Ich war seit langer, langer Zeit einmal wieder auf einer fachbezogenen Fortbildung. Ich gehe i.d.R. ungern zu solchen Veranstaltungen, weil sie meist inhaltlich wenig bieten und methodisch vorhersehbar strukturiert sind. Diesmal war es ein wenig anders, was vor allen Dingen Herrn Prof. Schneider vom Erich Maria Remarque Friedenszentrum zu verdanken war. An diesem Institut beschäftigt man sich seit Jahren u.a. mit der Kriegsliteratur Anfang des 20. Jahrhunderts. Auf die dort gewonnenen Erkenntnisse stützt sich die von mir zur Vorbereitung des Unterrichts verwendete Begleitlektüre “Oldenbourg Interpretationen, Bd.90, Im Westen nichts Neues”, die nur noch antiquarisch zu horrenden Preisen verfügbar ist – warum eigentlich?

Ich bin einigermaßen verzweifelt. Für das Zentralabitur Deutsch 2016 in Niedersachsen ist “Im Westen nichts Neues” (Erich Maria Remarque) als verbindliche Lektüre vorgesehen. So sehr dieser “Roman” als Antikriegsliteratur weltweit Aufmerksamkeit und damit immense rezeptionsgeschichtliche Bedeutung erfahren hat, so wenig gibt der Text in meinen Augen speziell für das Fach Deutsch her. Strukturell ist es ein Bericht, wenngleich vollkommen fiktional. Remarque hat wohl nur sehr wenige Begebenheiten selbst erlebt.

Der Text steht natürlich für sich als Mahnmal gegen bewaffnete Auseinandersetzungen, kann in dieser inhaltlichen Verortung aber m.E. nicht sinnvoll durch nur ein Fach behandelt werden, sondern erschließt sich hinreichend wohl nur in enger Zusammenarbeit mit den Fächern Geschichte und Politik. Wesentliche Kompetenzbereich des Deutschunterricht lassen sich mit anderen Werken besser abdecken.

Man findet in der didaktischen Literatur den sinngemäßen Einstieg:

Offene Begeisterung dagegen herrschte vor allem in den großstädtischen Zentren, wo die Kriegserklärungen und erste Siegesmeldungen bejubelt wurden. Ihr Träger war allem Anschein nach insbesondere das Bürgertum: Studenten und Oberschüler meldeten sich in Massen freiwillig, insbesondere viele Bildungsbürger schrieben begeisterte Gedichte und Aufrufe.

http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/ersterweltkrieg/155302/ausloesung-und-beginn-des-krieges

Meist wird das durch einen geeigneten Bildimpuls begleitet. Die Logik:

Die Deutschen waren vom Krieg begeistert und naiv hinsichtlich seiner Folgen für das Individuum. Remarque setzt bewusst ein Denkmal gegen diese Haltung.

Hört sich erstmal gut an. Stimmt aber wohl so nicht. Ich gebe sinngemäß einige Statements aus der Fortbildung wieder.

  1. Die Euphorie war wohl auf Teile des Bürgertums begrenzt. Die ländlichen Bevölkerung fand das mit dem Kriegausbruch wohl bedingt witzig.
  2. Gymnasiasten meldeten sich wohl auch zum Kriegsdienst, weil mit dem “Notabitur” eine verkürzte Schulzeit möglich wurde.
  3. Die Bilder, die das öffentliche Bild von der Euphorie prägten, sind Teil einer Inszenierung, um Akzeptanz für den Kriegseintritt als breiten Konsens in der Bevölkerung darzustellen.
  4. Bildmaterial zum ersten Weltkrieg war fast grundsätzlich inszeniert. Die damaligen Filmkameras hätten wohl aus den Schützengräben hinausgeguckt und dem Kameramann einen Kopfschuss beschert. Also nahm man sich wohl eher ein paar Soldaten und spielte hinter der Front den Krieg einfach nach – die Veröffentlichung von Fotos aus dem ersten Weltkrieg war weitgehend durch das Reichsarchiv kontrolliert, indem militärische Führungseliten das Zepter führten.
  5. […]

Überprüft mal bitte, inwieweit dieser Forschungsstand in aktuellen Schulbüchern Berücksichtigung findet, also in Qualitätsmedien. Wenn Herr Prof. Schneider Recht hat, ist mein Bild von der Wirklichkeit des ersten Weltkrieges doch ein wenig verzerrt.

Tendenziöse Darstellungen sind für mich keine Frage von freien oder kommerziellen Publikationsformen, sondern eine der Methodik und den Rahmenbedingungen der Erstellung. Die Rahmenbedingungen im kommerziellen Sektor scheinen nicht unbedingt besser zu werden.

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Minigrundschule mit IT ausstatten

vom 28. Februar 2015, in Aus der Schule, Tech-Talk, von Maik Riecken

Die Ausgangslage einer kleinen Grundschule:

  • Rechnerraum, zwölf Pentium 4-Rechner, Windows XP, Office XP
  • Kein WLAN
  • DSL1000, t@school der ersten Generation
  • Arbeitsrechner im Lehrerzimmer
  • Notebook für die Klassen
  • mobiler Beamer
  • sofort abrufbares Budget: 2500,- Euro

 Die Lösung:

  1. dreizehn HP Compaq DC7900, Core2Duo 3Ghz, 2GB RAM, Windows7-Professional-Lizenz, 160 GB HDD
  2. zwei HP Workstation xw6400, 2x Intel Xeon 5130, 2GB RAM, Windows7-Professional-Lizenz, 80 GB
  3. vier neue 1TB HDDs
  4. 3x TP-Link WR1043ND WLAN-Router mit DD-WRT-Firmware
  5. 1x Jahresgebühr Schulnetzwerklösung IServ
  6. 1x Einrichtungsgebühr Schulnetzwerklösung IServ
  7. Upgrade des t@school-Anschlusses auf DSL6000

Die Kosten:

  1. 90 Euro / Stck. = 1170,- Euro
  2. 99 Euro / Stck. = 180,- Euro
  3. 60 Euro / Stck. = 240,- Euro
  4. 30 Euro / Stck. = 90,- Euro
  5. 230,- Euro / Jahr
  6. 595,- Euro (einmalig)
  7. kostenlos

Gesamtsumme: ca. 2500,- Euro

Arbeitslohn bei Durchführung durch eine Fachfirma:

angenommener Stundensatz:  80,- Euro (brutto)

24 Mannstunden komplett, Leistungen:

  • Recherche geeigneter Rechnersysteme (Beschaffung in Verantwortung der Schule, um Garantieansprüche abzuwehren) (zwei Stunden)
  • Installation und Server- und Backupsystem inkl. Einrichtung der Nutzer (vier Stunden)
  • Vorinstallation aller Clients und Accesspoints (servergesteuerte Bespielung mit Software, Absicherung und Konfiguration des BIOS) (zwölf Stunden)
  • Dokumentation (Passwörter, IP-Adressen etc.) (eine Stunde)
  • Aufbau und Verkabelung vor Ort inkl. Anfahrt (fünf Stunden)

Gesamtsumme: ca. 1920,- Euro

Vergleich:

Bei entsprechender Vorbereitung und Vorwissen benötige ich als ungelernte Kraft  für derartige Arbeiten ca. 12 Stunden (schneller Internetanschluss und entsprechend konfigurierte Arbeitsumgebung vorausgesetzt). Bei der Zeitberechnung sind daher Einlesezeiten und Supportkontakte mit eingerechnet.

Das Resultat:

  • Schulnetzwerk von außen erreichbar unter vollwertiger Domain
  • Dateiaustausch über http, https, ftp, ftps, dav, davs
  • vollwertiger E-Mailserver
  • vollwertiger Kalenderserver nach dem CalDAV-Standard
  • Softwareverteilung per Klick, inkl. automatisierte OS-Installation
  • Automatisches Update aller Rechner inklusive der installierten Software per WOL nachts
  • Schulweites WLAN (RADIUS)
  • Inhouse-Hosting aller Dienste
  • externes Monitoring
  • Remote Support per E-Mail und Telefon

Kritik:

Es ist nicht Aufgabe der Schule oder der Medienberatung, derartige Prozesse zu initiieren, sondern die des Schulträgers. Politische Wege sind lang. Schülerinnen und Schüler gibt es aber jetzt genau wie die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags. Durch verlässliche Infrastruktur entstehen nach meiner Erfahrung Ideen. Diese fangen immer so an, dass Unterricht sich nicht verändert, sondern zunächst Schulorganisation und Schulkommunikation. Durch Infrastruktur und Optimierung von Kommunikationsprozessen entstehen dann oft genug Freiräume für die konzeptionelle Arbeit, die Aufgabe der Schule ist.

Mit Infrastruktur passieren seltsame Dinge, z.B. das auf einmal schulübergreifende Fachschaftssitzungen jetzt an einem Standort stattfinden, weil dieser auf einmal über die entsprechende Ausstattung verfügt. Davon wird erzählt.

  • Wie? Ihr könnt die Onlinemedien des Landes und des Medienzentrums jetzt überall nutzen?
  • Wie? Ihr braucht Software jetzt nicht mehr Rechner für Rechner aufspielen?
  • Wie? Ihr habt überall WLAN? Zu dem Preis?

Parallel:

Parallel muss politische Arbeit erfolgen, z.B. die Implementierung von Medienentwicklungsplänen, deren Ziel es ist, Support, Planung, Beschaffung und Installation zentral zu organisieren. Das ist Kernaufgabe meiner Tätigkeit als Medienberater.

Das geht nur mit einer kritischen Schülerzahl verlässlich und erfordert gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen Zeit. Diese Zeit geht den jetzigen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften verloren.

Daher arbeite ich von unten nach oben, in ich dem Schulen, die sich jetzt auf den Weg machen wollen, zu einer verlässlich Infrastruktur verhelfe. Finanzierungswege finden sich da immer. Ich schaffe ca. drei bis vier Schulen pro Jahr.

Gleichzeitig führt kein Weg daran vorbei, auch von oben nach unten, also politisch zu arbeiten, damit wir irgendwann zu neuer Hardware, verlässlichen Supportkonzepten, vernünftigem Lizenzmanagement und professionellem WLAN kommen – und zu einem fairen Wettbewerb der Schulnetzwerklösungen. IServ ist nach meiner Erfahrung für die Arbeit im Jetzt vor allem budgettechnisch alternativlos gemessen am Preis-/Leistungsverhältnis. Es gibt m.E. hervorragende Lösungen, die vor allem im Blick auf eine zu entwickelnde Zukunft eine bessere Figur machen, jedoch Hardware, Verkabelung und Lizenzkosten voraussetzen, die im Jetzt nicht realistisch zu finanzieren sind.

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Das Internet und die Romantik

vom 20. Februar 2015, in Gesellschaft, Methoden, von Maik Riecken

Die eine Geschichte

Wir wissen z.B., dass digitale Datenströme unaufwändig und mit geringen Kosten umfassend überwacht werden können. Die Algorithmik für die Auswertung ist wahrscheinlich noch primitiv, aber da die Datenspeicherung mit dem technologischen Fortschritt auch immer effizienter wird, werden auch irgendwann Daten nutzbar, die vor Jahren aufgezeichnet worden sind. Wäre das eine Randerscheinung – Warum wird dieses Thema so oft in SocialMedia erwähnt?

Wir wissen, dass nicht nur Staaten diese Möglichkeit nutzen, sondern auch die Privatwirtschaft. Stück für Stück werden in Salamitaktik uns immer umfassendere Datenverwertungsverträge, pardon – Nutzungsbedingungen vorgesetzt, die wir gerne annehmen. Schließlich ist die ganze neue Dienstewelt ja mittlerweile unverzichtbar für unser Leben. Ich glaube, dass diese Art der Datenverarbeitung immer wieder die eigentliche Inspiration für die staatliche Überwachung bildet.

Da das Digitale (das Mycel) mit keinem unserer Sinne für uns direkt erfahrbar ist – lediglich die Erscheinungsformen wie Bilder, Videos, Texte (die Fruchtkörper) sprechen unsere eingebauten Sinne an – gibt es noch viel zu wenig gesellschaftliches Bewusstsein, um das immense Macht- und Beeinflussungspotential einzuschätzen – dafür bräuchte es zudem m.E. informatische Kompetenz. Die Möglichkeiten des Users oder auch der der Communities sind arg begrenzt, auch wenn es im Einzelfall Erfolge geben mag. Die Stakeholder sind diejenigen, die Datenströme steuern und die Daten verwalten. Diese Leute auszutanzen ist traditionell schon immer die Domäne der technisch(!) versierten Hacker.

Wir wissen, dass tausende Jugendliche jeden Tag live aus ihrem Kinderzimmer, ihren Klassen, “Wasweißmannoch-Woher” streamen und sich einer Öffentlichkeit präsentieren. Wir wissen als Lehrkräfte, dass die meisten unserer Mobbingfälle ihren Ursprung im Internet haben. Wenn ich mit Mitarbeitern aus Beratungsstellen rede, bekomme ich die Rückmeldung, dass Beratungsfälle mit Internetbezug ständig zunehmen. Aus Umfragen wissen wir, dass ein nicht unerheblicher Anteil der heutigen Kinder und Jugendlichen so ihre Erfahrungen mit dem Netz gemacht haben. Vor der Erwachsenenwelt macht das nicht halt. Casual Porn wird gerade zu einem neuen Hype – der Thrill ist gerade die Nichteinwilligung der gezeigten Menschen, veröffentlicht zu werden. Die Reaktionen der Opfer sagen viel über den Zustand der Menschen in diesem Internet.

Ich glaube und erfahre zunehmend, dass der Anteil an Jugendlichen stetig wächst, die das Netz mit seinen Möglichkeiten so nutzt, wie wir Staatsbürger, Lehrkräfte, Medienpädagogen in unseren Träumen und Fiktionen das gerne hätten. Ich mache die Erfahrung, dass von meinen diesbezüglichen Bemühungen in besonderer Weise genau die Kinder und Jugendlichen profitieren, die von Hause aus dafür besonders sensibilisiert und damit privilegiert sind.

Diese Liste ließe sich fortsetzen. Ich finde sie jetzt schon als Staatsbürger, Internetnutzer, Vater, Lehrkraft, medienpädagogischer Berater hinreichend interessant, um sie nicht als “Randerscheinung” zu verharmlosen (“überall gibt es böse Menschen”), wie es wieder und wieder in medienpädagogischen Kreisen geschieht. Diese Themenfelder bestimmen meinen Alltag als Staatsbürger, Internetnutzer, Vater, Lehrkraft und medienpädagogischer Berater.

Warum gibt es Menschen die so tun, als ob “Medienkompetenz” allein irgendetwas daran ändern würde? Die Problemstellung ist multidimensional und damit eben nicht durch einen einzelnen Stellhebel zu ändern. Wer anerkennt, dass die Digitalisierung als Phänomen die Entwicklung des Menschen extrem beeinflusst, muss auch anerkennen, dass Umgangsformen auf vielen Ebenen gesellschaftlich entwickelt werden müssen. Und zwar nicht nur in Schule, sondern auch in Elternhäusern, in Beziehungen, in politischen Systemen, in allen Bereichen, in denen das Digitale eine Rolle spielt.

Alles andere halte ich für eine unzulässige Reduktion. Beim oft bemühten Buchdruck hat das Jahrhunderte gedauert, bis z.B. die Kirche ihren Einfluss auf die Buchinhalte mehr und mehr verloren hat. Wir sind in den ersten Jahrzehnten nach dem Siegeszug des Internets, dürfen also natürlich noch mehr Fragen als Antworten erwarten.

Die andere Geschichte

Ich habe mir letztens einen eigenen, gebrauchten Beamer für den Unterricht gekauft, weil in dem Klassenraum meiner neuen Lerngruppe keinerlei Ausstattung diesbezüglich verfügbar ist. Ohne Zugriff auf dieses Internet kann ich mittlerweile kaum vernünftig unterrichten. Trotzdem arbeitet meine Lerngruppe nicht freilaufend im Netz, sondern in geschützten Räumen, deren Zugänge durch transportverschlüsselte Wege abgesichert sind. Weil ich in diesen Räumen mit Klarnamen operiere, brauche ich natürlich vorher die Einwilligung der Eltern für diese Art der Arbeit. In diesen geschützten Raum hinein dürfen sich die Schülerinnen natürlich auch Artefakte aus dem Netz holen und beliebig rekombinieren, wenn die Quelle klar ersichtlich ist und eventuelle Lizenzbestimmungen eingehalten werden – über ihr Handy. Das ist sowieso immer dabei und es gibt eigentlich nur bestimmte Regeln für die Nutzung dieser “Kulturzugangsgeräte” oder “Kontrollüberwindungsgadgets” in meinem Unterricht. Diese sehen zunächst so aus:

  • Dein Handy ist in den Unterrichtsstunden auf lautlos geschaltet
  • Du verzichtest auf jedwede nicht unterichtsbezogene Kommunikation (WhatApp, Facebook, SMS usw.)
  • Du darfst dein Handy mit Unterrichtsbezug (z.B. zum Nachschlagen von Worten) verwenden, wenn es die jeweilige Situation erlaubt und niemand dadurch gestört wird.
  • Am besten legst du dein Handy mit dem Display nach unten oder in einer “Socke” deutlich sichtbar vor dich auf den Tisch zu deinem Arbeitsmaterial.
  • Dein Handy wird dir gemäß der geltenden Schulordnung für die Dauer der Deutschstunde entzogen, wenn du dich nicht an diese Regeln hältst.

Der nächste logische Schritt wäre, diese Geräte mit in das Schul-WLAN zu integrieren. Schon jetzt kommt das örtliche Handynetz in Schulpausen so an seine Grenzen. Dazu rüsten wir demnächst technologisch gewaltig auf. Das Schulnetz besitzt einen rudimentären Webfilter, der von einer Community geflegt wird und der rechtlich völlig ausreicht. Der Filter arbeitet nicht invasiv und schaut z.B. nicht in SSL-Verbindungen hinein (z.B. durch Zwischenzertifikate).

Die Schülerinnen und Schüler sind erfindungsreich im Überwinden des Filters oder anderer “Sicherheitsfunktionen” des Netzes. Einige verstehen, was sie da tun und wachsen daran mehrfach – ich als Administrator schätze dieses Katz- und Mausspiel sehr, weil auch ich dadurch immer mehr über Systeme lerne (meines und andere).

Das Internet geht ja nicht wieder weg. Und die Aspekte aus der ersten Geschichte lassen sich ohne das Internet kaum sinnvoll vermitteln. Ich nutze das Netz.

Die Konsequenz für mich

Ich will Alltagsunterrichtsprodukte meiner Schülerinnen und Schüler nicht im Netz sehen. Für das Tagesgeschäft gilt bei mir das Prinzip: All unfiltered in – something filtered out. Ein öffentliches Projekt mit Schülerinnen und Schülern im Internet muss eine Relevanz besitzen, um gegenüber z.B. dem Plakat oder Schulheft einen Mehrwert zu bieten: Die Rezeption sollte in meinen Augen organisiert sein. Ich habe jetzt nach mehreren Jahren zu ersten Mal eine Idee und eine Lerngruppe, mit der ich mir das vorstellen kann. Wenn immer alle Schulen mit allen Lerngruppen so arbeiten, mag das explorativ und wünschenswert sein, aber eine Unmenge an Content von begrenzter öffentlicher Relevanz erzeugen. Die unmittelbare soziale Umgebung wird hier anders zu bewerten sein und damit im Fokus stehen müssen.

Schönfärberei in Teilen der Medienpädagogik

Meidienpädagogen wie der öffentlich zurzeit sehr präsente Philippe Wampfler brechen eine Lanze für das Verhalten der Jugendlichen.  Zu YouNow wird er von einer Quelle so zitiert:

«Weil Younow nicht per se etwas Negatives ist», sagt der Lehrer und Kulturwissenschaftler Philippe Wampfler: Der Dienst spiele mit der Suche nach Aufmerksamkeit – dem Teen­agerthema schlechthin. Es gehe auch darum, Medienkompetenz im positiven Sinne zu zeigen. Die Jugendlichen müssten das Publikum unterhalten, etwas bieten. Je mehr Zuschauer man bei Younow habe, desto höher steige man im Ranking, und desto besser sei man für die anderen Nutzer sichtbar. Dieser Wettbewerb um Aufmerksamkeit könne Spass machen und Kreativität fördern, betont Wampfler. Es gebe auch Jugendliche, die Unterhaltungstechniken berühmter Vorbilder imitierten. Andere machten Musik. «Viele Jugendliche sind allerdings bereit, Vernunftregeln zu brechen, wenn sie dafür Aufmerksamkeit erhalten.» Sie sagten sich: «Das ist es mir irgendwie wert.»

Ich weiß nicht, ob P.Wampfler hier korrekt wiedergegeben wird, jedoch ist dieses Zitat in meinen Augen prototypisch für einen bestimmten Teil der Medienpädagogen. Wampfler ist es immer daran gelegen, Zustände zu beschreiben. Eine Wertung von Verhalten erfolgt i.d.R. nicht. Stattdessen stehen die Möglichkeiten der Onlineangebote im Vordergrund. Diese bezweifle ich nicht. Ich bezweifle aber, dass eine Mehrheit der Jugendlichen Dienste wie YouNow in einer Weise nutzt, wie sie in den Augen mancher Medienpädagogen “gemeint” sind.

Ich bezweifle, dass das auf Jugendliche beschränkt ist. Und ich bezweifle, dass das alles “Randphänomene” sind. Ich bezweifle die oft anzutreffende ungeheure Idealisierung. Pubertät ist geprägt von extremer Ambivalenz. Exploratives und kritikwürdiges Verhalten stehen in der Hochzeit dieser Phase paritätisch nebeneinander. Ich bezweifle Studien mit nur sehr geringer Stichprobengröße. Ich bezweifle, dass gerade die Geisteswissenschaft mit ihrer historisch langsamen Begriffsbildung schon ausreichend Methoden gefunden hat, mit den Phänomenen der Digitalisierung angemessen umzugehen. Das ist in Ordnung und ein völlig normaler Zustand in der Zeit des Überganges, in dem sich die Gesellschaft gerade befindet.

In Bezug auf Jugendliche ist mir Beschreiben und Begriffsbildung entschieden zu wenig. Ich werde in meinen Reaktionen und Wertungen der Phänomene im Internet in der Rückschau oft falsch liegen. Ich mache mich durch Festlegungen wie in meiner “anderen Geschichte” von oben angreifbar. So what?

Ich bleibe Reibungsfläche. Das macht nicht immer Spaß. In Bezug auf Erziehungsfragen gibt es aber keinen anderen Weg für mich. Immer neue Beschreibungen und immer neue Begriffe von Seiten geisteswissenschaftlicher Forschung auf “Industriegesellschaftsniveau” und mit “Industriegesellschaftsmethodik” nützen mir dabei eher wenig.

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In Deutsch auch einmal etwas Vor-schreiben

vom 9. Februar 2015, in Deutschunterricht, von Maik Riecken

Auf einem Minitweetup mit Herrn Larbig sind wir irgendwie auf das Problem gestoßen, dass es z.B. in Mathematik oder Chemie üblich ist, Aufgaben oder Übungen durch die Lehrkraft vorzurechnen, um z.B. beispielhaft einen Lösungsweg zu zeigen, der dann bei analogen Aufgaben als Leitfaden dienen kann.

Im Fach Deutsch werden von SuS oft durchstrukturierte Texte verlangt. Im Idealfall übt man an vorgegeben Textbeispielen aus dem Lehrbuch – neuerdings auch mit Überarbeitungsaufgaben, d.h. der schlaue Lehrbuchautor hat im Qualitätsmedium Schulbuch extra ein paar Fehlerchen versteckt.

Wann aber schreiben Deutschlehrkräfte einfach einmal selbst einen Analyseteil, eine Inhaltsangabe oder eine Interpretation und thematisieren ihren Text mit der Lerngruppe?

Häufige Ausflüchte:

  1. Ich soll ja nichts lernen, sondern die SuS!
  2. Ich mache mich doch vor der Lerngruppe nicht angreifbar!
  3. Das dauert doch viel zu lange!
  4. Dann kann man mich doch festnageln!
  5. (dann sehen die SuS doch auch meine Unzulänglichkeiten …)

Ich habe mich heute getraut und meinen SuS etwas vor-geschrieben. Es handelte sich dabei um eine Analyse der Erzählhaltung zum Romananfang von “Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull”. Hier der Auszug:

Indem ich die Feder ergreife, um in völliger Muße und Zurückgezogenheit- gesund übrigens, wenn auch müde, sehr müde (so dass ich wohl nur in kleinen Etappen und unter häufigem Ausruhen werde vorwärts schreiten können), indem ich mich also anschicke, meine Geständnisse in der sauberen und gefälligen Handschrift, die mir eigen ist, dem geduldigen Papier anzuvertrauen, beschleicht mich das flüchtige Bedenken, ob ich diesem geistigen Unternehmen nach Vorbildung und Schule denn auch gewachsen bin. Allein, da alles, was ich mitzuteilen habe, sich meinen eigensten und unmittelbarsten Erfahrungen, Irrtümern und Leidenschaften zusammensetzt und ich also meinen Stoff vollkommen beherrsche, so könnte jener Zweifel höchstens den mir zu Gebote stehenden Takt und Anstand des Ausdrucks betreffen, und in diesen Dingen geben regelmäßige und wohl beendete Studien nach meiner Meinung weit weniger den Ausschlag, als natürliche Begabung und eine gute Kinderstube. An dieser hat es mir nicht gefehlt, denn ich stamme aus feinbürgerlichem, wenn auch liederlichem Hause; mehrere Monate lang standen meine Schwester Olympia und ich unter der Obhut eines Fräuleins aus Vevey, das dann freilich, da sich ein Verhältnis weiblicher Rivalität zwischen ihr und meiner Mutter – und zwar in Beziehung auf meinen Vater – gebildet hatte, das Feld räumen musste; […]
Unsere Villa gehörte zu jenen anmutigen Herrensitzen, die, an sanfte Abhänge gelehnt, den Blick über die Rheinlandschaft beherrschen. Der abfallende Garten war freigebig mit Zwergen, Pizen und allerlei täuschend nachgeahmtem Getier aus Steingut geschmückt; […]
Dies war das Heim, worin ich an einem lauen Regentage des – einem Sonntage übrigens – geboren wurde, und von nun an gedenke ich nicht mehr vorzugreifen, sondern die Zeitfolge sorgfältig zur Richtschnur zu nehmen. Meine Geburt ging, wenn ich recht unterrichtet bin, nur sehr langsam und nicht ohne künstliche Nachhilfe unseres damaligen Hausarztes, Doktor Mecum, vonstatten, und zwar hauptsächlich deshalb, wenn ich jenes frühe und fremde Wesen als »ich« bezeichnen darf – außerordentlich untätig und teilnahmslos dabei verhielt, die Bemühungen meiner Mutter fast gar nicht unterstützte und nicht den mindesten Eifer zeigte, auf eine Welt zu gelangen, die ich später so inständig lieben sollte.

(aus: Thomas Mann, Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. Der Memoiren erster Teil, Frankfurt/M.: Fischer 1989, S.7-13, gekürzt)

Und hier mein Arbeitsblatt dazu:

Vorschlag für einen Analysetext Funktion für die Analyse / Kommentare
Der vorliegende kurze Auszug aus dem Roman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“, geschrieben von Thomas Mann, wird durch die Ich-Perspektive geprägt.
Der fiktive Ich-Erzähler gestaltet stellenweise den zeitlichen Aufbau der Handlung, z.B. wenn er sich selbst zur Räson ruft „nicht mehr vorzugereifen“ (Z.21). Er konstatiert, sich bei seiner eigenen Geburt „untätig und teilnahmslos“ (Z.25) verhalten zu haben. Sich erzählerisch noch in der Vergangenheit befindend, beschreibt er in eine Welt zu gelangen, die er „später so innig lieben sollte“ (Z.27).
Generell verfügt der Ich-Erzähler über detailliertes Wissen zu seiner Umwelt (Z.17 ff.) oder den sozialen Beziehungen innerhalb seiner Familie (Z.14 ff.).
Auch wenn es Textstellen gibt, in denen der Erzähler sehr auf die eigene Person zurückgeworfen ist (Z.2 ff.) überwiegen dennoch die Phasen, in denen er aktiv Einfluss auf das Geschehen nimmt und den Ablauf der Handlung beeinflusst. Seine Werturteile sind geeignet, die Wahrnehmung des Lesers zu lenken.
Klassisch handelt es sich dabei um Elemente einer auktorialen Erzählweise. Der Ich-Erzähler weist in seinem Handeln über sich als Person hinaus und erweckt lediglich die Fiktion des personalen Erzählens.
Dieses im gewissen Maß manipulative Vorgehen des auktorialen Ich-Erzählers lässt sich dem Verhalten  eines Hochstaplers zuschreiben. Dies wäre durch eine weitere Analyse des Textes zu prüfen.

Es kam natürlich die ein oder andere kritische Äußerung, aber es war insgesamt eigentlich gar nicht so schlimm. Die Ergebnisse haben wir kurz ausgewertet, um dann einmal zu versuchen, meine Version als Schablone auf einen anderen Romanauschnitt zu legen. Dieser wies einen eher personal geprägten Ich-Erzähler auf.

Als dritte Stufe (Hausaufgabe) gab es einen Input zu den Begriffen Erzählzeit und erzählte Zeit. Unter diesen Aspekten soll nun wiederum einer der beiden Romanausschnitte analysiert werden.

Ich habe auch schon einmal eine Kurzgeschichte selbst verfasst und als Klassenarbeitstext gegeben, kam mir dabei aber irgendwie blöd vor. Eigentlich verwunderlich: Immerhin trennen mich nur vier Wochen und eine gepimpte Staatsexamensarbeit vom damaligen Magister – da sollte man doch wohl schreiben können …

Bob Blume ruft zu einer Blogparade auf. Dabei geht es um Persönliches. Darüber schreibe ich eigentlich ja nicht im Netz, obwohl ich auf Veranstaltungen durchaus viel Persönliches erzähle. Der der Aufgabe besteht also darin, distanziert zu bleiben und trotzdem etwas preiszugeben.

Ich hatte Angst. Vor jeder Sportstunde. Vor jeder Englischstunde. Vor jeder Geschichtsstunde. Unangekündigte Vokabeltest, die nie Vokabeln abfragten, sondern immer ganze, teilweise sehr komplexe Wendungen. Die grünen Englischarbeitshefte unter dem Arm, ohne dass irgendwann irgendwie ein Hinweis fiel, dass an diesem Tag eine Arbeit geschrieben werden würde.  Aus der Quinta kommend, gaben mir die Noten dieses Lehrers fast den Rest. Versetzung gefährdet. Nachhilfe bei älteren Schülerinnen. In Geschichte ähnlich. In Sport: Riegen: “Riege 1 spielt gegen Riege 2!” “Oha, in Riege 1 schafft jetzt jeder einen Aufschwung. Erzählt mal den anderen, was ihr gemacht habt!” Doppelkopf in einer Jugendherberge auf Sylt gelernt. Uns selbst ein Geländespiel auf der großen Wanderdüne ausdecken müssen. Bei 2 Meter Brandung gebadet. Um die Südspitze von Sylt gelaufen. “Er kündigt die Arbeiten und Tests nicht an, weil er möchte, dass ihr auf jede Stunde vorbereitet seid. Er möchte nicht, dass Kinder einen Vorteil haben, die von zu Hause aus Unterstützung erfahren – daher macht er das!”, berichtete meine Mutter nach dem Elternsprechtag. Ich hatte Ende der achten Klasse eine Drei in Englisch. Ich musste für dieses Fach nie wieder etwas tun und bin nie unter einem Ausreichend nach Hause gegangen.

Nach heutigen Maßstäben hätte ich mehrmals tot sein und psychische Schäden davontragen müssen. Unerbittlich herkunftsunabhängig gerechte, leitende, fordernde Menschen wie er ebneten mir als erstem aus unserer Familie den Weg an die Uni. Das Riegensystem: Sprachlich-militärisch, im Kern maximales kooperatives Lernen. Jede Riege war fair zusammengesetzt aus Menschen mit sportlichen Stärken und Schwächen. Es ging ums Gewinnen. Gewinnen als geschlechtsübergreifendes Mannschaftserlebnis. Das Geländespiel als selbstbestimmte, gruppendynamische Übung würde heute mit komplett prototypisch kompetenzbeseiert verzückter Sprache bejubelt. Diese Drei in Englisch war eigentlich eine Eins (ein Mädchen hatte eine Zwei bekommen). Es war emotional eine schwierige Zeit. Aber wir alle lernten das Denken bei ihm.

Ich denke heute mit Lust an seine Stunden zurück. Die Angst ist nicht mehr die prägende Erinnerung.

Es gab ein Klausur zurück. Französische Revolution. Rede von Robbespierre oder war es Montesquieu? (Ancien Régime). Er tobte. Innerlich. Er las uns die Rede vor und ersetzte in erster Lesung das Wort “Nationalversammlung” durch “NSDAP”, in zweiter Lesung war es die “Volkskammer der DDR”. Eindrücklichste Besprechung einer Klausur. Betroffenheit im Kurs. Es hatte kaum einer das wahre Gesicht der Rede erkannt. Angst. Ich vielleicht auch nicht? “Auf das Schärfste zu verurteilen” stand in meinem Fazit in der Klausur. 12 Punkte. In der Oberstufe lief es bei mir eigentlich. Ich musste nie etwas tun. In Geschichte habe ich es nie mehr auf diese Punktzahl gebracht, im Abitur in der mündlichen Prüfung habe ich mich ohne Vorbereitung auf 7 Punkte gelabert. Ich hatte ein Fundament – von wem wohl? Der Oberstufenlehrer wurde einmal richtig ausfallend. Wir fragten um Erlaubnis, auf eine Demonstration gehen zu dürfen. “Haben Sie sie noch alle? Wenn Sie für Ihre Rechte auf die Straße gehen, dann tragen Sie halt die schulischen Konsequenzen! Wie naiv muss man denn sein, zu glauben, dass der Kampf für Rechte konsequenzenlos bleibt!”

Wir sind gegangen. Wie begossene Pudel. Sehr viel Schweigen auf der Hinfahrt.

“Darf ich mich zu Ihnen setzen?” Was mich ich da wohl geritten hatte. Er war mein Philosophieprofessor. Seminar zum us-amerikanischen Transzendentalismus (Ralph Waldo Emerson z.B.). Aber an dem Abend war in der Kneipe sonst kein Platz mehr frei und ich hatte Hunger und konnte ja nicht im Stehen essen. “Junger Mann, viele meiner Kolleginnen und Kollegen glauben, Philosophie sei ein Selbstzweck, selbstreferentielle Wissenschaft. Ich sage: Die Philosophie steht in der Verantwortung nachzuweisen, dass sie der Gesellschaft, von der sie bezahlt wird, wirklich etwas nützt. Ein Philosoph darf nicht hoffen, irgendwie an der Universität unterzukommen. Er muss sich aktiv um eine Stellung bemühen!” Man kann sich denken, dass er in seiner Fakultät nicht so viele Freunde hatte. Aber eine Menge konkreter Umsetzungsideen zu seiner eigenen Forderung (Heute darf man ja auch fordern ohne eine Idee zur Umsetzung zu haben). Schließlich übernahm er nach fast zwei Stunden Gespräch meine Rechnung.

Es war ein bis heute prägender Abend.

Alles Erlebnisse sind aus heutiger Sicht streitbar und inhaltlich, verklärt durch eine zur jeweiligen Zeit nicht vollkommen durchreflektierte Haltung. Sie sind zudem nur ein Auszug aus allem Erlebten. Schule und Uni speisen mich als Persönlichkeit gegenüber anderen Faktoren eigentlich vernachlässigbar gering. Genau diese Spannung, die Schwebe, diese Ambivalenz der Empfindungen ist das, was für mich heute die Lust am Lernen ausmacht.

Wenn ich mich mit LDAP-Protokollen herumquäle, zeigen mir die engagierten Anwender natürlich kollektiv den Vogel. Aber genau das (den Vogel gezeigt bekommen)  macht mir Spaß. “Bei Riecken muss man im Aufsatz mindestens einmal ‘Ambivalenz’ schreiben und immer Entwicklungen aufzeigen!” Ich wehre mich innerlich gegen solche Stereotype. Aber eigentlich stimmt dieser.

Wenn ich mein Schüler wäre, nähme ich mich als Lehrer total ambivalent wahr. Konsequenz und Gesumpfe eng beieinander. Viel Spannung entsteht aber dadurch, dass es mir zunehmend schwerer fällt, Haltungen und Handlungen in eine Zahl zu pressen.

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