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	<title>riecken.de &#187; Deutschunterricht</title>
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	<description>Gedanken zu Bildung, Lehre und Schule</description>
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		<title>Frühlings Erwachen, Aufklärungsszene</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 13:16:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Frühlings Erwachen]]></category>
		<category><![CDATA[Interpretation]]></category>
		<category><![CDATA[Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Wedekind]]></category>

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		<description><![CDATA[
Frau Bergmann Denk dir, Wendla, diese Nacht war der S [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Frau Bergmann</strong> Denk dir, Wendla, diese Nacht war der Storch bei ihr und hat ihr einen kleinen Jungen gebracht.</p>
<p style="text-align: justify;">[...]</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wendla</strong> Ein Mann, Mutter &#8211; dreimal so groß wie ein Ochse! &#8211; mit Füßen wie Dampfschiffe&#8230;!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Frau Bergmann</strong><em> (ans Fenster stürzend)</em> Nicht möglich! &#8211; Nicht möglich! -</p>
<p style="text-align: justify;">2. Akt, 2. Szene</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Textstellen stehen nicht zusammen, sondern sind durch ca. eine Seite Text eines recht sprunghaften Dialoges voneinander getrennt. Schüler, 9. Klasse (sinngemäß):</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Also Wendla macht doch hier genau das Gleiche, was die Mutter mit ihr macht. Sie tischt ihr eine Lügengeschichte auf und an der Mutter lässt sich erkennen, wie eine normale Reaktion darauf aussehen muss: Unglauben. Spannend ist doch auch, dass Wendla hier einen Rollenwechsel vornimmt: Sie handelt wie ihre Mutter, spiegelt quasi ihr Verhalten.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich klärt Frau Bergmann ihre Tochter nicht auf, sie bekommt die &#8220;Influenza&#8221; (Schwangerschaft) , die durch Frau Schmitter &#8220;geheilt&#8221; (Abtreibung) werden muss &#8211; an den Folgen dieser &#8220;Heilung&#8221; (Infektion) wird Wendla sterben.</p>
<p style="text-align: justify;">Da wir uns dem Thema Interpretation erst langsam nähern, hat mich insbesondere dieser für mich sehr neue Denkansatz zum &#8220;Knacken der Szene&#8221; umgehauen &#8211; so sehr, dass ich ihn hier einfach festhalten muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann den Text für eine leistungsstarke 9. Klasse immer wieder empfehlen, weil man sich in dem betreffenden Alter noch heute &#8220;so verhält&#8221; wie teilweise die Figuren des Dramas. Und wie man sieht, lässt sich daran eine Menge zeigen, weil es einfach inhaltlich, sprachlich und formal schön geschrieben ist.</p>
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		<title>Filmanalyse</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 05:27:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Analyse]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Harold]]></category>
		<category><![CDATA[Maude]]></category>

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		<description><![CDATA[... ist im Fach Deutsch demnächst ein verbindlich vorg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230; ist im Fach Deutsch demnächst ein verbindlich vorgeschriebenes Thema für die Oberstufe hier in Niedersachsen. Mit Titelvorschlägen wie &#8220;Lola rennt&#8221;, &#8220;Matrix&#8221; wird ein Bemühen um Aktualität erkennbar, das gerade beim Medium Film aber m.E. gar nicht so wichtig ist. Natürlich stehen da auch die in meinen Augen stinklangweiligen Literaturverfilmungen, die über den eigentlichen Text nie hinauskommen werden, geschweige denn dessen Qualität in irgendeiner Form erreichen &#8211; das wird also nur eine Defizitanalyse.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich zeige in letzter Zeit in der Oberstufe nach gescheiterten Experimenten wie Monty Python hin und wieder diesen &#8220;nativen&#8221; Film von <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Hal_Ashby" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hal_Ashby" target="_blank">Hal Ashby</a>:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/harold_maude.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2178" title="harold_maude" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/harold_maude-300x170.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Allein mit diesem Bild könnte ich eine Doppelstunde füllen: Der junge Mann aus reichem Hause sitzt mit seiner ungefähr 45 Jahre älteren Geliebten aus der unteren Schicht auf einem Schrottplatz an der Autobahn und genießt den Sonnenuntergang. Wie viele Brüche auf wie vielen Ebenen haben wir hier? Und es geht ja weiter:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/harold_maude_2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2181" title="harold_maude_2" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/harold_maude_2-300x182.jpg" alt="" width="300" height="182" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Nummer auf dem Arm der Frau versteht heute kaum noch jemand. Das Liebespaar sitzt in einer zerstörten Welt, die im Heranzoomen der Kamera verschwindet, um dann unvermittelt in der Nummer wieder aufzutauchen. Leid und Liebe, Gesellschaft und Individualität, Lebensentwürfe usw.: <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_und_Maude" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Harold_und_Maude" target="_blank">Harold und Maude</a>. Muss man sehen, muss man kennen, muss man schauen, wenn man meint: &#8220;Och, alles ist Mist und mir geht es sooooo schlecht&#8221;. So schlecht finden viele SuS erstaunlicherweise diesen Film gar nicht&#8230;</p>
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		<title>Das neue Kerncurriculum Deutsch Sek. II für Niedersachsen&#8230;</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/06/das-neue-kerncurriculum-deutsch-sek-ii-fur-niedersachsen/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 21:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>
		<category><![CDATA[Abitur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Kerncurriculum]]></category>
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		<category><![CDATA[Sek. II]]></category>

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		<description><![CDATA[... wird in den Kollegien bis jetzt eher verhalten aufg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230; wird in den Kollegien bis jetzt eher verhalten aufgenommen. Ich habe es mir einmal ein bisschen genauer angeschaut und muss nach eingehender Lektüre sagen, dass es bedeutend schlimmer hätten kommen können. Da ich Übersichten mag und diese im <a title="http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_deutsch_go_i_2009.pdf" href="http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_deutsch_go_i_2009.pdf" target="_blank">Kerncurriculum</a> selbst nicht in dieser Form zu finden sind (sonst wäre die Lektüre wahrscheinlich pure Lust und nicht Arbeit), gibt es zunächst eine Grafik zum Überblick:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/kc_2010_deu.png"></a><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/kc_2010_deu1.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2164" title="kc_2010_deu" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/06/kc_2010_deu1-300x206.png" alt="" width="300" height="206" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die genauen Bezeichnungen der einzelne Elemente sind teilweise gekürzt, damit die Ästhetik nicht durch verschiedene Schriftgrößen eine Störung erfährt. Man kann vertikal und horizontal lesen: Vertikal bekommt man zu sehen, welche Themen im jeweiligen Schulhalbjahr zu behandeln sind, horizontal ist zu erkennen, wie die einzelnen Themen sich im Laufe der Oberstufe entwickeln sollen. Ich habe diese Entwicklungen einmal als epochales Ordnungsprinzip (Epochenband) dargestellt &#8211; das finde ich nachvollziehbar. Außerdem wird in jeder &#8220;Epochenklammer&#8221; zusätzlich der Schwerpunkt auf eine andere literarische Gattung gelegt &#8211; 12.1 fällt mit einem tendenziell eher linguistischen Ansatz da etwas heraus, aber auch das mag ich im Prinzip. Ich freue mich vor allem auch auf die Filmanalyse &#8211; da kann ich endlich meine alten Star-Trek-Geschichten wieder missionarisch einbringen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-2162"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Problem in den einzelnen Semestern<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst möchte ich mir einmal exemplarisch das erste Semester (11.1) anschauen &#8211; also vertikal lesen. Man erkennt zwei sogenannte Kernthemen (rot), die einen groben inhaltlichen Rahmen stecken. Zu jedem Kernthema gehört ein verbindlich vorgeschriebenes &#8220;Pflichtmodul&#8221; (gelb), dessen Ausgestaltung man im KC nachlesen kann &#8211; sogar Textvorschläge werden gemacht. Zu jedem  Kernthema muss zusätzlich ein &#8220;Wahlpflichtmodul&#8221; unterrichtet werden, wobei in 11.1 eines vorschrieben ist (gelb) und eines entweder aus Vorschlägen aus dem KC selbst frei gewählt (grün) oder sogar auch nach eigenem Gutdünken (aber bitte in  Absprache mit den Parallelkursen) erarbeitet werden kann. Aus den Literaturvorschlägen des verbindlichen Wahlpflichtmoduls (gelb) wählt das Kultusministerium Texte aus, die verbindlich zu unterrichten sind. Das Layout dieser Vorschläge unterscheidet sich übrigens nicht vom Layout der bisherigen &#8220;<a title="http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/zentralabitur/za09_uebersicht.htm" href="http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/zentralabitur/za09_uebersicht.htm" target="_blank">verbindlichen Themenschwerpunkte für die Abiturprüfung</a>&#8221; &#8211; allerdings ist die Textauswahl bedeutend kleiner.</p>
<p style="text-align: justify;">Man darf dabei m.E. nicht den Fehler machen, beide Pflichtmodule separat zu sehen, sondern man sollte vernetzt denken Die Epochenspanne von der Aufklärung bis zur Romantik kann zumindest anfangs mit dem Schwerpunkt &#8220;Drama&#8221; angegangen werden &#8211; dann macht das Sinn. Ob ich in der Romantik viele Dramen finden werden, steht auf einem anderen Blatt. Deswegen kann ich mir ja auch ein passendes Wahlpflichtmodul für die Romantik aussuchen &#8211; da gibt es durchaus etwas im KC.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz platt ausgedrückt, verstehe ich die Vorgaben des KC für das erste Halbjahr der 11 ungefähr so:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Gib den Schülern einen Epochenüberblick von der Aufklärung bis zur Romantik.  Lege dabei den Schwerpunkt soweit wie möglich auf die literarische Gattung &#8220;Drama&#8221;.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man wohlwollend darüber hinwegsieht, dass das eine Menge Stoff für ein Halbjahr ist &#8211; gerade im Hinblick auf die noch etwas gewöhnungsbedürftige Vorbereitungsphase in Klasse 10 hier in Niedersachsen &#8211; dann kommt man als erfahrener Kollege auf den ersten Blick recht gut klar und Freiheiten bei der Textauswahl gibt es auch. Schaut man zusätzlich darauf, dass neben dem ganzen Sachwissen auch noch eine ganze Reihe Kompetenzen und produktionsorientierte Textformen eingeübt werden sollen, bleibt allerdings bald nicht mehr so üppig viel Luft.</p>
<p style="text-align: justify;">Als absoluten Klopfer empfinde ich vor diesem Hintergrund die vorgegebenen Texte bei den prüfungsrelevanten Wahlpflichtmodulen. Da tauchen z.B. Dürrenmatts &#8220;Die Physiker&#8221; auf und es geht z.B. verbindlich um &#8220;Das Bild des Wissenschaftlers&#8221;. Ähm. Van Halens größter Hits dürfte &#8220;Jump!&#8221; sein. Dürrenmatts Dramen &#8211; die ich sehr schätze &#8211; haben natürlich auch Wurzeln in der Dramengeschichte. Dennoch hätte ich diese Texte eher in 12.1 im Themenschwerpunkt &#8220;Literatur und Sprache von 1945 bis zur Gegenwart&#8221; verortet, aber vielleicht bin ich zu konservativ. Die Formulierung &#8220;Aufklärung und Romantik im Vergleich&#8221;  (als inhaltliche Klammer wäre das für mich ok) erhellt sich mir ehrlich gesagt auch noch nicht, aber beides wird bestimmt irgendeine Kompetenz fördern &#8211; z.B. die des Elaborierens.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie kommt ein solches Curriculum zustande?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das ist natürlich jetzt alles reine Spekulation.<strong><br />
</strong></p>
<ol>
<li style="text-align: justify;">Es werden Menschen für eine Kommission gesucht<strong>. </strong>Das dürfte in Zeiten allgemein hoher Arbeitsbelastung bereits eine immense Aufgabe sein.<strong><br />
</strong></li>
<li style="text-align: justify;">Man trifft sich und sondiert. Vielleicht gibt es die alte Schule, die dem epochalen Prinzip verhaftet ist &#8211; die manifestiert sich für mich vor allem im &#8220;Epochenband&#8221;. Vielleicht gibt es die neue Schule, die dem inhaltlichen Prinzip verhaftet ist &#8211; die manifestiert sich für mich z.B. in bestimmten Wahlpflichtmodulen, z.B. &#8220;Wissen und Verantwortung&#8221;. Vielleicht treffen noch weitere &#8220;Lager&#8221; dort aufeinander.</li>
<li style="text-align: justify;">Man steckt den Rahmen und der ist eng. &#8220;En vogue&#8221; ist momentan die Kompetenzdidaktik. Eingehalten werden müssen zusätzlich die Vorgaben der <a title="http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_deutsch.pdf" href="http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/epa_deutsch.pdf" target="_blank">EPA</a> und es müssen zusätzlich zentrale Prüfungen möglich werden. Ich frage mich übrigens, warum Bundesländer wie Bayern sowas ohne jedwede Textvorgaben hinbekommen, während wir hier immer noch Notanker werfen.</li>
<li style="text-align: justify;">Dann beginnt das Team zu arbeiten. In der Regel folgt auf eine recht euphorische Anfangsphase schnell die Ernüchterung, da in einem solchen Gremium wahrscheinlich Kompromisse zwischen den Beteiligten zu schließen sind. Dabei mag es starke Persönlichkeiten geben, die gut <a title="http://riecken.de/index.php/2010/06/vordemokratisierung-von-entscheidungen/" href="http://riecken.de/index.php/2010/06/vordemokratisierung-von-entscheidungen/" target="_blank">vordemokratisieren</a> können und weniger starke.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Das Ergebnis muss m.E. oft ein Kompromiss sein. In den Wahlpflichtmodulen sehe ich z.B. die unterschiedlichsten didaktischen Strömungen vertreten. In der Tat nimmt die Ausgestaltung der Module im KC auch sehr großen Seitenraum ein &#8211; das lässt sich innerhalb eines Teams schließlich hervorragend segmentieren/verteilen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Fazit:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Abgesehen von der &#8220;Kompetenz-Sprache&#8221; empfinde ich dieses Curriculum als wenig innovativ. Es ermöglicht durch seine Modularität ganz verschiedene Unterrichtsformen, begünstigt jedoch durch die bloße Stofffülle in meine Augen frontale Setups, was die Forderung nach Vermittlung von Kompetenzen in meinen Augen entgegen dem selbst formulierten Anspruch lediglich zu einem Nebenaspekt &#8220;verkommen&#8221; lässt.</p>
<p style="text-align: justify;">Für mich klingt es angesichts der inhaltlichen Enge fast wie Hohn,  wenn die Verfasser vorschlagen, z.B. eine Lesung  mit den SuS vorzubereiten (<a title="http://riecken.de/index.php/2010/01/seminarfach-ein-projekt/" href="http://riecken.de/index.php/2010/01/seminarfach-ein-projekt/" target="_blank">wobei übrigens  nach meiner Erfahrung wirklich Kompetenzen geschult werden</a>). Es bietet jede Menge inhaltlichen Freiraum, weil es ein Kompromiss ist. Für mich persönlich ist das kein Problem, ich weiß aber zu berichten, dass gerade jüngere Kollegen nach Orientierung ringen. Ich muss bei mir wenig ändern. Naja &#8211; externe Motivation dafür brauchte es bei mir auch nie.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Reportagen schreiben</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 15:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
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		<description><![CDATA[Klassenarbeit mit dem Thema "Reportage", Arbeitszeit 90 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klassenarbeit mit dem Thema &#8220;Reportage&#8221;, Arbeitszeit 90 Minuten &#8211; Originalwiedergabe des Textes ohne Korrekturen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="font-size: medium;">Die erste Notebookklasse in Deutschland</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><em><span style="font-size: small;">Zum ersten Mal probierte eine Klasse am Pippi-Langstrumpf-Gymnasium in Niedersachsen den Unterricht nur mit Notebooks aus. Die Schulhefte sind elektronisch darauf gespeichert.</span></em></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Der Traum jedes Schülers: Endlich nicht mehr mit dem Füller in Schulhefte schreiben, sondern alles auf einem Notebook tippen und abspeichern. Dieser Wunsch wurde der Klasse 7lc Pippi-Langstrumpf-Gymnasium Lönneberga erfüllt. Unter der Leitung von Herr Riecken und Frau Svensson wird seit einem halben Jahr anstatt eines Schulheftes ein in Raten gezahltes Notebook genutzt. Schon jetzt wollen die 14 Schüler und 16 Mädchen ihren &#8220;Schulheft-Ersatz&#8221; nicht mehr missen. &#8220;Für die Schüler macht es natürlich mehr Spaß. Normaler Biologieunterricht ist nun leider nicht mehr möglich, da die Antwort auf meine Frage ja einfach gegoogelt werden kann. Dafür steht jetzt Projektarbeit im Vordergrund.&#8221;, so Frau Svensson, die Biologielehrerin der Klasse. Auch im Deutschunterricht ist das Notebook sinnvoll. So können Aufsätze und Geschichten von den Schülern immer wieder überarbeitet werden. &#8220;Natürlich war es am Anfang eine totale Umstellung für uns alle, doch diese anfänglichen Schwierigkeiten waren schnell überwunden. Besonders gelungene Texte sammle ich in einem Klassenblog. So können auch die Eltern sehen, was ihre Kinder eigentlich schon alles können. Ein Klassenblog ist eine Seite, auf der die Schüler und Schülerinnen ihre Texte abspeichern und untereinander kommentieren und verbessern können.&#8221;, erklärte Herr Riecken, der Deutschlehrer der Klasse. &#8220;Zu meinem Schreibheft will ich nie mehr zurück!&#8221;, sagte eine Schülerin begeistert. &#8220;Leider ist mir mein Notebook mal heruntergefallen und die die Reparatur dauerte ziemlich lange, doch jetzt habe ich eine stabile Tasche und achte viel mehr auf die Sicherheit meines Notebooks.&#8221; Nur leider ist nicht alles, was es im Internet gibt, gut. So passiert es schnell, dass Notebooks einen Virus bekommen. Doch durch die fachmännische Hilfe von Herrn Riecken waren auch solche Probleme schnell behoben. Jedoch kennen sich nicht alle Lehrer so gut mit Computern aus. &#8220;Mir mussten die Schüler mit den Notebooks helfen, doch jetzt schaffen wir es schon, die Informationen aus dem Internet gemeinsam zu beurteilen.&#8221;, sagte eine Lehrer. Es gibt aber noch mehr Vorteile von Notebookklassen. Schüler lernen selbstständiger und Lehrer nutzen stärker offene Unterrichtsformen und schlüpfen in die Rolle des Beraters. Weitere Pluspunkte: Die Schüler in solchen Klassen üben sich mehr in Problemlösefähigkeit, in sozialer Kompetenz wie beispielsweise Teamfähigkeit sowie in Medienkompetenz. Auch die Schüler bestärken diese Einwände. &#8220;Wir können uns gegenseitig Hausaufgaben schicken und Verbesserungsvorschläge geben. Wir haben jetzt auch schon ziemlich viel über Notebooks gelernt. Es ist mit den Kriterien entstanden, die Geräte wie ein Notizbuch kompakter und einfacher zu gestalten.&#8221;, erzählte ein Schüler. Dabei ist ein Notebook oder ein Laptop eigentlich das Gleiche, weitere Begriffe sind Klapp- oder Mobilrechner, di sich jedoch kaum durchsetzen konnten. Es gibt sogar eine wissenschaftliche Studie der Augsburger Medienpädagogin und E-Learningexpertin Prof. Dr. Gaby Reinmann, deren Abschlussbericht zu ihrem Projekt bereits im Internet zur Verfügung steht. Die Zeit wird zeigen, ob sich die Idee mit den Notebookklassen durchsetzen kann, doch ein Anfang ist Herrn Riecken und Frau Svensson mi der Klasse 7lc bereits gelungen! </span></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;"><em>HB</em></span></span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Ich habe mich in diesem Jahr etwas vor der kreativen Schreibaufgabe als Aufsatzform in meiner 7. Klasse gedrückt und schwerpunktmäßig journalistische Textformen (Meldung, Bericht, Reportage) behandelt. In der Klassenarbeit musste eine Reportage auf Grundlage der folgenden Materialien erstellt werden:</span></span></p>
<blockquote><p><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;"><span id="more-2101"></span></span></span><strong>Block 1:</strong></p></blockquote>
<blockquote><p>Lönneberga, Niedersachsen</p>
<p>Pippi-Langstrumpf-Gymnasium</p>
<p>Leitung: Herr Riecken &amp; Frau Svensson</p>
<p>Klasse 7lc, 14 Jungen, 16 Mädchen</p>
<p>Schüler schaffen alle über Ratenzahlung ein Notebook an</p>
<p>Finanzierung abgeschaut von Bläserklassen</p>
<p>Notebook wird statt des Heftes verwendet</p>
<p>Schulbücher sind auch elektronisch auf Notebook gespeichert</p>
<p>Projekt läuft erst seit einem halben Jahr</p>
<p>Schüler wollen nie mehr zu ihrem Schreibheft zurück</p>
<p>Alle Texte korrigierbar</p>
<p>anfängliche Schwierigkeiten bei der Nutzung schnell überwunden</p>
<p><strong>Block 2:</strong></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><em>Petra: „Ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie es war Hausaufgaben ohne Notebook zu erledigen. Ich kann Texte immer wieder überarbeiten und korrigieren“</em></p>
<p><em>David: „Mir ist mein Notebook heruntergefallen. Das war ganz schön ärgerlich, weil die Reaparatur fast zwei Wochen gedauert hat. Meine Eltern haben mir jetzt eine stabile Tasche besorgt und ich achte viel mehr darauf. Immer bei Anastasia auf den Bildschirm zu gucken war echt blöd“</em></p>
<p><em>Steffi: „Wenn ich im Unterricht nicht weiterkomme, kann ich einfach die Antwort im Internet suchen, bevor ich den Lehrer frage. Manchmal kommt da Mist bei heraus, aber dann rückt das Frau Rethorn schon wieder gerade.“</em></p>
<p><em>Paddy: „Voll cool, das Ding. War aber gleich ein Virus drauf. Naja – habe mich auch auf so russischen Crackerseiten getummelt, um einen Crack für mein Spiel zu finden – die Notebooks sind zum Spielen aber eh zu lahm&#8230;“</em></p>
<p><em>Paul: „ Ich mein, der Herr Riecken kennt sich ja nun aus, aber einige Lehrer kriegen das echt nicht auf die Reihe“</em></p>
<p><em>Zoe: „Also wir schicken uns gegenseitig manchmal unsere ausaufgaben zu. Ist ja jetzt kein Ding, da rüberzuschauen und meiner Freundin zu sagen, was sie noch besser machen kann“</em></p>
<p><strong>Block 3:</strong></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --><span style="font-size: x-small;"><em>Laptop</em></span><span style="font-size: x-small;"> (maskulin, selten neutrum) ist der Begriff für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A4umliche_Mobilit%C3%A4t">mobilen</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computer">Computer</a>, der auf dem Schoß Platz findet.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Ende der 1980er Jahre führte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toshiba">Toshiba</a> den Begriff Notebook ein, um besonders kompakte und leichte (wie ein Notizbuch) Geräte besser vermarkten zu können<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Notebook#cite_note-0">[1]</a>. Inzwischen werden die Begriffe </span><span style="font-size: x-small;"><em>Notebook</em></span><span style="font-size: x-small;"> und </span><span style="font-size: x-small;"><em>Laptop</em></span><span style="font-size: x-small;"> im deutschen Sprachraum aber synonym benutzt. Analog zu dem Begriff „Rechner“ für <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Computer">Computer</a> wurden zeitweilig die eindeutschenden Begriffe </span><span style="font-size: x-small;"><em>Klapprechner</em></span><span style="font-size: x-small;"> oder </span><span style="font-size: x-small;"><em>Mobilrechner</em></span><span style="font-size: x-small;"> propagiert, die sich jedoch kaum durchsetzen konnten.  Im englischen Sprachraum wird oft der Begriff </span><span style="font-size: x-small;"><em>Laptop</em></span><span style="font-size: x-small;"> benutzt oder aber auch vermehrt </span><span style="font-size: x-small;"><em>Notebook</em></span><span style="font-size: x-small;"> bzw. </span><span style="font-size: x-small;"><em>Notebook Computer</em></span><span style="font-size: x-small;">.</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Quelle: http://www.wikipedia.de</span></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>Block 4:</strong></span></p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --><em>Herr Riecken: „Zu Anfang war das nur ein fixe Idee von mir. Ich hätte nie geglaubt, dass Schülerinnen und Schüler das so toll annehmen“</em></p>
<p><em>Herr Planlos: „Also ich bin hier einfach in die Klasse geschubst worden. Ich kenne mich mit den Geräten gar nicht aus. Die Schülerinnen und Schüler haben mir geholfen und ich helfe ihnen, die Informationen aus dem Internet zu beurteilen. Da ist nicht alles Gold.“</em></p>
<p><em>Frau Svensson: „Normaler Biounterricht ist so natürlich nict möglich – die Schüler können die Antwort auf meine Fragen ja einfach googlen. Wir machen jetzt viel Projektarbeit“</em></p>
<p><em>Frau Engagiert: „Besonders gelungene Texte sammle ich auf eine Klassenblog. So können auch die Eltern sehen, was ihre Kinder eigentlich schon können.“</em></p>
<p><strong>Block 5:</strong></p>
<p>Artikel aus der Rhein-Main-Post, Januar 2009<em></em></p>
<p><strong>Block 6:</strong></p>
<p>Ein Bild aus einer Notebookklasse gab es auch dazu</p></blockquote>
<p>Da gibt es natürlich eine ganze Menge Schwierigkeiten:</p>
<ul>
<li>Prioritäten setzen, nicht das gesamte Material ist es wert, verwendet zu werden</li>
<li>Struktur: Wie ordne ich welche Information an? Welche Informationen passen zueinander? An welcher Stelle baue ich die Sachinformationen am besten ein?</li>
<li>die Materialfülle musste bewältigt werden</li>
<li>Lebendigkeit musste durch den Wechsel zwischen &#8220;Erlebnisbericht&#8221; und &#8220;Sachinformation&#8221; erzeugt werden</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Das mit der Struktur muss ich beim nächsten Mal noch bewusster unterrichten &#8211; das ist ganz schön schwierig, ungleich anspruchsvoller als im Bericht. Immer wieder herausfordernd sind bei jedem Aufsatz für mich die &#8220;Klebestellen&#8221; zwischen den einzelnen Sinneinheiten und das lässt mit einer derartig konzipierten Arbeit m.E. gut üben/vermitteln. Den SuS hat die Einheit Spaß gemacht &#8211; mir auch, da ich dabei u.a. viel mit Blogsoftware herumprobiert habe und dieser Klasse jetzt sagen kann: &#8220;Hausaufgabe bitte im Blog erledigen!&#8221;.  Außerdem denke ich zur Zeit mehr und mehr darauf herum, wie sich mehr authentische Textformen in den Deutschunterricht integrieren lassen: Eine Reportage gibt es in der Welt ja wirklich &#8211; eine einsträngige Erörterung als reine &#8220;Argumentationstrockenübung&#8221; ja eher weniger&#8230;</p>
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		<title>Deutsch kollaborativ mit GoogleDocs</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[anonym]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[GoogleDocs]]></category>
		<category><![CDATA[Gruppenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[kollaborativ]]></category>

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		<description><![CDATA[René Scheppler hat kürzlich entdeckt, dass sich in Go [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a title="http://lernwolke.de/2010/04/12/google-docs-ist-das-bessere-etherpad-schreibkonferenz-die-vierte/" href="http://lernwolke.de/2010/04/12/google-docs-ist-das-bessere-etherpad-schreibkonferenz-die-vierte/" target="_blank">René Scheppler hat kürzlich entdeckt</a>, dass sich in GoogleDocs angelegte Dokumente wie in <a title="https://wave.google.com/wave/" href="https://wave.google.com/wave/" target="_blank">Wave </a>von mehreren Leuten gleichzeitig bearbeiten lassen und dass es dafür bei SuS mitnichten einen Google-Account für die SuS braucht &#8211; ein einfacher Link, abgelegt in z.B. einem Moodlekurs, reicht völlig aus. Einen Eindruck, wie so etwas aussehen könnte, kann man über dieses kleine Video (schlechte Qualität) bekommen:</p>
<p style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/95uwMaXxF4U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/95uwMaXxF4U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Jeder, der an diesem Dokument arbeitet, sieht fast in Echtzeit die anderen Leute, die auch in diesem Dokument unterwegs sind. Sehr schön erkennt man auch die Probleme an diesem Setup: Irgendwer löscht einfach mittendrin den gesamten Text, alle erscheinen stets als &#8220;anonym&#8221; (was schon ein wenig zu Vandalismus einlädt) usw. Das bekommt man aber recht gut in den Griff. Daher meine Tipps für die konkrete Arbeit:</p>
<ol>
<li>Finger weg vom Internet Explorer. Zumindest die Version 8 wirft bei uns irgendwann mit Javascriptfehlern um sich oder muss neu gestartet werden. Firefox läuft einwandfrei ab Version 3.5.</li>
<li>Maximal vier SuS gleichzeitig in einem Dokument</li>
<li>Grundregel: Niemand darf in einer ersten Phase Textteile löschen</li>
<li>Keine Texte aus &#8220;dem nichts&#8221; schreiben lassen. Immer konkrete Vorgaben und Struktur im Arbeitsprozess</li>
<li>Witzig: In der Gruppenarbeit bei arbeitsteiligem Auftrag die Aufgaben nur über das Dokument absprechen &#8211; lässt sich ja auch zum Simultanchat nutzen</li>
<li>Nicht zu unterschätzen: Es dauert, bis SuS mit der Methode vertraut sind und auch Zutrauen zu ihr entwickeln. Es entspricht nicht unserer Gewohnheit, dass man gleichzeitig mit Dritten auf einem &#8220;Papier&#8221; malt oder jeder Vertipper und jedes Backspace in Echtzeit auf drei anderen Monitoren erscheinen.</li>
</ol>
<p>Ich habe es anhand einer Aufgabe zum Diskutieren/Argumentieren so versucht:</p>
<p style="text-align: justify;">Die SuS haben zu Hause Argumente gesammelt. Jeder aus der Gruppe sollte nun seine zwei besten Argumente in das Dokument eintragen (Phase 1 &#8211; jeder am eigenen PC). Die Gruppe hat danach die Argumente so hin- und herkopiert, dass sie sich inhaltlich steigern (Phase 2 &#8211; alle am gleichen PC). Danach Arbeitsteilung: Zwei aus der Gruppe überprüfen die Argumente auf den Aufbau (Behauptung &#8211; Begründung &#8211; Beispiele) und nutzen dafür die Kommentarfunktion von Docs, die anderen zwei gestalten mögliche Übergänge zwischen den Argumenten (Phase 3). Danach Überarbeitung unter Berücksichtigung der Kommentare (Phase 4). Exportieren als PDF oder ODF &#8211; präsentieren, per Mail an alle verteilen &#8211; fertig ist die Gruppenarbeit, in der jeder aktiv sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Sehr gut kann ich mir das auch in Chemie während Gruppenexperimenten vorstellen: Jede Gruppe erhält ein Laptop und trägt ihre Messwerte in eine GoogleTabelle ein. Das lässt sich dann direkt zu z.B. einem Diagramm weiterverarbeiten &#8211; jeder kann sich das zu Hause ausdrucken oder vor der Klassenarbeit noch einmal nachschlagen oder&#8230;</p>
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		<title>Niemand weiß, wie Gott aussieht</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/03/niemand-weis-wie-gott-aussieht/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 21:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anekdoten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein sechsjähriges Mädchen, das im Unterricht nie aufp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>Ein sechsjähriges Mädchen, das im Unterricht nie aufpasste, saß in der Zeichenstunde in der letzten Reihe und zeichnete fleißig. Ihre Lehrerin &#8211; sehr verwundert über das stetige Engagement des Kindes gerade in Zeichenstunden &#8211; ging zu ihr hin, schaute ihr über die Schulter und fragte: &#8220;Was zeichnest du da?&#8221;. Das Mädchen erwiderte: &#8220;Ich zeichne ein Bild von Gott.&#8221; Die Lehrerin schüttelte verwundert den Kopf: &#8220;Aber Kind! Niemand weiß, wie Gott aussieht.&#8221; Das Mädchen entgegnete: &#8220;Oh, dann warten Sie noch eine Minute!&#8221;.</em></p>
<p style="text-align: right;"><em>Ted Robinson via <a title="http://lernwolke.de/2010/03/17/off-topic-educating-kids-is-not-like-making-motorcars/" href="http://lernwolke.de/2010/03/17/off-topic-educating-kids-is-not-like-making-motorcars/" target="_blank">René Scheppler</a><br />
</em></p>
</blockquote>
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		<title>Korrekturhilfe und WordPress als Textabladeplatz</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/03/korrekturhilfe-und-wordpress-als-textabladeplatz/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 10:06:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hausaufgabe]]></category>
		<category><![CDATA[Korrektur. E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Wordpress]]></category>

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		<description><![CDATA[Korrekturhilfe
Seit Einführung der neuen deutschen Re [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Korrekturhilfe</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung und ihrer wiederholten Reformierung erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich bei den stets gleichen Worten und Wortkombinationen in Trudeln komme. Ein Licht ist mir bei meiner momentanen Korrektur die Seite <a title="http://www.korrekturen.de" href="http://www.korrekturen.de" target="_blank">http://www.korrekturen.de</a> geworden: All die Herausforderungen, denen sich der Kalk in meinen Ganglien hartnäckig bezüglich eines Merkprozesses entgegenstellt, sind dort über eine einfache Suchfunktion zugänglich. 95% meiner Wackelkandidaten bekomme ich mit dem ausgeklappten Netbook darüber in den Griff, vor allem die verf***** Getrennt- und Zusammenschreibung&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>WordPress als Textabladeplatz</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich blogge jetzt mit meinen SuS &#8211; nunja: Sie fertigen längere Hausarbeiten in einem Blog an. Das geht natürlich nicht, wenn nicht alle zu Hause über einen Internetzugang verfügen. Damit dieses Blog nicht öffentlich zugänglich ist, nutze ich ein Plugin: <a title="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" href="http://wordpress.org/extend/plugins/members-only/" target="_blank">Members Only</a>. Es ist zwar nicht für aktuelle Versionen von WordPress getestet, aber es läuft damit ausgezeichnet.  Alle SuS haben die Rolle &#8220;Autor&#8221;, sodass sie nur eigene Texte überarbeiten, aber fremde wenigstens kommentieren können. Ich bin von den Möglichkeiten absolut begeistert. Ich kann jetzt:</p>
<ol>
<li>Sprach- und Rechtschreibphänomene an authentischen Texten besprechen</li>
<li>&#8220;Heimlich&#8221; SuS mit besonderen Herausforderungen fördern, z.B. durch eine Korrektur per Mail (kommentiertes PDF)</li>
<li>Texte überarbeiten lassen auf Basis von Schülerkommentaren</li>
<li>Besonders gelungene Texte auf öffentliche Plattformen portieren</li>
<li>&#8230;</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Teilweise loggen sich SuS mehrmals ein und lesen ihre Hausaufgabe nochmals quer &#8211; Korrekturen gehen jetzt ja schnell und schmerzlos, auch weil WordPress im Gegensatz zu Moodle ja extrem benutzerfreundlich und intuitiv ist, wenn es um UGC (user generated content) geht. Ebenso gestalten einige SuS ihre Texte mit Bildern und Links &#8211; freiwillig! Natürlich können SuS <a title="http://riecken.de/index.php/2009/07/mit-wordpress-hausaufgaben-einsammeln/" href="http://riecken.de/index.php/2009/07/mit-wordpress-hausaufgaben-einsammeln/" target="_blank">Hausaufgaben auch simpel per Mail</a> schicken, da ihre Adressen ja alle im WordPress registriert sind. Es gibt in der Klasse jetzt Überlegungen, ob wir alle Redakteure mit einem Codex werden: Der Codex sähe erstmal so aus, dass wir stillschweigend auch in fremden Texten Rechtschreibfehler korrigieren (und sonst nichts).</p>
<p style="text-align: justify;">Meine SuS möchten ihre Hausaufgaben nicht öffentlich bloggen. Sie wollen die Sicherheit der geschützten Lerngruppe. Das respektiere ich und frage jeden vor der weltweiten Veröffentlichung seines Textes. Es gibt jetzt die Überlegung, besonders gelungene Arbeiten in ein Maharaportfolio zu legen (statt das Heft am Ende des Jahres in den Papierkorb). Das wäre doch einmal eine schöne Aufgabe  für die Woche vor den Sommerferien.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Habe ich eine gelungene Geschichte verfasst?</title>
		<link>http://riecken.de/index.php/2010/02/habe-ich-eine-gelungene-geschichte-verfasst/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 07:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>
		<category><![CDATA[Distanz]]></category>
		<category><![CDATA[eigener]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[untersuchen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei eigenen Geschichten gibt es so viel zu beachten, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Bei eigenen Geschichten gibt es so viel zu beachten, dass man als Lehrender natürlich auch anfangs über vieles hinwegsehen muss, um die Lust am Schreiben nicht sofort mit übertriebenen Deutschpaukeransprüchen hinwegzufegen. Ein solcher Anspruch ist in folgender &#8211; nochmals verwursteter Grafik (mind42.com) dargestellt:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1657" title="geschichten_ besprechen" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen-300x105.png" alt="" width="300" height="105" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Einfacher geht es mit einer kleinen Tabelle, die wie folgt aufgebaut sein kann:</p>
<table border="0" align="center">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Teil der Geschichte</strong></td>
<td><strong>Welche Verben (der Bewegung) habe ich verwendet?</strong></td>
<td><strong>Welche Adjektive habe ich verwendet?</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Einleitung (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">Liste mit Verben</td>
<td style="text-align: center;">Liste mit Adjektiven</td>
</tr>
<tr>
<td>Hauptteil (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
</tr>
<tr>
<td>Schluss (Zeile x-y)</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
<td style="text-align: center;">dito</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p style="text-align: justify;">Die SuS teilen ihre Geschichte in drei Teile ein und suchen in diesen Teilen nach Verben (der Bewegung) und Adjektiven. Wenn gerade in jungen Klassen SuS diese Wortliste lesen, bekommen sie nach meinen Erfahrungen ein Gefühl dafür, welche Stimmung dadurch erzeugt wird &#8211; eher als wenn sie ihren gesamten eigenen Text lesen. Wenn dieses Gefühl im Hauptteil bei z.B. einer Erlebniserzählung &#8220;kribbelig&#8221; ist (je nach Inhalt), das ist das zumindest ein Indiz für eine gelungene Wortwahl.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Klasse hat gleich mit mir gemeckert: Man muss die Geschichte doch noch weiter unterteilen, drei Teile reichen nicht aus. Man braucht noch jeweils eine Extrazeile für den Auf- und eine für den Abbau der Spannung. Der Höhepunkt muss doch mehr herausgestellt werden. Und überhaupt: Die Satzanfänge und Bindewörter sollen jeweils eine Extraspalte bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz gleich wie man es macht: Ich halte es für eine gute Methode, um emotionale Distanz zu seinem eigenen Text zu gewinnen, was m.E. Voraussetzung für eine Überarbeitung ist. SuS müssen dafür den eigenen Text strukturieren und auf einfache Weise sprachlich untersuchen.</p>
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		<item>
		<title>Die Welt der literarischen Fantasie</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 10:16:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
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		<category><![CDATA[Letzte Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[Tzvetan Todorov hat in der Auseinandersetzung mit Liter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Tzvetan_Todorov" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tzvetan_Todorov" target="_blank">Tzvetan Todorov</a> hat in der Auseinandersetzung mit Literatur aus der Epoche der Romantik (überwiegend) eine Theorie entwickelt, wie Fantastik eigentlich funktioniert. Diese Idee lässt sich auch auf moderne Texte oder Filme anwenden. In Filmen oder Texten begegnen uns fantastische Ereignisse:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/todorov_theorie_fantastik.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1694" title="todorov_theorie_fantastik" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/todorov_theorie_fantastik-232x300.png" alt="" width="232" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Unheimliche</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrix_%28Film%29" target="_blank">Matrixtrilogie</a> wird eine Welt entworfen, die fantastisch und bedrohlich ist. Maschinen nutzen Menschen als Energiequelle und erhalten ihre Körper dadurch am Leben, dass sie ihnen eine neue Welt, eine &#8220;Matrix&#8221; schaffen, in der sich das Leben abspielt. Diese Welt existiert nur im Geiste der Menschen, Sinnesreize werden durch Stimulation von Nerven künstlich erzeugt. Die Körper liegen tatsächlich in &#8220;Brutkästen&#8221; und liefern biochemische Ernergie. Diese Welt nehmen die meisten Menschen als wirklich wahr. Die Matrixtrilogie ist deswegen unheimlich, weil es theoretisch denkbar ist, die dazu notwendigen Mensch-Maschineinterfaces zu bauen. Es mag mit der heutigen Technologie nicht möglich sein, aber vielleicht mit einer zukünftigen. Gleichwohl gibt es Menschen (Identifikationsfiguren) in dieser Welt, die aus ihr ausbrechen, die in die Wirklichkeit gelangen und die Brutkästen sehen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Wunderbare<br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der <a title="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe_%28Filmtrilogie%29" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Herr_der_Ringe_%28Filmtrilogie%29" target="_blank">&#8220;Herr der Ringe&#8221;</a> &#8211; als Buch oder Kinofilm &#8211; bietet hingegen eine Welt an, die voller Zauberei und Fabelwesen ist. Teilweise sind übernatürliche, tranzendentale Kräfte am Werk. Die Existenz von Wesen wie Dämonen oder sich bewegenden Bäumen steht nicht mit den Naturgesetzen in Einklang. Die Menschen in dieser fantastischen Welt sehen diese Elemente als selbstverständlich an &#8211; der Leser weiß es natürlich besser: So etwas kann es nicht geben. Daher löst er diesen Widerspruch für sich so auf, dass er Wunderbares sieht. Das Wunderbare berührt in ganz anderer Art und Weise wie das Unheimliche.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Postmoderne</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Viele fantastische Texte wird man mit Todorovs Theorie sehr gut in den Griff bekommen, weil der Text selbst und die Erfahrung des Lesers den Weg der individuellen Auflösung der Fantastik bestimmen. Im Text werden durch unzählige Signale Deutungshinweise gegeben. Es gibt jedoch auch Texte, die sich den Kategorien Todorovs entziehen, z.B. <a title="http://riecken.de/index.php/2008/11/die-letzte-welt/" href="http://riecken.de/index.php/2008/11/die-letzte-welt/">Christoph Ransmayrs Roman &#8220;Die letzte Welt</a>&#8220;. Hauptansatzpunkt von Todorov ist ja, dass Leser und handelnde Figuren gleichermaßen unschlüssig sind, der Leser jedoch die Unschlüssigkeit für sich auch mit Hilfe des Textes auflösen kann. Das ist in diesem postmodernen Roman an vielen Stellen jedoch nicht erfüllt, weil er inkompatible &#8220;Unschlüssigkeitsbewältgungssignale&#8221; sendet und damit vor allem auch den Aspekt der Wirklichkeitserfahrung von Leser und Figuren (&#8220;In welchen Verhältnis stehen Fantasie und Wirklichkeit?&#8221;) vielschichtig problematisiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch die dadurch &#8211; und viele weitere Elemente, z.B. &#8220;invertierte Personifikationen&#8221; &#8211; ausgelöste Irritation eröffnet sich für mich ein ganz anderer Blick auf &#8220;klassische Literatur&#8221; mit den Fantastikkonzepten, wie sie mit Todorov fast immer zu knacken sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer mehr dazu erfahren möchte, dem sei der <a title="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/1420805/christoph_ransmayr_die_letzte_welt_3596295386.html" href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/1420805/christoph_ransmayr_die_letzte_welt_3596295386.html" target="_blank">Roman selbst</a> empfohlen wie auch eine <a title="http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=59069&amp;vLang=D&amp;vHR=1&amp;vUR=2&amp;vUUR=1" href="http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=59069&amp;vLang=D&amp;vHR=1&amp;vUR=2&amp;vUUR=1" target="_blank">ausgearbeitete Unterrichtsreihe von Dr. Carsten Lange</a>. In Kombination aus beidem wird der Roman mit seinem extrem hohen Lesewiderstand (er hält sich einfach nicht an Literaturregeln&#8230;) viel besser zugänglich. Mit einem fitten Leistungskurs Deutsch lässt sich dieses Werk nach meiner Erfahrung ganz gut angehen &#8211; ich habe eine Unterrichtsreihe selbst gesehen und eine durchgeführt. Es ist natürlich ein Luxusthema, für das man sich in Zeiten zentraler Prüfungen den Raum schon schaffen muss.</p>
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		<title>Deutsch: Kreative Geschichten von SuS besprechen lassen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 11:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Riecken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Durchführung]]></category>
		<category><![CDATA[Effizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Lesekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Setup]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich probiere gerade etwas mit Eigenverantwortlichkeit i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich probiere gerade etwas mit Eigenverantwortlichkeit im Unterricht herum. In meiner Unterstufenklasse gestalten wir gerade Geschichten zum Thema: &#8220;Erlebnisse im Internet&#8221; &#8211; etwas im Fahrwasser unserer Schulungen zur Medienkompetenz.  Da ich jetzt öfter eine Doppelstunde zur Verfügung habe, sind auf einmal ganz andere Methoden möglich, weil ich eine faire Chance habe, mit den Lernprozessen auch zu einem runden Abschluss zu kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschichten sollten in einer Lesekonferenz besprochen werden. Ich mag immer Kriterien, anhand derer ich bespreche. Deswegen haben wir zunächst eine Mindmap erstellt. &#8220;Zufälligerweise&#8221; ist im Methodentraining der Klasse gerade auch dieses Thema dran, warum also das nicht gleich im Deutschunterricht verwursten?</p>
<p style="text-align: justify;">Unsere Mindmap sah so aus:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1657" title="geschichten_ besprechen" src="http://riecken.de/wp-content/uploads/2010/02/geschichten_-besprechen-300x105.png" alt="" width="300" height="105" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Dazu muss man sagen, dass die SuS auch schon am Schuljahresanfang ein Bildgeschichte gestaltet haben und während des Zusammentragens natürlich auch ihre Aufzeichnung aus ihren Regelheften verwenden durften &#8211; sonst wäre die Map in einer Unterstufenklasse kaum so vollständig. Bei der Kategorisierung und dem Finden der Oberbegriffe habe ich natürlich ein wenig geholfen &#8211; ist also teilweise geschummelt mit der Schülerzentrierung.Diese Mindmap bestand in ihrer Ursprungsform &#8220;in Kreide&#8221;. Lässt sich natürlich auch bei entsprechender Ausstattung der Klassenraumes gleich auf <a title="http://www.mind42.com" href="http://www.mind42.com" target="_blank">http://www.mind42.com</a> erstellen &#8211; dann entfällt das Abschreiben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das weitere Vorgehen ist <a title="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" href="http://riecken.de/index.php/2010/02/lesekonferenz/" target="_blank">hier</a> beschrieben (den freien Stuhl habe ich in dieser Klasse weggelassen) &#8211; die Auswertung des Fishbowls hat mich ziemlich umgehauen &#8211; ein paar Eindrücke:</p>
<ol>
<li>Beobachter hatten den Eindruck, dass die Gruppe im Fishbowl sehr bald ihre Umgebung vergessen hatte</li>
<li>Beobachter sagten deutlich, dass stille Naturen auch in der Kleingruppe still waren und dass man als Gruppe darauf achten muss</li>
<li>Beobachter sagten deutlich, dass immer jemand die Kleingruppe dominiert und dass man darauf achten muss</li>
<li>Beobachter hatten den Eindruck, dass sich der Kommunikationsprozess oft festfährt, sie hätten gerne eingegriffen (Mist &#8211; den freien Stuhl hatte ich weggelassen, um das Setup nicht zu komplex werden zu lassen)</li>
<li>Beobachter beschrieben, dass es hinderlich ist, wenn man sich nicht traut, den fremden Text zu kritisieren(!)</li>
<li>Tja &#8211; ich musste irgendwie wenig sagen. Eigentlich recht erholsam.</li>
</ol>
<p><strong>Was werde ich zukünftig bei Lesekonferenzen verändern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte gerne ein Spezialistensystem in der Lesekonferenz einführen. Jeder schaut auf einen anderen Aspekt (&#8220;folgt einem anderen Ast der Mindmap&#8221;). So sinkt der Reflexionsanspruch und jeder kann etwas in den letzten beiden Phasen beisteuern, weil er auf seinem Gebiet eben einmalig in der Gruppe ist. Gleichzeitig müsste der Zeitbedarf mit der Reduzierung der Komplexität eigentlich sinken, sodass mehr Ressourcen auf die letzten beiden Phasen verwandt werden können.</p>
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