&#8230;), aber natürlich alle Dinge, die Sigi im Vorspann ihrer Reflexion beschreibt. Vor allem aber habe ich erfahren, dass andere Tools viel besser zu meiner Art des Unterrichts passen. Diese Art des Unterricht war schon da. Sie wurde nicht durch die Tools ausgelöst. Gleichwohl ist der umgekehrte Weg denkbar &#8211; die interaktiven Tafeln taugen oft als trojanisches Pferd, um Lehrende überhaupt in Kontakt mit neuen Medien zu bringen.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedes LMS trägt die &#8220;Macht des Ringes&#8221; in sich. Ein LMS bietet in der Regel die Möglichkeit, Schule so zu machen, wie sie schon immer war. Das System wird auf allen Ebenen durch den Ring geknechtet werden. Die Kräfte, die dabei unter dem enormen Evaluationsdruck das Gewohnte 1:1 ins Digitale übertragen, werden sich der Kraft des Ringes nicht entziehen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann steht man als idealistischer z.B. Moodler da und sieht sich auf einmal der gesamten Kritikbreitseite vom &#8220;Bevormundungs-&#8221; bis zum &#8220;Kontrollsystem&#8221; ausgesetzt &#8211; nicht weil ich das System so nutze, sondern weil die Macht des Ringes das System verführt, einfach nur den Abbildungsmodus umzuschalten, weil es alte Sicherheiten nicht tangiert &#8211; und da sind wir bei Andreas Zeuch.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Haltung bestimmt die Nutzung digitaler Tools, nicht die Tools die Haltung. Die Tools bilden aber recht brutal die Haltung ab. Im Idealfall ist erst die Haltung vorhanden, die für ein neues Bildungssystem die Grundlage bietet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn aber diese Haltung vorhanden ist, hege ich zurzeit ernste Zweifel daran, dass in der Schule die Toolwahl auf ein LMS fallen wird. Seine Stärken spielt ein LMS m.E. nicht im Lernprozess aus, sondern im Bereich des Austausches, der Evaluation von Lernprozessen, der Verteilung von Best-Practise-Settings. Ich wage die These, dass es ein fundamentaler Unterschied ist, ob eine Lehrkraft ein LMS alleine für sich und ein Team nutzt oder das eine ganze Schule tut.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein kommerzieller Anbieter lebt übrigens nicht von der Haltung. Er lebt von den Vergütungen für seine Dienstleistungen. Deswegen wirkt er im Idealfall an Haltungsbildung mit, um sein System attraktiv auf dem Markt zu positionieren. Er kann aber das eine zurzeit nicht vom anderen trennen und muss daher Produkte vermarkten.Genau wie das Bildungssystem verfügt er gar nicht über die Ressourcen zur flächendeckenden &#8220;Haltungsbildung&#8221;, wohl aber über die eine oder andere Kompetenz in diesem Bereich.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ist der Ausweg? Ich kenne nur Bausteine. Zum Beispiel Speck für die Skeptiker &#8211; eine große Gruppe innerhalb des Schulsystems. Sie haben wenig persönliche Vorbehalte, aber eine Menge formale. Mein Speck soll verlässliche Technik sein. Im Fahrwasser verlässlicher Technik hat die Medienberatung vom NLQ eine Menge anzubieten. Mal schauen, ob das so klappt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2011/12/lms-und-die-macht-des-ringes/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>ZUM-Treffen 2011 – oder vom Wert des Bewahrens</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2011/11/zum-treffen-2011oder-vom-wert-des-bewahrens/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2011/11/zum-treffen-2011oder-vom-wert-des-bewahrens/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 09:37:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bewahren]]></category>
		<category><![CDATA[Einladung]]></category>
		<category><![CDATA[Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Struktur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen]]></category>
		<category><![CDATA[Wiki]]></category>
		<category><![CDATA[ZUM]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=4004</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin an diesem Wochenende einer Einladung von ZUM e.V. zu einer Veranstaltung „Lehrer spinnen Netze“ nach Mainz gefolgt. Da gab es eine Menge zu lernen. Das Wichtigste braucht eine kleine Geschichte: Auf dem Rückweg zum Bahnhof traf ich zwei Polizisten, die an einem Sonntag die Kennzeichen von Autos mit einer Digicam fotografierten, die in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY">Ich bin an diesem Wochenende einer Einladung von ZUM e.V. zu einer Veranstaltung „Lehrer spinnen Netze“ nach Mainz gefolgt. Da gab es eine Menge zu lernen. Das Wichtigste braucht eine kleine Geschichte:</p>
<p align="JUSTIFY">Auf dem Rückweg zum Bahnhof traf ich zwei Polizisten, die an einem Sonntag die Kennzeichen von Autos mit einer Digicam fotografierten, die in einer Ladezone im eingeschränkten Halteverbot abgestellt waren. Ladezone, Sonntag – nunja. Dieser Tonfall schwang wahrscheinlich mit, als sich folgender Dialog entspann:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><strong> Ich:</strong> Und? Werden die Kennzeichen auch schon per Bilderkennung automatisch in einer Datenbank erfasst, oder tippen Sie die nachher tatsächlich auf der Wache händisch ein?</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Die Beamten:</strong> Wir müssen die Halter erfassen, die hier stehen. Das ist eine Ladezone!</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Ich:</strong> Aber wäre es nicht toll, wenn das ginge?</p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Dann war ich auch schon weiter und hinterließ zwei sichtliche irritierte Menschen. die so offenbar gar nicht wussten, was sie davon halten sollten. Das Verfahren mit der Digicam ist ja schonmal ein Schritt, auf den man stolz sein kann – aber es ginge noch besser, z.B. mit einer Handy-App, die Art des Vergehens, Dienstnummer der Beamten, Ort, Zeitpunkt und das ermittelte Kennzeichen nach Bestätigung durch den Nutzer über eine gesicherte Verbindung an einen zentralen Server übermittelt, der dann die Mahnbescheide automatisiert erstellt und&#8230;</p>
<p align="JUSTIFY">Ich weiß: Datenschutz, aber es geht mir nur um das Prinzip und um meinen leicht überheblichen Tonfall, der impliziert, dass die Idee mit der Digicam nicht reicht. Diesen Tonfall nehme ich im Web2.0 gegenüber etablierteren Institutionen sehr oft wahr und schließe mich da auch nicht aus.</p>
<p align="JUSTIFY">Es ist das Spannungsfeld zwischen dem, was bereits da ist und dem was an Veränderungen erforderlich ist, um das Vorhandene zu bewahren bzw. zu entwickeln. Ich nehme war, dass einige Institutionen, auch solche, die schon lange im Web unterwegs sind, sich genau in diesem Spannungsfeld bewegen, auch die <a title="http://www.zum.de/" href="http://www.zum.de/" target="_blank">Zentrale für Unterrichtsmedien</a>, die eigentlich jeder Lehrer kennt und inhaltlich schätzt &#8211; von deren Seiten aber viele Lehrkräfte in unserer Schule sagen, sie seien so &#8220;unstrukturiert&#8221;.</p>
<p align="JUSTIFY">Das <a title="http://www.ebh-mainz.de/" href="http://www.ebh-mainz.de/" target="_blank">toll gelegene traditionelle Tagungszentrum</a> der diesjährigen ZUM e.V Tagung &#8220;Lehrer spinnen Netze&#8221; hat das Problem auch lösen müssen &#8211; beide Bilder sind vom gleichen Standpunkt aufgenommen &#8211; nur eine 180°-Drehung war erforderlich:</p>
<table border="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2011/11/zum_01.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-4012" title="zum_01" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2011/11/zum_01-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></td>
<td><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2011/11/zum_02.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-4013" title="zum_02" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2011/11/zum_02-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Es gibt einen Altbau (Links) und einen Neubau (rechts). Man kann sich über die Architektur streiten, aber ich finde, dass beides irgendwie zueinander passt.</p>
<p style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Ich war froh, im Gewölbekeller des Altbaus <a title="http://cspannagel.wordpress.com/2011/08/18/desillusioniert-fantastisch/" href="http://cspannagel.wordpress.com/2011/08/18/desillusioniert-fantastisch/" target="_blank">die wirklich weltbewegenden Probleme</a> zu später Stunde diskutieren zu können, im Tagungsraum zuzuhören, zu begreifen, auch zu streiten, neue Menschen und Projekte kennenzulernen, z.B.:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Ganz <a title="http://www.zum.de/ZUM/autoren.htm" href="http://www.zum.de/ZUM/autoren.htm" target="_blank">viele Menschen</a> aus dem Verein ZUM e.V., die über die Jahre hinweg viel aufgebaut und mit unglaublichem Eifer und Einsatz inhaltlich fortentwickelt haben</li>
<li style="text-align: justify;">ein mir bisher unbekanntes Projekt aus Niedersachsen &#8211; das <a title="http://vfl-wiki.de/index.php?title=Hauptseite" href="http://vfl-wiki.de/index.php?title=Hauptseite" target="_blank">Vfl-Wiki</a> &#8211; ein spannender Ansatz für eine Partnerschaft von Schule, gemeinnützigem Verein und Menschen, die auch bei ZUM e.V. aktiv sind</li>
<li style="text-align: justify;">Wiederentdeckt: <a title="http://lernmodule.net/" href="http://lernmodule.net/" target="_blank">lernmodule.net</a> &#8211; und Uwe Kohnle, der diese gGmbH betreibt und auch schon auf MoodleMoots zu sehen war. Außerdem hat er Kontakte zu den Bildungsservern, zu meiner eigenen Beratungsstruktur hier in Niedersachsen usw.</li>
<li style="text-align: justify;">Neu kennen gelernt: Achim Burgermeister &#8211; er hat Kontakte nach Kasachstan und arbeitet auch zeitweise dort. Dazu muss man wissen, dass hier vor Ort durchaus auch Spätaussiedler aus Kasachstan leben, die vielleicht gerne einmal Projekte machen würden, wenn die Chance bestünde.</li>
<li style="text-align: justify;">Ganz vielen kompetenten und aufgeschlossenen Menschen tue ich Unrecht, wenn ich sie hier nicht erwähne, aber ich finde die Ausbeute für einen Nachmittag und Abend sowie einen halben Morgen schon überwältigend.</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Natürlich ist ein Großteil dieser Kontakte auf &#8220;Pending&#8221; gesetzt &#8211; aber ich weiß, dass die Zeit dafür kommen wird, z.B. wenn größere Teile des Netzwerks hier vor Ort dann endlich laufen. Soweit zum linken Bild.</p>
<p style="text-align: justify;">Das rechte Bild steht dann mehr für ein f2f-Wiedersehen mit Menschen aus der Twitter-Edu-Szene. Da muss natürlich alles frisch und modern, aber auch technisch auf einem neueren Stand sein. Bezeichnenderweise fand man im Neubau des Erbacher Hofes allerdings die Treppenhäuser kaum, so dass man selbst für ein Stockwerk dann den Aufzug genommen hat. Mit dem Konkreten, Praktischen haben wir &#8220;digitalen Rampensäue&#8221; (der Begriff wird sich in Bälde noch intrinsisch erklären) es dann manchmal etwas weniger.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit sich beides nachhaltig erhalten kann, muss man es vielleicht vernetzen und dabei das achten, was schon vorhanden und weitergedacht *ist*. Die Digicam des Polizisten ist eine gute Idee. Mein Ton in dem oberen Dialog war aber wohl kein verbindender. Ich habe einen anderen Blick auf das Bewahren bekommen. Deswegen bin ich dankbar für diese Einladung nach Mainz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2011/11/zum-treffen-2011oder-vom-wert-des-bewahrens/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schulnetzwerk Reloaded</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2011/11/schulnetzwerk-reloaded/</link>
		<comments>http://riecken.de/index.php/2011/11/schulnetzwerk-reloaded/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 14:50:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
		<category><![CDATA[MBP-digi]]></category>
		<category><![CDATA[Medienzentrum]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riecken.de/?p=3987</guid>
		<description><![CDATA[Ich hatte ja schon vor einiger Zeit meine Ideen für ein mögliches Schulnetzwerk zusammengetragen. Das war quasi mein persönliches Pflichtenheft für die Planung hier vor Ort. Was soll ich sagen &#8211; es sieht ganz so aus, als wenn wir alles bekommen werden, was vor allen Dingen natürlich das Verdienst unseres Schulträgers ist. Was ist genau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich hatte ja schon vor einiger Zeit <a title="http://riecken.de/index.php/2011/09/schulnetzwerk/" href="http://riecken.de/index.php/2011/09/schulnetzwerk/">meine Ideen für ein mögliches Schulnetzwerk </a>zusammengetragen. Das war quasi mein persönliches Pflichtenheft für die Planung hier vor Ort. Was soll ich sagen &#8211; es sieht ganz so aus, als wenn wir alles bekommen werden, was vor allen Dingen natürlich <a title="http://www.lkclp.de/" href="http://www.lkclp.de/" target="_blank">das Verdienst unseres Schulträgers</a> ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was ist genau in den letzten Wochen geschehen?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Ich habe viel &#8211; unglaublich viel telefoniert. Der Elektriker vor Ort weiß, was zu tun ist. Er darf es aber nur tun, wenn der zuständige Elektroplaner ihn dazu anweist. Der Elektroplaner wird den Elektriker nur grünes Licht geben, wenn der Bauträger z.B. fehlende Komponenten nachfordert. Anfangs spricht man mit dem Elektriker, erkundigt sich beim E-Planer &#8211; Mails gehen über mehrere Ecken hin und her. Am Ende hat man alle Beteiligten persönlich gesehen und man kommuniziert direkt mit Entscheidungsträgern. Dabei bekommt man auch sofort vermeintlich heilige Diagramme zur geplanten Topologie des Netzwerks zu sehen &#8211; direkt über den E-Planer. Nebenbei hält man natürlich die eigene Schulleitung immer auf dem Laufenden. Überall läuft man im Prinzip offene Türen ein, weil ein wenig Koordinierung durchaus dankbar angenommen wird.</li>
<li style="text-align: justify;">Ich habe den Kontakt zu der Firma gesucht, die den technischen Support übernehmen wird. Deren Mitarbeiter müssen mit dem Netzwerk zurechtkommen und Komponenten vorfinden, mit denen sie vertraut sind. Also wurden von mir auch genau diese Komponenten in die Ausschreibung zum E-Planer gegeben. Dem Bauträger muss man dabei natürlich die Vorteile vermitteln: Ein Techniker, der sich nicht groß in die vorgefundene Hardware einarbeiten muss, wird dauerhaft weniger Stunden für seine Arbeit abrechnen, d.h. die erwartbaren Folgekosten sind geringer.</li>
<li style="text-align: justify;">Gemeinsam mit dem zuständigen Koordinator in der Schule haben wir nach Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Manchmal helfen da Haushaltsposten, die schon lange beantragt worden sind &#8211; wir hatten Glück. Da über den Koordinator sehr gute Kontakte zum Schulträger bestehen, können natürlich im Rahmen des Haushaltsrechts der Landkreise Lösungen gefunden werden, die manchmal überraschen.</li>
<li style="text-align: justify;">Dabei sind in meinem Fall eine Reihe von &#8220;Ferientagen&#8221; ins Land gegangen. Wenn ich in der Aufbauphase eines Netzes jedoch viel  Aufwand betreibe und immer mehrere Stimmen höre, so werde ich ein Produkt erhalten, welches mir im späteren Betrieb wenig Ärger bereitet &#8211; diese Ferientage sind also eine Investition in künftige Ferienzeiten und Freistunden.</li>
</ol>
<p><strong>Wie sieht das Produkt aus?</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Wir werden ein Netz bekommen, welches ziemlich komplett mit <a title="http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/de/sm/WF06b/12883-12883-4172267-4172281-4172281-4218346-4177643.html?jumpid=reg_r1002_dede&amp;lang=de&amp;cc=de" href="http://h10010.www1.hp.com/wwpc/de/de/sm/WF06b/12883-12883-4172267-4172281-4172281-4218346-4177643.html?jumpid=reg_r1002_dede&amp;lang=de&amp;cc=de" target="_blank">managebaren Switchen</a> ausgestattet ist. Man kann in einem solchen Netz über die gleiche Verkabelung mehrere Netze aufbauen. Da wir ein Medienzentrum, eine Außenstelle der Universität im Hause haben und zusätzlich einen Gebäudeteil gemeinsam mit einer anderen Schule nutzen, findet jede Institution ihre gewohnte Umgebung vor. Man kann auch jedes Netz in jeden beliebigen anderen Gebäudeteil routen, so dass z.B. das Medienzentrum Schulungen in den Räume der Uni durchführen kann &#8211; und umgekehrt.</li>
<li style="text-align: justify;">Kernstück für unsere eigenes Schulnetz wird der Portalserver <a title="http://iserv.eu/" href="http://iserv.eu/" target="_blank">iserv</a> werden.  Dieses Produkt ist regional auf Niedersachsen beschränkt, verfügt jedoch über <em>alle</em> von mir im Pflichtenheft vorgedachten Features und eine eigene niedersächsische Supportstruktur, die es mir erst erlaubt hat, das Produkt ausgiebig zu evaluieren. In die Bedienung des iserv lässt sich jeder etwas technikaffine Kollege einführen, so dass in Verbindung mit den lokalen Supportstrukturen die Funktion des Netzes nicht an eine einzelne Person gebunden ist &#8211; ein nicht zu unterschätzender Nachhaltigkeitsfaktor.</li>
<li style="text-align: justify;">Alle Überlegungen der letzten Wochen sind in unseren <a title="http://medienzentrum-cloppenburg.de/" href="http://medienzentrum-cloppenburg.de/" target="_blank">Medienzentrum</a> in eine Vision eingeflossen: Wir möchten hier in der Region einen Supportverbund etablieren, der auf lokale Produkte und Dienstleistungen setzt. Das klingt im Zeitalter des grenzenlosen Internets erstmal altbacken. Unsere Erfahrung damit ist aber schon jetzt ungemein positiv &#8211; unsere Kunden und Benutzer müssen schließlich damit zurechtkommen. Und ich weiß, dass in einem derartigen, auch sozialen Supportverbund auch nicht unbedingt immer auf die Zeit oder den Preis geschaut wird.  Der Verbund besteht idealerweise aus Menschen, die Dienstleistungen erbringen und daran neben dem erforderlichen Verdienst auch Freude haben sollen.</li>
</ol>
<p><strong>Was für ein Aufwand!</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ja und Nein. Ich sehe meine momentane Arbeit als Übungsfeld für meine Tätigkeit als<a title="http://riecken.de/index.php/2011/08/neues-schuljahr-ganz-viel-anderung/" href="http://riecken.de/index.php/2011/08/neues-schuljahr-ganz-viel-anderung/" target="_blank"> MPB-digi</a>. <strong></strong>Meine Erfahrungen, die ich hier vor Ort mache, möchte ich natürlich auch anderen Schulen der Region zur Verfügung stellen und sie bei Verhandlungen mit Schulträgern oder Firmen unterstützen. Das was ich hier vor Ort lerne, hat also Synergieeffekte. Das muss es auch, denn eine Abordnung von einer Drittelstelle muss ja auch von einem Gegenwert begleitet sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Anforderung an mich erlebe ich dabei momentan extrem: Neben dem technischen Wissen sind natürlich auch viele kommunikative Kompetenzen erforderlich &#8211; und manchmal auch viel Verständnis für Strukturen, die eben Strukturen sind und das genau so auch sein dürfen. Und ich kenne eben Schule &#8211; auch als Personalrat. Schön und entlastet ist der Umstand, dass ich in eine <a title="http://www.nibis.de/nibis.phtml?menid=1977" href="http://www.nibis.de/nibis.phtml?menid=1977" target="_blank">Beratungsstruktur des Landes</a> mit ihren vor allem menschlichen Ressourcen eingebunden bin.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich verstehe mich damit als jemand, der hilft, dem Lernen in der Wissensgesellschaft eine Grundlage zu geben &#8211; ganz praktisch, ganz konkret &#8211; fernab von Apologien auf eine wie auch immer geartete Zukunft.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riecken.de/index.php/2011/11/schulnetzwerk-reloaded/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

